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Ich wünsch‘ mir gelbe Blüten…

Nun bin ich kein Gemüsegärtner.
In meinem Garten gibt es Wiese, Bäume, Kräuter, Blumen und Beeren und mit etwas Glück Sonne.
Im vergangenem Jahr versuchte ich es mit Kürbisen, einem Lieblingsgemüse der Schaukelinhaberin, die Schneckenspeise wurden.
Erst Ende der Saison im Oktober zeigten sich noch einmal herrlich gelbe Blüten, die bald darauf dem Frost zum Opfer fielen.
Momentan sieht’s meist, von gelegentlichen Lichtspielen abgesehen, grau aus. Einzige bunte Zierde sind meine Vögelchen.
Noch im vergangenen Jahr habe ich mit Andi vom Schlemmerbalkon
http://schlemmerbalkon.wordpress.com/
eine gemeinsame Aufzucht von Tomatenpflanzen aus Kernchen geplant.
Das gefällt mir gut.
Tomaten sind kein Gemüse, Tomaten sind Beeren.
Passt also.
Die wohlriechenden Pflanzen haben herrliche gelbe Blüten.
Bis in’s 17. / 18. Jahrhundert hinein waren sie als reine Zierpflanzen genutzt.
Hervorragend.
Am Sonntagnachmittag befülle ich eine Schale mit Aufzuchterde.

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Die Körnchen sind winzig.
Ich habe mir eine Sorte ausgewählt, die für Töpfe, ja sogar für Ampeln geeignet ist.
Mein Garten liegt in einem kühlen Gründe. Ich werde die Tomaten an der Südseite des Hauses, in der Nähe vom Wein, platzieren.  Ob hängend oder stehend überlege ich mir noch.
Also, wenn es zum Überlegen kommt, die Pflanzen sich gut entwickeln.
Vorerst sind es Minikernchen, die hier aus der riesigen Tüte kullern.
Was für ein unnützer Aufwand an Verpackung.

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Die Tomaten ist ein Nachtschattengewächs und hat eine große Verwandschaft.
Kartoffeln, Paprika, Aubergine zählen dazu, genau wie Tollkirsche, Alraune, Engelstrompete, Petunie und Tabak.
Wenn die alle kommen…
Lange hieß die Tomate, die seit 1500 in Europa bekannt ist,  Liebesapfel oder Paradiesapfel.
Erst im 19. Jahrhundert wurde ihr aztekischer Name xitomatel –  abgeändert in Tomate – gebräuchlich.
Die Kernchen bette ich weich in Erde.

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Aus den kleinen weißen Pünktchen sollen einmal gelb blühende, reichlich Beeren tragende Pflanzen werden.
Hoffentlich.
Rote, duftende, sonnenwarme Tomaten zum Vernaschen sollen daraus reifen.
Die Farbeskala ist mittlerweile breit.
Es gibt Tomaten in weiß, gelb, orange, schwarz, braun, rosa, gestreift und eben in rot.
1873 auf der Wiener Weltausstellung machte sie das erste Mal in Europa als Gemüse zum Verzehr auf sich aufmerksam.
Seit 1900 konnte man sie auf den Wiener Märkten regelmäßig finden.
In Deutschland begann ihr Siegeszug erst nach 1945.
Meine Kernchen habe ich angegossen und sie stehen jetzt warm und sonnig auf meiner Fensterbank über der Heizung.
Gutes Gedeihen den Pflanzen vom Schlemmerbalkon und von meiner Fensterbank.
Wir sehen uns hoffentlich.

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