Schlagwort-Archive: Menschen

Zum Tag

Die Nachrichten bringen, dass in Altenheimen offenbar Hilfskräfte zu anderen als den ihnen zugeordneten Tätigkeiten herangezogen werden.

Ach ja! Offenbar??? Ich kann’s nicht fassen.

Meine Freundin ist ausgebildete Ergotherapeutin. Im Pflegeheim ist sie direkt als Hilfskraft eingestellt und wird dementsprechend bezahlt. Sie arbeitet natürlich als Ergotherapeutin dort.

Warum und wieso ist so etwas staatlich erlaubt und wird durch die Sätze für Pflegeleistungen provoziert?

Zum Tag

Was ist nur los?

Gestern forderte ein Mann einen anderen, jüngeren Mann in einer Buslinie der Stadt Chemnitz auf, seine Füße vom Sitz zu nehmen. Wann immer ich so etwas sehe, tue ich das auch.

Als der junge Mann den Bus verließ, verströmte er eine große Menge von Reizgas im Bus.

Mehrere Personen, darunter Kinder, mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Zum Tag

Draußen grünt es auf, die Blätter knallen in’s Licht, endlich. Unterm Vogelhäuschen wachsen unausgesät Sonnenblumen in großer Zahl, feiner Dank für Füttertätigkeit.

Unsere Gesellschaft dagegen verrottet zusehens. Fremdenhaß wird gesteigert durch eine falsche Flüchtlingspolitik, die Wirtschaftsmigranten über die eigene, nicht mehr sich durch Arbeit ernähren könnende Bevölkerung stellt. Die bekommt es mit der Angst zu tun und folgt teilweise blind vorgegebenen Medieneinflüssen, ohne diese einschätzen und werten zu können. Wer Harz IV bezieht, hat in der Regel kein Geld dafür, sich zu bilden und nach Jahren im eigenen Tageseinerlei sicher auch keine Lust mehr dazu. Berieselt von RTL und Bild paddelt man in vorgegebenen Bahnen ohne es zu bemerken.

Eine sehenswerten Link zur Musikberieslung dieser Zeit hat Herr Bludgeon eingestellt. Unbedingt anzuschauen und weiterzusagen.

http://wp.me/p5QUCM-zL

Zum Tag

Was ist WP eigentlich?

Als ich vor drei Jahren anfing zu bloggen, war ich erstaunt über die Vielfalt die sich hier bot, das Können, Wissen und Schreiben der hier tätigen Menschen, das Interesse aneinander. Ich habe bewusst den „lebendigen“ Kontakt gesucht und war begeistert über die sich daraus ergebenden Kontakte. 

Unser aller Alltag hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschärft. Mittlerweile gehören Terrorerlebnisse zum Alltag. Mir scheint, die Menschen selbst sind dadurch härter geworden.

Immer dachte und denke ich, Liebe basiert auf Verstehenwollens des Anderen. 

Mein tiefer Halt war und ist meine Familie. Fehler gehören zum Leben, es ist möglich sie zu korrigieren. 

Meine Mutter, der einzige Mensch der immer für mich da ist, ist schwer erkrankt, ich bin todtraurig. Alle Kraft die ich habe, werde ich investieren, damit sie uns ruhig und in Würde verlassen kann.

Zum Tag

Das einzige ungeräumte, ungestreute Stück Fußweg auf meiner Straße gehört zu einem Geschäft das was verkauft… 

…kleine Schneeschiebetraktoren natürlich!

Das Letzte vom Tag

Immer wieder lese ich in Blog’s hochtalentierter Menschen geringschätzige Bemerkungen über andere Blog’s. Wer glaubt sich erheben zu dürfen über die Selbstdarstellung anderer ist mit seinem Weg der Selbsterkenntnis auf Abwege geraten. Ist es nicht weiser, still beiseite zu treten anstatt mit Tamtam seine eigene Meinung und Ausdrucksweise höher als andere zu stellen? 

Das Leben ist ein langer Fluss.

Streng geheim

Erinnerungen tauchen ab, leergespülte Freundschaftsregister hinterlassen Krater.

Schnellfüßig gleitet Weiterziehendes darüber. Wischt sichtbare Schäden weg.

Schmiergelnd dringt Sand in’s Getriebe, langsam, stetig, lahmlegend.

Lieber bin ich wie Sand, um meine Kraft wissend. Lieber bin ich wie Wasser, immer schon da.

Zum Tag

Gefährlich die Hinfahrt zur Arbeit heute morgen. Es regnet in Strömen, unsere Scheibenwischer sind kaputt. Ein Wechsel der Sicherungen nutzt nichts, der Motor ist defekt. Während ich Gleitzeit habe, muss mein Gärtnergatte pünktlich auf Arbeit sein. Der ein Kilometer lange Weg zur Werkstatt ist eine anstrengende Herausforderung. Wir kommen heil an und können in einen Leihwagen umsteigen.

Noch gefährlicher ist meine Heimfahrt am frühen Nachmittag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Stadtlinienbus wird während der Fahrt von außen von Jugendlichen mit Steinen beworfen. 

An eine Weiterfahrt ist nicht zu denken. Eine Scheibe ist so stark zersplittert, dass sie nach innen zu brechen droht.

Zum Glück wurde niemand verletzt. In den letzten Wochen haben sich solche Angriffe auf öffentliche Verkehrsmittel in Chemnitz verstärkt, sie geschehen immer öfter. Bleibt zu hoffen, dass die Täter baldigst gestellt werden.

Zum Tag

Wie findet alleinstehende, minimal Verdienende, an Haushalt kein Interesse habende, mittelmäßig aussehende Endvierzigerin heutzutage einen Mann?

Über Dateingportale selbstredend – sie ist ja modern – mir fällt dazu wahrhaftig kein deutsches Wort ein. Kuppelverarschplatz eventuell…könnte passen. Was sich so dort rumtreibt sind in der Regel Männer, die längst gebunden sind, mit fantasievollen Ausreden jedoch tragische Beziehungen vorgauckeln…schwer kranke Partnerin, schlechte Zeit für Trennungen wegen der Finanzlage…

Alleinstehnde Endvierzigerinen, die langzeiteinsam sind, glauben schnell und leicht. Ist Naivität manchmal auch dumm? Wie dem auch sei…nach mehrfachen Reinfällen trotz wechseln des Anbieters wird Frau immer noch allein sein. Aber immer noch nicht klüger.

Ich denke laut…

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir! 
Gar schöne Spiele spiel‘ ich mit dir; 
manch bunte Blumen sind an dem Strand, 
meine Mutter hat manch gülden Gewand.“

An Herrn Ärmel und an Goethe’s Erlkönig dachte ich heute oft.

Verlockungen… Allerorten… 

Ich seh‘ kaum welche. 

Auf den berummelten Weihnachtsmärkten ziehen Nepper, Schlepper, Bauernfängern den Leuten das Geld aus der Tasche. Wie eigentlich…wenn die Taschen denn leer sind.

Überfüllte Stadtbusse, gerammelt voll von Zerstreuung suchenden Rentnern, die es wohl nur in diesem Jahrzehnt noch geben wird. Unterbezahlte Busfahrer achten nicht auf Fahrgäste, die mit Rollatoren schubsend, dennoch nicht rechtzeitig aus sich zu früh schließenden Türen kommen.

Kinderwagenschiebende Mütter drängen sich durch den Ausstieg ins Innere, rechtzeitig vorm Türschließen lassen sie die Kippe fallen. Genervte Schulkinder steigen ein, jedes einzelne von ihnen sucht den zum Fahrschein gehörigen Ausweis erst am Einstieg. 

Ich bin kurz vorm Ausrasten.

„Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind, 
er hält in den Armen das ächzende Kind, 
erreicht den Hof mit Mühe und Not; 
in seinen Armen das Kind war tot.“