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Streng geheim

Kraft

Träume haben unendliche Kraft.

Ziehen ein mit Pflanzen in alltägliche Balkone und Veranden, die für andere unerfüllter Traum sind und bleiben werden.

Pflege und Hege lässt wahr werden, was Kleinbürgerträume ausfüllt.

Für mehr taugen Träume nicht, oder…

Freies

Berge der Freiheit liegen um mich.
Zeitungen, Zeitschriften, Magazine,  Bücher.
Jedes aufgeschlagene Heft oder Buch nimmt mich mit in seine, ihm ganz eigene, Welt.
Mohneis und Seidenblusen, süß wie Sommerliebe und zart wie die Versuchung selbst… . Oder lieber Kunstartikel ?
Im goldenen Licht der Bilder Botticellis versinken in eine lieblichere Seite des Lebens als die des Alltagsgraublaugrün. Glieder von Frauenschönheiten, gehüllt in Schleier aus Nichts, einer Zeit der Langsamkeit entsprungen, schreiten über Wiesen,deren Gänseblümchen sich zarter beugen als Elfenfinger sich biegen.
Oder dann doch zurück in die oberflächlich werdende Welt moderner Artikel eines, ja des Magazines schlechthin, das aus sentimentalen Gründen immer noch gelegentlich von mir gekauft und gelesen wird, obwohl es mir schon lange nicht mehr den einstigen Lesegenuss bietet. Von der Mangelware zum Massenartikel, eines unter vielen, angepasster um zu überleben, wer kann es verdenken.
Träume in Buchstaben gefasst, die Freuden beschreiben, die Leben zum atemberaubenden Genuss mit allen Sinnen werden lassen, bringen Bücher. Sie ermöglichen, einzelnen meiner Wünsche gerecht werdend, spezielle, auf mich zugeschnittene Unterhaltung.
Die Augen schwirren, die Gedanken fliegen, der Kopf weit weg vom Körper, wie immer bringt mich lesen in eine Welt, in der Raum und Zeit andere Ebenen erreichen.
Plötzlich nehme ich den verlockenden Geruch der Pastasoße war, die den Raum zu füllen beginnt.
Der Gärtnergatte wuselt leise am Herd und zaubert mir Träumerin einen gelungenen Übergang aus meiner Traumwelt ins hier und jetzt.
Gut, ihn an meiner Seite zu wissen.

Wovon ich träume…

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…wurde ich vor kurzem gefragt.
Auf mich zutreffender wäre die Frage:  wo träumst du?
Zum träumen brauche ich einen Wohlfühlort.
Mein liebster ist mein Gartenfensterplatz.
Ich kann gefühlt stundenlang dort sitzen und dem Vollmond zuschauen, wie er in mit bloßem Auge zu erkennenden Mondschneckentempo langsam hinter der nachtdunklen Tanne auftaucht, kontinuierlich seine Bahn ziehend. Zeit bekommt ein andere Ebene.
Ist das träumen?
Oder ich sitze auf meiner Wiese vorm Haus, vom Apfelbaum mit Schatten bedacht, Holunderblütenduft in der Nase und schaue den Wassertropfen zu, die von den wie sanfte, große Tiere wirkenden Funkienblätter glitzernd abperlen. Jedem Tropfen folgt ein frei werdender Gedanke an die besänftigende Stille um mich herum.
Ist das träumen ?
Manchmal schrecke ich im Schlaf hoch, weil der ruhende Körper zuckt und glaubt eine Treppe herunter gestürzt zu sein.
Ist das ein Alptraum?
Jede Zeit, die mir gegeben, um zu mir selber zu finden, um Ruhe zu sammeln, ist traumhaft. Gelegentliche Stürze gehören dazu.
Ich träume also vom Leben.

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