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Das Schöne vom Tag

Schokolade ist viel besser als Handy’s 😉

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Frohe Weihnachten – Pause

Liebe Blogger, mein lieber Freund Arno, lieber Emil, liebe Karfunkelfee, liebe Gerda, sehr gemochter Herr Plietsche, liebe Annemarie, liebes Eulchen,

nichts wünsche ich mir mehr als Ruhe.

Mein Sonntagsmärchen gibt es darum schon heute.

Geniesst die Adventszeit. Geniesst die Weihnacht. Geniesst die Stille

Nikolause

Es war Niklausabend-Tag, und soeben hatte der Bäcker ein großes Kuchenblech voll frischgebackener Nikolause aus dem Ofen gezogen.

Die Augen standen ihnen – dass Gott erbarm! – so dick wie Froschaugen aus dem Kopfe heraus. Eine Nase hatte der Bäcker überhaupt für überflüssig gehalten – auch Ohren. Der Mund aber saß dem einen rechts – dem andern links, und hatte eine
verzweifelte Ähnlichkeit mit den Westenknöpfen.
Von den Armen und Beinen gar nicht zu reden! Was kümmerten die den Bäcker? Er hatte ja alle seine vier Glieder – und nicht zu knapp! Die Nikolause, die würde er auf alle Fälle verkaufen, ob sie nun wulstige oder spindeldürre Arme – gerade Beine oder nur zwei zugespitzte Klumpen hatten.
Zuerst waren nun die Frischgebackenen da eine Weile still. Sie mussten sich die Welt ringsum doch erst ein wenig ansehn. Da merkten die, die das Glück hatten, geradeaus sehn zu können, dass die Decke der Backstube lachte.
„Warum lachen Chie?“ fragte einer, der einen bedauerlich schiefen Mund bekommen hatte.
„Ach“ – entschuldigte sich die Decke – „ich wunderte mich nur darüber, dass der Bäcker es in keinem Jahre fertig bringt, tadellose Nikolause zu backen.“
„Tadelloch – wach choll dach heichen?“ fragte der Nikolaus und rollte seine schwarzen Korinthenaugen.
Nun mischten sich auch die andern ein. „Ja – wollen Sie uns bitte eine Erklärung geben, was sie mit dem Worte „tadellos“ gemeint haben?“
„Ach – ich meinte ja nur so – so – na ja: eben so, wie sich’s gehört. Arme und Beine hübsch regelmäßig geformt, der Mund in der Mitte und auch die Augen auf ihrem richtigen Platz. Aber es ist noch nie vorgekommen, dass der Bäcker solche Männer zustande gebracht hat. Der heilige Nikolaus wird sich bedanken für seine gebackenen Photographien!“
Inzwischen hatte der Bäckermeister sich daran gemacht, ein zweites Blech mit Teigmännern zu belegen. Sie fielen nicht besser aus. Im Gegenteil! Es war haarsträubend, was der Bäcker sich in seiner Schöpferlaune leistete! Klebten zwei Korinthen zusammen – „Da: hast de zwei Münder.“
„Es ist empörend!“ rief der Tisch. „Ein Doppelmund! Aber der wäre dem schwatzhaften Bäcker selber sicher sehr angenehm. Dass ihm doch der heilige Nikolaus den eigenen Kopf so tief zwischen die Schultern steckte!“
„Ja – und ihn recht kräftig an den Ohren zwickte,“ grollte der Stuhl. „Dann würde er sich seiner Hörorgane vielleicht erinnern.“
Am hitzigsten war aber der Backofen. „Die Augen sollte man ihm auskratzen und sie ihm hüben und drüben auf die Backen kleistern“ – schrie er wütend. „Ein Skandal ist es! Und schließlich bleibt ja doch alles an mir hängen.“
Nun kam die Frau Bäckermeisterin mit einem Körbchen, stellte die Nikolause hinein und trug sie in das Schaufenster des Lädchens.
„Aah – aah – aah -,“ kam es von allen Seiten, „die Herren Nikolause!“ Gleich kam auch ein Trupp Schulbuben die Straße daher, drückte sich die Nase an den Scheiben platt, rief: „Nikkelees! Nikkelees!“ und verschlang mit den Augen das ganze Körbchen.
Die Männer aus dem feurigen Ofen mussten durchaus den Eindruck gewinnen, als werde ihnen hier unverhohlene – ja begeisterte Bewunderung zuteil.
Einer von ihnen, dem die Augen ungefähr in gleicher Höhe mit dem Munde saßen, dessen obere Kopfhälfte aber dafür außerordentlich viel Platz zum Denken ließ, philosophierte: „Der Geschmack und die Ansichten dieser Welt scheinen sehr geteilt zu sein. Was von dem einem verlacht wird, wird von den andern bewundert.“
Mit dieser Erkenntnis suchten seine Kameraden – je nach Veranlagung – (d.h.: je nachdem man ihnen die Korinthen in den Kopf gedrückt und dadurch ihren Gesichtern Ausdruck verliehen hatte) fertig zu werden. Die einen mit Humor, die andern mit Pessimismus, die dritten mit dem Grundsatz der allgemeinen Wurschtigkeit.
„Was aber mag der eigentliche Zweck des Lebens – des Lebens eines Nikolauses – sein?“ grübelte der mit der Denkerstirne weiter.
Er brauchte nicht lange auf die Antwort zuwarten. Die Ladentür klingelte, und herein trat eine Frau in Schürze, Pantoffeln und Kopftuch. „Gewwe Se mer mal sechs Stick von dene Nikkeleese“, sagte sie zur Bäckermeisterin. „Mer muss doch merkke, dass heit Nikkeleesabend is. Awwer von dene große – zu 10 Pfennig.“
„Aha!“ dachte der Philosoph aus Kuchenteig. „Die Dinge des Lebens werden also verschieden bewertet. Je nach Größe und Umfang – sehr vernünftig!“
Er verschwand mit fünf Kollegen in einer Tüte. „Zuhause“ wurde er ausgepackt.
„Wie groß ist doch die Welt! Nicht nur einen Geburtsort und einen Kaufladen – nein: auch noch eine Straße und ein „Zuhause“ gibt es darin -“ dachte er begeistert.
Nun verbreitete sich in der Stube ein würziger Duft; Tassen wurden auf den Tisch gestellt und in jede derselben ein Nikolaus hineingesteckt. Recht stattlich nahm er sich doch aus, dieser Kreis von wackeren Kumpanen! Herzerquickend war denn auch die Freude der Kinderschar.
Unser Held wollte gerade ausrufen: „Kameraden – O Gott – das Leben ist doch schön!“ da verzogen sich seine drei Münder – oder seine drei Augen – wie man’s nehmen will – und er spürte einen Riss in seiner Kopfhaut. „Ach nein – kurz scheint’s zu sein,“ konnte er merkwürdigerweise doch noch denken. „Und der Hunger scheint mächtiger zu sein als die Liebe.“
Hierin hatte er nicht unbedingt recht – glücklicherweise. Denn wenn auch seine fünf Genossen geköpft, gevierteilt oder sonst wie misshandelt und dann aus kannibalische Weise verspeist wurden – er kam mit einer leichten Verletzung davon.
„Ich will mein Nikkelees doch liewer erst mal dem werkliche Nikkelees heit abend zeige -“ sagte seine kleine Besitzerin liebevoll.
„Tu des – tu des nur, mei Herzche,“ nickte die Mutter.
Also ward dem Glücklichen noch eine Galgenfrist beschert. Er benutzte sie natürlich sofort wieder zum philosophieren. „Nur die Gedanken scheinen ewig,“ meinte er. –
Nun: Der Abend kam, und der wirkliche Nikolaus kam. Er betrachtete sein Kuchen-Konterfei – lange und prüfend; und schüttelte dann sein ehrwürdiges Haupt.
Plötzlich aber hellte sich die Miene des wirklichen Nikolaus auf. „Ich armer Nikolaus – soll ich schon klagen?“ rief er aus. „Du lieber Gott – – – was musst du erst alles an deinen Ebenbildern erleben!“

Autor: Sophie Reinheimer

Zum Tag

Dieses Jahr war ein schweres für mich. Fast zu schwer, um damit weiter zu leben.

Es hat mich verändert.

Ich habe erfahren, dass wahr ist woran ich immer glaube. Liebe kommt nicht von anderen. Liebe entsteht in sich selbst.

Wenn aber Liebe von außen wegfällt, erstickt die Liebe von innen. Dann wird Mensch hart. Ich war in diesem Jahr sehr hart, zu mir und zu anderen. Das ist wie ein Reinigungsprozess, wie Feuer, es trennt gut von böse. Dabei entsteht viel Schlacke. 

Sie wird bleiben. Als Tribut an die Erkenntnis.

Zum Tag

Nach langer Pause wieder eine Arbeitswoche geschafft. Gut geschafft.

Anstrengend waren die Weihnachtseinkäufe. So viele Menschen in den Geschäften. Die Meisten davon eher abgehetzt als adventfroh. Schade.

Draußen wirbeln Schneeflocken trübe Gedanken davon. Wirbelleicht ist die Welt, wenn man nur will.

Zum Tag

Ein eigenwilliger Tag.

Was ist redlich?

Für mich bedeutet redlich, offen, ohne Hinterhalt und Intrigen miteinander umzugehen. Politiker tun das nicht, dies ist klar.

Fast wünschte ich mir ein Königreich zurück, also so eins mit Zweitprinzen, die geschiedene Frauen heiraten dürfen. Fast.

Eigentlich wollten ein Freund und ich ab heute auf eine kurze Pilgerwanderung gehen. Ich hatte sie schon vor Wochen wegen meiner derzeitigen Belastungssituation abgesagt. Heute nun musste der Freund ins Krankenhaus.

Und was ist mit morgen…

http://www.sueddeutsche.de/politik/regierungsbildung-glyphosat-wird-zum-vertrauensvernichter-1.3768897!amp

Unsere Welt

http://www.greenpeace.org/greece/el/news/118508/118517/2017/saronikos-sos/

Gerda

Tod des Eisvogels
nennt Dinge beim Namen.

Es ist gleich, in welchem Land wir leben, wir haben eine – eine gemeinsame Welt

Gemeinsam müssen wir für sie Hand in Hand einstehen.

Niemand außer uns wird das tun.

Das Letzte vom Tag

Ich bin so müde, dass es mir die Füße wegzieht. 

In der nächsten Woche ist der Badumbau meiner Mutter beendet, die Putzarbeit damit auch. Bleibt das wöchentliche Putzen der Wohnung, bleibt die zusätzliche Wäsche. Das ist kein Jammern von mir, jedes Lächeln meiner kranken Mutter ist alle Anstrengung wert. Es ist einfach ein Verlust an Kraft.

Über manche Bloger wundere ich mich…

Manche ziehen sich in intellektuelle Nester zurück und werfen mit Vorwürfen um all die anderen um sich, die es wagen einfach auch zu bloggen….nur so… Selbst bloggen sie trotz der eigenernannten Hirnstutzigkeit der Anderen für jeden frei lesbar dennoch weiter, vielleicht auch um am nächsten Weihnachten Kalender an eben jene Verachteten verkaufen zu können.

Andere finden sich selbst als klug, versäumen nicht, dies kundzutun, selbstverständlich mit regelmäßig gezeigtem Selbstporträt.

Mehrblogführende speichern täglich hochgeladene Beträge, beantworten jeden Kommentar im eigenen Blog, schauen flüchtig bei „Freunden“ vorbei, ein Like hinterlassend.

Tja, so sind sie…die Menschen, ich bin Eine davon.

Das Letzte vom Tag

Nein, ich bin kein Sommermensch. Weder mag ich gern stundenlang in der Sonne liegen, noch kann ich feuchte Schwüle ertragen. Demzufolge geht es mir heute nach dem Aufwachen richtig gut. Die Haare offen, nichts liegt nassgeschwitzt im Nacken. Wie ertragen die Kopftuchfrauenen das eigentlich? Haare offen nach Sommerzopfwochen…uhhh…Nachschnitt notwendig. Unglaublicherweise bekomme ich bei meinem Frisör am selben Tag einen Termin. Oder eigentlich nicht unglaublich. Seit mir die Chefin in einem Anfall von Eigensinn meine Haare nach ihren Vorstellungen geschnitten hat, wechselte ich zu einer Neueinsteigerin, eine junge Italienerin. Nie rede ich beim Frisör, mit dieser jungen Frau zu gern. 

Meine Mutter bekommt ihr Bad umgebaut. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, die für sie nicht zu nutzende Badewanne in eine begehbare Dusche umzubauen. Mein Mann und ich haben viele Formulare dafür ausfüllen müssen, letzendlich wird es meiner Mutter ein Stück Selbstständigkeit zurück bringen.

Die Tomaten reifen, daraus Soße zu kochen macht meinen Tag noch runder.

Der Garten wandelt sich, neben dem Sommer schaut schon der Herbst.

Zum Tag

Essen geht wieder – erst wenn das Alltägliche verloren geht – wird dessen Wert bewusst. Ich habe auch zugeschlagen. Mein Mann hat mich in meinen Lieblingsdorfgasthof eingeladen und ich habe eine Schweinshaxe vertilgt, mit Sauerkraut und Bratkartoffeln. Jawoll.

Im neuen Stern lese ich einen Artikel über Angela Merkel. Der Autor dichtet ihr an, zumindest verstehe ich es so, von ihrem Mann geleitet zu sein. „Wieviel Sauer steckt in Merkel?“ Mir platzt mal wieder der Kragen. Ist es denn nicht vorstellbar, dass eine Frau allein fähig ist zu regieren? Ihre umstrittene Person dazu lasse ich außen vor, aber das sie Mann gesteuert sein soll, schlägt dem Fass den Boden aus. Frauen in der DDR sind dazu erzogen wurden, sich gleichwertig zu fühlen, das ist eine der größten Errungenschaften dieses untergegangen Staates.

Der Garten gleisst in der Sonne, dass es eine Lust ist.

Zum Tag

Die von mir sehr gefürchtete Julihitze bleibt aus. Schwüle wird gelindert durch Sommerregen. Der fällt in die noch letzt blühende Linde und trägt einen Duft mit sich, der niedersinken lässt und ausruhen.

In den Städten Straßenkriege, dazwischen Handyknipser…ich war dabei. Kluge Blogs werden sabotiert durch dumme Antworten.

Und das alles ist eine Welt…