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Zum Tag

Mein gelbes Fahrrad habe ich im Bikini geputzt und dannach in der Sonne gelegen, dabei ist es gerade April geworden. Der Druck der letzten Wochen lässt nach.

Im Garten spazieren die zurückgekehrten Stare über die Wiese, deren Farbe wieder an grün erinnert. Aus der Dachrinne der alten Garage fliegen in hohem Bogen fast verfaulte Blätter, eine Amselhausfrau macht dort Frühjahrsputz beim Nestbau. Die letzten Körnchen im Vogelfutterhäuschen holt sich Herr Specht und spart sich damit das Klopfen.

Zum Tag

Sonntagsmärchendudelei – auch im Fernsehen. Kalte Herzen werden warm geläutert. Ach, wäre das doch auch bei der Sendung im Ersten – der Bundespräsidentenwahl – so.

Mein Artikel über das Kochbuch von 1912 von gestern hat mir die Leihgabe als Geschenk gebracht.

Es frühlingt, zumindest innen drinnen

Zum Tag

Meine Schaukelinhaberin sitzt zu Hause an ihrem Frühstückstisch und verspeist Sonntagspfannkuchen mit Apfelmus. Das muss sie ihrer Oma Grauhaar sofort erzählen. Nicht per Telefon, per Whatsapp. Schreiben kann sie noch nicht, Sprachnachrichten schicken wohl. Wir schicken uns unzählige hin und her und kichern, bis die Mama schimpft und zum Frühstücken mahnt. Erinnerungen an Sprüche wie „wer beim Essen pfeift und singt, ist ein liederliches Ding“ werden wach. Liederlich sein ist ’ne feine Sache.

Draußen ist alles weiß, vom Himmel bis zum Boden eine einheitliche Farbe. So also ist das wenn man auf Wolken geht.

Zum Tag

Nasskalt ist es draußen, immer noch mit viel Grün. Zwanglos treiben wir durch den Sonntag. Ich liebe diese Jahreszeit, die mir ständig beschäftigtem Wesen Zeit zur inneren Einkehr schenkt. Mehr als es das Weihnachten mit seinen vielerlei Verpflichtungen bringt. Stille Minuten im nach Schnee riechendem Garten, vielerlei Vogelbesuch, neugierig tasten sich die Tierchen an’s mit Futter gefüllte Häuschen. Auch auf der Straße vorm Haus Sonntagsstille, kaum Verkehr, selbst die Motorradfahrer haben ihre Brauserei winterfest untergestellt. Drinnen im Haus anheimelnde Düfte…Sternanis, Granatapfel, Schokolade, Vanille… Ruhig zufrieden ruhend bin ich.

Zum Tag

Sonntag – milde Sonne, ich bin ausgeschlafen. Von unserem Grillfest gestern Abend ist ein gutes Gefühl der Zusammengehörigkeit meiner Familie zurück geblieben. Ausgeglichen und ruhig bin ich.

Mein Kräuterkasten ist längst beerntet.

Ein Teil der Kräuter ist bereits zum Rebeln getrocknet. In der warmen Luft, schattig am Tisch sitzend, gleiten sie mir noch einmal duftend durch die Hände.

Den leeren Kasten befülle ich mit dem was der Garten schenkt.

Himmelblau ist es draußen, sonnig und warm, fast möchte ich zur Zeit sagen…halt an, bleib…alles ist Veränderung, immer.

Zum Tag

Vor einer Weile war ich mit dem Gärtnergatten in den Kornblumen. Einen Teil der Blütenköpfe habe ich liegend und schattig getrocknet, nur so behalten sie für Tee ihre Farbe.

Einen anderen Teil habe ich kopfüber in der Sonne getrocknet. Heute sammle ich aus den Knospen die Samen ein. Mit etwas Glück gibt das im nächsten  Jahr eine Kornblumenwiese.

In der milden Sonne, sitze ich am Tisch vorm Haus und geniesse meinen Sonntag.

Das Letzte vom Tag

Matthildchen liegt in der Sonne.
Streckt alle acht Beine von sich und wartet, dass sich ihr Abendbrot verfängt.

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Gleich nebenan sitze ich, lasse mir von der Sonne den Rücken wärmen, strecke meine beiden Beine unter den Tisch und genieße gemeinsam mit dem Liebsten unsere Sommerküche.

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Wunderbar ist es – das Leben.

Das Letzte vom Tag

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Dieser Tag ist ein Fest.
Stille, Sonne und Grün gleiten ineinander über. Sie machen mich glücklich.
Überflutend wachsen die Pflanzen, ich kann mich nicht satt sehen.
Weich wie Seide fällt der Abend auf mich. Ruht auf mir wie die zärtlichen Augen des Liebsten.

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Zwischen all dem Grün schmausen wir in der Abendsonne.
Atmen tief durch, tanken Kraft für die neue, trublige Woche.

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Das Letzte vom Tag

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Kastanien und Pilze sind in diesem Jahr rar.
Die braunen Früchtchen, glänzend wie die Augen der Schaukelinhaberin und den Herbst zu dem machend was er ist – wunderbar –  liegen nicht in den rauhen Mengen der letzten Jahre am Straßenrand. Um so größer ist die Freude, doch welche zu finden.
Genauso ist es mit den Pilzen. Zu heiß und trocken war der Sommer. Nachdem mein Gärtnergatte einige Male mit leeren Händen aus dem Wald zurück kam, hat er heute kleine, aber feine Beute mitgebracht. Seine Augen leuchten dabei wie die unserer Kleinen und dafür liebe ich ihn.
Im Garten wachsen an feuchten Stellen Pilze die nicht essbar sind, was ihrer Schönheit nicht das Geringste anhaben kann.

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