Heißes für Kaltes oder Champignonsuppe mit Hackfleischbällchen

https://youtu.be/6ZKAfj8arXo

(Musik: Schneeflöckchen,Weißröckchen)

Heute habe ich mir ja Schneeurlaub gegönnt. Ich darf also daheim sein, mich am Schnee erfreuen und meinem Hobby nachgehen – kochen.

Im Winter liebe ich Suppen. Sie wärmen tief von innen und es gibt unzählige Varianten davon. Gern denke ich mir neue dazu aus. Immer habe ich um diese Jahreszeit eine gute Hühnerbrühe dafür im Haus.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/01/25/rumgeschnupfe-oder-huehnerbruehe/

Für meine Champignonsuppe mit Hackfleischbällchen braucht es:

Für die Hackfleischbällchen:

250g Hackfleisch (halb Schwein, halb Rind)

1 trockenes Brötchen

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Ei

1 TL Senf

Salz/Pfeffer

Die Zwiebeln röste ich kleingeschnitten in einer Pfanne an. Den Knoblauch habe ich grob gehackt, gebe etwas Meersalz dazu und drücke alles mit dem Messerrücken breit, dann röste ich auch ihn leicht an. Diese Mischung gebe ich dann zu allen anderen o.g.Zutaten und knete ordentlich durch. Kleine Kügelchen forme ich aus dem Teig und brate sie knusprig in Butterschmalz aus.

Damit nicht zu viel Fett in die Suppe kommt, lasse ich die Bällchen auf Küchentuch abkühlen.

Nun kann ich die Suppe bereiten. Es braucht dafür:

2 Dosen Champignons mit dem Sud

500 ml Hühnerbrühe

2EL Mehl

25g Butter

frischen Thymian

In die Pfanne, in der ich die Hackfleischbällchen gebraten habe, gebe ich den Sud der Champignons aus der Dose und koche kurz auf.

Butter zerlasse ich in einem Topf und bereite mit Mehl darin eine Mehlschwitze.

Diese lösche ich mit dem Bratansatz der Pfanne ab.

Dazu gebe ich soviel Hühnerbrühe, bis die Suppe die von mir gewünschte Konsistenz hat.

Die Champignons selbst schneide ich in Stücke von denen ich ein Viertel aufhebe.

Das andere Dreiviertel gebe ich in die Suppe und püriere alles. Mein Süppchen wird so cremig und bleibt weich. Zudem verstärkt das den Champignongeschmack in der Suppe.

In diese leicht angedickte Suppe gebe ich jetzt das Viertel der geschnittenen Champignonköpfe und die Hackfleischbällchen.

Ebenso gut wie ein Beefsteak (wie Frikadellen oder Buletten in Sachsen heißen) mit Champignons schmeckt, ist auch diese Suppe. Herzhaft und deftig.

Etwas Frisches brauche ich noch dazu. Ich liebe Kräuter. Thymian rundet hier den Geschmack perfekt ab und ist zudem gesund.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/07/11/thymian-als-heilkraut-und-in-der-frischen-tomatensuppe/

Im eingeschneiten Kräuterbeet habe ich welchen. Tief verborgen unter Schnee grünt er, durch ihn geschützt.

Zwei Zweiglein hole ich mir davon und gebe sie zu meiner Wintersuppe.

Im Haus verbreitet sich ein aromatischer Duft aller Zutaten meiner Suppe. Einen Teller davon gönne ich mir gleich.

So gestärkt kann ich warmen Herzens und Bauches den Schnee, der immer weiter fällt, vom Fußweg schippen.

Den Rest verspeisen wir heute Abend gemeinsam. Aufgewärmt schmeckt fast jede Suppe nochmal so gut. Aber bitte daran denken…aufwärmen heißt warm machen, nicht aufkochen.

P.S.

Auch am Schnee schippen sollte man nicht die Last sehen. Lieber die Freude an den Bildern die er schenkt. Gehe ich in’s Haus zurück, steht unter dem Vordach geschützt meine Ketterrose und hat noch immer grüne Blätter. An ihren zu Hagebutten gewordenen Blüten sammeln sich Schneeflocken und gerinnen zu Eiszapfen.

Wunder über Wunder…

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Zum Tag

Nass ist der Schnee, der seit einigen Tagen bei uns liegt und die Kinder zum Jubeln bringt. Mich auch.

Durch die Schwere der Last brechen zur Zeit viele Bäume. Bahnstrecken, Straßen sind dadurch gesperrt.

Gestern fuhr kein Zug, mit dem Bus ist es langwierig an’s Ziel zu kommen. Mein Mann hat mich mit dem Auto auf Arbeit gebracht. Das ist dann doch zu aufwendig, darum habe ich heute einen Tag Urlaub genommen, Schneefreudenurlaub sozusagen.

Und leise wie Schnee ist werde ich ihn verbringen.

Am Fenster sitzen und die Vögel beobachten, lesen, uns etwas Schönes kochen.

Danke Schnee

Zum Tag

Was für ein Schneegestöber!

Es schneit und schneit. Die ganze Nacht. Am Morgen liegen 30cm Schnee, keine Straße ist geräumt…wer mit dem Auto fährt, steht stundenlang im Stau.

Ich fahre mit dem Zug und bin pünktlich auf Arbeit.

Am Nachmittag schaufle ich die weiße Pracht vom Fußweg. Alle anderen Nachbarn auch, ein fröhlicher Plausch inbegriffen. Im Erzgebirge bringt Schnee gute Laune mit sich.

Meine Mädels kommen zum Mittwochskuchenessen mit dem Schlitten.

Wer Schnee nicht liebt, hat vergessen Kind zu bleiben.

Blick in den Wandel

Neunter Januar

Streng geheim

Ein Regentropfen fiel hernieder und platzte auf der Erde wieder. Tat ihm nicht weh, weil, er wusste nichts von weichem Schnee.

Es schrien auf, zu Hauf, die Medien, du dummer Tropfen du, ha, dir geben wir nun keine Ruh. Gefroren hast du jetzt zu sein, sonst bist du einfach nicht mehr rein. Ein Teil deines Volkes bist du bloß, wir aber, wir sind mächtig und darum groß.

Sie schrien laut und voll von Hohn, drauf berief sich der meisten Politiker längst überholte Information. Das Fähnlein stets im rechten Wind, so wie Marionetten nun mal sind.

Der Frau, die ohne Kopftuch auf dem Haar, den Regentropfen fühlte klar, die ihr Kind sehr wohl allein erzog, wieweil der Vater mit drei Anderen sie betrog, bespritze halt beim Niederfall ein Stück vom Tropfen’s freien Fall.

So ist der Kreislauf der Natur, er hilft den Wahrhaften immer nur.

Sonntagsmärchen

Gebrüder Grimm

Frau Holle

Eine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere häßlich und faul. Sie hatte aber die häßliche und faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber, und die andere mußte alle Arbeit tun und der Aschenputtel im Hause sein. Das arme Mädchen mußte sich täglich auf die große Straße bei einem Brunnen setzen und mußte so viel spinnen, daß ihm das Blut aus den Fingern sprang. Nun trug es sich zu, daß die Spule einmal ganz blutig war, da bückte es sich damit in den Brunnen und wollte sie abwaschen; sie sprang ihm aber aus der Hand und fiel hinab. Es weinte, lief zur Stiefmutter und erzählte ihr das Unglück. Sie schalt es aber so heftig und war so unbarmherzig, daß sie sprach: »Hast du die Spule hinunterfallen lassen, so hol sie auch wieder herauf.« Da ging das Mädchen zu dem Brunnen zurück und wußte nicht, was es anfangen sollte; und in seiner Herzensangst sprang es in den Brunnen hinein, um die Spule zu holen. Es verlor die Besinnung, und als es erwachte und wieder zu sich selber kam, war es auf einer schönen Wiese, wo die Sonne schien und vieltausend Blumen standen. Auf dieser Wiese ging es fort und kam zu einem Backofen, der war voller Brot; das Brot aber rief: »Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich: ich bin schon längst ausgebacken.« Da trat es herzu und holte mit dem Brotschieber alles nacheinander heraus. Danach ging es weiter und kam zu einem Baum, der hing voll Äpfel, und rief ihm zu: »Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif.« Da schüttelte es den Baum, daß die Äpfel fielen, als regneten sie, und schüttelte, bis keiner mehr oben war; und als es alle in einen Haufen zusammengelegt hatte, ging es wieder weiter. Endlich kam es zu einem kleinen Haus, daraus guckte eine alte Frau, weil sie aber so große Zähne hatte, ward ihm angst, und es wollte fortlaufen. Die alte Frau aber rief ihm nach: »Was fürchtest du dich, liebes Kind? Bleib bei mir, wenn du alle Arbeit im Hause ordentlich tun willst, so soll dir’s gut gehn. Du mußt nur achtgeben, daß du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, daß die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt; ich bin die Frau Holle.« Weil die Alte ihm so gut zusprach, so faßte sich das Mädchen ein Herz, willigte ein und begab sich in ihren Dienst. Es besorgte auch alles nach ihrer Zufriedenheit und schüttelte ihr das Bett immer gewaltig, auf daß die Federn wie Schneeflocken umherflogen; dafür hatte es auch ein gut Leben bei ihr, kein böses Wort und alle Tage Gesottenes und Gebratenes. Nun war es eine Zeitlang bei der Frau Holle, da ward es traurig und wußte anfangs selbst nicht, was ihm fehlte, endlich merkte es, daß es Heimweh war; ob es ihm hier gleich vieltausendmal besser ging als zu Haus, so hatte es doch ein Verlangen dahin. Endlich sagte es zu ihr: »Ich habe den Jammer nach Haus kriegt, und wenn es mir auch noch so gut hier unten geht, so kann ich doch nicht länger bleiben, ich muß wieder hinauf zu den Meinigen.« Die Frau Holle sagte: »Es gefällt mir, daß du wieder nach Haus verlangst, und weil du mir so treu gedient hast, so will ich dich selbst wieder hinaufbringen.« Sie nahm es darauf bei der Hand und führte es vor ein großes Tor. Das Tor ward aufgetan, und wie das Mädchen gerade darunterstand, fiel ein gewaltiger Goldregen, und alles Gold blieb an ihm hängen, so daß es über und über davon bedeckt war. »Das sollst du haben, weil du so fleißig gewesen bist«, sprach die Frau Holle und gab ihm auch die Spule wieder, die ihm in den Brunnen gefallen war. Darauf ward das Tor verschlossen, und das Mädchen befand sich oben auf der Welt, nicht weit von seiner Mutter Haus; und als es in den Hof kam, saß der Hahn auf dem Brunnen und rief:

»Kikeriki, unsere goldene Jungfrau ist wieder hie.«

Da ging es hinein zu seiner Mutter, und weil es so mit Gold bedeckt ankam, ward es von ihr und der Schwester gut aufgenommen.

Das Mädchen erzählte alles, was ihm begegnet war, und als die Mutter hörte, wie es zu dem großen Reichtum gekommen war, wollte sie der andern, häßlichen und faulen Tochter gerne dasselbe Glück verschaffen. Sie mußte sich an den Brunnen setzen und spinnen; und damit ihre Spule blutig ward, stach sie sich in die Finger und stieß sich die Hand in die Dornhecke. Dann warf sie die Spule in den Brunnen und sprang selber hinein. Sie kam, wie die andere, auf die schöne Wiese und ging auf demselben Pfade weiter. Als sie zu dem Backofen gelangte, schrie das Brot wieder: »Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich, ich bin schon längst ausgebacken.« Die Faule aber antwortete: »Da hätt ich Lust, mich schmutzig zu machen«, und ging fort. Bald kam sie zu dem Apfelbaum, der rief: »Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif.« Sie antwortete aber: »Du kommst mir recht, es könnte mir einer auf den Kopf fallen«, und ging damit weiter. Als sie vor der Frau Holle Haus kam, fürchtete sie sich nicht, weil sie von ihren großen Zähnen schon gehört hatte, und verdingte sich gleich zu ihr. Am ersten Tag tat sie sich Gewalt an, war fleißig und folgte der Frau Holle, wenn sie ihr etwas sagte, denn sie dachte an das viele Gold, das sie ihr schenken würde; am zweiten Tag aber fing sie schon an zu faulenzen, am dritten noch mehr, da wollte sie morgens gar nicht aufstehen. Sie machte auch der Frau Holle das Bett nicht, wie sich’s gebührte, und schüttelte es nicht, daß die Federn aufflogen. Das ward die Frau Holle bald müde und sagte ihr den Dienst auf. Die Faule war das wohl zufrieden und meinte, nun würde der Goldregen kommen; die Frau Holle führte sie auch zu dem Tor, als sie aber darunterstand, ward statt des Goldes ein großer Kessel voll Pech ausgeschüttet. »Das ist zur Belohnung deiner Dienste«, sagte die Frau Holle und schloß das Tor zu. Da kam die Faule heim, aber sie war ganz mit Pech bedeckt, und der Hahn auf dem Brunnen, als er sie sah, rief:

»Kikeriki, unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie.«

Das Pech aber blieb fest an ihr hängen und wollte, solange sie lebte, nicht abgehen.

Dies ist nicht mein Land

Nachdem ich heute den Post eines Bloggers las

https://wp.me/p36Hld-1rn

möchte ich diesen Ausschnitt aus einer vogtländischen Tageszeitung vom 4.1. beifügen.

Zum Tag

Auf dem Boden liegt ein Mann.

Neben ihm liegt ein Beutel mit gestohlenen Waren. Eine Flasche Rotwein fällt heraus, rollt ohne zu zerbrechen auf die Straße.

Auf dem Mann liegen zwei Securitymänner, drücken seinen Kopf hart auf das Pflaster, liegen auf dem sich heftig Wehrenden. Er beschimpft sie grob in gebrochenem Deutsch. Tritt genauso brutal um sich, so er noch kann.

Straßenbilder aus dem Nachmittagsalltag.

Blick in den Wandel

Zweiter Januar 2019

Zum Tag

Lang, länger als sonst, erscheint mir diese Urlaubspause zwischen Weihnachten und Neujahr.

Vielleicht weil sie weniger hektisch als sonst war.

Am Weihnachtsabend waren nicht alle bei uns versammelt, sondern wir verbrachten ihn in der Wohnung meiner Tochter. Großzügige Räume dort boten den Mädels genug Platz ihre Weihnachtsfreude auszutoben ohne anzuecken. Das Essen hatten wir mitgebracht. Bis auf den Nachtisch, den hat die Schaukelinhaberin mit ihrer Mama bereitet. Und selbst geschriebene Tischkärtchen hatte sie gefertigt und stolz präsentiert, dass sie aller Namen schreiben kann. Was für eine Freude! Mir blieb das Aufräumen erspart, noch eine Freude. Der Weihnachtsmann war wie immer mein Sohn, diesmal blieb er noch unerkannt. Meine Mutter und mein Stiefvater waren in Form zweier Tannzapfen direkt mit an der Feststafel. Indirekt sind sie anwesender denn je.

Die Tage bis Silvester liefen ruhig dahin, es gibt immer irgend etwas zu erledigen, wenn man will oder es zu lassen, wenn man dies schafft. Wir waren im Kabarett und haben den Regierungswahnsinn des vergangenen Jahres einfach mal beschmunzelt.

Die Silvesternacht verbrachten wir schlafend und still. Getanzt hatte ich schon in der Nacht des 2.Feiertages. Spontan, ausgelassen. Salsa. Irgendwie war mir danach wohler. Nicht leichter aber freier.

Heute noch ein Tag zu Hause, dann ist wieder Alltag. Mehr oder weniger. Mir ist heute nach vorgezogenem Frühjahrsputz und solchen Gelüsten folge ich, zu oft ereilen sie mich nicht…

Und einen Hauch von Schnee brachte die erste Nacht des neuen Jahres.