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Urlaubstage

Im Urlaub müssen wir unbedingt in die alte Heimatstadt zurück, ihre Schönheit bewundern.

Mit der Schaukelinhaberin die alten Straßen entlang laufen, zum Ziel aller Kindheitsträume,

zum Eiscafe, das schon zu unserer Zeit die besten Torten und das beste Eis überhaupt hatte.

und beides immer noch hat.

Weiter auf den neuen Spielplatz laufen, dem eine abgerissene Fabrik Platz gemacht hat.

Schade ist es um die niedergewirtschaftete Fabrik, die wie so viele anderen nach der Wende platt gemacht wurde, der entstandene Spielplatz ist ein besonders gelungener.

Hüpfel, schaukeln, wippen, rutschen…

besonders gelungen finde ich die als Bienenkorb gebaute Kletter- und Rutschinsel.

Und immer wieder staunen über Altes im neuen Glanz.

Zum Tag oder Pause

Im Zuge des anstehenden G20 Gipfels und eines daraus resultierenden Anschlages fuhren sie gestern teilweise nicht mehr – die Züge. 

Bei den Zerstörungen durch Unbekannte! kam auch das Telefon- und Internetnetz zu Schaden. Dadurch lag gestern hier vieles lahm. Kein Telefon, geringer Handyempfang oder gar keiner und kein Internet. Zum Glück ging mein Handy und das meiner Mutter. Nachdem sie stundenlang vergeblich auf meinen Anruf gewartet hat, war sie so schlau ihr Handy einzuschalten und ich konnte ihr alles erklären. Es ist nicht leicht, wenn man über 80 Jahre alt ist diese Welt zu verstehen. Wobei, ich versteh‘ sie auch nicht.

Da ich nun gestern meine restlichen mobilen Daten vertaudelt habe, mache ich das was erst für Ende der Woche geplant war – Urlaubspause.

Schwimmt, sonnt und schattet euch gut. Wir lesen uns im Juli

Zum Tag

Ich habe richtig gut gegessen und getrunken, ohne einen Finger dafür zu rühren

uuuuunnnd meine neuen Schuhe ausgeführt:-) 🙂 🙂 🙂 🙂 

Erinnerungen – Urlaub damals und heute – Frischer Wind


(Transit – Winter an der See, Musiktipp Herr Bludgeon, Danke)

Frischen Wind bringt ein Urlaub an der Ostsee im touristenarmen Monat November immer. 

Er hilft enorm, Gedanken im Alltagskopf zu ordnen. Hier am Meer sind um diese Jahreszeit fast nur Gleichgesinnte zu finden. Sie suchen wie wir stille Schönheit und innere Einkehr. Auf Rügen findet ich das. Und ein Licht, das es nur hier gibt.

Nach der Wende, als auf einmal die Möglichkeit bestand, westliche Reisestandarts zu nutzen, sind wir wie viele Andere auch, sonnenhungrig in den Süden geflogen. Mit zwei kleinen Kindern im Reisegepäck war der Urlaub in abgeschotteten Ferienidyllen für die Kinder natürlich ein Sommersonnenerlebnis. Mir selber hat das nicht so recht gefallen. All inclusive Ferien zu Gunsten des finanzkräftig-goldenen Westlers sind nicht meins. Fliegerei in geschaffene Urlaubsparadiese, die weit weg vom realen Leben der einheimischen Bevölkerung liegen, ebenso nicht. Alleinerkundung eines fremden Landes mit zwei kleinen Kindern war auch nicht das Richtige, ich war noch nie der Camper- und/oder Abenteurertyp, so haben wir viele Jahre den Sommerurlaub mit unseren Kindern im Häuschen eines Freundes verbracht, das im Wald in einer kleinen Siedlung lag. Das brandenburgische Flachland hat uns Pilzernten wie aus einem russischen Märchen geschenkt und baden in einem der zahlreichen Seen hat den Kindern mehr Spass gebracht, als jede Kinderamination am Hotelpool es hätte tun können. Den Luxus einer Herbstreise in ein dann bezahlbares Osteehotel leisten wir uns in den letzten Jahren zu gern. 

Wir sind wieder zu zweit stehend und genießen das. Immer wenn ich meinen Koffer packe, denke ich an unsere einzige Urlaubsreise mit Kind über den FdGB in der DDR. Wir hatten damals noch kein Auto und traten die Reise nach Thüringen mit Bus und Bahn an, im Schlepptau ein Kleinkind. Zusätzlich zur dafür benötigten Wäsche waren wir noch mit Bettwäsche und Handtüchern beladen, die damals selbst mitzubringen waren. An die Schlacht um’s Buffett denke ich, angesichts des famosen Essens in unserem Ostseehotel, lächelnd. 

War es schon mehr als dürftig bestückt, wurde auch nicht aufgefüllt…das daraus folgende Gedrängel war schlimm. Um dem zu entgehen, sind wir immer zum Schluss essen gegangen, lieber ein einfaches Marmeladenbrötchen als schupsende Massen. Entspannen wir heute während des Novemberostseeurlaubs im Hallenbad und in vielerlei Saunen, gab es im FdGB Urlaub ein Zimmer, das eine Familie im Eigenheim zur Vermietung bereit gestellte hatte. Ein kleines Waschbecken mit dünnen Wasserstrahl war die einzige Möglichkeit für uns damals noch drei Personen, sich zu reinigen.Kein Vergleich zu dem heute gebotenem Luxus von Saunen und Schwimmbad in den gepflegten Hotels an der Küste.

Den FdGB-Urlaub haben wir uns ein einziges Mal angetan, unabhängig von unserer privaten Meinung, wäre ich als Schwester im Krankenhaus in dem ich arbeitete, sowieso erst in knapp zehn Jahren wieder mir der Vergabe eines FdGB-Ferienplatzes an der Reihe gewesen. Die Arbeiter in volkseigenen Betrieben hatten es da besser, viele dieser Betriebe hatten eigenen Ferienobjekte, in denen die Mitarbeiter ihren Urlaub kostengünstig verbringen konnten. Mein Stiefvater hat mir und meiner Mutter so oft ermöglicht, unseren Sommerurlaub an der Ostsee oder an einem See zu verbringen. Meine Schwester mochte damals nicht mehr mit den Eltern gemeinsam verreisen. Sie ist sechs Jahre älter als ich und plante lieber für sich allein. Den Luxus restaurierten alten Glanzes wie die Henry van de Velde Architektur in unserem diesjährigen Urlaubsschloss gab es nicht.

Dafür hatten wir eine Tischtennisplatte und einen Grill. Schloßherrliche Treppen gab es nur in Museen zu bewundern,

heute kann ich sie steigen, um zu meinem Zimmer zu gelangen oder den freien Blick auf den Jasmunder Boden zu genießen, der von der Seebühne der Störtebeckerfestspiele leicht verschandelt wird.

Ohne diese gewinnträchtige Kulisse, ist es der Blick in ein gern gelesenes Buch, die „Problematischen Naturen“ von Friedrich Spielhagen.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/problematische-naturen-1556/1

Wer anders als mein „persönlicher“ Musikberater und bester Kritiker – Herr Bludgeon –

https://tokaihtotales.wordpress.com/2016/08/04/im-jenseits-2/comment-page-1/

hätte mir dieses Buch empfehlen können.

Die DDR war eine große Tauschgemeinschaft. Jeder versuchte, sich das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, indem er Beziehungen gegen Rares und umgekehrt eintauschte. Mein Mann konnte einem befreundeten Lkw-Fahrer helfen, als dessen Rücken die Strapazen, welche dieser Beruf in den hoppeligen Lkw’s der damaligen Zeit mit sich brachte, nicht mehr stand hielt. Er vermittelte ihm an dem Gericht, an dem er arbeitete, eine Stelle als Wachtmeister. Zum Dank dafür durften wir sein Grundstück in seiner alten Heimat Brandenburg, gegen kleines Geld, für unseren Urlaub nutzen. Auch nach der Wende und nach unserem Abstecher in den Süden, haben wir dort gemeinsam mit unseren Kindern erholsame Ferien verbracht. Das Häuschen bot alles was wir brauchten, inclusive Terrasse und Hängematte. Dennoch hatte ich, nachdem ich viele Jahre nicht an der Ostsee war, eine solche Sehnsucht nach ihr, dass sie mich in meine Träume verfolgte.

Wind, Wasser, Wald, die einzigartige Küste der Kreidefelsen Rügens

und ein märchenhaftes Schloss…was für ein Urlaubsvergnügen ist mir heute möglich

und meinem lieben Gärtnergatten, der seinen Geburtstag im November, früher ungeliebt, nicht mehr missen möchte. Und einen Bernstein habe ich auch „gefunden“.

Augenblicke…


( Novalis – Augenblicke, Musiktipp Herr Bludgeon, Danke)

…draußen…

…und drinnen…

…im Magen…

…und auf Promenaden…

…nördlichst…

…und herzwärts.

Das Letzte vom Tag

11 Tage Urlaub…ist das kurz oder lang…

Zeit für vieles ist es auf jeden Fall. Meine Kräutersammelei ist auf einem guten Weg. Mein Gärtnergatte sammelt lieber Pilze, seine feine Beute wird uns im Winter in Soßen auf sommerliche Gedanken bringen.

Die Sommerküche hat uns beiden unseren Urlaub schmackhaft gemacht. Genossen habe ich es, die Gerichte mit viel Zeit zubereiten zu können. Jede Zutat langsam durch die Hände gleiten zu lassen und sie dann mit dem Liebsten im Garten zu verzehren.

Neue Pflanzen sind dazu gekommen. Gekaufte, gesammelte und geschenkte.

Die japanische Herbstanemone, das Geburtstagsgeschenk meiner Schwester aus ihrem eigenem Garten, verwurzelt sich gut, zeigt erste Blütenansätze. Der Garten wächst der zweiten Jahreshälfte entgegen.

Voller Farben ist er dabei.

11 Tage bieten Zeit, endlich den alten Kühlschrank gegen einen neuen auszutauschen, die Freude darüber lässt das urlaubszeitraubende Saubermachen drumherum vergessen. Nobel sieht meine kleine Küche aus, ich hänge die alten Fotos und Postkarten wieder an den neuen Kühlschrank. Jetzt erst passt das gesamte Bild für mich.

11 Tage bieten Zeit, der Heimat ein Stück näher zu kommen, mehr über sie zu lernen.

Schöne Dinge sehe ich und Dinge die mich nachdenklich werden lassen.

Immer wieder ist jedes zurückkehren nach Hause, jeder Blick in den Garten, ein tiefes Gefühl des angekommen seins im Leben.