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Zum Tag

Der Kuckuck und der Esel

Kaum bleibt mir Zeit für mein geliebtes Bloggen. Macht nichts.

Ich geniesse jede freie Minute mit meiner Mutter. Wir sind uns sehr nah und in und trotz ihrer Krankheit zufrieden. Warm streicht mich jeden Tag ihre Liebe, zuletzt habe ich das so intensiv als ihr kleines Mädchen empfunden.

Steng geheim

Wege öffnen sich, bekanntes Ende.

Ziel ist hier nicht gehen, sondern da sein.

Stille ohne Einsamkeit im Verbund mit dem real Vorhandenem.

Du bist mit mir. Alles ist möglich.

Das Letzte vom Tag

Ein Tag wie jeder…voller Schatten…voller Licht.

Ich strebe nach dem Licht, wie die Meisten. Mein kühler Grund wird immer kühler, mein Gärtnergatte hat mir eine Decke mit Ärmeln geschenkt, so kann ich draußen bleiben, bis die Sonne sinkt…der Mond steigt.

Meine Mutter war nach dem Tod ihres Lebensgefährten schroff geworden, schlaflos. Seit uns die Schaukelinhaberin geschenkt wurde, lacht sie wieder. Heute wollte die Kleine nicht mit ihrer Mama nach Hause und übernachtet bei meiner 81jährigen Mutter, lange sah ich ihr Lachen nicht so leuchten…

Ich bleib draußen im Garten und warte auf Sternschnuppen und andere alltägliche Wunder.

Streng geheim

Die Stille im Haus gibt der Dunkelheit Raum.

Die Lichter sind gelöscht, was bleibt sind die Flammen des Kaminfeuers.

Deine Wärme ist lauterer, nicht ständig nach neuer Nahrung suchend, ist sie mein ständiger Begleiter.

Im Halbdunkeln finde ich dich, ertaste dein Gesicht, die Bartstoppeln und Falten erforschend.

So lebendig bist du, mir innig vertraut.
Ein leichtes drehen deines Kopfes, du schläfst.

Dein Atem geht leicht, mischt sich mit dem Regengeräusch.
Ganz still halte ich und diesen Moment fest, wie dich.

Erinnerungen – Liebe

Wir müssen ans Meer, zum Wasser.
Nicht an das warme, südländische welches wir früher nicht besuchen durften.
Wir müssen ans Meer unserer gemeinsamen Erinnerungen.
Erinnerst du dich noch an unseren ersten Urlaub?
Unsere Jugend lachte frech aus jedem Augenblick des neuen Tages, den wir in der Hütte deiner Eltern unten an der Talsperre verbrachten.
Alles hatten wir.
Keine Dusche, aber abends Rotwein.
Fleisch für’s Grill… kilometerweit bist du gelaufen, um es zu besorgen.
Deine Kinderträume in Wäldern zu leben hatten wir und dein Gefühl der Kanutengemeinschaft beizugehören.
Wasserliebend wie ich war und immer bin, stieg ich nixenhaft – mir der bewundernden Blicke aller sich – in dem mir von dir geschenkten Bikini aus dem Exquisitladen in das Faltboot deiner Eltern.
Sofort saß ich sicher.
Meine langen, schlanken Arme teilten mit dem Paddel sicher und gekonnt das Wasser, als hätte ich nie vorher etwas anderes getan.
Mein Bikini war plötzlich nicht mehr das Gesprächsthema, meine Liebe zum Wasser wurde er- und anerkannt.
In diesem Sommer hast du mir aus einem Stück Frotteestoff, das meine Mutter mir als Handtuch mitgegeben hatte, ein Kleid genäht.
Heute noch trage ich es in Gedanken, wenn ich traurig über dich bin oder besonders froh.
Den helllila Stoff hast du am Rand mit einem Gummizug versehen. Mein gebräunter Körper gab das passende Gegenstück.
Wie haben wir uns begehrt.
Mit zwei Booten fuhren wir zum Talsperrenfest.
Ein Boot wäre leichter gewesen.
Nie konnten und können wir uns einigen, wer den Schlag vorgibt.
War ich zu müde, hast du mir vorgeschlagen, mich in den Vorderteil deines Bootes zu setzen, meins in Schlepptau nehmen wollend.
Schon nach dem ersten Versuch dies zu tun, bin ich lachend ausgestiegen und mit eigener Kraft gegen den Fluß zurück gepaddelelt.
Damals wie heute schüttelst du darüber deinen Kopf.
In jedem Jahr, zu deinem Geburtstag, fahren wir an das Meer meiner Träume.
Dort finden wir uns, wie wir waren und sind.

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Streng geheim

Eingeschlossen in warmes Wasser war ich, als ich noch nicht denken konnte.
Es ermöglichte mir einen sanften Übergang in eine Welt voller kalter Luft.

Meiner Mutter Hände badeten meinen kleinen Körper in warmen Wasser.
Ihre ganze Liebe floß hinein,
manchmal fror sie deswegen dabei.

Sehe ich Wasser, bin ich meiner Mutter nah.
Muss ich hinein, um nah bei ihr zu sein.
Der Leben und Liebe Schenkenden.

Das Schöne vom Tag

Du bist klein…du weißt noch nicht genau, was gut für dich ist.
Du bist klein, am Liebsten würdest du jeden Tag Cremefrösche essen.
Weil deine Mama dich liebt, erlaubt sie dir das nicht…
und baut dir dafür jeden Tag Knetefrösche…

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Glaub mir meine Kleine…
…diese Augen lügen nicht.

Freies

Berge der Freiheit liegen um mich.
Zeitungen, Zeitschriften, Magazine,  Bücher.
Jedes aufgeschlagene Heft oder Buch nimmt mich mit in seine, ihm ganz eigene, Welt.
Mohneis und Seidenblusen, süß wie Sommerliebe und zart wie die Versuchung selbst… . Oder lieber Kunstartikel ?
Im goldenen Licht der Bilder Botticellis versinken in eine lieblichere Seite des Lebens als die des Alltagsgraublaugrün. Glieder von Frauenschönheiten, gehüllt in Schleier aus Nichts, einer Zeit der Langsamkeit entsprungen, schreiten über Wiesen,deren Gänseblümchen sich zarter beugen als Elfenfinger sich biegen.
Oder dann doch zurück in die oberflächlich werdende Welt moderner Artikel eines, ja des Magazines schlechthin, das aus sentimentalen Gründen immer noch gelegentlich von mir gekauft und gelesen wird, obwohl es mir schon lange nicht mehr den einstigen Lesegenuss bietet. Von der Mangelware zum Massenartikel, eines unter vielen, angepasster um zu überleben, wer kann es verdenken.
Träume in Buchstaben gefasst, die Freuden beschreiben, die Leben zum atemberaubenden Genuss mit allen Sinnen werden lassen, bringen Bücher. Sie ermöglichen, einzelnen meiner Wünsche gerecht werdend, spezielle, auf mich zugeschnittene Unterhaltung.
Die Augen schwirren, die Gedanken fliegen, der Kopf weit weg vom Körper, wie immer bringt mich lesen in eine Welt, in der Raum und Zeit andere Ebenen erreichen.
Plötzlich nehme ich den verlockenden Geruch der Pastasoße war, die den Raum zu füllen beginnt.
Der Gärtnergatte wuselt leise am Herd und zaubert mir Träumerin einen gelungenen Übergang aus meiner Traumwelt ins hier und jetzt.
Gut, ihn an meiner Seite zu wissen.