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Zum Tag

Alles wie immer…alles anders…

So ein anderer Mittwoch, so ein gleicher Mittwoch. Mittwoch ist Mädelstag. Mit meiner Tochter und deren Töchtern waren wir Mittwochs bei meiner Frau Mutter zum Kaffee.

Was bleibt ist viel. Unsere Kaffeetassen (jede von uns hat eine eigene bei der Mama gehabt) habe ich mitgenommen. Sie passen kein bissel in meine Wohnung, aber es fühlt sich vertraut an aus ihnen zu trinken.

Alles so anders in diesem Advent. Was ist schwerer…die Wohnung meiner Mutter leer zu räumen bis Ende des Monats oder sie dannach nie mehr zu betreten?

Meine Mama war bis zuletzt zu Hause, einen Tag hat sie im Krankenhaus verbracht.

Freitags an ihrem letzten Abend rief ich sie an“…es geht mir nicht gut…“ „Morgen wird es besser sein“, sagte ich darauf. „Hoffentlich“ sagte meine Mutter. „So hoffen wir beide.“ war mein letzer Satz an sie.

Die Mädels haben heute rumgehopst und geschmaust.

Was für eine Hoffnung!

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Das Schöne vom Tag

Mädelsnachmittag, nochmal in der Herbstsonne im Garten.

Apfeltarte mit Zuckerschmetterlingen, die Schaukelinhaberin und unser Guggi haben die bunten Flatterdinger „zum Fressen“ gern.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/12/09/apfelkuchen-variante-7-klassische-apfeltarte/

Geerntet haben wir auch gemeinsam. So eine Freude.

Zum Tag

Heiße Sonne knallt. Dann dichte Wolkendecken und drückende Schwüle.

Es geschieht…nichts…

Der Himmel klärt sich, ohne einen Tropfen Regen zu spenden.

Alles reift dennoch. Äpfel, Bombeeren in Hülle und Fülle.

Apfelkuchenzeit…

So viele ausgedachte und aufgeschriebene Rezepte von mir…

In diesem Jahr bleibt wenig Zeit.

Meine Mutter ist wichtiger.

Streng geheim

Um Igelverstecke weiss ich, um Kräuter.

Um Menschen weiss ich weniger.

Denkende Wesen achten besser…

Ha!

Zum Tag

Barfüssig sitze ich auf der Holztreppe die mein Mann mir baute damit ich schneller in den Garten meiner Großeltern laufen kann.

Ich bin ein glücklicher Mensch.

Zum Tag

Gestern am Abend ein kurzer Regen, Hoffnung bringt er mit.

Zwei Mal in der Woche kann unsere Schaukelinhaberin ihr Blumenfeldchen beernten, stolz trägt sie ihre bunten Schätze, stellt sie auf ihren Platz am Esstisch.

Gurken und Tomaten vertragen sich in einem Gewächshaus nicht. Mein Mann hat eine Lösung gefunden. Hinten stehen die Gurken, vorn die Tomaten. Dazwischen befindet sich ein Plastikvorhang, mit Klammern verschlossen. So können wir gut giessen und die Gurken haben das von ihnen gemochte, feuchte Umfeld, während die Tomaten trockenere Luft haben. Eine besonders schöne Gurke pflücke ich als unsere Mädels uns besuchen. Sie verschmausen die Hälfte davon sofort, unserer Guggi läuft der Gurkensaft über die kleinen Fingerchen…so eine Freude.

Ab August wird sie die ersten Stunden zur Tagesmama gehen, auf den selben Bauernhof, auf dem schon die Schaukelinhaberin war. Darüber bin ich glücklich, besser kann die Kleine nicht untergebracht sein.

Noch grüne Tomaten versprechen reichliche Ernte, bald gibt es Relish und Salat davon.

Trotz der Hitze liegt für mich schon Herbst in der Luft. Was machen wir nur im Winter ohne den Garten? Ganz klar…Feuer im Kamin. Mein Mann hat mit seinem Holzwerbeschein schon gefallene, oder kranke Bäume im Wald erworben. Nach und nach holt er sie heim zu uns.

Alles hat seine Zeit.

Zum Tag

Am Morgen ein Frühstück im Garten.

Kurz dannach kommen unsere Mädels. Schokoladeneis mit Schokostreuseln habe ich gestern gemacht. „Schoko mit Schoko“ sagt die Schaukelinhaberin, nimmt ihre kleine Schwester Guggi, setzt sich, die Kleine auf ihren Schoß nehmend, auf ihre Schaukel und fliegt mit ihr eine vorsichtige Runde. Wir trinken Eiskaffe und schauen zu, gedankliches Fliegen inbegriffen.

Am Abend, die ersten Tomaten aus dem Gewächshaus verschmaust.

Sommer.

Zum Tag

Kirschenzeit.

Im Garten sitzt mein liebstes Vögelchen im Baum und lacht dabei wie ein Kind.

Die Schaukelinhaberin hat sich eine eigene Rose gewünscht, in der Lieblingsfarbe fast aller Mädels.

„Oma Grauhaar, bekommt die noch ganz viele Punkte und gehören die alle mir?“

Punke sind Knospen:-) 🙂 🙂 und alle gehören ihr.

Drinnen duftet es nach Lilien.

Nächste Woche nochmal doppelt voller Alltag. ..und dann…Urlaub an der Ostsee.

Zum Tag

Schwer tue ich mich damit, Menschen ganz nah an mich heran zu lassen.

„Abgezwungene“ Zusagen verträgt mein Gewissen nicht und reagiert.

So viele schöne Dinge in meinem Leben zur Zeit.

Funkien in Wasserschildkrötengröße

sanfte Hortensienfarbspiele.

Blümeln, beim heimischen Gärtner heute gekauft und bis Sonnabend in’s Hochbeet gesetzt, damit die Schaukelinhaberin sie selbst in ihr Beet pflanzen kann….“Oma Grauhaar, wie viele Tage sind es noch bis Sonnabend…“

Meine drei Mädels fahren mich am frühen Abend von meiner Mutter zurück nach Hause, wie immer darf sich die Schaukelinhaberin eine Blume aus dem Garten pflücken und mit heim nehmen. Auf einmal weint ihre inzwischen 11 Monate alte Schwester, unsere Guggi. Erst als sie auch ein Blümel in den Händen hat, ist sie zufrieden. Liebe steckt an.

Menschen sind wie Pflanzen, sie wollen verstanden und geliebt werden.

Meine Mutter bereitet sich vor, meiner Kinder ihre Kinder, mein Mann und mein bester Freund beschützten mich und wachen.

Leben…

Still sitze ich neben der Göttin des Regenbogens.

Das Lied zum Tag oder Füße hoch