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Das Letzte vom Tag

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Als wolle sich die Sonne für die weniger werdende Wärme entschuldigen, leuchtet sie und verstärkt ihr Gold durch ebenso gefärbte Blätter.
Lichtkaskaden brechen durch Laub und durch die Jalousien, zaubern tanzende Muster auf Wiese und Wand.
Klare Luft lässt durchatmen und macht die Gartenarbeit zum Vergnügen.
Wenn die Schaukelinhaberin uns das nächste Mal besucht, wird sie ihre kleine Gießkanne vermissen. Als ich den Rosmarin an seinen Herbstplatz gebracht hatte, schaute sie mich tadelnd an. Wie wird sie erst über die leeren, umgestülpten Wasserfässer staunen. Kein Gartenschlauch ist mehr zum Wasser verspritzen bereit und vielen Stauden hat der Herbsschnitt die schon vom ersten Nachtfrost beschädigten Blätter gekostet.
Die Dahlienwurzeln und die Palmen schmücken nun mein Waschhaus und auf den Kellerfenstern duften meine Geranien weiter nach Rosen.
Noch aber gibt es draußen grün und schaukeln…das geht immer.

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Wo/anniges

Was Luxus ist, definiert jeder anders.
Für mich sind es Alltagsmomente, die durch kleine Besonderheiten Entspannung und Wohlbefinden schenken.
Manche besuchen gerne Bäder oder saunieren. Das mag ich auch, doch nicht immer ist ein Besuch ohne größeren Aufwand – auch an Zeit – möglich, schon gar nicht, wenn man abgelegen wohnt.
Ein Ausgleich sind mir Wannenbäder, gern mit wechselnden Zusätzen.
Lange Zeit habe ich Ölbäder gemieden.
Fettaugen im Badewasser und einen klebriger Film auf der Haut und in der Wanne finde ich abschreckend.
Ein Ölbad mit völlig anderen Eigenschaften bietet das
Indulgence Bath Oil von Bloom & Blossom.

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Die britische Firma hat sich auf die Pflege von Babys sowie junger und werdender Mütter spezialisiert. Das ist aber kein Grund, die hochwertigen Produkte nicht auch in meinem Alter zu nutzen.
Bei der Körperpflege ist es wie beim kochen…gute Zutaten garantieren ein gutes Ergebnis.
Eine große Flasche Badeöl für ganz wenig Geld kann nicht mit natürlichen Inhaltsstoffen gefüllt sein. Unsere Großmütter meinten zu Recht, dass Billigkauf nicht lohnt. Die Erzeuger müssen auch etwas verdienen können, um zu existieren. Ein Bad in Naturölen pflegt und schützt die Haut und damit meine Gesundheit. Ich bade ja nicht täglich darin und doch sind es diese kleinen, feinen Momente die den Alttag besonders machen.
Indulgence heißt nichts anderes als schwelgen oder Luxus. Die in dem Badezusatz enthaltenen ätherischen Öle helfen Spannungen abzubauen und pflegen die Haut – das größte der menschlichen Sinnesorgane – auf natürliche Weise.
Und eine zweite Eigenschaft hat dieses Öl. Ich kann es zur Nachbehandlung von Narben benutzen. Direkt aufgetragen und leicht einmassiert, hilft es Narben zu reduzieren.
Für alle Frauen, die nach einer Schwangerschaft Dehnungsstreifen haben, ein gutes Mittel, das auch vorbeugend angewandt werden kann. Aber auch andere Narben können gemildert werden.
Dieses besondere Badeöl besteht aus:
Mandelöl, Ylang- Ylang Öl, Lavendelöl, Aprikosenkernöl, Olivenöl und Schachtelhalmextrakt. Zusätzlich ist es mit Vitamin E angereichert.
Zum Schachtelhalm habe ich schon einmal über den Tee daraus berichtet.
https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2015/06/23/pflanzliche-dinos-schachtelhalm-und-der-tee-daraus/
Der Extrakt hat eine gewebsfestigende Wirkung, entwässert leicht und ist wundheilend.
Die im Schachtelhalm enthaltene Kieselsäure hilft dabei ebenso wie Flavonoide.
Flavonoide sind pflanzliche Farbstoffe, die eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung haben. Aprikosenkernöl ist ein wahrer Jungbrunnen. Es eignet sich für empfindliche Haut, spendet Feuchtigkeit und ist schonend mild.
Wie Mandelöl enthält es bis zu 65% ungesättigte Fettsäuren.
Mandelöl zählt auch deshalb zu den besten Ölen. Reich an Vitamin A, E, B und D sowie Mineralien vermittelt es der Haut Elastizität und wirkt damit verjüngend. Zudem ist es sehr gut verträglich.
Ein ganz besonderes Öl kommt mit dem der Ylang-Ylang Blume – der Blume der Blumen – dazu.
Kaum ein Duft kommt seinem süß-blumigen Geruch gleich. Er wirkt sinnlich erotisierend und hat zusätzlich eine ausgleichende Wirkung.
Ylang-Ylang Öl löst nervöse Anspannungen.
Deswegen wird es gern in der Aromatherapie angewandt, um Angst, Wut, Eifersucht oder Lustlosigkeit zu mindern.
Dem Badeöl gibt es einen lieblichen Duft, der Trubel vertreibt und wohltuende Entspannung schenkt.
Schließlich finden sich noch Olivenöl und Lavendelöl im Bad. Olivenöl und seine Eigenschaften sind bestens bekannt.
Lavendelöl ist wieder ganz speziell. Es gibt die verschiedensten Arten – den verschiedenen Lavendelsorten entsprechend – auch Mischölsorten gibt es. Das Lavendelöl bekommt demnächst einen eigenen Artikel. Hier sei nur auf seine beruhigende Wirkung für die Seele hingewiesen. Auch bei der Narbenreduktion ist es sehr hilfreich.
Ein bis zwei der daumennagelgroßen Verschlusskappe genügen für ein Vollbad. So ein Fläschchen reicht lange und schenkt einige genüssliche Bäder.

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Mit dem warmen Wasser verbindet sich das Öl gut und schwimmt nicht auf der Oberfläche.
Die Haut klebt nach dem Bad nicht, sondern fühlt sich weich und geschmeidig an, ein nachcremen ist überflüssig.
Der leichte, kaum wahrnehmbare Duft des Badewassers bleibt als sinnliche Note auf der gepflegten Haut zurück und löst Wohlbefinden aus.
Das Öl ist parabenfrei und frei von künstlichen Geruchs- und Farbstoffen.
Nach einem heißen Sommertag, an einem kalten Winterabend, in der Hoffnung des Frühlings und im Abschied des Herbstes schenkt dieses Bad einen ganz besonderen und intensiv pflegenden Alltagsmoment.

Das Letzte vom Tag – Ungehemmtes

Gelegentlich brauche ich Großstadtluft.
Nicht oft und nicht lange…aber eben gerade jetzt, muss ich es pulsieren fühlen …das Großstadtleben.
Einen Blick auf die Schönheit der alten Handelsbörse werfen,

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eintauchen in die konsumierenden, flanierenden Menschenmassen. Mich mitreißen lassen vom bunten Strom junger, alter, armer, reicher, interessierter und desillusionierter Bummler, Zielloser, Bussinesgeplagter, Einkaufendender, Unterhaltungssuchender und und und…

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Die sich füllenden Marktplätze mit ihren Renaissancegiebeln bestaunen, Pommes essen, Softeis schlecken, Stühle an Caféhaustischen mit Einkaufstüten und pflastermüden Beinen belegen.
Schnäppchen jagen, Herbstschuhe und die warmen Jacken dazu kaufen, Tafelsilber mit Monatslohnpreis bewundern, mit dem Liebsten scherzen und staunen, staunen, staunen…

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über Demonstierende und in Café’s Philosophierende, über Mütter und ihre Erziehungsmethoden. Schönen Frauen hinterher schauen, schönen Männern auch, die Elenden sehen zwischen den Gediegenbürgerlichen und wieder verschnaufen. Den Eindruckswirbel besänftigen mit einem eiskalten Radler, genießend im Schatten sitzend, die Sonnenbrille hervorkramen, um den neugierigen Landeiblick zu verstecken.

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Ungehemmt das Leben nehmen in vollen Zügen eben.

Der Duft der Frauen. ..

…ist einer meiner Lieblingsfilme. Unvergesslich die Tanzszene mir Al Pacino. Wenn ich die Augen schließe, kann ich die verführerische Erotik des Moments riechen.

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Ein Duft ist ein Versprechen, ein zarter Hinweis auf die Einzigartigeit meiner Person. Mit ihm will ich mich abheben, ohne aufzufallen.
Mir sind übertriebene Gerüche genauso unangenehm wie schlechte. Schwere, intensive Parfume – welche die Trägerin, die noch Meter weit entfernt ist – ankündigen, weisen eher auf eine laute Persönlichkeit denn auf guten Geschmack hin.
Unangenehm sind mir auch Deodorantwolken die nicht nur ihre Benutzerin in Aerosolschwaden zweifelhaften Inhalts hüllen. Den eventuell vorhandenen Schweißgeruch beheben sie nicht, sondern überdecken ihn nur mangelhaft.
Was tun?
Eine von mir bevorzugte Alternative sind Körperpuder. In Deutschland seit Jahren aus der Mode, vielleicht auch aus einer Zeit verachtet, in der Körperpuder Wasser ersetzte, wird mit ihrer Benutzung zugleich Körpercreme – die auch gern an den Kleidern kleben bleibt – überflüssig
Allererste Wahl für mich sind die Körperpuder der englischen Firma Yardley.
In 20 cm hohen Dosen gibt es feine, seidige, zart parfümierte Puder in den verschiedensten Duftrichtungen.
Natürliche Inhaltsstoffe wie z.B. Talc,  Calcium carbonat,  Magnesium carbonat,  Linalool und diverse edle Pflanzenöle lassen den Gebrauch selbst für Allergiker und mit Neurodermitis Geplagten zu. Die Körnchengröße der zerriebenen Inhaltsstoffe ist dabei so klein, dass sie sich direkt mit der Haut verbinden und nicht in den Stoff wechseln, so bieten sie sichere, dauerhafte Hilfe. Talk ist eines der weichesten Mineralien und wirkt wasserabweisend, dadurch verdichtet sich der Schutz auf der Haut zu einer sicheren Barriere.
Die Palette der Duftsorten ist groß und reicht von blumigen Düften – die auf’s Lieblingsparfum abzustimmen sind – wie English Rose, Lilly of the Vally, English Lavender, Iris oder April Violets bis zu sanften oder herben Duftnuancen wie White Satin oder Taylor of Lodon Chique.
Mein Favorit ist April Vilolets – Veilchen – oben auf dem Bild zu sehen.
Nach dem duschen oder baden auf die feuchte oder trockene Haut (ganz nach Vorliebe) aufgetragen, trocknet, glättet, schützt und parfumiert es meine Haut auf sanfteste Weise. Nach dem Gebrauch bleibt ein Gefühl von geschützter Weichheit und zarter Frische zurück und ein Duft, der mir den ganzen Tag das Gefühl klarer Reinheit bringt. Eingehüllt in einen unaufdringlichen dennoch unverwechselbaren, zarten Duft bin ich auch im größten Alltagsstress ganz bei mir.
Zudem schützt das Körperpuder intensiv vor lästigem Wundreiben durch schwitzen an vielen – allen Frauen gut bekannten – Stellen.
Mit einer Dose deren Inhalt 200g beträgt, komme ich bei täglicher Anwendung ca. drei Monate aus, auch hier kein Vergleich zu Deodorants.
Zart, frisch und gepflegt, in einen sanften Duft gehüllt, der ganz ich bin, fühle ich mich in größter Hitze und beim lauten Trubel des Alltags in die regenfrische Ruhe meines Gartens versetzt und laufe mit einem lächeln durch meinen Tag.

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Ein ganz normaler Tag…

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…in der Woche. Nur das ich über Zeit verfüge. Kurz nach acht Uhr morgens laufe ich durch meine Stadt. Das ist der Vorteil, wenn man keinen Führerschein hat und in einer Kleinstadt mit geringem Busnetz wohnt. Ich erlebe meine Stadt zu Fuß. Die Straßen sind wieder leer, eilige Eltern haben ihre schwer beranzten Sprößlinge in den Schulen verteilt, die Schultüren haben sich hinter der schwatzenden, fröhlichen Menge geschlossen und die Straßen liegen ruhig. Die geschäftigen Mütter und Väter sind in ihre Autos gestiegen und davongesaust. Leere bleibt. Die Fußwege warten auf den Ansturm der Rentner, die nach Öffnung der Läden einzig die Straßen bevölkern und ihre Einkäufe machen. Von ihnen leben die wenigen Geschäfte der Innenstadt. Wer jünger ist, kauft meistens billiger in der Großstadt und im Supermarkt.
Geöffnet haben schon die Bäcker, ich schaffe es, an den geleeglänzenden, farbigen Zuckerwundern vorbeizugehen, der vietnamesische Gemüsehändler ordnet gerade liebevoll seine Auslagen und verkauft mir auf Anfrage mit freundlichen Guten-Morgen-Wünschen ein Schälchen frischer Erdbeeren, deren Duft süßen Genuss ohne Reue verspricht.
Wie einen Schatz trage ich sie heim und kann es kaum erwarten den Löffel in die Schüssel zu tunken, in der sie bald nach meiner Ankunft in Milch schwimmen. Ich brocke mir etwas Zwieback hinein und setze mich mit meiner Schale voller Juni in die noch milde Morgensonne. Meine Haut scheint sich unter ihrer Berührung auszudehnen. Als könnte eine größere Oberfläche mehr von der wohltuenden Wärme speichern.
Üppig sind die Blätter nach dem Regen der letzten Tage gewachsen, ihr Rauschen mischt sich mit Vogelgezwitscher, ich werde still und eins mit ihnen.
Eine letzte Pfingstrose fällt mir in den Blick, ihre voll erblühte Schönheit zeigt die ersten Spuren der Vergänglichkeit.
Wir schauen uns an und verstehen uns ohne Worte.

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