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Nepomuk Hastig schaut von oben, aber nicht herab

https://youtu.be/CGFW03fly2E

Nepomuk Hastig  ist kein Wanderer, kein Bergbezwinger.

Ihn scheut es vor Heubädern und Schnäpsen in Almhütten, deren Sennerinen letzte Möglichkeit der Ausflucht für Allesbesitzende bieten. Dicht gelegen neben der Almhütte von Hipp. 

Sowieso zieht es ihn nicht in Idyllen. Also in die aus Reisekatalogen oder empfehlenden Beschreibungen.

Manchmal läuft Nepomuk – er geht niemals spazieren, Kindheitssonntagserinnerungen lassen dies nicht zu –  durch seine nähere Umgebung. So, als könne er damit Unrecht gut machen. Wer, ihm gleich, ging vor ihm diesen Weg, um ihn zu ebnen, damit – ihm Ungleiche – die Mühe des Aufstiegs nicht wahr nehmen mussten.

Kein Name keiner Burg erinnert an sie.

Nepomuk Hastig schwitzt. Sein unverdienter Schweiß läuft aus den geöffneten Poren seiner Haut, über seine Stirn. Es ist ihm leicht, diesen weg zu wischen. Seine Hände sind so frei wie sein Kopf und wie er – Nepomuk Hastig – selbst.

Nepomuk ist oben angelangt.
Er schnauft.  Er hält inne. Betritt nicht die hoch gelegene Burg, verharrt.

Richtet seinen Blick in’s Tal. Sieht den alten Wald am noch älteren Fluss. Vereint sich in Gedanken mit den längst unter untragbaren Lasten zusammen gebrochenen Steineschleppern und hat wie sie die Freiheit im Blick.

Und alles ist im Fluss…