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Streng geheim

Es weht im Herbst ein starker Wind, er macht den Kopf mir freier.

Ich sammle ein, was Gräßer sind, an Blüten fehlt es heuer.

Und dennoch machen sie so frei mein Herz, ganz ohne jedes Prunken.

Mit seiner Schönheit macht der Herbst mich immer schon betrunken.

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Das Schöne vom Tag

Letztes Leuchten

Das Schöne vom Tag

Schöne Aussichten

Das Schöne vom Tag

Novemberfreuden

Das Schöne vom Tag

Gute Wege

Das Schöne vom Tag

Pilzzeit

Das Schöne vom Tag

Letztes

Gänseblümchen

Das Schöne vom Tag

Es gibt doch noch welche…

Steinpilze

Das Schöne vom Tag

Herbstschnecke

Zwielicht oder allerletzte Sommerküche


Joseph von Eichendorff

Dämmrung will die Flügel spreiten,
Schaurig rühren sich die Bäume,
Wolken ziehn wie schwere Träume –
Was will dieses Graun bedeuten?
Hast ein Reh du lieb vor andern,
Laß es nicht alleine grasen,
Jäger ziehn im Wald und blasen,
Stimmen hin und wieder wandern.
Hast du einen Freund hienieden,
Trau ihm nicht zu dieser Stunde,
Freundlich wohl mit Aug und Munde,
Sinnt er Krieg im tückschen Frieden.
Was heut müde gehet unter,
Hebt sich morgen neugeboren.
Manches bleibt in Nacht verloren –
Hüte dich, bleib wach und munter

Sehr liebe ich dieses Gedicht, Wahrheit liegt darin. Der Menschen Treue ist geringer als die der Tiere.

Den Herbst mag ich, weil er diese Stimmung aufbringt. Mich mahnt das zur Wachsamkeit im Umgang mit anderen. 

Melancholie ist ein Herbstbegleiter, setzte ich ihr etwas entgegen…einen allerletzten Abend Sommerküche. Einfach und heiter. Dazu braucht es wenig. Eine kleine Putenbrust schneide ich in schmale Stücke, die ich mit Schinken umwickele. Fertig

Dazu gibt es den letzten Gurkensalat dieses Jahres. Meine Schwester hat uns und meine Kinder reichlich mit ihrer Ernte beliefert, diese kleine Gurke noch…und dann…Freude auf anderes.

Für uns beide ist der Tisch im Garten schnell gedeckt. Wir haben uns auf die Terrasse zurück gezogen, alles andere ist schon beräumt. Gern erledige ich jahreszeitlich bedingte Arbeiten zur rechten Zeit, dann macht die Arbeit Freude.

Unser einfaches Essen im Freien ist ein Abschied ohne Trauer. Leicht in der Vor- und Zubereitung.

Genauso leicht ist es auch aufgegessen.

Immer ist für unverhoffte Gäste bei uns Platz.

Noch bleibt Zeit zum Wahrnehmen der letzten Gartenmomente.

Stille Ruhe liegt über allem. Ich beobachte die Wechselspiele der verschiedenen Lichter,

noch bietet das Feuer ausrechend Wärme,

mit der Nacht kommt der lang erhoffte Regen.