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Langsames

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Emil hat einen Text frei gegeben. Da er mich berührt, spinne ich weiter.

Emils Text:

Schnell noch, bis ich langsam werde

Schnell noch einen Text verfassen!
Schnell nocheinmal “hoch die Tassen”.
Schnell noch diesen Arzt besuchen.
Schnell in einem Stau noch fluchen.
Schnell noch Brot und Brötchen kaufen.
Schnell noch eine Runde laufen.
Schnell noch dies und schnell noch das:
Aber wozu geb‘ ich Gas?

Schnell noch, schnell noch und noch schneller!
Schnell noch einen Salatteller!
Schnell noch dieses Geld kassieren.
Schnell nochmal den Hund ausführen.
Schnell noch einen Brief verfassen.
Schnell noch etwas Neues hassen.
Alles schnell noch und noch schneller.
Schnell: Das ist der Mega-Seller!

Mein Text:

Der Sommer hat mich betrogen. Zu viel an Licht. Weder ich noch meine Pflanzen können damit umgehen.

Schleichend, austrocknend entzieht die allgegenwärtige Sonne Flüssigkeit. Alles erschlafft.

Mit seinem frischen Grün, hat der Frühling mich belogen. Fröste schickte er, alles vernichtend.

Wie lob ich mir Herbstnebel, die sich senkend, das Auge täuschen und den Zeiten folgen.

Langsam ordnet sich. Alles.

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Zum Tag

Heute habe ich das letzte Foto zu meinem Blick in den Wandel gemacht. Damit ist diese über ein Jahr laufende Serie fast abgeschlossen. Fehlt noch die Zusammenfassung für den Monat September und die Jahreszusammenfassung. Beides gibt es in der nächsten Woche zu sehen. Dann ist auch der September fast um.

Ein Jahr vergeht schnell, umso schneller seit ich älter bin. 

Mir hat dieses Projekt Freude gemacht.

Blick in den Wandel

1.Dezember

Streng geheim

Welke Blätter gleichen verblühten Rosen.

Schattenspiele im Vollmondrausch.

Wasser kennt seinen eigenen Weg.

Hält inne, erinnert den noch grünen Zweig an Wiederkehr.

Das Schöne vom Tag

Der Sommer neigt sich…

…mit ihm seine Sträuße. ..

Streng geheim

Später Abend im späten Juli…

Gesehen, 

ein Blatt, schwebend haltend, gefallen, ohne zu stürzen. 

Abgeworfen von der Birke, verfangend sich im Spinnennetz.

Glückseliger, andauernd fester Minutenhalt im flüchtigen Getriebe der Welt.

Gehört, 

die Amsel, ständig treu bleibend sich und ihrer wahrhaftigen Zeit.

Musiktip:

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Das Letzte vom Tag

Langsamer bin ich geworden.
Nicht in den Handlungen, im Kopf.
Termindruck lasse ich nicht mehr zu.
Das Anhäufen in Gedanken – der ständige Gedanke…wie bekommst du das alles geordnet…hilft nicht weiter.
Verwirrt nur.
In den letzten Tagen habe ich gern im Blog einer dreifachen Mutter alte Beiträge gelesen.
https://simplifyme72.wordpress.com/
Ihre bedachte Handlungsweise, ihr Herangehen an die Dinge, ohne aufzuschieben, imponiert mir sehr.
Noch anderthalb Woche dann gibt es ein paar freie Tage.
Ein Gartenfest für alle und Zeit mit dem Gärtnergatten allein.
Bis dahin schaffe ich es. Bestimmt.

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Das Letzte vom Tag

Seit fast 3 Wochen laboriere ich nun mit meinem Rücken.
Besserung ist schwach in Sicht.
3 Wochen Zeit, den Kopf von Alltagsdingen frei zu bekommen.
3 Wochen Zeit dem Wachsen in Ruhe zuschauen zu dürfen.
Ein nahezu verrückter Gedanke kommt mir in den Kopf.
Wie wäre es, wenn Frau – vor allem die Kinder großziehende – wählen könnte, ob sie wirklich Beruf und Hausarbeit gleichzeitig verrichten will.
Aber wie gesagt…verrückt in diesen Zeiten von schneller, höher, weiter.
Der Gedanke kam mir dennoch.

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Streng geheim

Manche Tage sind so lang, dass ihre Abende sinken.

Im Rausch der Zeit fühle ich mein Altern täglich.

Fasse mir Notwendigstes im Sekundentakt, hoffend, es hält meinem Schritt stand.

Streng geheim

Löchrig wird die Haut,
zerfressen vom Lauf der Zeit,
der ständig unter diese kriecht,
durch sie fließt,
und rinnt und rinnt…

Mir bleibt ein Sieb, um aufzufangen.
Nie bin ich mir sicher was wertvoller ist…
Das Aufgefangene oder das Durchgelaufene.