Schlagwort-Archive: Herzoginkartoffeln

Märzhasen oder Herzoginkartoffeln

https://youtu.be/EAP7j3B_yIY

Zu diesem Monat und zu diesem Essen gehört für mich Musik von Händel.

März – endlich.

Wie liebe ich diesen Monat. Er beginnt schon am 1.mit einem Festtag – dem Geburtstag meines Großvaters.

Meine Mutter hätte am 27.Geburtstag. Immer höre ich, wie sie und mein Mann sich über das Ende des Winters unterhalten, gemeinsam auf den Frühling warten. „Egal was die Wettermenschen sagen, Frühling wird ab deinem Geburtstag.“ sagt mein Mann zu ihr. Dieses Jahr wird dieser Tag schmerzlich sein und dennoch voller Hoffnung und Trost. Wir haben seit fast 6 Jahren unseren Frühlingsbeginn auf den 26. März verlegt – den Geburtstag der Schaukelinhaberin, die mein persönliches Wunder(n) ist.

März also, letzte Zeit für üppige Fleischgerichte bei mir, bevor die Sommerküche beginnt. Mit viel Butter, dicken Soßen und kartoffeligen Wohltaten.

Herzoginkartoffel also.

Es braucht dafür für 2-3 Personen:

500g mehlig kochende Kartoffeln

2+1 Eigelb

2 TL Creme double

Muskat

Meersalz

Die Kartoffeln in kleine Stücke schneiden und ohne Salz 20 Minuten kochen.

Abgegossen durch eine Kartoffelpresse geben.

Den Kartoffeltopf während des Pressens auf der warmen Kochplatte stehen lassen, die Stückchen binden dann später besser dadurch.

In die gepresste Kartoffelmasse gebe ich 2 Eigelb und die Creme double, die ich anstelle von Milch verwende. Schmeckt so sahnig dadurch und bindet besser. Muskat hinein reibe ich, oh dieser Duft…und Meersalz dazu…fertig.

Nun bin ich großartig im Putzen, Kästen aufräumen ist das Meine nicht. Macht also mein Mann, nie finde ich etwas wieder nach seinen Aufräumarbeiten. Meine Spritztülle liegt an einem aufgeräumten, mir völlig unbekannten Ort und träumt vom benutzt werden… Nehme ich halt ein doppeltes Tütchen mit abgeschnittener Spitze.

So nach und nach krieg ich die Herzoginkartoffeln auch damit auf ein mit Backpapier ausgeschlagenes Blech gespritzt.

Das dritte Eidotter vermenge ich mit wenig Milch und pinsele die Berglein damit ein, auf das sie beim späteren Backen goldbraun werden.

15 Minuten bei 200 Grad Umluft brauchen sie, um zum Anbeißen auszusehen.

Eine muss ich sofort vernaschen..

Königlich, hmmm, ähhh, herzoglich…

Es ist noch Winter, wir brauchen deftiges Essen und die Kraft daraus. Darum gibt es Hähnchenschenkel mit ihrer wunderbaren, aus getrockneten Steinpilzen gezogener Soße dazu und Buttermöhren und braune Champignons in Rahmsoße.

So schaffen wir es auf den Frühling zu warten. Locker. Wie die Herzoginkartoffeln.