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Wo/anniges

Was Luxus ist, definiert jeder anders.
Für mich sind es Alltagsmomente, die durch kleine Besonderheiten Entspannung und Wohlbefinden schenken.
Manche besuchen gerne Bäder oder saunieren. Das mag ich auch, doch nicht immer ist ein Besuch ohne größeren Aufwand – auch an Zeit – möglich, schon gar nicht, wenn man abgelegen wohnt.
Ein Ausgleich sind mir Wannenbäder, gern mit wechselnden Zusätzen.
Lange Zeit habe ich Ölbäder gemieden.
Fettaugen im Badewasser und einen klebriger Film auf der Haut und in der Wanne finde ich abschreckend.
Ein Ölbad mit völlig anderen Eigenschaften bietet das
Indulgence Bath Oil von Bloom & Blossom.

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Die britische Firma hat sich auf die Pflege von Babys sowie junger und werdender Mütter spezialisiert. Das ist aber kein Grund, die hochwertigen Produkte nicht auch in meinem Alter zu nutzen.
Bei der Körperpflege ist es wie beim kochen…gute Zutaten garantieren ein gutes Ergebnis.
Eine große Flasche Badeöl für ganz wenig Geld kann nicht mit natürlichen Inhaltsstoffen gefüllt sein. Unsere Großmütter meinten zu Recht, dass Billigkauf nicht lohnt. Die Erzeuger müssen auch etwas verdienen können, um zu existieren. Ein Bad in Naturölen pflegt und schützt die Haut und damit meine Gesundheit. Ich bade ja nicht täglich darin und doch sind es diese kleinen, feinen Momente die den Alttag besonders machen.
Indulgence heißt nichts anderes als schwelgen oder Luxus. Die in dem Badezusatz enthaltenen ätherischen Öle helfen Spannungen abzubauen und pflegen die Haut – das größte der menschlichen Sinnesorgane – auf natürliche Weise.
Und eine zweite Eigenschaft hat dieses Öl. Ich kann es zur Nachbehandlung von Narben benutzen. Direkt aufgetragen und leicht einmassiert, hilft es Narben zu reduzieren.
Für alle Frauen, die nach einer Schwangerschaft Dehnungsstreifen haben, ein gutes Mittel, das auch vorbeugend angewandt werden kann. Aber auch andere Narben können gemildert werden.
Dieses besondere Badeöl besteht aus:
Mandelöl, Ylang- Ylang Öl, Lavendelöl, Aprikosenkernöl, Olivenöl und Schachtelhalmextrakt. Zusätzlich ist es mit Vitamin E angereichert.
Zum Schachtelhalm habe ich schon einmal über den Tee daraus berichtet.
https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2015/06/23/pflanzliche-dinos-schachtelhalm-und-der-tee-daraus/
Der Extrakt hat eine gewebsfestigende Wirkung, entwässert leicht und ist wundheilend.
Die im Schachtelhalm enthaltene Kieselsäure hilft dabei ebenso wie Flavonoide.
Flavonoide sind pflanzliche Farbstoffe, die eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung haben. Aprikosenkernöl ist ein wahrer Jungbrunnen. Es eignet sich für empfindliche Haut, spendet Feuchtigkeit und ist schonend mild.
Wie Mandelöl enthält es bis zu 65% ungesättigte Fettsäuren.
Mandelöl zählt auch deshalb zu den besten Ölen. Reich an Vitamin A, E, B und D sowie Mineralien vermittelt es der Haut Elastizität und wirkt damit verjüngend. Zudem ist es sehr gut verträglich.
Ein ganz besonderes Öl kommt mit dem der Ylang-Ylang Blume – der Blume der Blumen – dazu.
Kaum ein Duft kommt seinem süß-blumigen Geruch gleich. Er wirkt sinnlich erotisierend und hat zusätzlich eine ausgleichende Wirkung.
Ylang-Ylang Öl löst nervöse Anspannungen.
Deswegen wird es gern in der Aromatherapie angewandt, um Angst, Wut, Eifersucht oder Lustlosigkeit zu mindern.
Dem Badeöl gibt es einen lieblichen Duft, der Trubel vertreibt und wohltuende Entspannung schenkt.
Schließlich finden sich noch Olivenöl und Lavendelöl im Bad. Olivenöl und seine Eigenschaften sind bestens bekannt.
Lavendelöl ist wieder ganz speziell. Es gibt die verschiedensten Arten – den verschiedenen Lavendelsorten entsprechend – auch Mischölsorten gibt es. Das Lavendelöl bekommt demnächst einen eigenen Artikel. Hier sei nur auf seine beruhigende Wirkung für die Seele hingewiesen. Auch bei der Narbenreduktion ist es sehr hilfreich.
Ein bis zwei der daumennagelgroßen Verschlusskappe genügen für ein Vollbad. So ein Fläschchen reicht lange und schenkt einige genüssliche Bäder.

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Mit dem warmen Wasser verbindet sich das Öl gut und schwimmt nicht auf der Oberfläche.
Die Haut klebt nach dem Bad nicht, sondern fühlt sich weich und geschmeidig an, ein nachcremen ist überflüssig.
Der leichte, kaum wahrnehmbare Duft des Badewassers bleibt als sinnliche Note auf der gepflegten Haut zurück und löst Wohlbefinden aus.
Das Öl ist parabenfrei und frei von künstlichen Geruchs- und Farbstoffen.
Nach einem heißen Sommertag, an einem kalten Winterabend, in der Hoffnung des Frühlings und im Abschied des Herbstes schenkt dieses Bad einen ganz besonderen und intensiv pflegenden Alltagsmoment.

Das Lied zum Tag

Einfach genießen. ..

Augenblicke im Paradies

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Die Hitzewelle ist vorüber oder pausiert, wer weiß das schon genau… Zur Zeit jedenfalls, kann ich mein Bad wieder zum entspannen und nicht zum abkühlen nehmen.
Augenblicke im Paradies verspricht der Name des Badesalzes.
Wer ist schon gern allein im Paradies?
Ein Gast hat sich eingeschlichen, ist durchs offene Fenster in meine Badewanne gehüpft. Angelockt vom Duft des Lavendels hat er sich an den Weinblättern hochgehangelt, sich dann Hals über Kopf in den Blumenkasten gestürzt, um zu guter Letzt mit einem großen Satz direkt in meiner Badewanne zu landen. Da sitzt er nun und guckt mich fassungslos an. Statt duftendes Grün umgibt ihn plötzlich  aalglattes Weiß. Der weiteste Sprung reicht nicht aus, um aus der rutschigen Falle zu entkommen. Vor Aufregung zittern die filigranen Fühler und bebend Hilfe suchend hüpft die Grille in meiner Wanne, ohne das im mindesten paradiesisch zu finden. Zum Abend hin bereiten mir diese Gesellen lauschige Konzerte…ich muss ihn retten.
Also klettere ich in die Wanne und versuche des aufgeregten Kerlchens habhaft zu werden. Im hohen Bogen hüpft er mir davon. Nicht hoch genug, um sich aus seiner mißlichen Lage zu befreien. Ich klettere wieder raus aus der Wanne und hole mir einige Lagen Toilettenpapier, vorsichtig werfe ich sie auf das Grillentierchen und…hurra…es klappt. In mehrere Lagen eingewickelt schaut er mich verzweifelt an. Ich tu dir doch nichts du Dummerle ! Im Blumenkasten – zwischen Lavendel und Männertreu – wickle ich ihn vorsichtig aus. Er tut einen großer Sprung und ist wieder bei seinen Orchesterkollegen.
Und ich mache mich jetzt endlich konzertfein und lasse mir mein Badewasser in die Wanne, deren einziger Besucher ich nun wieder bin.
Augenblicklich in meinem Paradies.

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Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen…

…sagte Paracelsus.
Dieser Aussage fühle ich mich verbunden.
Heilkräuter und Pflanzen gibt es viele, sie geraten zu Unrecht in Vergessenheit.
Dieser Tage machten mir Rückenschmerzen zu schaffen. Gymnastik ist eine wunderbare Hilfe. Leider betreibe ich sie viel zu wenig.
Linderung bei akuten Beschwerden bringt mir ein Bad mit wohltuenden Zusätzen. Meine Vorliebe für eine bestimmte Sorte Badekissen habe ich schon einmal gepostet.
https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2015/02/01/stress-lass-nach/
Deswegen gehe ich auf deren besondere Beschaffenheit nicht noch einmal speziell ein.
Baden ist für mich ein besonderes Vergnügen. Die entspannende Wärme des Wasser verstärkt gleichzeitig die Wirkung von Zusatzstoffen.
Ein Heubad in einem Alpenhotel wäre das, wonach mein Kopf und mein Körper verlangen.
Nicht möglich im Moment?
Doch!

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Unter den verschiedensten Badezusätzen mit Heublume entscheide ich mich, der Qualität wegen, für Sensena „Ganz locker“.
Ein aromatischer Geruch nach Kräutern, Lavendel und Bergamotte einströmt der Verpackung.
In dem rubbelfestem Vlies befinden sich beste Kräuter, mineralreiches Meersalz, sowie wertvolle Öle von Lavendel und Bergamotte sowie Jojobaöl.
Der Name Heublume steht für ein Sammelsurium verschiedener Pflanzen und Pflanzenteile.
Oft befinden sich Fuchsschwanzgras, Trespe, Lieschgras, Quecke und Ruchgras darunter. Ihre hochwertigen Inhaltsstoffe sind u.a. Cumarinen, Flavonoide und Gerbstoffe. Besonders die Gerbstoffe brauchen mein Rücken und ich dringend, sie sind entzündungshemmend.
Heublume umschreibt ein Gräsergemisch, hilfreich für gesunde Gelenke. Alles was mir gut tut also, kommen doch die Rückenschmerzen von der Arthrose im Sprunggelenk.
Beim obligatorischen Heubad wird das Heu in heißem Wasser auf 40 Grad erhitzt und dahinein setzt sich dann der Linderung oder auch nur Entspannung Suchende.
Arthrose, Ischias und Rheuma werden so kuriert.
Und natürlich wirkt so ein Bad durchblutungsfördernd.
Mein Heublumebad im Vlies hat andere Zusätze zu bieten.
Mit Meersalz angereichert, wirkt es zusätzlich entschlackend und macht streichelzarte Haut.
Bergamotteöl bringt mit seinem klaren, frischen Duft weitere Entspannung und das nach Kräutern riechende Lavendelöl beruhigt jeden gestressten Nerv.
Lavendelöl heilt Wunden und Verbrennungen, Stiche sowie Narben, von seiner ausgleichenden Wirkung auf die Seele profitieren viele von den Zeichen der Zeit Geplagte.
In 38 Grad warmes Wasser gebe ich mein Kräutervlies und lasse mich vom aufsteigenden Wohlgeruch verführen.

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In’s Bad steigend umhüllt mich das warme Wasser und ich versinke und finde Entspannung und Linderung.
Der Rücken streckt sich und ich atme auf und meine Verspannungen lösen sich.
Wohltuend ist das einatmen der Kräuterdüfte und das Jojobaöl umschmeichelt feuchtigkeitsbindend meine Haut.
Mein Blick aus der Badewanne fällt in meinen grünenden Garten, ich werde ruhig und gelassen.
Meine Augen schließend lasse ich mich treiben…

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Das Unentbehrlichste oder Badesalz

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…ist der Name eines Märchens.
Zu finden ist es in der Sammlung der Volksmärchen von Ludwig Bechstein.
Ein fast identisches Märchen gibt es unter dem Namen Mäusehaut auch bei den Gebrüdern Grimm.
Ein König hat drei Töchter, die beweisen sollen, wie sehr sie ihn lieben.
Als die jüngste Königstochter ihre Liebe zum Vater mit Salz vergleicht, verweist er sie seines Hofes.
Später treffen Vater und Tochter bei einer Hochzeit aufeinander, die Prinzessin – inzwischen Köchin – tischt Speisen ohne Salz auf.
Nicht ahnend, dass es seine Tochter ist, wird die Köchin herbeigeholt und hat nun Gelegenheit sich zu rechtfertigen.
Der König erkennt hierauf den Wert des Salzes und der Tochter und es gibt eine Versöhnung und einen glücklichen Ausgang.
Ein Märchen eben.
Die Nützlichkeit von Salz ist wahrhaftig sagenhaft.
Und das nicht nur zum Würzen von Speisen.
Mich interessiert besonders – wie könnte es anders sein – Badesalz.
Und das wiederum am Liebsten aus Meersalz.
Das Meer ist die Wiege des Lebens.
Auch wir inzwischen an Land lebenden Wesen können nur überleben, weil unser Körper zum Großteil aus dem Ursprung besteht.
Aus salziger Flüssigkeit.
Blut ist, mit wichtigen Zusätzen natürlich,  auch nichts anderes als eine einprotzentige Salzlösung.
Damit hat es die gleiche Salzkonzentration wie das Wasser der früheren Urmeere.
Ohne Salz gibt es kein Leben.
Alle Vorgänge im Körper basieren auf Salzen bzw. auf Mineralstoffen.
Salze helfen unserem Körper bei den unterschiedlichsten Erkrankungen.
Es lindert Asthma, Erkältungen, Heuschnupfen, Arthritis und Gicht, Arthrose,  Nieren – und Blasenbeschwerden, Augenprobleme und sogar Fußpilz.
Man kann es lindernd einatmen, zu Spülungen und Umschlägen verwenden oder ganz einfach darin baden.
Ein Bad in Meersalz hilft dem Körper zu entschlacken, regt den Stoffwechsel an und fördert so die allgemeine Durchblutung.
Hilfreich ist das u.a. bei Cellulitis.
Atmungserkrankungen werden gelindert und das Immunsystem gestärkt.
Die Meersalzbäder haben einen kosmetischen Einfluss auf die Haut und eine regelmäßige Anwendung führt zu einer deutlich verbesserten Hautdurchblutung. Die Haut wird strahlender, gesünder und reiner.
Neurodermitis wird gelindert.
Auch die Weichteile profitieren von Meersalzbädern und Gelenkerkrankungen werden gebessert.
Die ideale Badetemperatur liegt bei 40 Grad, die Badedauer bei ca. 15 Minuten.
Mit der Temperatur des Badewassers lässt sich die Wirkung des Bades steuern. Temperaturen um die 34 Grad wirken anregend, alle höheren Temperaturen verhelfen zur Entspannung. Auch die 15 Minuten Badedauer sind nur eine Richtlinie. Auf den eigenen Instinkt zu hören ist wichtig und richtig. Wenn er sagt, es reicht, ist das Bad beendet.
Ein ganz spezielles Bad ist ein Bad in Bittersalz (Magnesiumsulfat ).
Hier sollte man 40 Minuten Badezeit einplanen.
Die Haut wird als dritte Niere genutzt und Giftstoffe werden durch Schwitzen ausgeschieden.
Dem 40 Grad warmen Badewasser werden 2 – 3 Tassen Bittersalz zugefügt. Das Bittersalz füllt den Magnesiumhaushalt auf und spült Giftstoffe aus. Dadurch werden Eiweißketten im Gehirn und in den Gelenken unterstützt. Eine regelmässige Anwendung führt zur Verbesserung von arthritischen Beschwerden.
Wird dem Wasser noch 1 Tasse Kaiser Natron zugefügt,  erhöht sich die reinigende und pilzhemmende Wirkung.
Hinterher kann in Decken gehüllt mit Ingwertee das Ausschwitzen entspannt fortgesetzt werden.
Doch zurück zum Meersalz.
Meersalz gibt es in den verschiedensten Qualitäten, mit oder ohne Beimischungen und Duft.
Das recht grobe einfache Meersalz, meist als Totes Meer Salz bezeichnet, benutze ich oft und gern.
Und dann gibt es Außnahmen.
Manchmal muss es einfach mehr Meer sein.
Von den vielen Möglichkeiten Meersalz mit Duftzusätzen zu benutzen, wähle ich eine, die mich in einen Dufthauch der besonderen Güte hüllt.
Heute gönne ich mir den Duft von Leinen und Baumwolle.

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Die Badesalze von Senture et beaute überraschen mit großer Auswahl und bester Qualität.
Es gibt unter anderem Salze mit Beimengungen von Bernstein oder Lavendel.
Mein Favorit ist Cotton linen.
Beim Öffnen der Dose finde ich mich auf einer sonnigen Wiese wieder, auf der die weißen Wäschestücke von lauem Maiwind getrocknet werden.
Alles ist leicht, luftig, frisch.
Wunderbar sauber riecht es, nach klarer Luft.
Der Duft frisch gewaschener Leinentücher vermischt sich angenehm mit den Düften der zarten Baumwollblüte.
Sanfte Kühle lädt zum Entspannen ein.
Rein riecht es auf die ganz besondere Art, die sonst nur an der Luft getrocknete Wäsche hat.
Die Salzkristalle sind schneeweiß, wie frisch gefallenen Schnee und deutlich filigraner als bei normalen Badesalzen.
Das Salz ist bestes Meersalz aus der Bretagne, von dort, wo auch die Salzblumen – die Fleur de Sale – herkommen.
So löst sich das Badesalz fast sofort auf, als ich es ins warme Wasser gebe.
Das Wasser wird ganz weich dadurch und schmeichelt meiner Haut, die sich nach dem Bad zart und gepflegt anfühlt.
Schließe ich meine Augen, ist von Dunkelheit und Winter nichts mehr zu spüren.
Der frische Duft nimmt mich mit ins Märchenland.
Das Märchen von der Salzprinzessin endet mit den Worten : „Salz ist heilig.“
In meiner Wanne liegend –  genießend entspannend – denke ich gleiches.

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Wer das Märchen nachlesen möchte, findet über dem Artikel einen Link.