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Vom Wert der Familie oder 80.Geburtstag

Familie kommt vom lateinischen familia und bedeutet ursprünglich  Hausgemeinschaft.
Eine Verbindung durch Partnerschaft, Heirat, Adoption oder Abstammung mit dem Ziel der Lebensgemeinschaft ist sie im weitesten Sinne.
Oder noch einfacher: Familie ist eine engere Verwandschaftsgruppe.
Ursprünglich bezeichnete der lateinische Begriff familia (die Hausgemeinschaft) den Besitz eines Mannes, des pater familias.
Dazu gehörten Frau und Kinder ebenso wie Sklaven und Gesinde.
Familia und Pater waren Herrschaftsbezeichnungen.
Die Familie steht inzwischen für das Zusammenleben von mindestens zwei Generationen und fusst auf der biologischen Basis von Gebär – und Zeugungsfähigkeit.
Die Reproduktionsfähigkeit dient der Sicherung der Generationsfolge durch Weitergabe des Lebens.
Sie bietet ein erstes, dichtes Netzwerk und ist sozialer Raum für Wachstum, Entwicklung und Geborgenheit.
In dieser Funktion entscheidet sie über das Handlungspotential der nachfolgenden Generationen.
Ihre wirtschaftliche Funktion bietet auch materiellen Schutz.
Die Familie schützt, kleidet, ernährt und beherbergt.
Für in ihr geborene Kinder erbringt sie eine legitime Plazierung in der jeweiligen Gesellschaft und hat damit auch eine politische Funktion.
Ihre psychologisch-emotionale Funktion erfüllt sie mit der Schaffung von Identität und Selbstbild.
Die Familie ist eine dauerhafte soziale Beziehung.

Dies ist ja nun alles sehr trocken und doch ist genau das der Ursprung  und die Grundlage meiner Zufriedenheit.
In unserem westlichen Kulturkreis bestehen oft nur noch Kernfamilien , zusammengesetzt aus Eltern oder auch nur ein Elternteil, mit Kind(ern) oder sogar nur aus Paaren, also aus zwei Partnern, gleich welchen Geschlechts, die ihr Leben miteinander teilen.
Die Zeit der Großfamilien, die zusammen mit einer Schar von Gesinde gemeinsam in einem „Ganzem Haus“ leben ist abgelaufen.
(Das „Ganze Haus“ beherbergte Großeltern, Eltern, Kinder, Mündel, unverheiratete Verwandte und Gesinde.)
Mir ist wichtig, dass ein enger familiärer Kontakt zwischen meinen einzelnen Kleinfamilien besteht. Dass gegenseitige Hilfe und Unterstützung so selbstverständlich ist, wie fröhlich miteinander verbrachte Freizeit.
Unsere Gartennachmittage im Sommer und die winterlichen Kochfeste bieten die Gelegenheit in entspannten Momenten die Zusammengehörigkeit zu festigen und sind die Grundlage für einen engen Zusammenhalt in schwierigeren Zeiten.
Spaß zu haben, miteinander zu lachen, gemeinsam zu essen und Erinnerungen an vergangene Zeiten aufleben zu lassen, den Jubilar zu ehren ist der Sinn von Geburtstagsfeiern im familiären Rahmen.
Wenn nach 80 Lebensjahren einige Stühle leer bleiben, ist die Freude über jeden besetzten eine um so größere.
Wenn die Ältesten mit den Jüngsten vergnügte Stunden haben, öffnen sich die Herzen.

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Verwandte und Freunde, die ein ganzes Leben miteinander verbrachten, haben Grund dies bei Leckereien zu feiern.
Wer nach den Höhen und Tiefen die das Leben mit sich bringt, sagen kann, wir halten zueinander, darf einen Tag lang sorglos schlemmen.

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Kann sich Lieder zu seinen Ehren singen lassen und sich mit liebevoll ausgedachten Ständchen die verdiente Hochachtung entgegen bringen lassen.

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Den Zusammenhalt einer Großfamilie, die eine Regenbogenfamilie ist – denn hier fehlen Partner, andere haben sich neu gefunden – zu erleben, ist mir allein schon Grund zum feiern.
Und so verbinde ich mich mit meiner 2. Generation und bin froh und stolz Teil dieses funktionierendem Ganzen zu sein.

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Darauf und auf das Geburtstagskind ein dreifaches :
Hoch, Hoch, Hoch.