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Sommerküche

Dieser Tage las ich bei Herrn Kormoranflug
http://wp.me/puedn-zD
ein Rezept, das mir sofort gefallen hat.
Alles was mit Kartoffeln zu tun hat, esse ich sehr gern.
Zitronenkartoffeln sind mir neu, passen jedoch hervorragend zu meinem geplanten Sommerküchenschmaus.

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Es braucht dafür:

500g Kartoffeln
1 Zitrone
Lorbeerblätter
Oregano
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Schon am Morgen bereite ich das Gericht vor, damit die Kartoffeln gut durchziehen können.
Alles geht leicht und schnell von der Hand.
Die Kartoffeln wasche ich und schneide sie ungeschält in Spalten.
Frischen Oregano zupfe ich und gebe ein paar Lorbeerblätter dazu.

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Zitronenabrieb, den Saft und das Fruchtfleisch der Zitrone mische ich mit 6 EL Olivenöl und gieße alles über die Kartoffeln. Pfeffer und Salz kommt dazu, fertig.
Am Abend brauche ich nur den Backofen für eine Stunde bei 200 Grad Umluft einschalten.
Wir wollen in unserer Sommerküche Lammlachse grillen.
Den Bohnensalat dazu habe ich am Vortag gemacht, damit er durchziehen kann.
Wunderbar passen dazu die Zitronenkartoffeln.

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Im Sommer fällt bei gutem Wetter das Mittagessen bei uns aus.
Dafür gibt es ein üppiges Abendmahl.
Holunderblütenwasser bereite ich zu und freue mich auf den Abend mit meinem Gärtnergatten.

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Perfekt grillt er uns in kurzer Zeit das Fleisch.

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Der Grillgeruch mischt sich mit dem Duft des Holunders, der in diesem Jahr durch den reichlichen Regen über und über blüht.

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Köstlich zart ist das Lammfleisch, hervorragend passen die Zitronenkartoffeln dazu.
Von diesem Rezept bin ich begeistert, sicher werde ich es noch öfter zubereiten.
Der Garten schwelgt im üppigen Grün.
Zusammen sitzend genießen wir diesen guten Abend.

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Kochgedanken oder Lammlachse

Draußen zeigt der Frühling die kalte Schulter.
Innerhalb von fünf Minuten habe ich drei Jahreszeiten vor und auf meinem Fenster.

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Das kalte Schulter zeigen muss er sich bei Frau Merkel abgeschaut haben.
Ebendiese zeigt sie ihrem eigenen Volk auch.
Was mag nur einen Großteil der Bevölkerung veranlassen, dies erst jetzt zu bemerken?
Die „Unterschichten“ rebellieren. Aber erst seit sie Angst vor einer weiteren „Unterschicht“ haben.
Wieso sind für „Fremde“ plötzlich Gelder da, die den hier Arbeitenden seit Jahren gestrichen werden?
Aus Protest braun zu wählen, kann nur auf Unkenntnis der Geschichte beruhen.
Vermutlich wird dieses mangelnde Wissen in Kürze aufgefrischt. Durch ein Buch, das der Auffrischung kaum dienlich sein wird. 70 Jahre sind vergangen, die Urheberrechte dahin, kämpferisch wird der braune Dreck in die Bestsellerlisten schießen, wenn auch die Auflage klein und mit hohem Preis sein soll, wohl auch mit Kommentaren versehen.
http://mobil.fr-online.de/cms/kultur/urheberrecht-hitlers–mein-kampf–bleibt-verboten,4351640,32950032,view,asFitMl.html

Mir kommen die Tränen.
Das liegt am Zwiebel schneiden.

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Zwiebeln brauche ich unbedingt für meine Pilzbohnen, die es zum Lamm dazu geben soll.

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https://arabella50.wordpress.com/2014/10/13/hans-und-die-bohnenranke-oder-pilzbohnen-mit-lamm/
Woher die Zwiebeln wohl stammen?
Die Bohnen jedenfalls kommen aus Padderborn und wurden dort tiefgefroren.
Ich mag Feinfrostgemüse- immer frisch, immer ausgereift.
Mit den Menschen läuft das noch nicht so ausgereift. Die lassen sich langsam nicht mal mehr durch Werbung beeinflussen. Tststs..B…ist das famose Zartgemüse aus der Dose…wäre wohl noch schöner.
Kalt läuft es mir über die Schulter, als ich lese woher meine Frühlingskartoffeln, die ich dazu bereiten möchte, kommen.
Sie sind in “ ausgesuchten Sonnenländern gereift “ sehe ich. Jetzt, da ich eine Brille aufhabe, kann ich die kleine Schrift auf dem Beutel in dem sie verpackt sind lesen.
Nie wieder gehe ich ohne Brille einkaufen!
Die Kartoffeln schäle ich und setze sie zu Salzkartoffeln auf, dabei sinniere ich darüber wo Sonnenländer wohl liegen könnten?
Doch nicht etwa in der Türkei?
Nee, das kann kein Sonnenland sein!
Merkels Freund vom Bosporus will gerade den Dresdner Sinfonikern verbieten, ein Stück über den Massenmord an Armeniern aufzuführen.
http://m.welt.de/politik/deutschland/article154675795/Tuerkei-will-Projekt-der-Dresdner-Sinfoniker-stoppen.html
Wie?
Ich soll kein Öl ins Feuer gießen?
Doch, muss ich.

Und zwar bestes italienisches Olivenöl in eine Pfanne.

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Ist es leicht angewärmt, gebe ich Rosmarin aus dem Garten und Knoblauch mir unbekannter Herkunft dazu.
Hat das Öl die Aromen freundschaftlich aufgenommen, gebe ich die neuseeländischen Lammlachse hinein.

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Als Lachse werden die ausgelösten Rückenstücke bezeichnet, nicht das hier einer auf die Idee kommt, ich könne Fisch nicht von Fleisch unterscheiden.
Auf beiden Seiten brate ich das Fleisch scharf an und würze es mit Pfeffer und Meersalz.
Nach dem Drehen schmurgelt das Fleisch 10 Minuten weiter vor sich hin, 5 Minuten davon abgedeckt.
Dann zieht es in den auf 80 Grad vorgeheizten Backofen um, dort ruht es weitere 10 Minuten.

Im Kräutergarten draussen scheint gerade einmal die Sonne, schnell hole ich mir Petersilie für meine Kartoffeln.

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Fast zur gleichen Zeit landet in Hannover Mister Obama.
Die Hannoversche Messe ist die wichtigste Industriemesse der Welt.
Mister Obamas Besuch dort soll Amerikas Innovationen sowie den Erfindergeist seines Landes unterstreichen und selbstverständlich ist er eine freundschaftliche Geste an Frau Merkel.
Deren breiter Rücken trägt eine schier unglaubliche Last, sie lehnt sich zu gern an den smarten Präsidenten.
Englands schmale Kate dagegen wehrt den ihr von ihm dargebotenen Platz unterm Regenschirm beidhändig und entschlossen ab.
Lieber im Regen als unter Amerikas Schirmherrschaft, Großbritanien zeigt sich schlau in schmalster Silhouette.
Was die dünne Kate wohl essen wird, frage ich mich…
Und was wohl die Frau Bundeskanzlerin auf dem Empfang mit militärischen Ehren, den sie auf Schloss Herrenhausen für Mister Obama gibt.
Na, hier ist schon der Name Programm – Herrenhausen ( also da wo die Herren hausen ).
Sicher gibt es intensive Gespräche zum Freihandelsabkommen TTIP.
Seit 2013 versucht Amerika damit zu überzeugen und verspricht sich damit Wirtschaftswachstum.
http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-1042658.html
Die paar Umweltschützer die dagegen protestieren, ach…was wollen die denn…

Ich muss auch schleunigst aus dem Garten zurück, meine Soße fertig machen.
Den Bratenansatz lösche ich mit Rinderfond ab und reduziere ihn wieder.
Ein paar kalte Butterstückchen dazu geben die nötige Bindung.

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Oh ja, Kochen ist viel einfacher als Politik.
Wobei…eigentlich ähnlich…
Tue ich Gutes, Wahres hinein, kommt Bekömmliches dabei heraus, das für gesundes Wachstum taugt.
Was rede ich heute auch so viel um den heißen Brei herum.
Es ist doch eh alles schon fix und fertig eingerührt…wartet nur noch auf den richtigen Moment zum Servieren, damit der brave Bürger es auch gut schluckt.
Darum streue ich noch etwas Petersilie über die Kartoffeln, so ist es gleich viel netter.

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Mit dem Gärtnergatten am Tisch sitzend, verfliegen meine Kochgedanken.
Ihm schmeckt was ich auftische und mir auch.
Gute, nahrhafte Hausmannskost.
Innerlich spielen mir die Dresdner Sinfoniker eine Overtüre dazu.
Warum muss mir gerade wieder StarWars einfallen?
Ist grad so schön friedlich am Mittagstisch.