Schlagwort-Archive: Menschen

Zum Tag

Draußen grünt es auf, die Blätter knallen in’s Licht, endlich. Unterm Vogelhäuschen wachsen unausgesät Sonnenblumen in großer Zahl, feiner Dank für Füttertätigkeit.

Unsere Gesellschaft dagegen verrottet zusehens. Fremdenhaß wird gesteigert durch eine falsche Flüchtlingspolitik, die Wirtschaftsmigranten über die eigene, nicht mehr sich durch Arbeit ernähren könnende Bevölkerung stellt. Die bekommt es mit der Angst zu tun und folgt teilweise blind vorgegebenen Medieneinflüssen, ohne diese einschätzen und werten zu können. Wer Harz IV bezieht, hat in der Regel kein Geld dafür, sich zu bilden und nach Jahren im eigenen Tageseinerlei sicher auch keine Lust mehr dazu. Berieselt von RTL und Bild paddelt man in vorgegebenen Bahnen ohne es zu bemerken.

Eine sehenswerten Link zur Musikberieslung dieser Zeit hat Herr Bludgeon eingestellt. Unbedingt anzuschauen und weiterzusagen.

http://wp.me/p5QUCM-zL

Zum Tag

Was ist WP eigentlich?

Als ich vor drei Jahren anfing zu bloggen, war ich erstaunt über die Vielfalt die sich hier bot, das Können, Wissen und Schreiben der hier tätigen Menschen, das Interesse aneinander. Ich habe bewusst den „lebendigen“ Kontakt gesucht und war begeistert über die sich daraus ergebenden Kontakte. 

Unser aller Alltag hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschärft. Mittlerweile gehören Terrorerlebnisse zum Alltag. Mir scheint, die Menschen selbst sind dadurch härter geworden.

Immer dachte und denke ich, Liebe basiert auf Verstehenwollens des Anderen. 

Mein tiefer Halt war und ist meine Familie. Fehler gehören zum Leben, es ist möglich sie zu korrigieren. 

Meine Mutter, der einzige Mensch der immer für mich da ist, ist schwer erkrankt, ich bin todtraurig. Alle Kraft die ich habe, werde ich investieren, damit sie uns ruhig und in Würde verlassen kann.

Zum Tag

Das einzige ungeräumte, ungestreute Stück Fußweg auf meiner Straße gehört zu einem Geschäft das was verkauft… 

…kleine Schneeschiebetraktoren natürlich!

Das Letzte vom Tag

Immer wieder lese ich in Blog’s hochtalentierter Menschen geringschätzige Bemerkungen über andere Blog’s. Wer glaubt sich erheben zu dürfen über die Selbstdarstellung anderer ist mit seinem Weg der Selbsterkenntnis auf Abwege geraten. Ist es nicht weiser, still beiseite zu treten anstatt mit Tamtam seine eigene Meinung und Ausdrucksweise höher als andere zu stellen? 

Das Leben ist ein langer Fluss.

Streng geheim

Erinnerungen tauchen ab, leergespülte Freundschaftsregister hinterlassen Krater.

Schnellfüßig gleitet Weiterziehendes darüber. Wischt sichtbare Schäden weg.

Schmiergelnd dringt Sand in’s Getriebe, langsam, stetig, lahmlegend.

Lieber bin ich wie Sand, um meine Kraft wissend. Lieber bin ich wie Wasser, immer schon da.

Zum Tag

Gefährlich die Hinfahrt zur Arbeit heute morgen. Es regnet in Strömen, unsere Scheibenwischer sind kaputt. Ein Wechsel der Sicherungen nutzt nichts, der Motor ist defekt. Während ich Gleitzeit habe, muss mein Gärtnergatte pünktlich auf Arbeit sein. Der ein Kilometer lange Weg zur Werkstatt ist eine anstrengende Herausforderung. Wir kommen heil an und können in einen Leihwagen umsteigen.

Noch gefährlicher ist meine Heimfahrt am frühen Nachmittag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Stadtlinienbus wird während der Fahrt von außen von Jugendlichen mit Steinen beworfen. 

An eine Weiterfahrt ist nicht zu denken. Eine Scheibe ist so stark zersplittert, dass sie nach innen zu brechen droht.

Zum Glück wurde niemand verletzt. In den letzten Wochen haben sich solche Angriffe auf öffentliche Verkehrsmittel in Chemnitz verstärkt, sie geschehen immer öfter. Bleibt zu hoffen, dass die Täter baldigst gestellt werden.

Zum Tag

Wie findet alleinstehende, minimal Verdienende, an Haushalt kein Interesse habende, mittelmäßig aussehende Endvierzigerin heutzutage einen Mann?

Über Dateingportale selbstredend – sie ist ja modern – mir fällt dazu wahrhaftig kein deutsches Wort ein. Kuppelverarschplatz eventuell…könnte passen. Was sich so dort rumtreibt sind in der Regel Männer, die längst gebunden sind, mit fantasievollen Ausreden jedoch tragische Beziehungen vorgauckeln…schwer kranke Partnerin, schlechte Zeit für Trennungen wegen der Finanzlage…

Alleinstehnde Endvierzigerinen, die langzeiteinsam sind, glauben schnell und leicht. Ist Naivität manchmal auch dumm? Wie dem auch sei…nach mehrfachen Reinfällen trotz wechseln des Anbieters wird Frau immer noch allein sein. Aber immer noch nicht klüger.

Ich denke laut…

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir! 
Gar schöne Spiele spiel‘ ich mit dir; 
manch bunte Blumen sind an dem Strand, 
meine Mutter hat manch gülden Gewand.“

An Herrn Ärmel und an Goethe’s Erlkönig dachte ich heute oft.

Verlockungen… Allerorten… 

Ich seh‘ kaum welche. 

Auf den berummelten Weihnachtsmärkten ziehen Nepper, Schlepper, Bauernfängern den Leuten das Geld aus der Tasche. Wie eigentlich…wenn die Taschen denn leer sind.

Überfüllte Stadtbusse, gerammelt voll von Zerstreuung suchenden Rentnern, die es wohl nur in diesem Jahrzehnt noch geben wird. Unterbezahlte Busfahrer achten nicht auf Fahrgäste, die mit Rollatoren schubsend, dennoch nicht rechtzeitig aus sich zu früh schließenden Türen kommen.

Kinderwagenschiebende Mütter drängen sich durch den Ausstieg ins Innere, rechtzeitig vorm Türschließen lassen sie die Kippe fallen. Genervte Schulkinder steigen ein, jedes einzelne von ihnen sucht den zum Fahrschein gehörigen Ausweis erst am Einstieg. 

Ich bin kurz vorm Ausrasten.

„Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind, 
er hält in den Armen das ächzende Kind, 
erreicht den Hof mit Mühe und Not; 
in seinen Armen das Kind war tot.“


Büßende, nicht betende Backgedanken

Ja nun, bis 1995 hatten wir alle heute frei, um zu büßen und zu beten. Während alle anderen Bundesländer dies, mehr oder weniger, bei ihrer täglichen Arbeit tun, machen die Sachsen frei und bezahlen das teuer. Ich kann am Besten denken, wenn ich die Hände bewege. Also hole ich mir 300g Mehl, 300g Zucker, 4 Eier, 250g Butter, 250g griechischen Joghurt, 2 EL Kakao und 2 Pkg. Natron.

Gestrichen wurde der Feiertag, um eine Mehrbelastung der Arbeitgeber durch Beiträge zur damals neu eingeführten Pflegeversicherung durch Mehrarbeit der Arbeitnehmer auszugleichen. Ja klar, der kleine Mann zahlt wie immer drauf. Ich köpfe die Eier und werfe sie in eine große Schüssel, das Aufschlagen mit dem Zucker gelingt heute besonders. Sachsens abhängig Beschäftigte, nicht jedoch der Arbeitgeber, zahlen 0,5% des Bruttoarbeitsentgelts mehr zur Pflegeversicherung als die abhängig Beschäftigten der anderen Bundesländer. Die Butter siedet im Töpfchen dahin, ich auch. Munter hebe ich sie unter die Ei-Zucker-Masse, das schaumig schlagen geht heute wirklich gut von der Hand.

Dieser zusätzliche Beitrag ist höher als die Kosten eines Arbeitstages. Ordentlich siebe ich das Mehl und Natron in den Teig.

Mein Bundesverfassungsgericht hält diese Mehrleistung der Arbeitnehmer für zumutbar. Das Mehl hebt sich erstaunlich schwer unter den Teig, ich arbeite gern…nicht jedoch umsonst. Das zu verdauen braucht Schokolade, gebe ich also 2 EL Kakao in den Teig.

Was ist noch so los in der bunten Republik…ach ja…Herr Steinmeier ist als Bundespräsident vorgeschlagen. Büßen durften unter seiner maßgeblichen Beteiligung bereits unzählige Arbeitslose, Steinmeier verschärfte mit der Agenda 2010 das Arbeitslosenmanagement deutlich. Trotzdem muss ich eine große Kastenform ausbuttern, solange noch Butter da ist.

In der Ukraine dürfte sie bereits mangeln, nicht desto Trotz hält Steinmeier sich im Ukrainekonflikt sehr bedeckt. Seine Haltung zu Erdogan bringt mich dazu meinen Teig ordentlich aufzuschlagen bis er glänzt. Während Steinmeier sich weigert ( und das als amtierenden Außenminister) dem neu gewählten US-Präsidenten zu seiner Wahl zu gratuliere, weigere ich mich Ungerechtigkeit zu akzeptieren, ich bin ein kleines Licht, das jetzt den Teig seines Schokoladenkuchens in die gebutterte Form füllt.

Oh, pardon…falsches Foto…so ist’s richtig.

Klasse Teig ist es geworden, mit viel aufgeschlagener Wut…äh…Luft. Gut, dass ich den Kuchen – der meine Urlaubsrunde auf Arbeit sein wird, per Landstraße dahin transportieren werde. Das Thema Autobahn liegt mir schwer im Magen, seitdem Herr Schäuble versucht sie, zu verscherbeln. Anders kann ich die von ihm angedachte Privatisierung der aus Steuergeldern erbauten Bundesautobahn nicht bezeichnen. Obwohl doch, ich könnte sagen, der Versuch diese Infrastruktur Versicherungskonzernen anzubieten, kommt einer Enteignung von Volkseigentum gleich. Jetzt wird’s heiß, im Ofen, 30 Minuten bei 180 Grad Umluft muss der Schokoladenkuchen backen.

Komme ich zum Schluss. Dekoration ist abschließend wieder einmal die Bundesblockflötenspielerin, die schon 2011 wusste was der Bundesrepublik in Bezug auf die Flüchtlingswelle bevorsteht. Zitat Frau Merkel: „Wir müssen akzeptieren, Straftaten bei Migranten sind besonders hoch.“

Da ziehe ich mir meine liebevoll aufgetragene Schokoladenkuvertüre deutlich vor. Mein Kuchen lässt sich wunderbar einfrieren, warum kommt mir bei Gedanken an Frau Merkel eigentlich immer Frost in den Sinn … so kann ich den größten Teil für meine Kolleginnen frisch halten, bis ich den Kuchen brauche, bedachte Planung ist viel wert. Natürlich lege ich etwas von dem Schokoladenkuchen für meinen Gärtnergatten weg, wie die Eliten hat auch er gerne das größte Stück davon, wobei ich da gerechter handele.

Mauerprobleme

Diese Gedanken teile ich.

Arno von Rosen

Ich bin ein Wessi! Gut, vielleicht nicht der Vorzeigewessi, aber wer soll das eigentlich sein? Gegen das Establishment zu sein wurde mir bereits in die Wiege gelegt. Nicht weil meine Eltern zur 68er Bewegungsszene gehört haben (hätten sie aber gerne), denn als Eltern hat man andere Dinge zu tun, als sich gegen die Obrigkeit aufzulehnen. Im Oktober 89 war ich Vater eines 10 Monate alten Sohnes und auch mir stand nicht der Sinn nach tiefgreifender Politik. Ich war zu jung, um irgendetwas über die DDR zu wissen, außer, dass ich „Der schwarze Kanal“ als kleines Kind für eine Satiresendung hielt, aber was weiß man schon als siebenjähriger Pimpf? Nix. Auch Kanzler Brandt, Kennedy und Berlin waren völlig an mir vorbeigegangen, so wie fast bei jedem meiner Generation, eben den geburtenstarken Jahrgängen.

Aber 1989 war ich 26, schon immer politisch interessiert, informiert, denoch zu oft naiv was den Wahrheitsgehalt von Aussagen…

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