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Sonntagsschmaus – Rindergulasch mit Trockenpilzen

Der gelegentliche Genuss von Rindfleisch leistet einen hohen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Ich esse bewusst Fleisch, gern und in Maßen. Tierische Proteine haben eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliche. So können z.B. aus 100g Rindfleischeiweiß 92g Körpereiweiß gebildet werden. Zudem enthält Rindfleisch wichtige Mineralstoffe, so in relativ hohen Mengen das wertvolle Eisen, auch Zink für Stoffwechselreaktionen ist enthalten sowie Selen. Selen ist Bestandteil wichtiger Enzyme und übernimmt eine bedeutende Funktion im Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel. Rindfleisch ist vitaminhaltig, vor allem die für Nerven und Muskeln wichtigen B-Vitamine finden sich in ihm. Zudem unterstützt Vitamin B den Fett-, Kohlehydrat- und Eiweißstoffwechsel und regt dir Bildung roter Blutkörperchen an. Für eine gesunde Ernährung ist eine Mischung pflanzlicher und tierischer Eiweiße und die damit einhergehende Steigerung des biologischen Wertes wichtig. 

Gulasch – dieses Gericht zählt zu unseren Lieblingsspeisen. Zum einem wegen seines Geschmackes, zum anderen wegen seiner Zubereitung, die einfach ist, auch lässt es sich leicht wieder aufzuwärmen. Pilze sammeln ist eine Leidenschaft meines Gärtnergatten. Ab Mai, da gibt es die ersten Steinpilze bei uns, bis Ende Oktober sammelt er was er finden kann, wir trocknen die meisten Pilze, so haben wir immer Vorrat für herbst-und winterliche Gerichte.

Eine große Hand voll Pilze weiche ich über Nacht in Wasser ein. 

Weiter braucht es für mein Gulasch:

Eben diese große Hand voll Trockenpilze und den Absud vom Einweichen

700g Rindergulasch

500g Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

Salz/Pfeffer

1-2 EL Mehl

1 EL Tomatenmark

1/4 – 1/2 l Brühe (je nach Menge des Pilzsuds)

Das Gulaschfleisch habe ich diesmal fertig geschnitten gekauft. Vor dem Anbraten bestäube ich es mit Mehl, später bindet sich so die Soße. Auch die mitgeschmorten Zwiebeln sorgen für eine feine, milde Sämigkeit der Gulaschsoße.

In Butterschmalz brate ich das Fleisch kräftig an, danach gebe ich die geviertelten Zwiebeln dazu und röste alles weiter, auch etwas Tomatenmark röstet mit. Zum Schluss kommt der klein geschnittene Knoblauch dazu, dann die eingeweichten Pilze. Den Sud in dem die Pilze eingeweicht waren nehme ich zum Ablöschen. Das gibt dem Gericht ein herzhaftes Pilzaroma und eine wunderbar dunkle Farbe. Mit der Brühe fülle ich auf. Kalbsfond wäre am Besten, ich habe noch Hühnerbrühe da und nehme diese.

Seit einigen Jahren bereite ich Gulasch im Schnellkochtopf zu, diese energiesparende Art zu kochen schadet dem Geschmack dieses Gerichts kein bisschen. Bis sich der Bodensatz vom Anbraten mit Mehl gelöst hat, lasse ich alles vor sich hinköcheln, dann erst kommt der Deckel auf den Topf. Nach 45 Minuten im Topf ist das Fleisch zart und durchgezogen. Sollte die Soße noch zu flüssig sein, dicke ich mit etwas Speisestärke, aufgelöst in etwas Wasser und ein paar Spritzern Worcestersauce, an. 

Das Gericht bereite ich meist am Vortag zu, so bleibt am Sonntagmorgen Zeit nichts zu tun, außer sich auf’s Mittagessen zu freuen.