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Das Schöne vom Tag

Lichtbringerin

Das Schöne vom Tag

Sommerlaube…

Schätze…

…finden sich allerorten.

Nicht in überfüllten Einkaufscentern, Erlebnis- und Bespassungsparks, in denen die Fantasie der Kinder keinen Raum hat, eigene Gedanken zu entwickeln. Nicht mehr als einen autofreien Platz zum Laufen brauchen sie.

Türen in vergangene Zeiten, die ermöglichen in der neuen Zeit bewusst Fuß zu fassen, mit dem Wissen um gestern und der Freude auf morgen.

Kinderglück nicht im drehenden Rummel von Disneyfiguren, sondern auf Treppen, auf denen Aschenputtels Schuh liegen könnte.

Überschäumende Freude und handwerklicher Meisterleistung,

laufen auf Steinen, von denen jeder einzelne Geschichte(n) erzählen kann.

Fassen die Schönheit eines heißen Sommertages am geschützten Ort.

Schätze finden und bewahren.

Zweie ziehen in die Welt…

Groß ist die Welt.
Noch größer ist sie, wenn man selbst gerade etwas über einen Meter ist und noch nie mit der Eisenbahn fuhr.
Die Schaukelinhaberin und ich machen unsere erste gemeinsame kleine Reise mit dem Zug.

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Die Strecke führt durch’s Zschopautal. Mir gehen die Augen über, ob der Schönheit der Flußlandschaft.
Nichts ist sie im Vergleich zum Funkeln in den Augen meiner Kleinen, als der Zug endlich kommt und wir in einen der hoppelnden Wagen einsteigen.
Freude und Staunen, ein wenig Ehrfurcht und pures Glück liegen in ihnen.
Wir fahren nur drei Haltestellen.
Ein dunkler Tunnel ist dazwischen…uhhhhh.
Wie konnte ich nur vergessen, wie dunkel Tunnel sind?
Angekommen laufen wir durch den Wald zum Flußufer.

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Kaum Straßenverkehr gibt es hier, dafür Kastanien…in Mengen.

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Rund und glänzend braun schmeicheln sich die Früchte erst in die Hände und dann in einen Beutel. Die Rehe bekommen beim nächsten Besuch feines Futter.
Unterhalb des Schlosses Lichtenwalde, das über einen herrlichen Barockgarten verfügt,
https://teil2einfachesleben.wordpress.com/tag/parkanlage-schloss-lichtenwalde/
fließt die Zschopau.

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In’s Schloss gehen wir ein anderes Mal.
Am Flußufer ist um diese Jahreszeit alles still.
Ungestörtes toben, laufen, durch Laub rascheln und laut schreien…niemanden stört’s.

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Der Fluß fliesst ruhig dahin. Sein Wasserstand hat einen normalen Pegel erreicht, die Dürre des Sommers ist überstanden.

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In den letzten 15 Jahren ist die Zschopau zweimal in gefährlichem Ausmaß über die Ufer getreten.
Das Hochwasser von 2002 hat das gesamte Tal und die Brücke zerstört.

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Mit erstaunlicher Kraft und Schnelligkeit wurden die Schäden behoben.
Das Tal ist ein beliebtes Naherholungsziel.
Wanderwege führen am Fluß entlang, es gibt Plätze an denen gegrillt werden kann und einige seichte Stellen sind zum Baden geeignet. Die Wasserqualität lässt das wieder zu.
Am Wehr liegt ein kleines Elektrizitätswerk.

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Wäre ich allein hier, stünde ich lange an ihm und würde dem Wandel des Wasser vom glatten dahin fließen zum gichtigen Sturz zuschauen. Die Wassertropfen spritzen und vermischen sich mit dem Herbstduft.
Spiegelungen berauschen mit ihrer Schönheit, ein friedlicher Teil der Welt liegt vor mir.
Meine Schaukelinhaberin sieht das anders…
Wasser ohne darin zu baden bedeutet ihr nichts. Jede Pfütze hat einen höheren Wert.
Und Hunger hat sie auch.
Hier gibt es noch kleine, saubere Dorfgasthäuser.

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In der einfachen Wirtschaft kann man für keine fünf Euro eine hausgemachte Kohlroulade verspeisen oder anderes zu ebenso zivilen Preisen.
Freundlich werden wir bedient und können aus dem Fenster die vorbeifahrenden Züge beobachten.
Weit und groß ist die Welt.
Mir genügt dieser gute Ort und meine Schaukelinhaberin.