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Streng geheim

Hinter geschlossenen Fenstern perlt Regen

Tropfengeräusch fließt durch offene Türen

Hitze weicht Frische

Aufatmen im Garten und Haus

Das Letzte vom Tag

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Am Morgen wache ich nicht von selbst auf, viel zu dunkel für 5.30 Uhr an einem Sommermorgen.
Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir, die Hitzewelle ist vorbei, der Himmel zeigt sich wolkenverhangen.
Das lockt mich aus dem Bett und in den Garten. Für jemand wie mich, der alles über 25 Grad als heiß empfindet, ist es wohltuend die kühle Morgenluft einzuatmen.
Meine Laune steigt, dass bedeutet, ich werde heute beim Frühstück in der Lage sein, eine Unterhaltung mit dem Gärtnergatten führen zu können.
Pünktlich schaffe ich all die morgendlichen Kleinigkeiten, bin guten Montagsmutes und treffe im Zug zur Arbeit auf einen völlig verschlafenen Sohn, der keinesfalls gewillt ist, sich mit mir zu unterhalten.
Tja.
Die Knoblauchcreme, die ich am Wochenende gemacht habe, nimmt er mit einem knurrenden: “ is’n das?  „entgegen und lässt sie in den Tiefen seiner Umhängetasche verschwinden.
Das war’s an Konversation!
Zum Glück treffe ich noch auf eine Mitfahrbekanntschaft, lachend und schwätzend steigen wir aus dem Zug, das nun wiederum bringt sogar den Herrn Sohn zum schmunzeln…( Oder ist es ein Glückslächeln, dass ich ein anderes Opfer gefunden habe? )
Die Arbeit fließt, es ist Urlaubszeit und ruhig. Ich habe seit längerem einen Bonus gut, den ich heute in Form eines Blumenstrauß bekomme.

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Buntes Minutenglück.
Den Heimweg im strömenden Regen geniesse ich…schon als Kind liebte ich warme Sommerregen.
Ein Bus fährt durch eine große Pfütze, nun läuft mir das Wasser nicht nur aus den Schuhen, sondern auch aus den Haaren und Hosenbeinen.
Schwer liegt der Duft von Heckenrosen in der vom Regen gesäuberten Luft. Zum Ende dieses Monats bieten sie beides – letzte Knospen und erste Hagebutten – der Sommer ist im sinken.
Zu Hause angekommen, lässt der Regen nach, hört bald ganz auf. Der Himmel reißt auf und gibt ein Blau frei, dass nur der Sommer kennt.
Nass wie ich bin, setze ich mich in den ebenso nassen Garten und sauge seinen Duft tief in mich ein.
Was sollte uns noch passieren können, jetzt, wo wir uns wiederhaben.
Montag ’s Ende Juli.

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