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Streng geheim

Komm.

Es ist ausgesprochen.
Hände strecken sich einander zu.
Das macht es leichter in’s Freie zu gehen.
Sie fühlt seine Hand nicht.
Ihr Blut klopft bis zum Hals.
Diesem Gefühl folgt sie, es pocht.
Mach die Augen zu, lauf weiter.
Auftauchend aus den Gerüchen der Nacht, steigt der Morgen.
Selbst unter ihren geschlossenen Lidern fühlbar.
Diese Gewissheit ist unerträglich.
Kurz dagegen die Bewegung, mit der sie ihren Mund an den seinen bringt.
Der Beobachter ist Liebender geworden.
An seiner Hand hat er den Ausbund puren Lebens.
Zugreifen würde bedeuten, es zu verlieren.
Er spürt das.
Ihr Gang wird freier.
Noch einmal dreht sie den Kopf.
Warm schlagen seine Lippen auf ihren geöffneten Mund.
Sie fühlt seine Hand sich aus ihrer lösend, ihre Haare liebkosend.
Hier gibt es kein zurück.
Sie sehnt sich nach Begehren, nicht nach dieser Lust.
Es ist hell geworden.
Ihre Augen sehen den Mann, der sie vor Begierde zitternd fragt, warum bleibst du nicht.
Weil das nicht mein Weg ist, sagt sie zu sich selbst und geht, ohne ihn jemals zu vergessen.