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Klostermedizin – Benedikt von Nursia

Die Zeit zwischen dem 6.und dem 12. Jahrhundert war Blütezeit der Kostermedizin.
Mönche und Nonnen übernahmen die medizinische Versorgung des Abendlandes.
Das Gebot der Nächstenliebe half, die Klostermedizin als Gesundheitsinstitution, Krankenpflege und medizinische Praxis zu manifestieren.
Was über Jahrunderte erarbeitet wurde, fand schon im 11. Jahrhundert seinen beginnenden Niedergang.
Religiöse Reformbestrebungen forderten absolute Beachtung der Klosterregeln sowie die Abkehr von weltlichen Dingen und Wissenschaft.
Zunehmende Eigenständigkeit nichtkirchlicher Medizinschulen und das klerikale Chirurgieverbot von 1130 taten ein Übriges.
Das Konzil von Tours legte im Jahr 1163 ein medizinisches Ausbildungsverbot für Mönche fest.
Im Barock fand die Klostermedizin noch einmal große Beachtung.
Im 18.Jahrhundert betrieben einige Klöster wieder eigene Apotheken.
1803 setzte die Säkularisation dem ein Ende.
Als Entschädigung für linksrheinische Gebiete, die an Frankreich fielen, wurden Besitz und Hoheitsrecht von vier Erzbistümern, 18 Klöstern und mindestens 3000 Abteien, Stiften und Klöstern in Deutschland konfisziert und verstaatlicht.
In den rechtsrheinischen Gebieten wurde den Fürsten erlaubt, Kirchengut zu ihren Gunsten einzuziehen, sozusagen als Ersatz für andere verlorengegangene Gebiete. Ausnahme war das Bistum Regensburg.
Außer den Habsburgern machten alle Fürsten davon Gebrauch.

In folgenden kleinen Beiträgen möchte ich an wichtige Persönlichkeiten und Werke der Klostermedizin erinnern.
Beginnend mit:

Benedikt von Nursia
(480 – 560)

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Auf dem Monte Cassino gründete er um 526 ein Kloster und verpflichtete die nach ihm benannte Ordensgemeinschaft auf sein Regelwerk ( Regula ).
Es enthält auch die Verpflichtung zur Nächstenliebe und Krankenfürsorge ( Caritas ).
Dem Wissensstand ihrer Zeit entsprechend, beruhten die Krankenbehandlungen vor allem auf Kräuterheilkunde. Die Verwendung tierischer Heilmittel wurde abgelehnt.
Benediktiner sammelten Heilkräuter, beobachteten und notierten ihre Wirkung und legten Kräutergärten an.
Die von Benedikt von Nursia verfasste Regula Benedicti umfasst das Regelwerk der späteren Benediktiner.
Sie teilt den Tagesablauf ein und den Umgang miteinander und mit Anderen. Es gibt u.a. Zeiten die mit Arbeit ausgefüllt sind
Nach seinem Tod um 577 brennen Langobarden das Kloster auf dem Monte Cassino nieder.
Die Mönche überleben und fliehen nach Rom. Das Manuskript mit dem Mönchsregeln des Benedikt von Nursia, der ursprünglich aus reichem Haus stammt und eine ebenfalls berühmte Zwillingsschwester – Scholastika von Nursia – besitzt, nehmen sie mit.
Nachdem es für einige Jahrzehnte als verschollen galt, tauchte es später in Gallien wieder auf und verbreitete sich rasch in der ganzen Welt.
Benedikt von Nursia ist der Gründer der organisierten, klösterlichen Pflege und damit der Klostermedizin.