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Das Schöne vom Tag

Psssst….

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Das Letzte vom Tag

Am Samstagabend beginnt es still zu werden auf meiner Straße. Der Lärm der Arbeitswoche ebbt ab und geht in Sonntagsruhe über…
Das diese trügerisch ist, wird klar sobald der Fernseher oder das Radio angeschalter wird. Für mich ein Grund beides immer weniger zu benutzen, bevor es mich benutzt.
Es sind keine ruhigen Zeiten in denen wir leben.
Trotzdem wird mein Blog ein Ort der stillen, schönen Dinge bleiben.
Jeder braucht einen sicheren Ort.
Als ich vor knapp zwei Jahren mit dem bloggen begann, war mir nicht klar, welche Resonanz das bringen würde.
Allen die hier lesen und die selber bloggen danke ich.
Für ihre Worte und Bilder, fürs lesen und kommentieren und für die geknüpften Bande, die es mittlerweilen gibt.
Ein wenig ruhiger wird er werden – mein Blog.
Mit weiterhin regelmäßigen Beiträgen, aber auch mit unangekündigten Tagen ohne.
Euch allen einen schönen Herbst und Winter.

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Das Letzte vom Tag

Der Kopf sendet Alarmsignale.
Als ich das sanfte Klopfen übergehe, wird es schmerzhaft laut.
So laut, dass ich mich selbst nicht mehr verstehe.
Pause also. Ruhe tut Not.
Wie so oft hilft der Garten, der für mich schon lange lebendiges Individuum geworden ist.
Voller Geduld mit mir und Kraft für mich.
Duftend gleiten langsam, aber stetig gewachsene Stengel von filigraler Schönheit durch meine – bald selbst davon duftenden – Hände.
Jeder einzigartig, jeder etwas ganz besonderes.
Der Druck lässt nach, ohne gänzlich abzufallen.
Der Garten mahnt zu Gelassenheit und Stille.
Ich höre zu und verstehe wieder etwas mehr.

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Stille

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Nur schwach durchdringt ein Sonnenstrahl das Himmelgrau. Trotzdem wirkt nichts trist in diesem überfluteten Grün darunter, das hinter meiner offenen Verandatür beginnt.
Milde 20 Grad strömen in’s Zimmer, begleitet von einem Duft, den nur der Garten schenkt. Nach Wiese und Bäumen, bald blühen Holunder und Jasmin.
Barfuß stehe ich auf meinen glatt spiegelnden Küchenfliesen, die Füße genießen deren Kühle, sind den Hackenschuhen entflohen, fühlen Kontakt zum Boden.
Hinter mir ist der Backofen noch warm vom Kuchen. Sein Geruch vermischt sich mit dem Gesang einer Amsel, die draußen im Garten ihr Abendbrot besingt.
Meine Hände schälen quietschend frische Spargelstangen, wickeln sie in rotglänzenden Schinken.
Die Gedanken fließen entspannt dahin, dem Gärtnergatten entgegen, der sich bald, auf’s gemeinsame Essen freuend, auf die Heimfahrt begibt.
Stille umgibt mich, dankbar gebe ich mich ihr hin.

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Ich bin zuhause …