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Blumenkohl-Kartoffel-Taler

Blumenkohl sättigt nur kurzfristig, versorgt den Organismus jedoch nachhaltig mit allen Vitaminen (außer B12 und E) sowie Mineralien und Spurenelementen. Bemerkenswert ist der hohe Gehalt an Folsäure, einem B-Vitamin, welches im Stoffwechsel eng mit Vitamin B12 zusammenarbeitet und für Zellwachstum und Blutbildung wichtig ist. Eine hervorragende Kost für Kinder und Heranwachsende also. Blumenkohl wirkt heilsam auf die Dickdarmschleimhäute und beugt damit Darmkrebs vor. Das im Blumenkohl enthaltene Vitamin B5 unterstützt den Körper bei der Herstellung von Kortisol. Aus diesem Stoff baut der Organismus Kortison, das für die Hemmung von Entzündungen wichtig ist. Wer sich besonders gesund ernähren möchte, lässt Zitrone oder Essig am Blumenkohl weg. Säure behindert die Aufnahme von Vitamin B5.

Hm, ziemlich gesund ist er also – der allbekannte Blumenkohl. Ich habe einen großen Kopf davon da, zuviel für eine Mahlzeit für 2 Personen. Nun könnte ich aus dem Rest auch Suppe machen oder saueren Blumenkohl…aber wer wird satt davon?

Zu meinem Essen fehlt mir allerdings noch die sogenannte Sättigungsbeilage. Mache ich also Blumenkohl-Kartoffel-Taler. Mein Rezept ist abgewandelt von einem indischen Gericht, eigentlich ist es auch allein eine vollwertige Mahlzeit, aber es ist ja noch winterlich, oder besser sehr vorfrühlingshaft und wir schwelgen noch in Fleischgerichten mit Soßen…

Für 2-3 Personen und die Blumenkohl-Kartoffel-Taler für diese braucht es:

400g mehlig kochende Kartoffeln

300g Blumenkohl

1 Eigelb

1/2 Zitrone

2 Knoblauchzehen

1 daumenkopfgroßes Stück Ingwer

Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

50g Butter

Butterschmalz zum Ausbacken

Die Kartoffeln habe ich in ungesalzenem Wasser gekocht und durch die Kartoffelpresse gedrückt.

Während die Kartoffeln kochen, habe ich den Blumenkohl gewaschen, halbiert, den Stunk heraus geschnitten

und die Röschen in kleine Stücke zerteilt. Diese brate ich in brauner Butter an.

Der durch die Presse gegebene Knoblauch kommt dazu und der geriebene Ingwer.

Die kleinen Blumenkohlstückchen brauchen nicht lange, um gar zu sein, ein bissel Biss dürfen sie gern noch haben und auch leicht gebräunt können sie sein.

Mit einem Kartoffelstampfer zerdrücke ich sie.

Beides, Kartoffelmasse und Blumenkohl müssen beim Vermengen warm, aber nicht mehr heiß sein. Am Besten erst mit dem Löffel grob mischen und dann mit den Händen kneten. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft schmecke ich ab. Das Eigelb gebe ich zur besseren Bindung dazu.

Dieser Teig allein ist eine feine, kleine Mahlzeit und schmeckt sehr gut. Kinder lieben das mit einem Spiegelei darüber. Die Blumenkohlstückchen sind zu spüren und es ist nicht nur ein glatter Brei, sondern er hat etwas Biss dadurch. Fein auch das leichte Ingwer-Knoblauch-Aroma und der Geschmack der braunen Butter.

Aus dem Teig forme ich Taler. Das geht leicht, weil die Kartoffelmasse gut abgebunden hat, das Finger abschlecken dannach ist was für kartoffelliebende Naschkatzen wie mich.

In heißem Butterschmalz brate ich meine Taler in reichlich 5 Minuten goldgelb.

Dazu serviere ich natürlich die andere Hälfte des Blumenkohls, einfach gekocht, wieder mit brauner Butter übergossen und eine Schweinelende, die ich bei Niedrigtemperatur langsam schmoren lassen habe und deren wunderbaren Soße daraus.

Köstlich das Ganze, obwohl die Blumenkohl-Kartoffel-Taler mit einem Kräuterquark dazu eine wunderbare Mahlzeit für sich sein können…im Sommer dann…