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Die Äpfel reifen oder Tarte tatin


Besser – das was der Maifrost von den Äpfeln übrig gelassen hat reift. In diesem Jahr hat der Garten 7 Kirschen gebracht, Äpfel sind es ein paar mehr, für meine Apfelkuchen reichen diese, mit dem Verschenken wird’s leider dieses Jahr nichts. Mein erster Apfelkuchen der Saison ist eine Tarte tatin. Gartenäpfel sind mit ihrer feinen Säure dafür besonders geeignet. Wer keine hat, nimmt am Besten einen Boskoop. Sonst braucht es für die Tarte Zucker, Butter und Mehl und das war’s auch schon. Dennoch zählt diese süß-saure Verlockung zu den Lieblingskuchen meines Mannes, auch des knusprigen Bodens wegen, der die weiche Apfelschicht damit noch verführerischer schmecken lässt. Es braucht dafür:

Für den Teig:

100g kalte  Butter

200g Mehl

  50g Zucker

1 Prise Salz

3-4 EL eiskaltes Wasser

Ich habe besonderes Mehl, extra für die Feinbäckerei, der Kuchenteig gelingt damit deutlich besser als mit normalen 405er Mehl. Das gesiebte Mehl vermische ich mit dem Zucker und der in Stückchen geschnittenen kalten Butter zu Streuseln.
In die Streuselmasse gebe ich 3-4 El eisiges Wasser und verknete alles zu einem glatten Teig.

Den Teig wickele ich in Folie und lege ihn ca. eine halbe Stunde kühl. Nach dem Kühlen lässt er sich auf der bemehlten Arbeitsfläche gut ausrollen. Mit der Tartform steche ich einen Kreis aus, den ich wieder kühle.

Währenddessen bereite ich den Belag. Dafür braucht es:

1,25 kg Äpfel

1/2 Zitrone

150g Zucker

75g kalte Butter

Den Saft einer halben Zitrone gebe ich in eine Schüssel in welche auch die geschälten und geviertelten Äpfel kommen, damit sie nicht anlaufen. Nicht die Apfelstücke in Wasser legen, die Tarte tatin verträgt kein zu feuchtes Obst. Meine Tarteform hat einen herausnehmbaren Boden, so lässt sie sich leichter stürzen. Damit später das flüssige Karamell nicht ausläuft, umhülle ich die Form mit Alufolie.

Den Zucker karamellisiere ich, ein wenig Geduld ist dabei von Nöten, irgendwann ist es aber so weit und aus dem Zucker 

wird feinstes, flüssiges Karamell, das ich in die Tarteform giesse.

Nun habe ich vergessen, die Tarteform anzuwärmen und mein Karamell härtet sofort und viel zu früh aus. Der Ofen muss sowieso vorgeheizt werden, dabei schiebe ich die Form hinein und das Karamell wird wieder fein flüssig

​Darauf lege ich kreisförmig und aufrecht stehend die Apfelviertel

​bis das Karamell vollständig bedeckt ist. Auf die Apfelstücke kommen jetzt die kalten Butterflöckchen.

​Der Teig ist ja schon fertig und wartet gekühlt nur darauf, die Apfelstücke zu bedecken.

​Für 40 Minuten kommt die Tarte tatin bei 180 Grad Umluft in den vorgeheizten Backofen.

​Wichtig ist, die Tarte nach dem Backen noch heiß zu stürzen, damit sie nicht kaputt geht. Vorsicht, das Karamell ist wirklich sehr heiß. Das Ergebnis duftet nicht nur wunderbar, es sieht auch zum Reinbeißen aus.

Butterblumengelb und im Geschmack unübertroffen ist eine Tarte tatin ein Wohlgenuss. Der Herbst grüßt mit seiner schönsten Seite.

 


Das Schöne vom Tag

Tarte tatin