Archiv der Kategorie: Lieblingsgerichte

Blätterteigtaschen mit Lachs, Käse und Spinat

Das ist ein schnell gemachtes Abendessen, durch die knusprige Blätterteigtasche ist es dennoch etwas kleines Besonderes.

Vom Lachs entferne ich die Haut,

brate ihn kurz und kräftig an. Er muss nicht ganz gar sein, weil er noch in den Backofen kommt und er soll nicht zu trocken werden.

Beim Spinat habe ich es mir noch einfacher gemacht, ich verwende Tiefkühlspinat. Den Blätterteig habe ich auch tiefgefroren gekauft und fülle ihn jetzt mit Lachs, Spinat und Käse. Mein Mann mag Spinat nicht, also lasse ich ihn weg und er bekommt mehr Käse als Füllung.

Fisch und Spinat lasse ich abkühlen, damit der Blätterteig nicht davon läuft. Die Ecken umschlagen und fertig. Sollte der Teig irgendwo gerissen sein, lässt er sich leicht mit aufgesetzten Restteigstückchen kleben.

Ich verquirle ein Ei und pinsele den Blätterteig damit ein, so wird er schön braun.

Bei 180 Grad Umluft backe ich meine Teigtaschen in 20 Minuten fertig.

Außen kross, innen saftig, schnell gemacht und wunderbar schmackhaft.

Abgebrochenes oder Relish von grünen Tomaten

Beim Anbinden der Tomatenpflanzen sind ein paar Tomätchen, noch grün, abgebrochen. Schade drum. Ich mach was aus ihnen – ein Relish von grünen Tomaten.

In der englischen Küche darf Relish nicht fehlen. Das süßsäuerliche, stückig-sämige Püree aus mariniertem Obst oder Gemüse wird dort traditionell kalt verwendet. Als Brotaufstrich oder als kalte Soße zu Fleischgerichten und Gegrilltem.

Ich mache das nicht kilogrammweise, sondern verarbeite nur meine abgebrochenen Tomätchen. Das sind 300g, weiter braucht es dafür:

300g grüne Tomaten

100g Zwiebel

25ml milden Weißweinessig

1/2 TL Senf

1/2 TL Tomatenmark

Salz

Pfeffer

Paprika

ein kleines Stück Ingwer

einen Hauch Vanille

Die Tomaten entkerne ich und schneide sie in grobe Stücke, ebenso die Zwiebel. 

Darauf gebe ich Zucker und Salz, decke die Schüssel ab und lasse sie über Nacht im Kühlschrank stehen.

Am nächsten Tag koche ich alles, 

vermischt mit Essig und Senf und den Gewürzen, 

auf und lasse es offen einköcheln, bis die Flüssigkeit reduziert ist, das dauert etwa eine halbe Stunde.

Mit den vielen Stückchen ist das nicht meins, deshalb püriere ich mein Relish grob, obwohl das nicht dafür typisch ist und es so eher an ein Chutney erinnert, dennoch flüssiger ist und auch deutlich säuerlicher.

In saubere Gläschen gefüllt, ist das grüne Tomaten Relish lange haltbar und eine leckere, kalte Soße, besonders köstlich zu gegrillter Hühnerbrust. Weder zu scharf, noch zu süß oder zu sauer gibt es eine pikante Würze.

Bild

Unsere ersten selbstgemachten Nudeln…

(Ich habe einen vorbereiteten Beitrag den ich jetzt gerne veröffentlichen möchte.

Ansonsten bin ich in den nächsten Tagen zu beschäftigt, um immer hier zu sein.)

…sind eine Gemeinschaftsarbeit. Lediglich den Teig habe ich gemacht. Mein Mann hat die Nudelmaschine bedient und eine Soße aus Meeresfrüchten und Tomaten dazu gemacht.

Der Teig ist sehr einfach, es braucht dazu für zwei Personen:

150g Weizenmehl Typ 550

1 EL Olivenöl

1 1/2 Ei

eine Prise Salz

Mit meinem treuen RG 28 knete ich alle Zutaten und knete dann weiter mit den Händen, etwa 10 Minuten bis der Teig zu glänzen beginnt.

Die Schüssel verschliesse ich und lasse den Teig 30 Minuten ruhen.

Auf der bemehlten Arbeitsfläche rollt ihn mein Mann erst mit dem Nudelholz aus,

viertelt den Teig dann und dreht ihn mit der Nudelmaschine auf die gewünschte Stärke.

Dafür dass es unser erster Teig ist, geht das alles sehr gut von der Hand.

Mit dem Aufsatz der Nudelmaschine schneiden wir jetzt die Nudeln. Am Anfang geht das zu zweit besser, einer dreht und einer fängt die Nudeln auf.

Richtig gut sind sie geworden. Für ca. 4 Minuten kommen sie jetzt in reichlich kochendes Salzwasser. So sind sie wunderbar al dente und kommen nun in die verlockend duftende Meeresfrüchtesoße.

Das Essen war ein Genuss. Und weil es so gut geklappt hat, machen wir das bald wieder.

Koch doch !  oder Tagliatelle mit Champignons und Kräutern

Koch doch!

Wirklich!

Wenn nix da ist, nimm Reste und Reserven…

bissel Frisches gib dazu.. 

Olivenöl, Knoblauch und Schalotten sind immer da…

Hühnerbrühe auch..

Sahne sowieso…

frisch pflückst du die Kräuter hinein

Guten Appetit!

Spargelgedanken

Kalt bleibt es draußen. Blüten wechseln zwischen erblühen und erfrieren ihre Farbe schnell in‘ s Braun des Vergänglichen. Erde ebendieser Farbe gibt weiße Spitzen frei. Zu ernten von Händen die wiederum erdfarben geworden sind unter der alltäglichen Last des Broterwerbs. Gebündelt und gepackt die Frühlingsware von Saisonarbeitern, reichen muss das Geld bis zur nächsten Saison der Weinlese, dann die Hände dem Himmel näher. Am Abend vielleicht der Genuss von beidem. 

Im Dampfgarer knackig frisch im Schinkenmantel gehüllt, wie der eigene Körper des Tages geschützt werden muss.

Nichts verschwenden, die Schalen kochen 

und den Sud mit Butter mischen und mit Eidottern, gelber als die mangende Sonne. 

Und immer noch Süden im Sinn und die Zitronen und den Wein, die in ihm gewachsen, geben in die Soße, deren Butter auch den Händen, den geschundenen, gut tut.

Die Hände, die erdfarbenen, quirlen lassen wie die Gedanken, die freien.

Das duftige Brot rösten und einatmen dabei und aus und leeren das Glas bis zum Grund.

Sonntagsschaus – Spaghetti Bolognese

Ich bin ja nicht feinmotorisch begabt, auch beim Aufstellen der Schüsseln fehlt mir eine klare Ausrichtung. Macht dem Geschmack und mir nichts aus. Mein Mann kocht akurater. Seine Bolognese ist besonders lecker, ob ihres hohen Anteils an geröstetem Gemüse.

Es braucht dafür: 

Staudensellerie

Möhren

scharfe Zwiebeln

Knoblauch

Tomatenmark

Kräuter der Provence

Thymian

Honig

Salz/Pfeffer

Rinderhackfleisch

wenig Rotwein (nur für den Geschmack, der Alkohol verkocht)

wenig Brühe

Bolognese kann eigentlich fast jeder kochen und genauso kocht sie jeder wohl etwas anders. Also erspare ich euch ein langes Rezept, die Bilder sprechen für sich.

Schmeckt großartig. Immer wieder.

Sonntagsschmaus – Coda alla Vaccinara

Überall dort war ich ebenfalls nicht, auch noch nie in Rom. Es ist nicht wahrscheinlich, dass ich jemals hinkommen werde, ich bedauere das nicht. Beim Kochen hole ich mir das Beste der Länder in mein zu Hause – ihre Küche. Coda alla Vaccinara ist nichts anderes als Ochsenschwanz. In Deutschland landet, wenn überhaupt noch, dieses Stück Fleisch in der Suppe. Reise ich also in Gedanken in die ewige Stadt und verfange mich in der Küche der einfachen Leute. Coda alla Vaccinara ist das Gericht Roms überhaupt. Die beste Übersetzung dürfte diese sein – nach Art der Metzgersfrau. Das italienische Wort für Metzger ist Macellai, abgeleitet vom Verb macellare für schlachten. Vacca ist die Kuh. Ziemlich eindeutig also worum es sich bei diesem Gericht handelt. Die Männer, die im Schlachthof am Testaccio arbeiteten, durften als Teil ihres Lohnes die weniger edlen Teile des Tieres, das sogenannte Quinto Quarto – das fünfte Viertel – mit nach Hause nehmen. Der Ochsenschwanz gehörte dazu, auf den Tisch der Aristokraten kam dieses wohlschmeckende Gericht nicht. Wenn die wüßten, was sie verpassten! Es ist so wunderbar lecker, einen solch verlockenden Duft beim Zubereiten verströmend, dass mir schon beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Zubereitung braucht Zeit, auch das ist eine Wohltat.

Es braucht dafür:

1,5kg Ochsenschwanz

2 rote Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

3-4 Möhren

6 Stiele Staudensellerie

400g Tomaten

200ml Rinderfond

2 EL Olivenöl

300ml trockenen Rotwein

1 kleine Dose doppelt konzentriertes Tomatenmark

1 TL Wacholderbeeren

1 TL Pfefferkörner

Meersalz

2 Zweige Rosmarin

1 TL gerebelten Thymian

1 TLspitze Zimt

1 Bund Petersilie

Das Gemüse schneide ich in kleine Würfel. Diese Arbeit, von vielen ungemocht, ist für mich reine Entspannung. Schnipp, ein Gedankengang, schnipp, noch etwas unverdauliches im Kopf erledigt, schnipp, das Gemüse ist fertig und mein Kopf klarer.

Aufzuheben ist dabei unbedingt ein wenig Selleriegrün, gemeinsam mit der Petersilie ergiebt das am Ende eingehackt die letzte Würze. Die Tomaten habe ich eingeschnitten, überbrüht und gehäutet, bevor auch sie Opfer meiner Art zu meditieren werden.

Gut abgespült werden muss der Ochsenschwanz, den mein Gärtnergatte beim Fleischer bestellt und in Stücke hat hacken lassen.

Im besten Olivenöl brate ich ihn an und würze mit Meersalz.

Das Fleisch nehme ich danach wieder aus der Pfanne, um im selben Öl das Gemüse zu rösten.

Ist das geschehen, gebe ich den Ochsenschwanz wieder dazu und lösche mit, selbstverständlich italienischem Rotwein, ab.

Dann kommt das doppelt konzentierte Tomatenmark, die Tomaten und die Brühe dazu.

Meine Küche duftet so verlockend, das ich anfange O sole mio vor mich hin zu summen. Es wird noch schöner. Seit kuzem besitze ich endlich einen Mörser, mein Gärtnergatte hat ihn mir geschenkt, in ihm zerkleinere ich die Wacholderbeeren und die Pfefferkörner,

um sie dann dem Gericht zuzugeben. Duftorgien sind das. Gerebelter Thymian, Rosmarinzweige und eine Teelöffelspitze Zimt erweitern sie und bringen mich in den Kochhimmel.

All das Gute schiebe ich nun in den Backofen. Eine halbe Stunde lasse ich alles bei offenem Deckel und 150 Grad Umluft vor sich hin garen, dann wende ich die Fleischstücke und schenke ihnen und mir eine weitere halbe Stunde, bevor ich den Deckel darauf gebe und alles bei 120 Grad Umluft mindestens drei Stunden auf die Traumreise nach Rom schicke. Dieses Gericht sollte am Vortag zubereitet werden. Über Nacht lasse ich es in aller Ruhe abkühlen. Am nächsten Tag nehme ich den Ochsenschwanz heraus, löse das Fleisch vom Knochen und teile es in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke. Die wunderbare Soße püriere ich und gebe sie danach durch ein feines Sieb. Alles zusammen kommt jetzt in einen Topf. Das Selleriegrün und die Petersielie hacke ich jetzt klein und gebe sie gemeinsam dazu. Wäre ich eine Italienerin, würde ich jetzt einen Teil der Soße nehmen und sie mit Pasta als Vorspeise servieren. Das Fleisch selbst gäbe es als Hauptgang mit Weißbrot serviert. Ich niemals in Italien Gewesene, serviere Soße und Fleisch mit Pasta.

Ein unglaublich wohlschmeckendes Essen, voller Aromen, voller liebevoll verbrachter Zeit der Zubereitung. Ich war in Rom.

Heißes für Kaltes – Zwiebelsuppe mit Käsetoast

Seit alten Zeiten ist die Zwiebel ein bewährtes Volksheilmittel. Wer kennt nicht das helfende Hausmittel bei Erkältungen – Zwiebelsaft. Seine Wirksamkeit beruht auf dem hohen Vitamin C-Gehalt der Zwiebel. Selbst das Tränen der Augen beim Schälen ist von Vorteil. Sind die Augen wieder getrocknet, sind sie auch von Bakterien gesäubert. Genauso vernichtet die Zwiebel Bakterien die sich in anderen Schleimhäuten festgesetzt haben. Schon während die Zwiebeln wachsen entwickeln sie Abwehrstoffe, deshalb müssen sie chemisch kaum geschützt werden. In jeder Zwiebel stecken Allizien und andere schwefelhaltige Verbindungen, dadurch werden die Schleimhäute auch bei starken Bakterienbefall geheilt. Auch beim Schneiden von Zwiebeln werden durch Inhalation die Schleimhäute im Nasen-, Mund- und Rachenraum desinfiziert. Von Vorteil ist zudem, dass diese Wirkstoffe nur langsam abgebaut werden und noch im Bereich von Nieren, Blasen und ableitenden Harnwegen entzündungshemmend wirken. Ätherische Öle, bestimmte Eiweißstoffe und Flavonoide wirken darüber hinaus blutdruck- und blutfettspiegelsenkend. Damit sind Zwiebeln ein famoses Mittel gegen Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte. Älteren Menschen sind Zwiebeln besonders zu raten, sie wirken appetitanregend, beugen krankhaften Gefäßverengungen vor, helfen bei Durchblutungsstörungen, Venenleiden, Hämorrhoiden… Die in ihnen enthaltene Folsäure verhilft zu einer ausgeglichenen Stimmung und sorgt für Zellwachstum. Zwiebeln sind reich an Eisen, regen die Blutbildung an und den Sauerstofftransport in den Zellen. Außerdem holen sie viel Zink aus dem Boden und bringen das rare Spurenelement – das wichtig für Bindegewebe, Libido, Gehirn und Gefäßwände ist – in unseren Körper. Sollte ein Insektenstich im Mundbereich geschehen sein, sollte man – bis der Arzt eintrifft – Zwiebel kauen, um eine starke Anschwellung, die eine Erstickung auslösen kann, zu verhindern.

Damit ist also bewiesen, schon das Zubereiten von Speisen mit Zwiebeln hält gesund, natürlich erst recht deren Genuss.

Für meine Zwiebelsuppe, ausreichend für 2 Personen, braucht es:

1 große Gemüsezwiebel (mindestens 200g)

2 rote Schalotten

1 Knoblauchzehe

3 Zweiglein Thymian

2 EL besten Olivenöls

1 Prise Zucker 

125 ml Weißwein (am Besten ein Riesling)

600 ml Hüherbrühe (Vegetarier nehmen Gemüsebrühe)

ein paar Fäden Safran

Salz/Pfeffer

2 Scheiben Toast

25 g Parmesan

25 g Gouda

Die Zwiebel schneide ich in feine Ringe.

Meine Tränen fließen heftig, aber das ist ja gesund. Gleich im Suppentopf schmore ich die Ringe in Olivenöl an.

Nur bestes Olivenöl ist zum Erhitzen geeignet, sein milder Geschmack findet sich in der Suppe wieder. Eine Prise Zucker gebe ich dazu, mit Salz und Pfeffer schmecke ich erst am Ende ab. Ich menge der Zwiebelsuppe etwas Safran bei, den ich im Weißwein einweiche.

Wenn die Zwiebel angeschmort sind, kommt der Knoblauch dazu, dann lösche ich mit Weißwein ab und gebe den Thymian hinein.

Etwa die Hälfe des Weins einreduzieren lassen, dann mit der Brühe auffüllen

und eine knappe halbe Stunde bei geschlossenem Deckel simmern lassen. In dieser Zeit toaste ich zwei Scheiben Brot 

und reibe den Käse grob.

Besonders gut schmeckt es mit Ziegenkäse, ich hab keinen da und nehme je zur Hälfte Parmesan und Gouda. Die warme Suppe fülle ich in Schalen.

Sie duftet herrlich, aber nicht nach scharfen Zwiebeln, sondern mild würzig. Der Safran hat ihr eine goldgelbe Farbe verliehen. Ich habe die verwendete Hühnerbrühe gut gewürzt und muss kaum nachsalzen. Etwas milde Schärfe gibt der Safran und die in Weißwein geschmorten Zwiebeln erinnern im Geschmack an feinstes Weinkraut. Verbunden mit der Hühnerbrühe ist meine Zwiebelsuppe von mildem, dennoch intensiven Aroma. Obenauf lege ich den Toast und bestreue ihn mit dem Käse.

Für knapp 15 Minuten kommen die Schälchen jetzt bei 200 Grad Oberhitze in den Backofen.

Danach hat sich auf dem Toast eine knusprige Käsekruste gebildet, der Toast selbst löst sich weich in der Suppe, zusammen ist das einfach köstlich. 

Gesunden Appetit.

Sonntagsschmaus – Spaghetti mit Garnelenschwänzen

Beim Italiener hat mein Gärtnergatte vor kurzem ebendieses Gericht mit Genuss verspeist. Also koche ich es für ihn nach, ich geb mir große Mühe und hoffe, er findet es genauso gut wie im Restaurant. Gelegentlich habe ich das Temperament einer Italienerin, das sollte ich also hinkriegen.

Für meine Spaghetti mit Garnelenschwänzen braucht es:

Spaghetti

Garnelenschwänze

2 Schalotten

2 Knoblauchzehen

2 TL Olivenöl

Zitronensaft

50ml Gemüsebrühe

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/01/06/kuechenfriemelei-gemuesebruehe/

4 EL saure Sahne

1 TL Zucker

200g Kirschtomaten

2-3  Zweige Thymian

Salz/Pfeffer

Den Thymian aus dem Winterschneegarten zu holen ist reine Freude. Gut, dass der Thymian geschützt steht, so kann ich ihn ohne Schnee schippen zu müssen plücken.

Ich habe kochfertige Garnelenschwänze gekauft, diese beträufle ich mit Zitronensaft.

In einer Pfanne erwärme ich bestes Olivenöl, die Supergärtnerin versorgt mich oft damit. Darin schwitze ich Schalotten und Knoblauch an, 

die ich vorher, gemeinsam mit den Tomaten, kleingeschnitten habe.

Ich habe meine Kamera vom draußen fotografieren noch auf Handeinstellung eingestellt, darum sind alle Fotos nicht richtig geworden. Dem Geschmack hat’s nicht geschadet.;-) 

Nun kommen die Garnelenschwänze und der Thymian hinein, alles lasse ich kurz ziehen. Mit der Gemüsebrühe lösche ich ab, gebe die saure Sahne und die Kirschtomaten dazu. Etwas Zucker kommt dazu und Salz und Pfeffer. Die Garnelenschwänze nehme ich wieder heraus, damit sie nicht wie Gummi werden. Etwas lasse ich die Soße danach einkochen.

In die duftende Soße gebe ich bissfest gegarte Spaghetti und vermenge alles gut. Obenauf kommen die Garnelenschwänze, wieder gut vermengen und servieren. 

Wir essen dieses Gericht, zum Schrecken jedes Italieners mit Parmesan.

Duftend wie beim Italiener und genauso gut schmeckend ist alles geworden, sagt mein Gärtnergatte. 🙂 

Kinderbonbonmarmelade – Physalis und Grapefruit

Gern esse ich meine Weihnachtsdekoration auf, die Granatäpfel des vergangenen Jahres landeten gemeinsam mit Rum auf meinem Frühstücksbrötchen. 

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/01/15/konservierte-weihnachtsdekoration-oder-granatapfelgelee-mit-rum/

In diesem Jahr war der Tisch mit Physalis geschmückt. Übrig geblieben sind keine, meine Schaukelinhaberin hat alle mitgenommen. Im Winter esse ich gern sonnengelbe Marmeladen. Mir macht diese Farbe Freude. Hole ich mir also neue Physalis – Kinderbonbons sagt meine Schaukelinhaberin zu Physalis, ein fantastischer Name, den sich ihre Mama hat einfallen lassen, um die Kleine zum Obst essen zu bringen. Physalis sind lecker und gesund. Hier zu lesen.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/tag/physalis/

Nur mit Physalis wird mir mein sonnengoldenes Frühstück zu süß, also mische ich etwas Herbe bei mit Grapefruit. Auch diese Frucht ist sehr gesund und köstlich. Zu lesen hier.

https://www.google.de/amp/s/teil2einfachesleben.wordpress.com/2015/03/25/grapefruit/amp/?client=ms-android-om-lge

Wieder verzichte ich in dieser Marmelade auf fertigen Gelierzucker, ich nehme braunen Rohrzucker und Gelierhilfe. Der Versuch beim Granatapfelgelee des Herbstes

https://www.google.de/amp/s/teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/11/10/spaetherbstliche-fruehmorgensinnlichkeit-oder-granatapfel-sekt-gelee/amp/?client=ms-android-om-lge

hat mich überzeugt, die Süße ist eine andere…angenehmere. Gesünder als andere Zucker ist brauner Rohrzucker jedoch auch nicht. Er ist nur nicht speziell gereinigt und hat deshalb ein paar Mineralien mehr ( vergleichbar mit naturtrüben Apfelsaft ). Ich finde jedoch, dass die Marmelade dadurch besser schmeckt. Auf weitere Gewürze verzichte ich, Fruchtgeschmack möchte ich nach Weihnachten am Liebsten pur. Von meinen Marmeladen mache ich keine Unmengen, so habe ich Abwechslung auf dem Frühstückstisch und keine Stau alt werdender Marmeladen im Schrank.

Für meine Physalis-Grapefruit-Marmelade braucht es:

1 Schale Physalis

1 Grapefruit ( püriert ergibt das zusammen 200ml Fruchtsaft )

70g braunen Rohrzucker

5g Gelierfix 3:1

1TLspitze Ascorbinsäure

Die Kinderbonbons befreie ich von ihrer Schale und püriere sie. 

Mit der Grapefruit verfahre ich genauso. Ich löse das Fruchtfleisch und püriere es fein. 

Gemeinsam landen die Früchtchen im Topf, ich gebe Rohrzucker und Gelatine dazu und lasse alles aufkochen. Vorgegeben ist eine Kochzeit von 3 Minuten, das ist zu kurz. Mindestens 5 Minuten sollte die Marmelade köcheln. Man sieht auch, wenn sie gut ist, die Farbe wird dann dunkler und klarer. Wunderbar ist nicht nur die Farbe, sondern auch der Marmeladenduft der durch’s winterliche Haus zieht.

Von meiner Tochter habe ich zu Weihnachten feine Gläschen bekommen, in sie fülle ich meine sonnengoldene Marmelade.
Guten Morgen.