Archiv der Kategorie: Vergnügen

Romanesco, sächsch

https://youtu.be/G2hwVCN8OM8

(Musik: Neumi’sRockzirkus. Der Clown)

Blumgohl is ne dolle Sache. Billisch is er un gesund och noch. Gab’s och immer zu kofen im Winder in der DDR – der deutschen, demokratischen Republi“c“k ( das Wortspiel liegt hier bei. „c“ …Blick … also Moment -, ich weiß das dieser Text schwer zu lesen ist;-) ) also, die nu so anders war als die Bundesrepublik Deutschland. Oder och nur anersch gesteuerd. Also ’ne von de Steuern her, sonern von de Zuvendungen der Sieschermächde.

Woher soll so ne olle Sächsin – wie isch ehne bin – Romanesco kenn…wes’sch wirk’le ne. Nie bin’sch nach Rom gegomm, wie denn och, wenn se de Grense dicht gemacht ham.

Nu gann’sch täglisch, paron, efridai (pardon – evry day- ), so viel Englisch muss’sch nu wirkle in den Dext bring, sonst verstehds gor kener mehr…kofen was‘ sch bezahln kann.

Unner anerm och das Stüggl Dürmschen mid Röseln dran. Siehd der ne gud aus.

Nu had der wohrhaftig och noch mehr Vidamine als der Blumgohl, blähd ne ganse so un is och vom Geruch her besser… Inderschopware. Ich sach’s euch!

Wissd ihr denne ne, wos‘ n Inderschop is? Nee, nischt, wo Ausländsche verschklaft wer’n..de Inländsche’n hamse darinne mid de Devisen abgezockt. Beede Seiden, immer zum Wohle des Volks, is doch glar.

Is lang her sacht ihr, nu, isch sach so was nich.

Bissel gude Budder hau’sch in Topp, 2 EL Wosser och, Zitronensaft aus Cuba dazu, Salz, Pfeffor un Musgatnuss, 10 Minuden angebraten…fert’sch.

So schnell war ne mal de DDR abgewiggelt, un dos olles och noch ohne Falschhand, pardon, Treuhand.

Nu muss der Sonntagsbroden ne Tunke ham, ne dicke. Muss’sch ober ne dazu in de Westmehlmaggiemischerei greifen, mach‘ sch efach mid e bissel galder Budder in der mid vorher selber gesammelden Pilzen angedigden und pürierden Soße, orr, danei Kardoffln geknitscht!

Gud schmeggt der gonse Solad am Besten mit em gudden Stüggel Flesch, wie sich dos am Sonndach gehörd, eh baar Buddermöhren dazu und gud is’es.

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Novemberstilles Zingst

Schönes Weibliches oder Faust I im Chemnitzer Schauspielhaus

Dieser Artikel fällt mir schwer. Ich bin ein Freund des Althergebrachten, mit Modernem tue ich mich ebenfalls schwer. Das Chemnitzer Schauspielhaus ist jedoch Garant für die Inszenierung alter Stücke in moderner Form. Mit meinem Mann besuche ich Faust I. 

Das Chemnitzer Schauspielhaus

http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/kultur-freizeit/buehne/theater/schauspiel/

ist dem Chemnitzer Theater angeschlossen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Theater_Chemnitz

Gelegen ist es im Park der Opfer des Faschismus. 

Schon hier begegnen mir schöne, weibliche Steinfiguren. 

Im Gegensatz zu vielen fasziniert mich in Faust nicht er selbst, nicht Mephisto sondern die Figur des Gretchens. Trotz ihrer Handlungen ist sie für mich die positive Figur dieses Stückes. Ihre grauenhaften Taten entsprechen nicht ihrer Seele, sondern sie entspringen dem vorherrschenden Zeitgeist.

In der Halle des Schauspielhauses warten eine Menge Gretchen auf die Aufführung,

die in ebendieser ein Vorspiel – den Faustomat – hat. Ins Publikum gemischte Schauspieler

geben den Faustomaten

Anweisungen. Die schlechten kommen von einer schönen Dame im Frack,

die zu eigenständiger Handlung aufrufenden von oben gezeigtem jungen Mann in trendiger Uraltlederjacke.

Ein Zeitvertreib bis zur Aufführung, mehr für mich nicht.

Das ausverkaufte Stück beginnt.

Dem ersten Akt kann ich schwer folgen. Zu viel Ballett, zu wenig vom Zauber der weiblichen Wallpurgisnacht. Für den Beginn suchte sich der Regiseur aus den drei verschiedenen Möglichkeiten die der Unterhaltung Gottes mit dem Teufel. Dass Gott hier weiblich besetzt ist versöhnt mich. 

Nach der Pause im zweiten Akt die Überraschung. Mit großer Stärke arbeitet sich das Stück auf die Kerkerszene hin, die von einem beseelten Gretchen und einen fühlendem Faust intensiv wiedergegeben wird. In ihrem “ Heinrich mir graust vor dir“ , das auch Schlusssatz ist, liegt der Aufschrei gedemütigter, liebender Frauenkraft.

Ein guter Abend, viel Applaus, viel Weibliches – schön an Seele, Geist und Körper.

Johann Wolfgang von Goethe > Faust: Eine Tragödie

Kapitel 28
Kerker
Faust (mit einem Bund Schlüssel und einer Lampe, vor einem eisernen Türchen):

Mich faßt ein längst entwohnter Schauer,
Der Menschheit ganzer Jammer faßt mich an
Hier wohnt sie hinter dieser feuchten Mauer
Und ihr Verbrechen war ein guter Wahn
Du zauderst, zu ihr zu gehen!
Du fürchtest, sie wiederzusehen!
Fort! dein Zagen zögert den Tod heran.

(Er ergreift das Schloß. Es singt inwendig.)

Meine Mutter, die Hur
Die mich umgebracht hat!
Mein Vater, der Schelm
Der mich gessen hat!
Mein Schwesterlein klein
Hub auf die Bein
An einem kühlen Ort;
Da ward ich ein schönes Waldvögelein;
Fliege fort, fliege fort!

Faust (aufschließend) :

Sie ahnet nicht, daß der Geliebte lauscht,
Die Ketten klirren hört, das Stroh, das rauscht.

(Er tritt ein.)

Margarete (sich auf dem Lager verbergend):

Weh! Weh! Sie kommen. Bittrer Tod!

Faust (leise):

Still! Still! ich komme, dich zu befreien.

Margarete (sich vor ihn hinwälzend):

Bist du ein Mensch, so fühle meine Not.

Faust:

Du wirst die Wächter aus dem Schlafe schreien!

(Er faßt die Ketten, sie aufzuschließen.)

Margarete (auf den Knien):

Wer hat dir Henker diese Macht
Über mich gegeben!
Du holst mich schon um Mitternacht.
Erbarme dich und laß mich leben!
Ist’s morgen früh nicht zeitig genung? (Sie steht auf.)
Bin ich doch noch so jung, so jung!
Und soll schon sterben!
Schön war ich auch, und das war mein Verderben.
Nah war der Freund, nun ist er weit;
Zerrissen liegt der Kranz, die Blumen zerstreut.
Fasse mich nicht so gewaltsam an!
Schone mich! Was hab ich dir getan?
Laß mich nicht vergebens flehen,
Hab ich dich doch mein Tage nicht gesehen!

Faust:

Werd ich den Jammer überstehen!

Margarete:

Ich bin nun ganz in deiner Macht.
Laß mich nur erst das Kind noch tränken.
Ich herzt es diese ganze Nacht;
Sie nahmen mir’s, um mich zu kränken,
Und sagen nun, ich hätt es umgebracht.
Und niemals werd ich wieder froh..
Sie singen Lieder auf mich! Es ist bös von den Leuten!
Ein altes Märchen endigt so,
Wer heißt sie’s deuten?

Faust (wirft sich nieder):

Ein Liebender liegt dir zu Füßen,
Die Jammerknechtschaft aufzuschließen.

Margarete (wirft sich zu ihm):

O laß uns knien, die Heil’gen anzurufen!
Sieh! unter diesen Stufen,
Unter der Schwelle
Siedet die Hölle!
Der Böse,
Mit furchtbarem Grimme,
Macht ein Getöse!

Faust (lacht):

Gretchen! Gretchen!

Margarete (aufmerksam):

Das war des Freundes Stimme!

(Sie springt auf. Die Ketten fallen ab.)

Wo ist er? ich hab ihn rufen hören.
Ich bin frei! mir soll niemand wehren.
An seinen Hals will ich fliegen,
An seinem Busen liegen!
Er rief Gretchen! Er stand auf der Schwelle.
Mitten durchs Heulen und Klappen der Hölle,
Durch den grimmigen, teuflischen Hohn
Erkannt ich den süßen, den liebenden Ton.

Faust:

Ich bin’s!

Margarete:

Du bist’s! O sag es noch einmal!
(Ihn fassend.) Er ist’s! Er ist’s! Wohin ist alle Qual?
Wohin die Angst des Kerkers? der Ketten?
Du bist’s! Kommst, mich zu retten.
Ich bin gerettet!
Schon ist die Straße wieder da
Auf der ich dich zum ersten Male sah
Und der heitere Garten
Wo ich und Marthe deiner warten

Faust (fortstrebend):

Komm mit! Komm mit!

Margarete:

O weile
Weil ich doch so gern, wo du weilest. (Liebkosend.)

Faust:

Eile!
Wenn du nicht eilest
Werden wir’s teuer büßen müssen.

Margarete:

Wie? du kannst nicht mehr küssen?
Mein Freund, so kurz von mir entfernt
Und hast’s Küssen verlernt?
Warum wird mir an deinem Halse so bang?
Wenn sonst von deinen Worten, deinen Blicken
Ein ganzer Himmel mich überdrang
Und du mich küßtest, als wolltest du mich ersticken.
Küsse mich!
Sonst küß ich dich! (Sie umfaßt ihn.)
O weh! deine Lippen sind kalt,
Sind stumm.
Wo ist dein Lieben
Geblieben?
Wer brachte mich drum? (Sie wendet sich von ihm.)

Faust:

Komm! Folge mir! Liebchen, fasse Mut!
Ich herze dich mit tausendfacher Glut
Nur folge mir! Ich bitte dich nur dies!

Margarete (zu ihm gewendet):

Und bist du’s denn? Und bist du’s auch gewiß?

Faust:

Ich bin’s! Komm mit!

Margarete:

Du machst die Fesseln los,
Nimmst wieder mich in deinen Schoß.
Wie kommt es, daß du dich vor mir nicht scheust?
Und weißt du denn, mein Freund, wen du befreist?

Faust:

Komm! komm! schon weicht die tiefe Nacht.

Margarete:

Meine Mutter hab ich umgebracht,
Mein Kind hab ich ertränkt.
War es nicht dir und mir geschenkt?
Dir auch. – Du bist’s! ich glaub es kaum.
Gib deine Hand! Es ist kein Traum!
Deine liebe Hand! – Ach, aber sie ist feucht!
Wische sie ab! Wie mich deucht,
Ist Blut dran.
Ach Gott! was hast du getan!
Stecke den Degen ein,
Ich bitte dich drum!

Faust:

Laß das Vergangne vergangen sein,
Du bringst mich um.

Margarete:

Nein, du mußt übrigbleiben!
Ich will dir die Gräber beschreiben,
Für die mußt du sorgen
Gleich morgen;
Der Mutter den besten Platz geben,
Meinen Bruder sogleich darneben,
Mich ein wenig beiseit‘,
Nur nicht gar zu weit!
Und das Kleine mir an die rechte Brust.
Niemand wird sonst bei mir liegen! –
Mich an deine Seite zu schmiegen,
Das war ein süßes, ein holdes Glück!
Aber es will mir nicht mehr gelingen;
Mir ist’s, als müßt ich mich zu dir zwingen,
Als stießest du mich von dir zurück;
Und doch bist du’s und blickst so gut, so fromm.

Faust:

Fühlst du, daß ich es bin, so komm!

Margarete:

Dahinaus?

Faust:

Ins Freie.

Margarete:

Ist das Grab drauß,
Lauert der Tod, so komm!
Von hier ins ewige Ruhebett
Und weiter keinen Schritt
Du gehst nun fort? O Heinrich, könnt ich mit!

Faust:

Du kannst! So wolle nur! Die Tür steht offen!

Margarete:

Ich darf nicht fort; für mich ist nichts zu hoffen.
Was hilft es, fliehn? Sie lauern doch mir auf.
Es ist so elend, betteln zu müssen
Und noch dazu mit bösem Gewissen!
Es ist so elend, in der Fremde schweifen
Und sie werden mich doch ergreifen!

Faust:

Ich bleibe bei dir

Margarete:

Geschwind! Geschwind!
Rette dein armes Kind!
Fort! immer den Weg
Am Bach hinauf,
Über den Steg,
In den Wald hinein,
Links, wo die Planke steht,
Im Teich.
Faß es nur gleich!
Es will sich heben,
Es zappelt noch!
Rette! rette!

Faust:

Besinne dich doch!
Nur einen Schritt, so bist du frei!

Margarete:

Wären wir nur den Berg vorbei!
Da sitzt meine Mutter auf einem Stein,
Es faßt mich kalt beim Schopfe!
Da sitzt meine Mutter auf einem Stein
Und wackelt mit dem Kopfe
Sie winkt nicht, sie nickt nicht, der Kopf ist ihr schwer,
Sie schlief so lange, sie wacht nicht mehr.
Sie schlief, damit wir uns freuten.
Es waren glückliche Zeiten!

Faust:

Hilft hier kein Flehen, hilft kein Sagen,
So wag ich’s, dich hinwegzutragen.

Margarete:

Laß mich! Nein, ich leide keine Gewalt!
Fasse mich nicht so mörderisch an!
Sonst hab ich dir ja alles zulieb getan.

Faust:

Der Tag graut! Liebchen! Liebchen!

Margarete:

Tag! Ja, es wird Tag! der letzte Tag dringt herein;
Mein Hochzeittag sollt es sein!
Sag niemand, daß du schon bei Gretchen warst.
Weh meinem Kranze!
Es ist eben geschehn!
Wir werden uns wiedersehn;
Aber nicht beim Tanze.
Die Menge drängt sich, man hört sie nicht.
Der Platz, die Gassen
Können sie nicht fassen.
Die Glocke ruft, das Stäbchen bricht.
Wie sie mich binden und packen!
Zum Blutstuhl bin ich schon entrückt.
Schon zuckt nach jedem Nacken
Die Schärfe, die nach meinem zückt.
Stumm liegt die Welt wie das Grab!

Faust:

O wär ich nie geboren!

Mephistopheles (erscheint draußen) :

Auf! oder ihr seid verloren.
Unnützes Zagen! Zaudern und Plaudern!
Mein Pferde schaudern,
Der Morgen dämmert auf.

Margarete:

Was steigt aus dem Boden herauf?
Der! der! Schick ihn fort!
Was will der an dem heiligen Ort?
Er will mich!

Faust:

Du sollst leben!

Margarete:

Gericht Gottes! dir hab ich mich übergeben!

Mephistopheles (zu Faust):

Komm! komm! Ich lasse dich mit ihr im Stich.

Margarete:

Dein bin ich, Vater! Rette mich!
Ihr Engel! Ihr heiligen Scharen,
Lagert euch umher, mich zu bewahren!
Heinrich! Mir graut’s vor dir.

Mephistopheles:

Sie ist gerichtet!

Stimme (von oben):

Ist gerettet!

Mephistopheles (zu Faust):

Her zu mir!

(Verschwindet mit Faust.)

Stimme (von innen, verhallend):

Heinrich! Heinrich!

<< Kapitel 27

Zum Tag

Mit Würde altern ist gut. Etwas zusätzliche Pflege dabei auch. Nicht das große Programm. ..Botox, Schönheitsoperationen finde ich überflüssig, teuer und teilweise eher verstümmelnd. Vitamin C braucht der Körper, gerade in dieser Jahreszeit. Auch für die Gesichtshaut ist Vitamin C ein „Wundermittel“. Es bietet starken Schutz gegen freie Radikale, auch lokal angewendet schafft es Abhilfe gegen diese. Alterflecken werden gemildert, der Aufbau von Kollagen wird gefördert. Zudem mindert Vitamin C die Bildung von Entzündungen und lässt die rote Farbe abgeheilter, eventuell vorhandener Pickel abklingen. Eine regelmäßige Anwendung von Vitamin C ist ein wirksames Mittel gegen Hautalterung, es hilft zu einer verjüngten, gesünderen und strahlenderen Haut. Draußen ist es kalt, drinnen ist trockene Heizungsluft. Ein fahler, trockener Teint ist die Folge. Dagegen gönne ich mir regelmäßig kleine Schönheitskuren, die tun auch der Seele gut. Mit einem Gesichtsdampfbad, angereichert mit Kamillentee, beginnt meine Hauskur die ich mit einem Bad in Totem Meersalz fortsetze. Für die Körperhautpflege benutze ich Lavendellotion oder Lavendelkörperpuder, der Duft bringt neben der Pflege zusätzlich Wohlbefinden. Meiner Gesichtshaut gönne ich regelmäßig Gutes mit einer Vitamin C Maske von global beauty care.

Die Packung beinhaltet ein mit Vitamin C gesättigtes Vlies. So können die Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum einziehen. Übrig gebliebenes Serum klopfe ich nach dem Abnehmen der Maske leicht in die Haut ein.

Sieht gruselig aus, ist aber pure Entspannung, die eine vor Frische strahlende Haut hinterlässt. Außerdem sitzt die Maske so gut, dass ich durchaus nicht stundenlang still liegen muss, wenn ich sie anwende. Für ein Wusel wie mich ist das wichtig.

Augenblicke…


( Novalis – Augenblicke, Musiktipp Herr Bludgeon, Danke)

…draußen…

…und drinnen…

…im Magen…

…und auf Promenaden…

…nördlichst…

…und herzwärts.

Insel Rügen – Naturpark Jasmund


(Mike Oldfield – Tubular bells, Musiktipp Herr Bludgeon, Danke)

Auf der Insel Rügen befindet sich die Halbinsel Jasmund. Nördlich von Sassnitz über Lohme hinweg bis kurz vor Glowe erstreckt sich mit 3.000 Hectar Fläche, als größter Bestandteil der Halbinsel, der Naturpark Jasmund. Er verfolgt ein Ziel, das auch das meine ist – Natur schützen. Getragen von der Idee Natur sein zu lassen wie sie ist, scheint es hier gelungen, sich dem Willen der Erde zu fügen, mit dem Ziel – sie für künftige Generationen zu bewahren. Der Naturpark Jasmund ist die Wiege der deutschen Naturschutzbewegung.

11 Kilometer lang kann man den Hochuferweg entlang wandern, durch Buchenwälder, entlang am Herthasee spazieren bis zur kleinen und großen Stubbenkammer mit Viktoriasicht und Königsstuhl. Durch Erosions bedingte Abbrüche wandelt sich das hier gebotene Bild im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte stetig. Das vom Romantiker Casper David Friedrich geschaffene Bildnis der Rügener Kreidefelsen ist demnach so nicht mehr zu sehen, der Traum dieses Ortes hat sich jedoch nicht verändert. Wenn es ein Paradies geben sollte, für mich sieht es so aus. Die Kraft der Buchen ist hier tief spürbar. Es ist einer der letzten, unversehrten Buchenwälder Europas.

Zum Unesco Welterbe zählen die Alten Buchenwälder. Dieser nur in Europa beheimatete Baum würde ohne das Eingreifen des Menschens 65% der vorhandenen Fläche bedecken. Die Menschheit hat es fertig gebracht, den Bestand auf 0,02% zurückzudrängen. Beim Anblick solcher Landschaften

durchzieht mich ein schmerzhaftes Gefühl von Verlust. Inmitten der Alten Buchenwälder liegt der Herthasee.

Fast kreisförmig grenzt er an eine slavische Wallanlage – die Herthaburg – Überrest der slavischen Besiedlung im 8.-12.Jahrhundert.

Zu diesem überirdisch schönem Ort gibt es eine alte Sage – die Herthasage. In seiner Schrift Germania erwähnt Tacitus einen Ort der Verehrung der Gottheit Nerthus, die mit Hertha gleichzusetzen ist. Es ist eine uralte Gottheit, die für die Mutter Erde steht. Der Sage nach soll sich die Mutter Erde auf einer Insel im Weltenmeer gelegentlich in einen heiligen Hain begeben, einen von Kühen gezogenen Wagen besteigen und über’s Land fahren. Nach dieser Fahrt, die festliche, friedliche Zeiten brachte, wurden Wagen und Göttin in einem See gebadet. All diejenigen, die Hilfe bei diesem Bad leisteten, wurden vom See verschlungen.

Bei diesem Anblick scheint mir das ein guter Ort, um zu sterben. Im 17.Jahrhundert brachte der Chronist Philipp Clüver in seiner Germania antiqua ( Leyen 1616, Band III, S.107 ) den Herthasee, der auch Borgsee oder Schwarzer See genannt wird, damit in Verbindung. Aus heutiger Sicht ist diese Theorie unhaltbar. Der umtriebige Wirt des Gasthauses am Königsstuhl sorgte dafür, das die Legende erhalten blieb, ihm brachte das rege Kundschaft ein. Auch von einer Herthabuche geht die Sage, ihre Blattgeräusche im Wind sollen eine Rolle bei den Weissagungen der Priester gespielt haben. Inzwischen ist die alte Buche, ähnlich dieser,

umgebrochen. Weiter geht unser Weg zum Hochufer. Durch die alten Buchen sind die Kreidefelsen schon zu erkennen.

Die kleine und die große Stubbenkammer liegen im Nationalpark – Zentrum Königsstuhl. Ein Betreten des selben ist nur gegen Eintritt möglich. Stubbenkammer – der Name kommt aus dem Slavischen. Von Stopin für Stufe und von kamen für Fels.

Was ich hier sehe ist atemberaubend schön…

Ostseewasser – türkisfarben. Auf der großen Stubbenkammer liegt, 118 Meter hoch über einem Hünengrab aus den Jahren 2200-800 vor Christus, der Königsstuhl.

In den alten Zeiten, so geht die Maehr, wurde derjenige zum König gewählt, der als Erster von der Seeseite her den Kreidefelsen erklommen hatte. Neuere Geschichten erzählen von einem Schwedenkönig, der sich auf seinen Sieg einen Stuhl dorthin setzten lassen hat. Ich bleibe für mich bei den alten Erzählungen, in denen Könige ihrer herausragenden Eigenschaften wegen gewählt wurden. Die traumhafteste Aussicht hat man von der kleinen Stubbenkammer, der südlich vom Königsstuhl gelegenen Kreidewand.

Hier gibt es keine Zeit.

Obwohl Herrscher ihre Namen hinterließen. Die Viktoriasicht – der unglaublichste Ausblick meines Lebens –

benannte Kaiser Wilhelm I.anlässlich seines Besuches hier am 10.Juni 1865 nach seiner mitanwesenden Schwiegertochter – der preußischen Kronprinzessin Viktoria.

Über eine Strecke von 15 Kilometern und eine Höhe von bis zu 120 Metern ziehen sich die einzigartigen Kreidefelsen der Insel Rügen.

Es gibt sie – die wahren Wunder – dieser, unserer Welt.

Erinnerungen – Kino


Meine Mutter erzählt gelegentlich von den Ausflügen in ihrer Jugend ins Kino. Bevor Fernseher im eigenen Zuhause sich einschlichen, ermöglichte das Kino in seinen Anfangszeiten bildliche Ausflüge in andere Welten und war bunte Abwechslung zum Alltag.

Selbst habe ich Kino in meiner Kinder-und Jugendzeit als selbstverständliche Tatsache empfunden. Am Sonnabend ging ich ins Kino. Mit Schulfreunden natürlich. Schon über die Woche hatten wir uns in den Aushängen im örtlichen Kino ausgesucht, welchen Film wir besuchen würden. Ich ging meistens in die 15.00 Uhr Vorstellung, vorher holte ich meine Freundin ab. Ob wir im Parkett oder Sperrsitz gesessen haben, hing vom noch vorhandenem Taschengeld ab. Später, als ich älter wurde, besuchte ich auch die 19.00 Uhr Vorstellung. Oben im Sperrsitz auf der letzten Reihe saßen die Knutscher…noch gehörte ich nicht dazu. Zu spät Kommenden leuchtete die Platzanweiserin, die gleichzeitig Kassiererin und Ordnungsdienst war, mit einer Taschenlampe den Weg. Niemand hätte gewagt, ihren Anweisungen nicht zu folgen.

Zu meiner Freude ging einmal meine Mutter gemeinsam mit mir in’s Kino. Barbara Streisand war in „Is’was Doc“ zu bewundern. „Was will denn die Alte hier“ empörten sich lautstark meine jugendlichen Kinofreunde. „Das ist keine Alte, das ist meine Mutter“ beschützte ich sie und Ruhe war. Damals hatte eine offen geäußerte Meinung, die von Wahrheit geprägt war, noch Gewicht. Kino war ein Blick in die Welt. Heiter oder besinnlich, die Wahl lag beim Kinobesucher. Das Kino meiner Heimatstadt hatte einen überdachten Vorraum, in Glaskästen hingen Poster der nächst gespielten Filme. Hinter einer Glasscheibe war der Schalter, an dem Eintrittskarten gekauft oder vorbestellt werden konnten. Waren die Karten für eine Vorstellung vergeben, klebte die Schalterdame, die gleichzeitig Einlasskontrolle war ein „Ausverkauft“ quer über die in den Glaskästen hängenden Poster der Filme. Wir haben weder Popcorn noch Cola gebraucht, um den Kinotraum zu erleben. Gelegentlich hatte einer eine Tüte Knabberzeug bei sich. Wühlte er während der Vorstellung darin herum, durfte er sich eines zischenden “ psssssssst“ von allen Seiten bewusst sein. Niemals war ich ein Anbeter von Stars oder Regisseuren. Gesprächen, die daraus folgten, bin ich immer entwichen. Kino war für mich ein Ort, an dem ich Freunde treffe, um gemeinsam mit ihnen in eine Welt zu tauchen, die wahr und gleichzeitig Traum ist. 

Mittlerweile ist Kino zu einem teueren „Vergnügen“ geworden. Eintrittspreise schnellen in Höhen, die von all den Snacks (kennt eigentlich jemand das deutsche Wort Imbiss dafür noch) und Getränken im Kassenbereich noch übertroffen werden. 

Vor einigen Jahren schloss das Kino in meiner Kleinstadt, kaum jemand ging noch hin, Einkaufscenter und Erlebnisparks boten der hungrigen Meute Ersatz.

Seit kurzem hat es wieder geöffnet. Ein Verein hat sich des Hauses angenommen, es renoviert. In den hinteren Räumen bietet es einer kleinen Tanzbar Platz. Im Kino selbst gibt es Vorführungen von besonderen Filmen, die sich einer Themenreihe einordnen und es gibt die Möglichkeit, danach darüber gemeinsam zu diskutieren. Bei Wasser oder Wein.

Der Traum lebt.

Empfehlenswertes

https://rosenkocht.wordpress.com/

Wo/anniges

Was Luxus ist, definiert jeder anders.
Für mich sind es Alltagsmomente, die durch kleine Besonderheiten Entspannung und Wohlbefinden schenken.
Manche besuchen gerne Bäder oder saunieren. Das mag ich auch, doch nicht immer ist ein Besuch ohne größeren Aufwand – auch an Zeit – möglich, schon gar nicht, wenn man abgelegen wohnt.
Ein Ausgleich sind mir Wannenbäder, gern mit wechselnden Zusätzen.
Lange Zeit habe ich Ölbäder gemieden.
Fettaugen im Badewasser und einen klebriger Film auf der Haut und in der Wanne finde ich abschreckend.
Ein Ölbad mit völlig anderen Eigenschaften bietet das
Indulgence Bath Oil von Bloom & Blossom.

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Die britische Firma hat sich auf die Pflege von Babys sowie junger und werdender Mütter spezialisiert. Das ist aber kein Grund, die hochwertigen Produkte nicht auch in meinem Alter zu nutzen.
Bei der Körperpflege ist es wie beim kochen…gute Zutaten garantieren ein gutes Ergebnis.
Eine große Flasche Badeöl für ganz wenig Geld kann nicht mit natürlichen Inhaltsstoffen gefüllt sein. Unsere Großmütter meinten zu Recht, dass Billigkauf nicht lohnt. Die Erzeuger müssen auch etwas verdienen können, um zu existieren. Ein Bad in Naturölen pflegt und schützt die Haut und damit meine Gesundheit. Ich bade ja nicht täglich darin und doch sind es diese kleinen, feinen Momente die den Alttag besonders machen.
Indulgence heißt nichts anderes als schwelgen oder Luxus. Die in dem Badezusatz enthaltenen ätherischen Öle helfen Spannungen abzubauen und pflegen die Haut – das größte der menschlichen Sinnesorgane – auf natürliche Weise.
Und eine zweite Eigenschaft hat dieses Öl. Ich kann es zur Nachbehandlung von Narben benutzen. Direkt aufgetragen und leicht einmassiert, hilft es Narben zu reduzieren.
Für alle Frauen, die nach einer Schwangerschaft Dehnungsstreifen haben, ein gutes Mittel, das auch vorbeugend angewandt werden kann. Aber auch andere Narben können gemildert werden.
Dieses besondere Badeöl besteht aus:
Mandelöl, Ylang- Ylang Öl, Lavendelöl, Aprikosenkernöl, Olivenöl und Schachtelhalmextrakt. Zusätzlich ist es mit Vitamin E angereichert.
Zum Schachtelhalm habe ich schon einmal über den Tee daraus berichtet.
https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2015/06/23/pflanzliche-dinos-schachtelhalm-und-der-tee-daraus/
Der Extrakt hat eine gewebsfestigende Wirkung, entwässert leicht und ist wundheilend.
Die im Schachtelhalm enthaltene Kieselsäure hilft dabei ebenso wie Flavonoide.
Flavonoide sind pflanzliche Farbstoffe, die eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung haben. Aprikosenkernöl ist ein wahrer Jungbrunnen. Es eignet sich für empfindliche Haut, spendet Feuchtigkeit und ist schonend mild.
Wie Mandelöl enthält es bis zu 65% ungesättigte Fettsäuren.
Mandelöl zählt auch deshalb zu den besten Ölen. Reich an Vitamin A, E, B und D sowie Mineralien vermittelt es der Haut Elastizität und wirkt damit verjüngend. Zudem ist es sehr gut verträglich.
Ein ganz besonderes Öl kommt mit dem der Ylang-Ylang Blume – der Blume der Blumen – dazu.
Kaum ein Duft kommt seinem süß-blumigen Geruch gleich. Er wirkt sinnlich erotisierend und hat zusätzlich eine ausgleichende Wirkung.
Ylang-Ylang Öl löst nervöse Anspannungen.
Deswegen wird es gern in der Aromatherapie angewandt, um Angst, Wut, Eifersucht oder Lustlosigkeit zu mindern.
Dem Badeöl gibt es einen lieblichen Duft, der Trubel vertreibt und wohltuende Entspannung schenkt.
Schließlich finden sich noch Olivenöl und Lavendelöl im Bad. Olivenöl und seine Eigenschaften sind bestens bekannt.
Lavendelöl ist wieder ganz speziell. Es gibt die verschiedensten Arten – den verschiedenen Lavendelsorten entsprechend – auch Mischölsorten gibt es. Das Lavendelöl bekommt demnächst einen eigenen Artikel. Hier sei nur auf seine beruhigende Wirkung für die Seele hingewiesen. Auch bei der Narbenreduktion ist es sehr hilfreich.
Ein bis zwei der daumennagelgroßen Verschlusskappe genügen für ein Vollbad. So ein Fläschchen reicht lange und schenkt einige genüssliche Bäder.

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Mit dem warmen Wasser verbindet sich das Öl gut und schwimmt nicht auf der Oberfläche.
Die Haut klebt nach dem Bad nicht, sondern fühlt sich weich und geschmeidig an, ein nachcremen ist überflüssig.
Der leichte, kaum wahrnehmbare Duft des Badewassers bleibt als sinnliche Note auf der gepflegten Haut zurück und löst Wohlbefinden aus.
Das Öl ist parabenfrei und frei von künstlichen Geruchs- und Farbstoffen.
Nach einem heißen Sommertag, an einem kalten Winterabend, in der Hoffnung des Frühlings und im Abschied des Herbstes schenkt dieses Bad einen ganz besonderen und intensiv pflegenden Alltagsmoment.

Einläutendes

Um in’s Wochenende zu kommen, braucht’s nicht viel.
Mich führt mein Weg dahin durch die kleine Allee der Chemnitzer Innenstadt.

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Vorbei am Springbrunnen,  der – wegen der vorherrschenden Schafskälte – einsam vor sich hin plätschert.

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Beim Lieblingsitaliener herrscht kein Andrang und auch mich zieht ’s bei diesem Wetter zu den schokoladigen Sorten.

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Mit meiner Kugel Fastwochenende setze ich mich auf eine der leeren –  vom Dauerregen, der gerade für mich kurz Pause macht – leicht nassen Parkbänke, nicht ohne sie vorher mit Papiertaschentüchern trocken zu wischen. Nougatstückchen zergehen schmelzend auf der Zunge und meine Laster nehmen ihren Lauf.
Zwei Vorteile hat das Regenwetter (die aufatmende Erde ausgenommen):
1. Der Regen intensiviert den Duft der Lindenblüten und des Jasmins – wie ein edles Parfum zieht er durch den Park – mischt sich mit dem Geruch der nassen Erde zu einem Aroma, das trotz aller Nässe und vorhandener Kälte ein Sommergefühl aufkommen lässt und
2. bei diesem Wetter kann ich weder Pumps noch Sandalen und schon gar keine Flip- Flops tragen. Also brauche ich dringend neue, geschlossene Sommerschuhe, wer will schon wegen nasser Füsse eine Sommergrippe riskieren. ..

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Trara….da sind sie.
Auf damit in ein schönes Wochenende, für euch und für mich.