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Das ist doch mal was für den Herrn Sohn – Knoblauchcreme

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Nein, ein Süßer ist er nicht.
Mit Kuchen kann er nichts anfangen. Wie das in dieser kuchenversessenen Familie geschehen konnte, ist mir ein Rätsel.
Aber Herzhaftes und Gegrilltes mag er sehr. Gern mit viel Knoblauch.
Danach ist ein Auftritt in der Öffentlichkeit nur bedingt möglich.
Bei einem Streifzug in der Bloggerwelt fand ich auf dem Blog von
http://annaschmidt-berlin.com/
der gar kein Kochblog ist, das Rezept für eine Knoblauchcreme, die vollen Geschmack ohne Geruch danach verspricht.
Das kannte noch nicht einmal mein Wissender.
Los geht’s.
Ich brauche.

1Kg Knoblauch und
2 Stunden Zeit.

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Mehr nicht, naja, noch eine Prise Meersalz und etwas Öl zum konservieren.
Der Knoblauch wird aus der Knolle in die einzelnen Zehen zerlegt.

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Ein Schälen ist möglich, aber nicht nötig, sagt Anna.
Also packe ich die Knoblauchzehen ungeschält in eine doppelte Schicht Alufolie und verschließe das Päckchen sicher.

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Bei 200 Grad Umluft kommt es nun für 2 Stunden in den Backofen.
Das Resultat sieht so aus und riecht fantastisch.
Gut, wenn es jetzt so duftet und ich dann nicht,  bin ich’s zufrieden.

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Mit dem Messer die Spitzen abschneiden und den Knoblauch herausdrücken. Schon nach kurzer Zeit geht mir das flink von der Hand.
Ich mag Gemüse schälen gern und das fällt bei mir unter diese Kategorie.

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Die fertig ausgedrückten Knoblauchzehen werden nun püriert.
Wer mag, kann eine Prise Meersalz hinzufügen, ich tue es.

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Püriert wird die Creme wieder deutlich heller.
In Gläschen abgefüllt, kommt zur Konservierung ein Öl obendrauf und fertig.

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Ein Gläschen für den Wissenden, ein Gläschen für die Mama der Schaukelinhaberin, zwei Gläschen für den Gärtnergatten und mich und für alle die bei uns zu Gast sind.
Auf einmal bekomme ich Lust auf eine B-Bemme, bestrichen mit der köstlichen Creme und Tomatensalat dazu.
Ich werde dem Gärtnergatte von gegrillten Steaks verschwärmen. ..er macht dann bestimmt den Grill an und das erste, kleine Gartenfest des Jahres beginnt mit einer Sensation.
Der Möglichkeit von Knoblauchgenuss unter gleichzeitiger Teilnahme am öffentlichem Leben.

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Die gesunde Wirkung des Knoblauch brachte mir das Fräulein aus Ostpreußen – die freundliche Nachbarin aus Kindertagen im Elternhaus – nahe.
Oft zeigte sie mir, wenn sie gemeinsam mit ihrem Herrn Bruder aus dem Garten kam, die dort geernteten Knollen und wies mich auf den, die Gesundheit fördernden, Verzehr hin. Vermutlich aßen die beiden älteren Leutchen den Knoblauch pur, dem Geruch nach zu urteilen, der bisweilen von ihnen ausging.
Recht hatte sie damit auf jeden Fall.
Bis in’s hohe Alter war der alte Herr mobil und fuhr täglich mit seinem Fahrrad in den Garten und auch das Fräulein erreichte ein feines Alter.
Knoblauch ist eine wahre Wunderknolle.
Sein Genuss erhöht den Spiegel der beiden antioxidativ wirkenden Enzyme Katalose und Glutathionperooxidase. Die beiden sind auf der Jagd nach freien Radikalen. Damit beugen sie Schäden an der Zellmembran vor und der Alterungsprozeß wird verlangsamt.
Knoblauch ist hilfreich bei hohem Blutdruck, er ist in der Lage ihn zu normalisieren.
Allicin ist der Hauptwirkstoff im Knoblauch und hiermit wird eine bessere Versorgung des Gehirns und des Augenhintergrunds gewährleistet.
Damit wird Alzheimer, Demenz sowie grünen und grauen Star vorgebeugt.
Im Knoblauch enthaltene Saponine regulieren die Blutfette und tragen zum verbesserten Blutfluß bei. Dadurch wird die Spannkraft der Gefäße erhöht und Thromboseprophylaxe betrieben.
Knoblauch schützt die Leber.
Nicht zuletzt ist er ein natürliches Antibiotikum, sorgt für eine gesunde Darmflora und hilft bei Darmproblemen und Würmern.
Viren und Pilzen rückt er zu Leibe.
Auch wichtig ist…der Genuss von Knoblauch soll aphrodisierend wirken.
In Form meiner geruchsneutralen Creme gleich nochmal so gut.

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Der Herr Sohn hat mich im übrigen gelobt und war begeistert.
Allerdings roch er dabei etwas nach Knoblauch.