Archiv der Kategorie: Verschiedene Teesorten

Zum Tag

Vor kurzem fragte mein lieber Freund Arno

https://rosenkocht.wordpress.com/2016/12/03/tee-bitte/

was man denn vom Gebrauch von Teebeuteln hält. Persönlich ist das für mich nichts, ich liebe die Ruhe, die das Gleiten des Tees durch die Finger bei der Zubereitung vor’m Trinken schenkt. Da gibt es jedoch eine ganz besondere Art „Teebeutel“ – die Teeblume.

In verschiedensten Sorten gibt es diese kleine Köstlichkeit, die mit ihrem Aufblühen in der Teekanne Freude schenkt.

Um den Tee bestmöglichst zu genießen, ist es notwendig, das Wasser nicht wärmer als 80-90 Grad zu erhitzen, Geschmack und Schönheit der sich entfaltenden Blume leiden sonst.

Es ist eine Freude zu sehen, wie sich in 5-6 Minuten die Blume entfaltet. Das ruhige Zuschauen gehört hier unbedingt zum Genuss.

Chinesische Teeblüten können bis zu vier Mal aufgegossen werden. Unbedingt zum Genuss gehört auch das Wahrnehmen des Duftes der aus der Tasse strömt. Blumen auf Basis eines weißen Tees wie meine duften fein und lang. Nach dem Trinken bleibt ein leicht süsslich-herber Geschmack zurück. Die Chinesen nennen ihn das Aroma welches zwischen den Zähnen bleibt.

Ein wundervoller Teenachmittag und ein feines Geschenk zu Weihnachten.

http://tee-bluete.de/

Ganz ohne Kräuter geht es nicht oder Lady Grey

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Der Morgen ist da.
Still brauche ich ihn und wohlriechend.
Nicht mit Kaffee beginnt für mich der Tag, sondern mit Tee. So sehr ich Kräuter mag, morgens brauche ich Stärkeres.
Aus dem Bad kommend, ist der Frühstückstisch gedeckt. Damit der Tag ruhig beginnt, bereite ich das am Abend vor.
Ich bin langsam morgens. 
Gut so.
Kein Fernseher, kein Radio, nur der Gärtnergatte und ich. Die Nachrichten werden uns früh genug überfallen.
Die Stille wappnet mich gegen sie.
Am Liebsten würde ich ganz schweigen, was bei meinem morgenmunteren Mann schwer wird.
Und dann kommt das Beste.
Ich öffne meine Teedose.
Der Duft der mir dabei entgegenströmt macht jeden Morgen gut.
Eine Teelöffel voll Lady Grey auf meiner Hand ist Genuß pur. Ihn ohne daran zu riechen in den Beutel zu füllen…für mich nicht möglich.

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Heißes Wasser darauf gießen, etwas Zeit zum Träumen bleibt, bis der Tee golden in meine Tasse fließt.
Dann der erste Schluck…willkommen neuer Tag.

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Lady Grey ist eine feine Abwandlung des bekannteren Earl Grey, der durch Zufall entstand als dem Premierminister Charles Grey, eine Ladung chinesischen Tee’s zum Wegwerfen zu schade war, nur weil er sich auf einer Schifffahrt mit den gleichzeitig mittransportierten Zitrusfrüchten mischte.
Earl Grey ist ein chinesischer Schwarztee, der mit dem Öl der Bergamotte aromatisiert wird.
Mary Elisabeth Grey, die Gattin des Herren, setzte dem die Krone auf.
Lady Grey besteht ebenso aus chinesischem, mit Bergamotte aromatisierten Schwarztee. Sein Geschmack wird jedoch zusätzlich mit Orangen- und Zitronenschale aufgewertet.
Frauen lieben schöne Dinge, deshalb befinden sich in diesem Tee die leuchtend blauen Blütenblätter der Kornblume.
Mich ärgert einzig, dass die Kornblume hier stets als Schmuckdroge angegeben wird.
Die Kornblume ist weit mehr als das.
Wer darüber lesen möchte, kann das im folgendem Link tun.
https://teil2einfachesleben.wordpress.com/tag/kornblumen/
In den 1990er Jahren brachte der britische Teehersteller Twinings die Marke Lady Grey auf den Markt.
Genußreicher als mit diesem Tee kann der Tag für mich nicht beginnen.

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Duftend nach Zitrone und Orange, mit dem würzigen Aroma des Schwarztees vereint, ist dieser Tee ein Fest der Sinne.
Für mich ohne Milch…und nein, auch kein Zucker.

Der Beginn meiner Kräuterleidenschaft oder Frauenmantel und der Tee daraus

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Manche Dinge kommen leise, schleichen sich an, bleiben als warmer Hauch in der Erinnerung, vergehen nicht und wachsen stetig.
Meine Vorliebe für Geschiche, vor allem für Frauen in der Geschichte, brachte unweigerlich die Begegnung mit den als Hexen verfolgten Frauen mit sich. Einige davon waren Kräuter- und Wissensammlerinnen. Die Kraft der Kräuter zu kennen, aus Überlieferungen zu lernen, das gesammelte Wissen weiterzugeben, auf dass es nicht verloren geht, das alles faszinierte mich sehr. Nicht so sehr jedoch, dass ich angefangen hätte selbst Kräuter zu sammeln.
Obwohl die Idee dazu dadurch schon da war. Eine andere Begegnung brachte den Ausschlag gebenden Anstoß. Im Tal, in dem ich wohne, liegt ein Wäldchen, das von einem Bach durchflossen wird. An dessen Uferrändern wachsen an schlecht zugänglichen Stellen Kräuter, unter anderem auch Frauenmantel… immer noch nicht genug, um mit der Kräutersammelei zu beginnen.
Auf einem Spaziergang traf ich auf eine Frau, die sich den Frauenmantel gesammelt hatte. Die schönen Zweige in der Hand, lag auf ihrem Gesicht ein solch inniges, seliges Lächeln, dem nur ein Zustand des Gleichklangs im Inneren diesen Ausdruck verleihen konnte.
Und das war es, wonach ich suchte.
Dieser Zustand der Verbundenheit mit der Natur und ihren alltäglichen Wundern und die daraus sprudelnde Kraft, das war es wonach ich mich sehnte.
Ihr Bild blieb in meinem Kopf und verließ mich nicht mehr. Noch immer hat es gedauert, bis ich selber zu den Kräutern fand und immer noch bin ich auf dem Weg zu innerer Harmonie. Ein Anfang ist gemacht und gelegentlich gleicht mein lächeln in ruhigen Momenten, dem von mir angestrebten Zustand.
Frauenmantel habe ich mittlerweile auch im Garten. Er ist eine Liebesgabe des Gärtnergatten.

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In kurzer Zeit hat er sich eingelebt und liefert mir freudigen Anblick und für meine Bedürfnisse ausreichend Tee.
Alchemilla vulgaris – der lateinische Name des Heilkrautes kommt vom arabischen „alkemelych“, das zu Alchemie wurde. In ebendieser wird Frauenmantel hoch geschätzt. Es ist eine „Wetteranzeigepflanze“. Bei herannahendem Regen schwitzt sie kristallklare Tropfen aus.

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Aus diesen glaubten die Alchemisten, die Suchenden vergangener Tage, den Stein der Weißen herstellen zu können.
Den glitzernden Tropfen werden noch andere Eigenschaften nachgesagt.
Sich damit zu waschen soll Frauen dazu verhelfen, elfengleich zu sein. Früher ging man davon aus, dass eine Benutzung in der Lage sei, die Jungfräulichkeit wiederherzustellen, zudem sollten sie für immer straffe, volle Brüste ermöglichen.
In Fruchtbarkeitszaubern fand es Anwendung und es soll magische Kräfte bei der Reinigung des dritten Auges entfalten.
Vielleicht versuche ich es mal…
Frauemantel, der umgangssprachliche Name weißt darauf hin, dass es sich hauptsächlich um ein Frauenheilkraut handelt und dem ist auch so.
Eine Warnung!
Schwangere sollten das Kraut meiden, erst in den letzten 6 Wochen vor der Geburt und vor allem danach ist es ihnen hilfreich. Das Kraut verhindert die Eisenaufnahme im Blut, für Schwangere ist diese von großer Bedeutung.
Hilfreich ist der Tee bei Regelschmerzen und gegen die unliebsamen Nebenwirkungen des Klimakteriums.

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Dioskurides, der bekannte Arzt der Antike, empfiehlt es um Blutungen zu stoppen. Es kann dabei sowohl innerlich als äußerlich angewandt werden.
Frauenmantel besitzt eine adstringierende Wirkung, stillt den Blutfluß und beschleunigt die Wundheilung. Nach einer Geburt ein feines Hilfsmittel.
Eine aus dem Tee hergestellte Lotion bringt Linderung bei Ekzemen und Insektenstichen.
Für den Tee kann das Kraut frisch oder getrocknet verwendet werden. Die Sammelzeit reicht von Anfang Mai bis in den September. Gesammelt wird das gesamte Kraut von der blühenden Pflanze. Dabei umfängt das Rosengewächs mich mit einem feinen Duft, der honigartig mild ist. Unscheinbar sind die Blüten in sanftem lindgrün und mir eine geliebter Blickfang, genau wie die schönen Blätter, die Wasser wie ein Mantel abperlen lassen. Frauenmantel eben.
Seine Inhaltsstoffe wie Bitterstoffe, Gerbstoffe, Salizylsäure, Phytosterin, Antioxydanzien, Glykoside und ätherische Öle lassen keine Zweifel an der wertvollen medizinischen Wirkung zu.

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In der Mystik hat das Heilkraut große Bedeutung. Die ausgeschwitzten Tropfen sollen die Tränen der Göttin Freya sein, die sie vergoß, als ihr Gatte Od in die Schlach zog. So geht die Sage in den nordischen Völkern.
Das Christentum widmet die Pflanze der Maria, die alle Gläubigen unter ihren schützenden Mantel nimmt.
Hier sind die Tropfen auf den Blättern gleich gesetzt den Tränen der Engel, die dem Teufel Glauben schenkten und zur Strafe den Himmel und die Erde verlassen mussten. In den Blättern des Frauenmantels dürfen sie sich verstecken, wenn ihnen die Höllenqualen zu groß werden.
Hoffentlich habe ich keinen verschreckt, als ich mir meinen Vorrat pflückte.

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Nie sammle ich alles was wächst, gleich ob im Freien oder in meinem Garten. .. ein Teil für Insekten und andere…ein Teil für mich.
Tee aus Frauenmantel strafft das Gewebe, schützt vor Fehlgeburten und hilft bei Myomen und Zysten.
Ein Heilkraut, das alle Frauen unter seinen schützenden Mantel nimmt.

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Für mich der Beginn einer Leidenschaft.

Hitzefrei oder Kornblumen und der Tee daraus

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Manche Tage muss man einfach weiter machen, um zum Ziel zu gelangen, nicht links und nicht rechts schauen dabei…
Manche Tage muss man sich einfach schön machen, sich Zeit nehmen zum leben.
Und so ist die brütende Hitze uns willkommener Vorwand, um zeitig Feierabend zu machen.
Machen, machen, machen…erstmal machen wir gar nichts. Während der Gärtnergatte, dem es gar nicht heiß genug sein kann, die Sonne im Garten immer noch Klasse findet, verkrümmele ich mich in meine Dachkemenate und halte Siesta.
Die Hitze weckt mich und ich versuche unter der kalten Dusche meinen Körper abzukühlen, was mir nur kurzzeitig gelingt.
Am Morgen schon haben wir beschlossen, die Kornblumen in den Feldern zu bewundern und einige will ich mir auch für Tee sammeln.

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Also ziehen wir so wenig wie möglich an und starten. Im Auto gaukelt die Klimaanlage erträgliche Temperaturen vor. Aussteigend trifft uns die Hitze mit voller Wucht. Allerdings macht der Anblick der blauen Schönen im Kornfeld sie selbst mir ertragbar. Die Kornblumen wetteifern mit dem Himmel um’s tiefere Blau.
Vielerorten wurde die Kornblumen ( Centaurea cyanus) als Ackerunkraut mit Pestiziden bekämpft und ihr Bestand so auf erschreckende Weise dezimiert. In weiten Gebieten hat nur ihre zarte Schönheit sie, in Gärten versetzt, überleben lassen. Hier in meiner Region ist sie streckenweise noch immer häufig anzutreffen.
Eine blaue Freude.
Der antike Arzt Hippokrates gab ihr ihren wissenschaftlichen Namen nach dem Zentauren Chiron, der ein großartiger Kenner der Geheimnise der Natur war und den Helden Archilles mit Hilfe der Kornblume geheilt haben soll.

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Heute wird sie hauptsächlich als Schmuckdroge im Tee verwendet. Dabei braucht sie sich mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen nicht zu verstecken.
Centaurocyanin, Bitterstoffe, Blauer Farbstoff, Flavone,Gerbstoffe, Glykoside, Harz, Schleimstoffe, Wachs und Salizylsäure gehören dazu.
Im Mittelalter glaube man, die Kornblumen seien in der Lage vor der Pest zu schützen. Das nun sicher nicht, aber die Pflanze wirkt adstringierend, blutreinigend, entwässernd, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend und tonisierend.
In einem Gesichtswasser verwendet sorgt sie für klare, reine Haut.
Gibt man die Kornblume in Wein erhält man ein appetitanregendes Gemisch und der Brei von ihr auf Wunden und Geschwüre gebracht, sorgt für gute Heilung.
Mir ist sie mit ihrem leuchtendem Blau als Zusatz in Tee ’s, die gegen Kopfschmerzen helfen, lieb.

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Beim pflücken der Blütenköpfe, denn nur die kommen in den Tee, vergesse ich die vorherrschenden Glut. Das tiefe Blau der Blüten beruhigt auf eine bezaubernde Art und ihre filigrane Schönheit berührt.
Das Goldährenfeld reicht bis an den Sommerhimmel und als wären es Stückchen von ihm, leuchtet es blau aus dem Feld zurück. Kornblumen als Brücke zwischen Himmel und Erde… . Wie fragil dieser Kreislauf ist, zeigen die Wetterkapriolen der vergangenen Wochen. Der Mai zu trocken, der Juni zu nass und kalt, nun folgt mit brütend heißen Hundstagen der Juli. Ein Großteil des Getreides ist notreif.  Daraus resultieren Ernteverluste, die früher Hunger bedeutet haben. Wissen wir noch, wie gut es uns geht? Vorsichtig, ohne im Feld Spuren zu hinterlassen, pflückte ich meine Blüten. Ein paar am Rande stehende Ähren nehme ich mir gegen besseres Wissen mit, ihre edle Schönheit hat den Sieg über mein schlechtes Gewissen davon getragen.
Stundenlang könnte ich weitersammeln, die Gedanken frei über die Felder gen Himmel ziehen lassen und Sommerglück genießen.
Nun aber wird dem Gärtnergatten das Warten zu lang. Er ist kein Sammler, er ist Jäger! Und er weiß, wie er mich locken kann. In der Nähe befindet sich eine einfache Dorfkneipe, die vorzügliche Hausmannskost anbietet.
Das ist ganz nach meinem Geschmack. Eines meiner liebsten Gerichte dort ist ein frisch zubereitetes Tatar.
Zu gern folge ich seiner Einladung dahin und unterbreche meine Sammelleidenschaft in freudiger Erwartung eines deftigen Abendbrotes.

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Im Schatten der Lindenbäume des Biergarten sitzend, genießen wir unser köstliches Essen.
Später wieder daheim angekommen, bietet der Garten mittlerweile erfrischende Kühle.
Meine Schätze sortiere ich noch schnell, die Blumen zum trocknen und ein paar Ähren kommen als Garbe gebündelt zum Schmuck auf die Treppe.

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Dann zieht es mich in den abendlichen  Garten. Der Gärtnergatte hat einen Eimer mit Wasser und Eiswürfeln gefüllt und eine Flasche Erdbeersekt für uns darin gekühlt.
Zum Wohl, auf Tage wie diesen.

Pflanzliche Dinos – Schachtelhalm und der Tee daraus

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Schon eine ganze Weile liegt dieser Beitrag in meinem Archiv. Irgendwie war er mir zu trocken…
Nun ist es draußen nass genug und was trockenes kann nicht schaden. Außerdem wird es höchste Zeit…morgen ist der 24.Juni und damit Ernteschluss für Schachtelhalm.
Sollte es beim lesen zu sehr stieben,  kredenze ich gern im Anschluss Tee.
Nun dann…
Von den vielen Schachtelhalmarten beziehe ich mich heute auf den Ackerschachtelhalm ( Equiesetum arvense). Er gehört wie alle anderen Arten zu den Farnen und ist ein Nachfahre baumhoher Pflanzen der Urzeit. Damit ist er ein lebendes Fossil.
Besonders zeichnet er sich durch seinen hohen Kieselsäuregehalt aus. Ganze 7 % machen ihn damit auch zu einem Frauenkraut.
Kieselsäure ( Silicium ) ist wichtig für den Aufbau von Bindegewebe.  Frauen mit Venenleiden hilft der Schachtelhalmtee ausgezeichnet.
Auch dem Erhalt der Schönheit dient er. Kieselsäure stärkt Haut, Haare und Nägel. Sie festigt Knochen, Zähne und stärkt Sehnen und Bänder. Damit ist Schachtelhalmtee auch für Sportler interessant.
Das grüne Kraut hilft auch bei Harnwegsleiden und vermindert Harndrang und Inkontinenz.

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Lungenkrankheiten werden gemildert.
Als Gurgellösung erleichtert Schachtelhalm Mandel- und Zahnfleischentzündungen.
Mir gefallen die filigranen Stengel so gut, dass ich sie auch nach dem 24. Juni noch pflücke. Für Tee sind sie dann nicht mehr zu verwenden, zieren aber auf’s Schönste einfache Blumensträuße.
Einen Vorrat für Tee habe ich mir zum richtigen Zeitpunkt gesammelt und er trocknet seiner Verwendung entgegen.

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Zauberhaftes oder Rosmarintee

Voller Freude bin ich über meinen Rosmarintopf, der mir auch in diesem Jahr das Hin – und Herschleppen im Winter mit Blüten dankt.
Im Januar.
Ich strahle vor Glück.

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Zwar steht er nicht an seinem angestammten Sommerplatz vor meinem Lieblingsfenster, sondern geschützt, durch die Wände der Kellertreppe, aber das tut ihm gut.
Mir auch, so brauche ich ihn bei drohendem Frost nur 4 Stufen tiefer in’s geschützte Waschhaus tragen.
Hingerissen bin ich von der zarten Schönheit seiner lilafarbenen Blüten.

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Über und über ist er damit besät.  Vor Freude könnte ich jubeln.
Von diesem, meinem Freund, schneide ich nicht ein Ästchen ab, um mir meinen geschätzten Rosmarintee daraus zu bereiten. Dieser schmeckt nicht nur vorzüglich, sondern wirkt gleich mehrfach.
Rosmarintee hilft jungen und alten Menschen,  die unter Schwächezuständen leiden und verbessert niedrigen Blutdruck. Menschen mit Bluthochdruck können ihn unbesorgt geniessen, er steigert vorhanden Bluthochdruck nicht.
Enthalten sind Antioxidantien, ätherische Öle, Rosmarinsäure, Glycolsäure, Saponine,  Flavoide,  Bitterstoffe, Harz und Vitamin C.

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Der Tee wirkt harntreibend und reinigt dadurch von schädlichen Giftstoffen.
Er wirkt äußerlich und innerlich angewendet gegen Rheuma und Gicht.
Obwohl Rosmarintee kein Koffein enthält, hat er eine stimulierende Wirkung, verbessert den Blutfluss im Gehirn und erhöht damit die geistige Leistungsfähigkeit.
Trotzdem ist er beruhigend, lindert Streß- und Angstgefühle, löst Muskelverspannungen und hilft bei Verdaungsstörrungen.
Rosmarintee verhindert Übergewicht, mich wundert, das er es damit noch nicht zum Verkaufsschlager gebracht hat.
Lebererkrankungen, Asthma, Gastritis, leichte Erkältungserscheinungen und Kopfschmerzen kann der Tee der schönen Pflanze aus der Gattung der Minzegewächse lindern.
Rosmarintee sollte nicht kurz vor dem Schlafengehen getrunken werden und hat eine Ziehzeit von 10 Minuten.
Mir ist eine Mischung im Verhältnis 2 Teile Rosmarintee, 1 Teil Earl Grey ein köstlicher, anregender, gesunder Start in den Tag.
Natürlich kann man auch reinen Rosmarintee zubereiten.

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Und weil man zum Tee auch Wasser braucht, fällt mir im Zusammenhang mit Rosmarin noch ein ganz besonderes Wässerchen ein.
Die ätherischen Öle des Rosmarin waren Grundlage für das erste, namentlich bekannte Parfum – das Ungarische Wasser der Isabella von Ungarn, einer gebürtigen Polin  – die es mit 72 Jahren von einem Mönch als Geschenk bekam und nach dessen Gebrauch noch viele Männerherzen entflammt haben soll.
Dazu fällt mir ein Duft ein.
Doch das ist eine neue Geschichte.