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Meine Schaukelinhaberin. ..

macht mit mir das, was alle Kinder mit uns Erwachsenen tun.
Sie nehmen uns mit in ihre heile Welt.
Wenn sie mich mit ihren braunen Kulleraugen anschaut, ist die Welt plötzlich anders.
Nicht die aufgeräumte Wohnung ist mehr wichtig, Ärgernisse der Außenwelt verblassen und ihr Duft ist mit keinem Parfum zu vergleichen.
Ein warmer Hauch von Leben und Liebe zieht über’s Wochenende bei uns ein.
Wir hatten, ganz DDR üblich, in jungen Jahren Kinder, und führen schon seit geraumer Zeit wieder ein entspanntes Leben, welches ein Paar mit erwachsenen Kindern eben hat.
Nun sind wir wieder vorübergehend zu dritt.
Mein kleines Mädchen freut sich, wenn sie Tiere sieht.
Eine Weile hat sie ihre Nase und die Fingerchen an der Scheibe platt gedrückt, und die Vögel beobachtet.
Früh am Morgen haben wir das Vogelhäuschen befüllt und nun kommen rege Gäste. Die Kleine ist begeistert und ein klein wenig enttäuscht,  dass die Tierchen sich nicht streicheln lassen wollen.
Deshalb besuchen wir im Anschluss  die Ziegen, die kann man streicheln.

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Sie sehen aus als ob sie lachen.
Wir lachen mit und geben ihnen Brot.
Eine klare, winterliche Landschaft umgibt uns.

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Die Ziegen haben ein schönes Gehege,  das in einem Naturschutzgebiet liegt, und zu Spaziergängen einlädt.
Gleich daneben befindet sich meine alte Roddelbahn.
Um sie zu benutzen reicht der Schnee nicht. Leider. Sie führt direkt ins Tal und zur Bach.
Hatte man sich verfahren, konnte man sich schon mal nasse Füße holen.
Im Tal war ich in meiner Kinderzeit am Liebsten an der Bach.
Wasser ist mein Element und gerne würde ich es auch der Kleinen nahebringen.
Es ist gut, wenn man in späteren Jahren, die nicht mehr ausschließlich voller Freuden sind, einen Platz weiss, an dem Ruhe zu finden ist.

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Wo, wenn nicht hier bin ich zu Haus, denke ich so oft ich an diese Stelle komme.
Gar nicht weit entfernt steht unser Haus.
Es sind nur noch ein paar Schritte bis wir wieder im Warmen sind.
Der leichte Schneefall über Nacht verwandelt den Matsch der letzten Tage in eine zauberhafte Winterwelt.

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Wir versuchen das Plätschern der Bach nachzumachen und lachen dabei und mir wird leicht und froh.
Durch die Zweige ist unser Haus zu sehen.
Die letzten Meter beeilen wir uns sehr.
Es wird langsam kalt, unser warmer Tee ist ausgetrunken und wir wollen schnell heim, um mit dem Gärtnergatten Mittag zu essen.

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Er wird schon auf uns warten.