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Das Schöne vom Tag

Vielversprechendes

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Brombeeren und Brombeerblättertee

Das Rosengewächs trägt nicht nur Stacheln und Drüsenborsten, sondern auch vitaminreiche Früchte, deren Reife sich durch Schwarzfärbung zeigt. Das wissen auch die Vögel, die sich gern an den schwarzen Früchtchen laben. Die Blätter dagegen knabbern nicht einmal die Schnecken an.
Dabei ist der Tee aus den Brombeerblättern wohlschmeckend, bekömmlich und gesund.
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Die behaarten Blätter können von April bis September gesammelt werden und ergeben getrocknet einen Tee, der mit seinem Wohlgeschack hervorragende Basis für Teemischungen gibt. Er kann unbedenklich immer getrunken werden.
Brombeerblätter beinhalten u.a. ätherische Öle, Gerbstoffe, Bernsteinsäure, Apfelsäure und Salizylsäure.
Er ist ein gutes Mittel gegen Durchfall und hilft bei verschleimten Atemwegen.
Vor einer Geburt genossen, sorgt er durch auflockern des Gewebes für eine leichtere Niederkunft.
Neben den Brombeerblättern findet auch der Brombeersaft Anwendung. Er hilft bei Heiserkeit. Dazu den frisch gepressten Saft erwärmen und damit gurgeln. Nicht ausspucken, sondern hinterschlucken. Dadurch wird die überanstrengt Stimme gepflegt und der Körper wird zusätzlich mit gesunden Fruchtsäuren versorgt.
Anstatt mit Martini zu gurgeln sollten viele Sänger auf Brombeersaft zurück greifen. Es sei denn, sie brauchen den „Geist“ des Weines…
Das Wort Brombeere stammt vom althochdeutschen Wort “ brãmberi “ für Dorngebüschbeere ab.
Die Beeren reifen ab August und sind manchmal bis in den Oktober hinein zu ernten. Es sind die letzten Beerenfrüchte des sinkenden Sommers, sie kündigen unwiderruflich sein Ende an.
Um meine Brombeersträucher, die uns ein liebes Familienmitglied aus ihrem Überfluss hat zukommen lassen, schleicht erwartungsvoll die Schaukelinhaberin und freut sich riesig, wenn sie schwarze Beeren entdeckt. Husch … hin, pflücken und zur Sicherstellung zur Mama bringen. So schnell sind nicht einmal die Amseln.
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Sollen die Sträucher viele Früchte tragen, brauchen sie ordentlich Dünger. Als wir die Pflanzen geschenkt bekommen haben, gab es einen Eimer voller Pferdeäpfel dazu. Perfekt. Der Gärtnergatte hat sie mit den Sträuchern eingegraben – im zeitigen Frühjahr, zur besten Pflanzzeit – ich habe sie täglich gegossen und so tragen die gut versorgten Büsche schon im ersten Jahr Früchte. Nicht so viele wie die älteren Pflanzen, aber immerhin…
Die Kletterpflanze rankt auch gern am Waldboden entlang. In meiner Gegend kann das sammeln in der Natur mit gut gefüllten Körben belohnt werden. Es gibt reichlich Beeren in den umliegenden Wäldern. Selbst in den Gärten bewahren sich die Brombeerranken ihre Freiheit und wächst lieber außerhalb als innerhalb eines Zaunes. So finden sich an meinem Zaun wilde Triebe, die auch Früchte tragen. Ein schöner Vorgartenschmuck, mir ist er lieb.
Die Sammelsteinfrüchte sind äußerst reich an Vitamin C.
Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Eisen sowie ein hoher Anteil an Carotiden – die vor freien Radikalen schützen – verstärken die gesunde Wirkung der Beeren.
Die Bioflavonide konzentrieren sich im Fruchtfleisch. Sie sind dort zehnmal höher als im gepressten Saft und schützen Vitamin C sowie das wichtige Streßhormon Adrenalin vor Oxydation durch kupferhaltige Enzyme. Gleichzeitig binden sie Kupfer. Zu hohe Kupferkonzentrationen führen zu nervöser Unruhe und psychischen Beschwerden. Eine frisch gepflückte und verspeiste Brombeere ist damit ein gutes Mittel, Depression – die gern mit der dunklen Jahreszeit kommen – Einhalt zu gebieten.
Die Wirkstoffe der Brombeere kräftigen das Bindegewebe und die Gefäßwände. Damit beugen sie Altersprozessen, Venenleiden und Hämorrhoiden vor.
Der hohe Gehalt an Flavonoiden und anderen heilsamen Pflanzenstoffen macht die Bombeere zu einer der gesündesten Früchte aus unseren heimischen Gärten und Wäldern.
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Die prallen, glänzenden Früchte in den Händen zu halten, ihren Duft einzuatmen und sie genussvoll auf der Zunge zergehen zu lassen ist ein gesundes Vergnügen.
In den nächsten Tagen lege ich mir noch einen Vorrat an Brombeerblättern an, um eine Basis für meine über den Sommer gesammelten Kräuterteeschätze zu bekommen.

Sonntagsruhegeläut

Dick läuten die Brombeeren durch meinen Gartenzaun hindurch den Sonntag ein.

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Pause

Kirschmund?
Nein, das ist eindeutig ein Brombeermund.
Bis zum Wochenende schweigt er.

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Pause