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Sommergeburtstag

Leicht ist der Tag und froh.

Meine Familie an meiner Seite genieße ich ihn, heiter und zufrieden.

Gedeckte Tische laden ein zum Schmausen und Plaudern.

Vergnügt sitzen meine kleinen Gäste an einem eigenen Tisch, überall verstreut liegt darauf Kinderglück.

Schaukelnd lachen alle um die Wette.

Meines Sohnes Freundin hat mir ein weiteres Enkelchen mitgebracht, hoch fliegt der Kleine und lacht und strahlt.

Mein Mann hat den heißesten Platz des Abends, auch er leuchtet vor Freude mit dem Feuer um die Wette.

Gerne werde ich so älter.

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Buttermilchgetzen mit der Mama

Im Erzgebirge gibt es köstliche Rezepte. Die Meisten davon sind einfach und waren Arme-Leute-Essen.

Mit meiner Mama machen wir eine Sommerfahrt. Im Vorerzgebirge lebend, niemals daran denkend, es zu verlassen, ist es für uns ein Katzensprung nach Dörnthal im Erzgebirge.

Zur Braun Mühle

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führen idyllische Wanderwege, so gut ist meine Mutter nicht zu Fuß, die Umgebung geniessen wir genauso aus dem Autofenster, man muss ja nicht immer rasend unterwegs sein.

Früher war diese Traditionsgaststätte eine Getreidemühle,

ihr altes Mühlrad dreht sich noch immer.

Im Inneren des Hause empfängt uns urige Gemütlichkeit.

Auf der Speisekarte finden sich traditionelle Gerichte, zum Teil neu angedacht. Neben den Buttermilchgetzen gibt es z.B.die in Sachsen beliebten Grünen Klitscher (das sind Kartoffelpuffer) hier aus Sauerkraut.

Das kredenzte Bier ist selbst in der im Haus befindlichen Brauerei gebraut und schmeckt, sanft – hopfig, uns sehr gut.

Fast alle Gerichte sind mit Leinöl zubereitet,

das in der ca.100 Meter entfernten Ölmühle hergestellt wird. Dort befindet sich ein Hofladen, in dem viele der hier servierten Köstlichkeiten erworben werden können.

Zubereitet werden die Buttermilchgetzen, die wir mit Vergnügen und Appetit bestellen, in einem sich im Schankraum befindlichen, holzbeheitztem Ofen.

Duftende Vorfreude umgibt uns.

Gegessen werden Getzen herzhaft mit Speck, Quark, Knoblauchsoße oder süß mit Apfelmuss oder Heidelbeeren und Zucker.

Meine Mama nimmt süß, ich lieber herzhaft und mein Mann ist gar kein Freund solcher Gerichte und wählt sich aus dem reichen Angebot nach seinem Geschmack.

Buttermilchgetzen sind ein Genuss für jeden Kartoffelfreund und einfach zu machen. Wichtig ist nur eine ordentliche, eiserne Pfanne. In der Speisekarte ist auch das Rezept angegeben und so kann ich mir die Mühe sparen, besser geht nicht als dieses Rezept verrät.

Während des Essens wird es uns ziemlich warm, die frisch aus dem Ofen aufgetischten Getzen sind höllisch heiß und himmlisch lecker. Unter der knusprigen Kruste, bei mir mit Speck, wartet die weich-würzige Kartoffelmasse. Hmmmmm.

Wer dieses zu empfehlende Lokal besuchen möchte, sollte besser vorbestellen, die gute Küche und das einladende Ambiente haben sich rumgesprochen.

Gesättigt und zufrieden erleben wir auf der Heimfahrt durch unser landschaftlich schönes Erzgebirge noch eine fröhliche Überraschung – einen Oldtimerkorso.

Der Fahrer gute Laune gleicht der unseren, ein fröhliches Winken beidseits und ein guter Tag mit der Mama für uns alle.

Kinder an die Macht oder Einjähriges

Lachend Worte vorsprechen, Kindermündchen folgend, Bedeutung der Buchstaben neu definierend.

Tragend behütend sein,

Männer mit Feuern von Frauen vorbereitetes Essen zaubern lassen,

sie dafür schaukelnd verwöhnen,

Familie wahr nehmen,

Geburstag eben.

Was für ein Fest!

60 Jahre und (k)ein bißchen weise…

Am Wochenende haben wir alle gemeinsam den 60.Geburtstag meiner Schwester gefeiert.

Zu DDR-Zeiten hätte dieses Alter für eine Frau den Eintritt in die Rentenzeit bedeutet. Dass meine Schwester noch weiter arbeiten muss, ich manchmal Freude, manchmal Last…so wie alle Dinge im Leben. Gut, dass sie Arbeit hat, das ist hier in Sachsen für Frauen dieses Alters nicht selbstverständlich. Wir, die Generation in der DDR-Aufgewachsener, tun uns mit einem Leben einzig als Hausfrau schwer.

Festlich begangen haben wir den Tag im sonnigen, weitläufigen Garten meiner Schwester – der Platz für ruhige Gedanken bietet – ich habe das genoßen.

Für ihre und meine Enkel, die sich selten sehen können, sind Familenfeste eine große Freude. Die größte Freude meiner Schwester und mir ist, dass unsere Mama dabei ist.

Die Liebe zu ihren Urenkeln ist Lebenslicht für sie.

Genoßen haben wir alle das Abendessen im Garten des Schlosses Lichtenwalde, an das mein liebster Park grenzt.

Schattige Laubengänge laden zum darin Wandeln

und Toben ein.

Manche Fräuleins tragen dabei Gummistiefel, ach ja.

Im Springbrunnen plätschert sacht und friedlich Wasser vor sich hin, das Geräusch mischt sich mit Kinderlachen, keinen stört ihr Rumgesause.

Herabgefallene Blüten schmücken das Wasser und die Tische, fallen in gefüllte Gläser und werden lächelnd herausgefischt. Weiterrascheln, gerne doch.

Dass wir köstlich schmausen, macht diesen Maiabend vollkommen.

Geburtstage mit der Familie sind etwas ganz besonders – danke dem Geburtstagskind.

Frühling oder meine Familie wohnt in meinem Garten

Unter dem alten Booskopp meines Großvaters liegt mein Schatz. Auf der Wiese darunter habe ich gesammelte Blumenzwiebeln meiner Familie gesteckt.

Neben den Narzissen aus eigenen, längst neu bepflanzten Blumenkästen, sprießen die Blausternchen meiner Großmutter.

Die Primeln meiner Tochter wachsen neben den Hyazinthen meiner Mutter.

Abgeblüht schon sind die Winterlinge meiner Schwester, dafür öffnen sich weitere Hyazinthen meiner Schwiegermutter.

Bald werden auch ihre Tulpen blühen.

Vorsichtig lugt eine Traubenhyazinthe meiner Großmutter.

Für meinen Sohn steht der Buchsbaum, als mein Mann ihn pflanzte, war er noch ein kleiner Junge, der einzig Grünes oder orange Blumen mochte.

Damit sich alle wohl fühlen, wird diese Wiese nicht gemäht und ich fege hier kein Laub.

Die Veilchen, die ich aus dem Wald mitgebracht habe, sind in diesem Jahr spät dran. Bald…

Das Schöne vom Tag

Weihnachtslicht

Platz zum Leben

Hinter unserem Haus beginnt der Wald. Neben dem Wald liegen Felder. Ich bin dankbar, so leben zu können. Der Wald muss geschützt werden. Aufforsten können wir nicht selbst. Wir tun etwas anderes, zur Waldhege und auch zu unserem Nutzen. Immer gibt es Windbruch, damit der Wald gesund nachwachsen kann, muss er beseitigt werden. 

Mein Mann hat einen Motorsägenschein und wir kaufen Holzwerbescheine beim zuständigen Forstamt. Holz das Bruch ist und somit den gesunden Wald gefährdet, dürfen wir damit für unseren Eigenbedarf nutzen. Den größten Teil hat das Forstamt selbst gefällt, für eine einzelne Person ist das zu gefährlich.

Dennoch ist das Zerlegen der Stämme und deren Abtransport eine Menge an Arbeit.

Mein Mann braucht Kraft und Zeit dafür. Zurück bekommen wir alle einen gesunden Wald und wir selber unser Feuerholz. Wenn die Stämme in transporttaugliche Stücke gesägt sind wird unser Sohn helfen, sie nach Hause zu bringen.

Vorerst besuchen wir Mädels unseren Mann, Vater und Großvater, wir bringen ihm Kaffee und Schokolade. Den knappen Kilometer schafft unsere Tochter mit der Kutsche, unser Baby gehört von Anfang an dazu. Für meine geliebte Schaukelinhaberin ist das ein wunderbarer Ausflug. Mit Gummistiefeln ausgerüstet, läuft es sich bestens in Matsch und Pfützen. Und erst recht über Stoppelfelder.

Den Rückweg nehmen wir durch den Wald, am Bach machen wir Pause. Soviel sonnenglitzerndes Wasser will durchlaufen sein.

Das ist unser Vaterland, Muttersprache inbegriffen. Gern auch umgekehrt.

Ein Sommermärchen oder Kräuterbutter

Um mit den vorgeschriebenen Beiträgen nicht gar zu weit an Zeit zu verlieren, mach ich heute mal was und dann wieder nix.

Mitten im Jahr gibt es einen besonderen Tag – den 24.Juni. Gerechnet zu Weihnachten – dem Winterfest – ist dieser Tag das Gegenstück – das Sommerfest.

In den alten Zeiten war der 24.Juni der Göttin Fortuna geweiht und ein Feiertag. Nach der Zeit des Wachsens folgt die Zeit des Erntens. Damit diese gut ausfällt, wurde die Glücksgöttin Fortuna gefeiert. Auch das bestens Ausgesäte braucht Glück für eine reiche Ernte. Das Christentum hat den Feiertag einer Göttin gestrichen und den 24.Juni zum Tag Johannes des Täufers erklärt. Dennoch blieben Fruchtbarkeitsrituale, wie der Sprung über’s Feuer in der Nacht vor Johanni, erhalten.

Für mich ist dieser Tag nochmals besonders – er ist mein Geburtstag.

Zeit also für ein Sommerfest mit der ganzen Familie im Garten.

Fortuna hilft mir, kaum habe ich je einen verregneten Geburtstag begangen. Dieses Jahr feiert zum ersten Mal die Schaukelerobererin mit meiner Familie und mir mit.

Wir grillen, ich habe ein Brot dazu gebacken

und darauf schmeckt eine Kräuterbutter bestens. Diese ist schnell und einfach selbst gemacht. Was an Gartenkräutern da ist, kommt hinein.

Wenig Thymian und Salbei, etwas Basilikum, viel Petersilie und Schnittlauch. Mit der Kräuterschere sind alle gut geschnitten bald bereit, gemeinsam mit etwas Meersalz mit der weichen Butter vermischt zu werden.

In ein Gläschen gestrichen, sieht alles einladend frisch und lecker aus.

Auf dem Brot ist das ein sommerlicher Genuss.

Eine Thüringer Rostbratwurst mit viel Bautz’ner Senf darf genauso wenig fehlen, wie Kartoffelsalat und ein gut mariniertes Steak.

Ein paar andere Kräuter, wie Fenchelkraut, Oregano, Zitronenmelisse, Pfefferminze und marokkanische Minze geben einen guten Tee dazu.

Nach so viel Schmausigem muss man wahrlich ein wenig ausruhen

und dann weiter feiern bis in die Nacht hinein.

Feine Geschenke habe ich zu meinem Sommerfeiertag auch bekommen.

Bald gibt’s ein neues Fest – mit selbst gemachten Nudeln.

Zum Tag

Momentan telefoniere ich entweder für meine Mutter oder bin bei ihr und auf dem Weg zu ihr. Damit ich das nicht alles laufen muss und nicht mit meiner alten, gelben Möhre fahren muss, hat mir meine Schwiegermutter ein neues Fahrrad gesponsert und meine Tochter Helm und Handschuhe dafür. Ich liebe meine Familie! 15kg bin ich mit der Radelei und gesundem Essen auch losgeworden.

Ich radle dann mal los.

Märchenhaftes oder meine Tochter hat Geburtstag

Es war einmal ein kleiner Cremefrosch, in der Glasvitrine eines Bäckers stand er und schaute blauäugig in die Welt. Zwischen den vielfarbigen Baiserhäufchen, Mandarinenschnittchen, Nussecken und Nougatstängchen kam er sich eintönig vor. Plötzlich drückt sich ein kleines Näschen an die Scheibe, darüber befinden sich glänzende Schwarzaugen unter dunklen Haaren. Der Cremefrosch ist ein großer Märchenliebhaber, echt. „Das ist Schneewittchen“ denkt er und rückt sich vorteilhaft glänzend in’s Licht. Vor der Theke des Ladens beginnen Diskussionen. „Die Oma backt Kuchen, wir brauchen nur Brot.“ meint die blondhaarige, kugelrunde Mama von Schneewittchen. Joj, bis jetzt muss sie nur mit der Schaukelinhaberin debattieren, bald gibt es noch eine Schaukelerobererin, das wird was werden! Der Cremefrosch begreift sofort, wer hier die Entscheidungsgewalt innehat. Er schickt der Mama von Schneewittchen ein Lächeln und den Gedanken an ihre eigene Kindheit. Ihr Gesicht wird weich und lächelnd lässt sie ihn in wunderbar zartes Papier einschlagen.

Ende gut, alles gut. Und aus pädagogischen Gründen baut sie einen Teller voller Obst, welches sich sehr bemüht mithalten zu können und das tatsächlich schafft.


Das Märchen ist aus, da läuft ’ne Maus. Wer sie fängt darf Oma’s Kuchen essen.