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Birkenblätter und der Tee daraus

Zu Ostern, wenn es draußen noch nicht grünt, die Sehnsucht danach aber groß ist, holen wir uns Birkenzweige in’s Haus. Der geschmückte Maibaum ist eine Birke und auch zum Richtfest steht auf dem Dach eine Birke. Dabei kann die Birke viel mehr als schmückendes Beiwerk sein. Ihre medizinischen Wirkstoffe finden sich in ihren getrockneten Laubblättern und in der entkorkten Rinde. Rinde „mause“ ich meinen Birken nicht, habe ich sie doch vor vielen Jahren auf der Terasse meines Büro’s ausgegraben und mit Erfolg im Garten eingesetzt. 

Bleibe ich als beiden Blättern und ihrer Wirkung die ich kurz mit leicht entwässernd und die Harnwege durchspülend beschreiben kann. Birkenblätter sind demnach hilfreich bei bakteriellen und entzündlichen Krankheiten der ableitenden Harnwege. Zudem unterstützen sie Behandlungen gegen rheumatische Beschwerden.

Die Volksmedizin empfielt sie innerlich gegen Gicht und äußerlich gegen Haarausfall und Schuppen. Erinnert ihr euch an das Birkenhaarwasser eueres Großvaters?

Wichtigster Inhaltsstoff sind die Flavonoide, vin denen besonder die Komponente Quercetin hervorzuheben ist. 

Birkenblätter haben direkt nur eine schwach entwässernde Wirkung, dafür greifen sie aktiv in das Hormonsystem ein. Wichtigste Rolle dabei übernehmen die Flavonoide. Die Wiederaufnahme und -ausscheidung im Körper ist an verschiedenste Mechanismen gebunden, so an kleine Eiweißbausteine – die Enzyme oder Biokatalysatoren. Birkenblätter hemmen drei verschiedene Enzyme, die den Wasseehaushalt steuern. ACE bewirkt in mehreren Schritten die Verengung kleinster Gefäße, das führt zu erhöhten Blutdruck, zudem steigert sich nach der Hormonausschüttung die Wasserresorption im Körper. Nun kommen die Birkenblätter die mit ihren Wirkstoffen das ACE hemmen, die Wasserausscheidung fördern und damit blutdrucksenkend wirken. Wichtig ist, dass Birkenblätter durch Hemmung der Enzyme und Hormone und über die vermehrte Wasserausscheidung die Harnwege von Krankheitserregern entlasten.

Der Volksmund sagt den Blättern eine blutreinigende Wirkung nach, zu Recht. Das Blut wird durch Birkenblätter schneller als gewöhnlich gefiltert, dadurch kann teilweise die entzündungsauslösrnde Substanz, die Rheuma verursacht, ausgeschwemmt werden und die Symptome kurzzeitig gelindert.

Zu einer Teekur aus Birkenblättern sollten zusätzlich zwei Liter Wasser am Tag getrunken werden und selbstverständlich ersetzten die Blätter keinesfalls eine ärztliche Behandlung, können jedoch unterstützend helfen.

Birkenpollenallergiker sollten auf Goldrutenkraut ausweichen, 

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/tag/goldrute-und-der-tee-daraus/

Schwangere, Stillende und Kinder unter 12 Jahren den Tee aus Birkenblättern ganz meiden.

Mir fehlte in diesem Jahr die Zeit, sie zu zum richtigen Termin zu sammeln.

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