Schlagwort-Archive: Ibn al’Wafid

Klostermedizin – Ibn al-Wafid

Die arabische Kultur beeinflußt die Klostermedizin wesentlich.
Erinnern möchte ich an

image

Ali Ibu-al Husaim Ibn al-Wafid ( 997 – 1074 )
kurz Ibn al-Wafid genannt und sein Werk Aggregator.
In Europa war er unter dem Namen Abenguefit bekannt.
Als Arzt und Apotheker war er in Toledo (Spanien) tätig.
In seiner Apotheke betrieb er Alchimie und stellte mit deren Hilfe 520 verschiedene Arten von Medikamenten, extrahiert aus Pflanzen und Kräutern her.
Ibn al-Wafid war Vorsteher der botanischen Gärten des Königs al-Mamun. Der königliche Garten war für seine Artenvielfalt berühmt.
Ibn al-Wafid stellte eine Arzneimittelsammlung zusammen – den Aggregator.
In ihm sammelte er die Erkenntnisse von Galen und Dioskurides und fügte ihnen seine eigenen Ergahrungen hinzu.
Mit dem Liber aggregatus medicinis simplicibus, kurz Aggregator genannt, schuf er ein Sammelwerk von Einzeldrogen.
1290 wurde es in’s Latein übersetzt und erschien gegen Ende des Mittelalters in mehreren Auflagen.
Die Schrift besteht aus zwei Teilen, einem allgemeinen und einem speziellen Teil.
Der 1.Teil beinhaltet die Aufzählung der Heilmittel, ihrer Wirkungsgrade sowie ihrer Primärqualitäten. Also ob die Droge harntreibend, abführend, zusammenziehend usw. wirkt.
Im 2.Teil erfolgt die Einzeldarstellung von 454 pflanzlichen, mineralischen und animalischen Drogen.
Gemeinsam mit anderen Büchern bildet der „Aggregator“ die Grundlage für Arzneibücher wie die „Leipziger Drogenkunde“ aus dem 15.Jahrhundert und den „Herbarius“ ebenfalls aus dem 15.Jahrhundert.
Mit dem „Garten der Gesundheit“ existiert dann das erste illustrierte deutsche Kräuterbuch.
Gedruckt wird es 1485 von Peter Schöffel in Mainz.
Seine Quelle ist der Aggrigator des Ibn al-Wafid.