Schlagwort-Archive: Wilhelm Busch

Sonntagsmärchen

Wilhelm Busch

Das Hemd des Zufriedenen

Es war einmal ein reicher König, dem machte das Regieren so viele Sorgen, daß er darum nicht schlafen konnte die ganze Nacht. Das ward ihm zuletzt so unerträglich, daß er seine Räthe zusammen berief und ihnen sein Leid klagte. Es war aber darunter ein alter erfahrener Mann, der erhob sich, da er vernommen, wie es um den König stand, von seinem Stuhle und sprach: »Es giebt nur ein Mittel, daß wieder Schlaf in des Königs Augen kommt, aber es wird schwer zu erlangen sein; so nämlich dem Könige das Hemd eines zufriedenen Menschen geschafft werden könnte und er das beständig auf seinem Leibe trüge, so halte ich dafür, daß ihm sicherlich geholfen wäre.« Da das der König vernahm, beschloß er, dem Rathe des klugen Mannes zu folgen und wählte eine Anzahl verständiger Männer, die sollten das Reich durchwandern und schauen, ob sie nicht ein Hemd finden könnten, wie es dem Könige Noth that. Die Männer zogen aus und gingen zuerst in die schönen volkreichen Städte, weil sie gedachten, daß sie da wohl am ehesten zu ihrem Zwecke kämen; aber vergebens war ihr Fragen von Haus zu Haus nach einem zufriedenen Menschen; dem Einen gebrach dies, dem Andern das; so mochte sich keiner zufrieden nennen. Da sprachen die Männer untereinander: »Hier in der Stadt finden wir doch nimmer, wonach wir suchen; darum so wollen wir jetzunder auf das Land hinausgehen, da wird die Zufriedenheit wohl noch zu Hause sein,« sprachen’s, ließen die Stadt mit ihrem Gewühle hinter sich und gingen den Weg durch das wallende Korn dem Dorfe zu. Sie fragten von Haus zu Haus, von Hütte zu Hütte, sie gingen in das nächste Dorf und weiter von da, sie kehrten bei Armen und bei Reichen ein, aber keinen fanden sie, der ganz zufrieden war. Da kehrten die Männer traurig wieder um und begaben sich auf den Heimweg. Wie sie nun so in sorgende Gedanken vertieft über eine Flur dahinwandelten, trafen sie auf einen Schweinhirten, der da gemächlich bei seiner Heerde lag; indem so kam auch des Hirten Frau, trug auf ihren Armen ein Kind, und brachte ihrem Manne das Morgenbrod. Der Hirt setzte sich vergnüglich zum Essen, verzehrte was ihm gebracht war, und nachdem so spielte er mit seinem Kinde. Das sahen die Männer des Königs mit Erstaunen, traten herzu und fragten den Mann: wie es käme, daß er so vergnügt wäre und hätte doch nur ein so geringes Auskommen? »Meine lieben Herren«, sprach der Sauhirt, »das kommt daher, weil ich mit dem, was ich habe, zufrieden bin.« Da freuten sich die Männer höchlich, daß sie endlich einen zufriedenen Menschen gefunden hatten, und erzählten ihm, in welcher Sache sie von dem Könige wären ausgesandt worden, und baten ihn, daß er ihnen möchte für Geld und gute Worte ein Hemd von seinem Leibe geben. Der Sauhirt lächelte und sprach: »So gern ich Euch, meine lieben Herren, in Eurem Anliegen möchte zu Willen sein, so ist es mir doch nicht möglich; denn Zufriedenheit habe ich wohl, aber kein Hemd am Leibe.« Als das die Männer vernahmen, erschracken sie und gaben nun ganz die Hoffnung auf, ein Hemd zu finden, wie es dem Könige Noth that. Betrübt und mit gesenkten Blicken traten sie wieder vor ihren Herrn und berichteten ihm, wie all ihr Suchen und Fragen sei vergeblich gewesen; sie hätten manchen gefunden, der wohl ein Hemd gehabt hätte, aber keine Zufriedenheit, und endlich hätten sie Einen angetroffen, der wäre freilich zufrieden gewesen, aber leider hätte er kein Hemd gehabt.

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Sonntagsmärchen

Wilhelm Busch

Bewaffneter Friede

Ganz unverhofft, an einem Hügel,
Sind sich begegnet Fuchs und Igel.
»Halt«, rief der Fuchs, »du Bösewicht!
Kennst du des Königs Ordre nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
Und weißt du nicht, daß jeder sündigt,
Der immer noch gerüstet geht? –
Im Namen Seiner Majestät,
Geh her und übergib dein Fell!«
Der Igel sprach: »Nur nicht so schnell!
Laß dir erst deine Zähne brechen,
Dann wollen wir uns weitersprechen.«
Und alsogleich macht er sich rund,
Schließt seinen dichten Stachelbund
Und trotzt getrost der ganzen Welt,
Bewaffnet, doch als Friedensheld

Das Schöne vom Tag

Eingänge vergangene Zeiten öffnend…

Der Dornenstrauch

Wilhelm Busch

Es steht in Quesels Hecke
Ein Dornstrauch an der Ecke,
Und stechen tut er auch.
Ach, lieber Herr von Quesel,
Steig ab von deinem Esel,
Hau ab den Dornenstrauch.
Herr Quesel hört die Klagen
Vergnügten Angesichts.
Er spricht mit Wohlbehagen:
Ich spüre nichts!

Es wächst die krause Wolle,
Damit sie wärmen solle
Dem Schäfchen aus der Haut.
Der Dornstrauch tät es rupfen,
Da mußt es ängstlich hupfen
Und blökte gar so laut.
Herr Quesel hört sein Klagen
Vergnügten Angesichts.
Er spricht mit Wohlbehagen:
Ich spüre nichts!

Im Schmuck der neuen Hose,
Beglückt und sorgenlose
Biegt um das Eck der Fritz.
Der Dornstrauch hält ihn feste,
O weh, die Allerbeste
Kriegt einen langen Schlitz.
Herr Quesel hört sein Klagen
Vergnügten Angesichts.
Er spricht mit Wohlbehagen:
Ich spüre nichts!

Hier wandelt, emsig strickend,
Im Freien sich erquickend,
Ein Fräulein tugendsam.
Wie ist sie so erschrocken,
Als plötzlich Hut und Locken
Der Dornstrauch an sich nahm.
Herr Quesel hört ihr Klagen
Vergnügten Angesichts.
Er spricht mit Wohlbehagen:
Ich spüre nichts!

Der Esel aber bebend
Sieht hoch am Dorne schwebend
Die Locken und den Hut.
Es stutzt und bockt der Esel,
Im Dorne hängt Herr Quesel
Und hat es gar nicht gut.
Ein jeder hört sein Klagen
Vergnügten Angesichts.
Man spricht mit Wohlbehagen:
Wir spüren nichts.

Herr Quesel läuft nach Hause
Und kehrt in einem Sause
Zurück mit langer Axt.
Die Axt fängt an zu blitzen,
Herr Quesel an zu schwitzen,
Der Dornstrauch fällt und knackst.
Jetzt kann man ohne Klagen
Vergnügten Angesichts
An Quesels Ecke sagen:
Ich spüre nichts.

Balladenwochenende

Christina

http://wp.me/p4Z44p-PC

ruft zu einem Balladenwochenende auf. Eine Ballade steuere ich gern bei.

Sehr verehre ich den am 15.4.1832 geborenen Wilhelm Busch. Als erstes von sieben Kindern musste er für seinen Bruder Otto Platz machen und zum Onkel ziehen. Dieser, der Pastor Georg Kleine, gibt ihm Privatunterricht. Nach dem Willen seines Vaters soll Wilhelm Maschinenbauer werden. Sein zeichnerisches und dichterisches Talent hilft ihm sich durchzusetzen, er folgt einem Freund an die Kunstakademie Düsseldorf. Enttäuscht über den fantasielosen Ablauf dort wechselt er an die Königliche Akademie in Antwerpen. Dort findet er über die flämischen und holländischen Maler des 16.und 17. Jahrhunderts Inspiration. Sie beeinflussen ihn stark. An Thyphus erkrankt, kehrt er zur Erholung ins Elternhaus zurück, sammelt dort Volkslieder, Märchen und Sagen die verloren zu gehen drohen und veröffentlicht sie. Nach seiner Genesung geht er nach München an die Akademie der bildenden Künste, schließt sich dem Künstlerverein „Jung München“ an und arbeitet für die „Fliegenden Blätter“ karikaturistisch. Seine erste Bildergeschichte „Max und Moritz“ macht ihn berühmt. 1884 wird er mit „Meister Klecks“ seine letzte Bildergeschichte veröffentlichen. Wilhelm Busch zieht es zu seinem Bruder Otto nach Frankfurt, dort lernt er über ihn Arthur Schoppenhauer kennen, auch seine stets verständnisvolle Freundin Johanna Keßler trifft er hier. Seine letzten Jahre verbringt er bei seiner Schwester im Harz. Hier übernimmt er die Vaterrolle für seine drei Neffen, zieht später zu einem und lebt damit wieder in einem Pfarrhaushalt. Hier schreibt er seine Gedichte „Zu guter Letzt“ und „Schein und Sein“. Letzteres wird erst nach seinem Tod am 9.1.1908 veröffentlicht. Für mich zählt Wilhelm Busch zu den größten deutschen Dichtern und Zeichnern. Sein doppeltes Talent würzt er einzigartig mit Klugheit, Ironie und Witz. Die unten folgende Ballade zählt zu meinen Liebsten.

Wilhelm Busch
Die Ballade von den sieben Schneidern

Die Ballade von den sieben Schneidern
Es hatten sieben Schneider gar einen grimmen Mut;
Sie wetzten ihre Scheren und dürsteten nach Blut.

Dort auf der breiten Heide lief eine Maus daher,
Und wär‘ sie nicht gelaufen, so lebte sie nicht mehr.
Und zu derselben Stunde (es war um halber neun)
Sah dieses mit Entsetzen ein altes Mütterlein.

Die Schneider mit den Scheren, die kehrten sich herum,
Sie stürzten auf die Alte mit schrecklichem Gebrumm.
»Heraus nun mit dem Gelde! Da hilft kein Ach und Weh!«
Das Mütterlein, das alte, das kreischte: »Ach herrje!«

Ein Geisbock kam geronnen, so schnell er eben kann,
Und stieß mit seinem Horne den letzten Schneidersmann.
Da fielen sieben Schneider pardauz auf ihre Nas
Und lagen beieinander maustot im grünen Gras.

Und sieben Schneiderseelen, die sah man aufwärts schwirr’n,
Sie waren anzuschauen wie sieben Fäden Zwirn.

Der Teufel kam geflogen, wie er es meistens tut,
Und fing die sieben Seelen in seinem Felbelhut.

Der Teufel, sehr verdrießlich, dem war der Fang zu klein,
Drum schlug er in die Seelen gleich einen Knoten drein.

Er hängt das leichte Bündel an eine dürre Lind‘,
Da pfeifen sie gar kläglich, piep, piep, im kühlen Wind.

Und zieht ein Wandrer nächtlich durch dieses Waldrevier,
So denkt er bei sich selber: Ei, ei, wer pfeift denn hier?

Im Herbst

Wilhelm Busch

Im Herbst

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der Reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.
Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.
Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.
Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

Im Sommer

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Wilhelm Busch

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In Sommerbäder 
Reist jetzt ein jeder 
Und lebt famos. 
Der arme Dokter, 
Zu Hause hockt er 
Patientenlos.

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Von Winterszenen, 
Von schrecklich schönen, 
Träumt sein Gemüt, 
Wenn, Dank der Götter, 
Bei Hundewetter 
Sein Weizen blüht..

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Sie war ein Blümlein…

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Wilhelm Busch

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.

Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.

Ach Gott, wie das dem Schmetterling.
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am Meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel fraß die ganze
Von ihm so heiß geliebte Pflanze.

Die fromme Helene oder Salbeilikör

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Es ist ein Brauch von Alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör.
Doch wer zufrieden und vergnügt, 
sieht zu, daß er auch welchen kriegt.

Wilhelm Busch
(1832 – 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller
Quelle: Busch, Bildergeschichten. Die fromme Helene,1872

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Salbei ist nicht nur ein Heilkraut, sondern bei vielerlei Gerichten notwendig und damit in der Küche unentbehrlich.
Über seine gesunde Wirkung habe ich schon erzählt.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2015/07/24/salbei-und-seine-100jaehrige-ernte-in-sachsen/

Nun gibt es einige, denen der bittere Tee aus den getrockneten Blättern nicht schmeckt.
All diejenigen sollen doch bitte Tee aus frischem Salbei probieren, er schmeckt viel besser.
Wer das immer noch nicht mag, der kann bei hartnäckigen Halsschmerzen auf einen Rachenputzer – ein kleines Salbeilikörchen – zurück greifen.
Die fromme Helene macht’s vor.
http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-fromme-helene-4139/1

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Es braucht dafür:

2 Handvoll getrockneten Salbei,
die abgeriebene Schale von 2 Zitronen,
200 g Rohrzucker,
1 Flasche Himbeergeist oder Kornbrand oder Wodka

Mir ist das zuviel, soviel Likör brauche ich nicht, ich halbiere das Rezept.
Den Salbei in ein großes Glas geben, die Zitronenschale dazu und den Rohrzucker.

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Dann gieße ich den Himbeergeist darüber.
Kühl und dunkel stellen, dabei das Glas täglich schütteln, der Zucker muss sich ganz auflösen.

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Am 18.Tag den Inhalt abseihen und in eine sauber gespülte Flasche umfüllen.

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Diese nun für mindestens sechs Wochen dunkel lagern.
Fertig ist eine wohlschmeckende Medizin.
Wird Himbeergeist verwendet, schmeckt der Likör mir am Besten.
Das ist nichts für alle Tage, aber ein gelegentlicher Genuß.
Leicht bitter-süß, zitronig und wie der beste Salbeibonbon liegt er auf der Zunge.

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Der Likör schmeckt auch gut aus frischen Salbeiblättern und Blüten angesetzt.
Nach Fertigstellung in ein hohes Glas gegeben und mit Eiwürfeln aufgefüllt ist das ein in der Provence gern getrunkener Aperitif.
Leben wie Gott in Frankreich…
Auf die Gesundheit!

Der feine, selbst gemachte Salbeilikör ist ein gern gesehenes Geschenk und das nicht nur bei alten Tantchen ( bei denen aber auch ).

Ich denke laut…

Bewaffneter Friede

Ganz unverhofft, an einem Hügel,
Sind sich begegnet Fuchs und Igel.
 
Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Ordre nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
und weißt du nicht, daß jeder sündigt,
Der immer noch gerüstet geht?
Im Namen seiner Majestät
Geh her und übergib dein Fell.
 
Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.
Laß dir erst deine Zähne brechen,
Dann wollen wir uns weiter sprechen!
 
Und allsogleich macht er sich rund,
Schließt seinen dichten Stachelbund
und trotzt getrost der ganzen Welt,
Bewaffnet, doch als Friedensheld.

Wilhelm Busch

 

…“das sie von dem Sauerkohle noch eine Portion sich hole“…oder Sauerkrautsuppe

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Wilhelm Busch hat in seine Geschichten wertvolle Ratschläge eingebaut.
http://www.ndh.net/home/cuerten/mm/Daniel/2Streich.html

Sauerkraut ist voller lebenswichtiger Mikroorganismen, die einen wichtigen Großteil des menschlichen Immunsystems bilden.

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Pasteurisiertes Sauerkraut aus Gläsern oder Dosen hat seine wertvollen Inhaltsstoffe verloren.
Wichtig ist es deshalb, frisches Sauerkraut zu verwenden, das nicht überall zu bekommen ist.
Meine liebe Frau Mutter hat mir ein Kilogramm von unserem freundlichen vietnamesischem Gemüsehändler geholt.
Sauerkraut entsteht, wenn während des Gärungsprozesses die Mikroorganismen den Zucker des frischen Krautes verarbeiten. Die enthaltene Zellulose wird von ihnen verdaut, was auch uns hilft, das Kraut leichter zu verdauen. Dabei vermehren sie sich stark. Dadurch wird rohes Sauerkraut zum optimalen probiotischem Nahrungsmittel.
Es enthält außerdem die Vitamine A, B12 und C.
Das wertvolle Vitamin B12 ist sonst nicht in pflanzlicher Nahrung enthalten.
Es steckt in den Mikroorganismen, die sich an Obst und Gemüse nur bilden, wenn es ungewaschen ist.
Einen kleinen Teil des Sauerkrautes habe ich deshalb roh gegessen, der Großteil kommt in meine Sauerkrautsuppe.
In dieser Jahreszeit ist sie eine gesunde, schmackhafte und wärmende Speise.
Mein Rezept ist ein abgewandeltes des polnischen Sauerkrauteintopfes Sti.
Im Gegensatz zu Bigosch, bei dem Kohl verwendet wird, ist bei Sti Sauerkraut die Grundlage.
Die polnischen Rezepte werden mit Bauchspeck und Trockenpilzen zubereitet, beides lasse ich weg.
Für meine Sauerkrautsuppe brauche ich:

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1 kg frisches Sauerkraut
2 l Fleischbrühe
25 g Butter
200g Sahne
4 El Ketchup
Salz, Pfeffer, Majoran
kleine Cabanossiwürstchen

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In einem großen Topf die Butter schmelzen und die Cabanossi darin leicht anbraten.

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Das gibt dem Eintopf einen herzhaften Geschmack, ohne das er allzu fettig wird.
Auf die in der Butter schmurrgelnden Würstchen kommt nun das frische Sauerkraut.

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Alles gut vermischen und eine kleine Weile köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.
Dann mit der Brühe auffüllen.

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Von meinem Würzfleisch ist genügend Fleischbrühe übrig, die hier eine ideale Suppenbasis ergibt.
Dieses Rezept kann gut in eine vegetarische Variante umgewandelt werden. Einfach die Fleisch- durch Gemüsebrühe ersetzen und die Würstchen weglassen.

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Kurz aufkochen lassen und den Ketschup, den Majoran und frischen Pfeffer dazu geben. Bei Bedarf salzen. Meine Suppe braucht, des in der Fleischbrühe enthaltenen Salzes halber, kein zusätzliches mehr.
Wieder alles aufkochen lassen und dann die Sahne dazu geben. Im Originalrezept wird saure Sahne verwendet. Mir schmeckt es mit normaler Sahne besser, dafür lasse ich den Zucker weg.

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Bei kleiner Hitze muss die Sauerkrautsuppe mindestens zwei, besser drei Stunden langsam köcheln.
Dazu den Deckel auf den Topf geben, damit nicht zuviel Flüssigkeit verdampft und die Suppe gut durchzieht.

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Nach ca. einer Stunde dicke ich die Suppe mit geriebener Kartoffel leicht an.
Je nach dem welche Konsistenz gewünscht wird, verwendet man dazu drei bis sechs Kartoffeln.

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Die geriebene Kartoffelmasse zur Suppe geben, gut umrühren und weiter köcheln lassen.
Ein deftiger Eintopf für kalte Tage.
Es lohnt sich, eine größere Menge zu machen.
Mit jedem aufwärmen schmeckt die Suppe besser.

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Meine Familie mag diese Suppe sehr gern. Ich hoffte, die Schaukelinhaberin würde ebenso Geschmack daran finden.
Sauerkraut mag sie jedoch nicht.
Als ich versuchte, ihr zu erklären, wie gesund  die Suppe dadurch wird, meinte sie nur: “ hat die Oma da Obst rein gemacht?“
Immerhin…
Das Obst gesund ist, weiß sie schon mal.