Archiv der Kategorie: Kleines – Feines

Kleines – Feines oder Tortellinisalat mit Lachs und Artischokenherzen

Schnelle, einfache Küche mag ich. Wer will in diesem Sommer schon in einer durch kochen noch heißer werdenden Küche stehen?

Also hole ich ein paar schon vorbereitete Zutaten aus meinem Vorratsschrank und mache daraus einen frischen Salat.

Für meinen Tortellinisalat braucht es:

eine Packung mit Lachs gefüllter Tortellini

ein Gläschen in Öl eingelegte, säuerliche Artischockenherzen

ein paar Scheiben Räucherlachs

ein Stengel Borretsch

Pfeffer

Klein geschnitten gebe ich die Artischockenherzen, gemeinsam mit dem Öl aus dem Gläschen in eine Schüssel, eine weitere Zugabe von Öl und Essig wird dadurch unnötig.

In Streifen geschnitten kommt geräucherter Lachs dazu. Die Blätter meines derzeitigen Lieblingskrautes Borretsch schneide ich mit der Kräuterschere hinein, sie bringen angenehme Frische in den Salat und die kornblumenblauen Blüten hübschen das Ganze optisch auf.

Alles vermenge ich. Während dessen sind die Tortellini gekocht, mehr als 10 Minuten brauchen sie nicht, wir wollen sie knackig im Salat haben. Noch warm gebe ich sie hinein, so nehmen sie besser den Geschmack von Lachs, Artischocke und Borretsch an. Nur etwas Pfeffer aus der Mühle dazu und fertig ist der Salat.

Alles braucht kaum länger als 20 Minuten.

Für mich passen Hühnchen und Lachs gut zueinander. Streifen einer Hühnerbrust habe ich in Sojasoße, Olivenöl und gepressten Knoblauch eingelegt. In der Sommerküche bereitet mein Mann sie auf dem Grill dazu.

Der Salat hat ein feines Lachsaroma, Artischocke und Borretsch machen ihn frisch – ein Sommergenuss.

Tomaten und Freilandgurken aus dem Garten dazu – einfach(es) Leben.

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Kaltes für Heißes – Meeresfrüchtesalat

Irgend etwas muss man auch bei diesem heißen Wetter essen. Frisch möchte ich es und leicht.

Meeresfrüchte scheinen mir ideal, dazu frische Zutaten aus dem Garten, zubereitet in meiner schattigen Wohnküche, deren Rollo’s momentan fast ganztags geschlossen bleiben.

Es braucht für meinen Meeresfrüchtesalat:

1 Glas sauer in Öl eingelegte Meeresfrüchte

1 Freilandgurke

1 Stengel Borretsch

2 Anchovies

2 getrocknete Tomaten

1 Zehe Knoblauch, gepresst

weissen Balsamico

Olivenöl

Salz/Pfeffer

Puderzucker

Die Zubereitung ist einfach und dauert keine 10 Minuten.

Geschält ist die Freilandgurke leichter verdaulich, ihre Schale knackt zwar beim Hineinbeissen herrlich, ist für den Salat aber zu hart. Ich schneide sie in kleine Würfel. Etwas von dem Öl, in das die Meeresfrüchte eingelegt waren habe ich in die Schüssel getan, dann die Tierchen selber und die geschnittene Gurke.

In Öl eingelegte, getrocknete Tomaten geben zusätzlich Aroma und kommen, klein geschnitten, mit hinein.

Gepresste Knoblauchzehe gebe ich dazu und zwei in Ministückchen zerlegte Anchovies.

Besondere Frische bringt Borrteschkraut, auch unter dem Namen Gurkenkraut bekannt. Seine Blätter schneide ich mit der Kräuterschere, die Knospen und Blüten zupfe ich ab und gebe sie dazu. Die Blüten sind lecker und ein wundervoller Farbtupfer im Salat. Kleine Knospen des Krautes eignen sich hervorragend dazu, als Kapernersatz eingelegt zu werden. Ich liebe dieses kornblumenblau blühende Gewürzkraut genauso wie die Bienen und Hummeln es tun. Borretsch ist ein Heilkraut, dazu ein ander Mal mehr.

Etwas Olivenöl gebe ich dazu und ganz wenig weissen Balsamico. Mit Salz, Pfeffer und Puderzucker schmecke ich ab und stelle den Meeresfrüchtesalat kühl.

Mit Brot ist er eine ausreichende Sommermahlzeit. Bei uns gibt es ihn am Abend mit gegrillten Lachs und Schmortomaten.

Garniert habe ich meine säuerlich, würzige Erfrischung mit Borretsche- und Taglilienblüten. Meine Kapuzinerkresse muckert in diesem Jahr, die Blüten der Taglilie sind guter Ersatz und schmecken ähnlich der Kapuzinerkresse, nur fester und weniger scharf.

Im Garten ist es am Abend schattig und wir geniessen unseren Schmaus.

Kleines – Feines oder gefüllte Champignonköpfe mit Garnelen

Erste Sommerküche ist ein besonderer Genuss für meinen Mann und mich nach dem Winter. Dafür habe ich Champignonköpfe geputzt, gepfeffert und in Butter kurz angebraten. In die Köpfe gebe ich mit Sahne und Schnittlauch vermischten Frischkäse, bedecke sie mit gepfefferten Scheiben von Ziegenkäse und etwas Rächerlachs.

Ein paar junge, rohe Möhrchen reibe ich in Streifen.

Während dessen kommen die Champignons, nun gefüllt, noch einmal kurz bei schwacher Hitze für ein paar Minuten auf den Herd und dann für 10 Minuten bei 200 Grad Oberhitze zum Überbacken in den Backofen.

Darüber verteile ich die Möhrenstreifen und frischen Schnittlauch, den ersten aus dem Garten. Die knackigen Möhrchen geben den weichen, herzhaften Köpfen der Pilze einen feinen Knack.

Für die Garnelen braucht es nicht mehr als Knoblauch, Olivenöl und meinen Mann, der sie draußen in unserer Sommerküche perfekt brät.

Ein köstliches, ersten Essen im Garten hatten wir so, etwas frisches Baguette dazu und mein Relish von grünen Tomaten.

Endlich wieder…

Kleines – Feines oder „Bei mir da gibt es Bohnen nur mit Speck“ oder Pilzbohnen mit Speck

Mein Pilzbohnenrezept:

https://wp.me/p4lZsk-Ih

Kommt gut unter die Decke.

Kleines – Feines oder Ei mit Mozarella und Garnelen aus dem Zipperbeutel

Einfach ist mir lieb. Einfacher als dieses Gericht geht fast nicht. Ich brauche nicht einmal einen Tiegel, Reinigungs- und Aufräumarbeiten sind fast keine und es schmeckt herrlich.

Für 2 Personen braucht es:

2 Zippergefrierbeutel

6 Eier

6 Esslöffel geriebenen Mozarella

2 Eierlöffelchen Meersalz mit Zitronengrass und Pfeffer

2 Knoblauchzehen

30 Garnelen

Die Garnelen habe ich vorgekocht und tiefgefroren gekauft. Leicht lasse ich sie antauen und entferne dann die Schwänze.

Noch gefroren kommen sie später dazu, so bleiben sie zart.

Auf 2 Zipperbeutel verteile ich die angebebenen Zutaten. Zuerst kommen in jeden Beutel drei Eier.

Das Eigelb steche ich mit einer Gabel an, dann schüttele ich die Beutel, damit sich das Ei vermischt. Dazu kommen jetzt je Beutel drei Esslöffel geriebener Mozarella, wieder gut durchschütteln.

Knoblauch presse ich und gebe ihn dazu.

Zum Würzen nutze ich ein Meersalz, das mit Zitronengrass und Pfeffer vermengt ist, für dieses Gericht ist diese Mischung ideal.

Nun müssen nur noch die angetauten Garnelen in die Beutel getan werden.

Dann verschliesse ich sie mit dem Reissverschluss und schüttele nochmal kräftig.

Ein großer Topf mit kochendem Wasser steht schon bereit, dahinein kommen meine Beutel jetzt für 10-15 Minuten.

Wenn das Ei gestockt ist, nehme ich meine Eierköstlichkeit heraus

und richte sie auf zwei Tellern an.

Ein aromatischer Duft zieht durch’s Haus und lädt zum Essen ein.

Eine köstliche Leckerei, mit zarten Garnelen und geschmolzenem Mozarella, die sättigt, ohne zu sehr zu füllen. Vor dem Servieren habe ich nochmal leicht gepeffert – ein Genuss.

Kleines – Feines oder rauchige Kartoffelsuppe mit Schinkenspeck und Schnittlauch

https://youtu.be/1EvnACrlsV8

Nachdem mein liebster Monat – der Oktober – sein Sonnenscheinlimit erfüllt hat, lasse ich gern zu, dass er wird was er ist – ein Herbstmonat.

Natürlich interessiert es den Oktober kein bissel was ich von ihm erhoffe. Um so schöner, wenn er doch ist wie herbei gesehnt. Warme Sonne ohne Hitze, klarer, blauer Himmel, goldgelbleuchtende Bäume.

Der Garten beginnt auszuruhen. Ich lasse ihm Zeit dafür. Abgefallene Blätter werde ich erst später kehren, zu schön für vorzeitiges Beräumen sind diese leuchtenden, raschelnden Teppiche für mich. Irgendwann jedoch müssen sie gefegt werden. Die gekehrten Laubhaufen werde ich dann so entsorgen, dass alle sich darin befindlichen Insekten überleben können. Hinterm Garten beginnt die Wiese zum Wald. Dort die Blätter hingebracht, sorgt für den Erhalt des natürlichen Kreislaufs der Natur.

Gut in diese Zeit passt eine Kartoffelsuppe. Wegen der Vielfalt ihrer möglichen Varianten zählt diese Suppe zu meinen Liebsten.

Frisch im Geschmack – durch Kräuter – wie hier

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/11/18/heisses-fuer-kaltes-kartoffelsuppe/

oder herzhaft mit dem rauchigen Geschmack eines guten Schinkenspecks.

Für meine rauchig-herzhafte Kartoffelsuppe bracht es für 4 Personen:

750 g Bauernkartoffeln

2 rote Zwiebeln

3 frische Knoblauchzehen

4 Stengel Thymian

200 g geräucherter Schinkenspeck

500 ml Hühnerbrühe

Gute Bauernkartoffel erkennt man ganz einfach – sie müssen gewaschen werden. Wenn an der Kartoffel noch Erdstückchen sind, kann ich sicher sein, dass diese Kartoffel nicht durch eine mit Chemikalien versetzte, industrielle Waschanlage gelaufen ist. 

In einem großen Topf lasse ich den Schinkenspeck ausgehen. Das duftet wunderbar nach Geräuchertem. Von Bekannten, die sich revanchieren wollten, haben wir eine Seite –  beim Bauern geräucherten Schinkenspecks – bekommen. Auch hier zählt die Güte des Produkts. 

In dem ausgelassenen Speck schmore ich Knoblauch und Zwiebeln an,

gebe dann die klein geschnittenen Kartoffeln dazu und den Thymian. Dann fülle ich mit Hühnerbrühe auf, gebe einen Deckel auf den Topf und gare mein Süppchen bei kleiner Hitze für ca.30 Minuten.

Nach dieser Zeit nehme ich den Topf vom Herd und entferne die Schinkenspeckscheiben, die ich klein schneide und am Ende wieder in die Suppe gebe.

Meine Kartoffelsuppe püriere ich nun, gebe die Schinkenspeckwürfel hinein und reichlich frischen Schnittlauch obendrauf.

Was du Gutes in die Suppe tust, lohnt dir deren Geschmack und dieser ist einfach herzhaft-deftig.

Kleines – Feines oder Butternutsuppe mit Garnelenschwänzen

Der 31.Oktober naht. Golden leuchtend.  

Sächsin, die ich bin, kann ich mich schwer dem amerikanischen Halloweenhang hingeben, hier ist der 31.Oktober Reformationsfeiertag. Nun tu‘ ich mich auch mit Luther schwer, näher kommen mir die drei Katharinen seiner Zeit. An eine davon erinnerte ich hier:

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/02/14/frauen-die-geschichte-schrieben-katharina-zell-um-1497-5-9-1562/

Aber Kürbis gehört in diese Zeit. In Suppen, die nicht sooo direkt nach Kürbis schmecken;-)  allemal.

Einen Butternut hatte ich mir geholt und geschält. Die Stückchen, welche ich davon schnitt, in Olivenöl mit Ingwer und Knoblauch angeschmort, mit Hühnerbrühe aufgefüllt und kurz sanft geköchelt.

Eine Kartoffel hatte ich dazugegeben und Salz und Pfeffer. Dann pürierte ich das Süppchen und ließ es abkühlen.

Während es dieses tat, garte ich kurz in Olivenöl und Knoblauch Garnelenschwänze und gab sie auf die lauwarme Suppe.

Kapuzinerkresse zierte das Ganze.

Fein. Wirklich. Ich esse nämlich keinen Kürbis!

Kleines – Feines oder einträchtiger Eiersalat

Es ist so einfach, wirklich.

Kein großes Programm, nur ein niedersetzen. Und ein zulassen der Behaglichkeit des Anderen und dessen Freude daran.

Wohl gibt es das, dass Arbeitstage zu lang sind. Heimkommen ist wichtig. Ausruhen ebenso. Essen auch. An harten Tagen besonders.

Warum nicht einfach vier Eier hart kochen – damit der Tag weich endet – mit Schnittlauch mischen und mit süßer Sahne, mit Senf würzen und mit Pfeffer und Salz. Ein Hörnchen in Stücke geschnitten, in Knoblauchbutter gebraten auf ’nem Teller zum Eiersalat legen.

Du magst nicht so essen…macht doch nichts… Stell den Teller neben Lieblingskreuzworträtsel, mach was du willst…Lieblingsmusik hören in der Badewanne…

Ausruhen. Für beide Seiten.

Kleines, Feines oder Geflügelburger

Mild ist dieser Herbsttag gewesen. Unerwartet. Uns macht das Lust, ein vielleicht letztes Mal in diesem Jahr unsere Sommerküche aufleben zu lassen. 

Ich habe eine Putenbrust im Haus, sie zu marinieren ist die Zeit zu kurz. Da mein Mann Burger liebt, nutze ich die Putenbrust dafür.

Für meine Geflügelburger braucht es:

1 in kleine Stücke geschnittene Putenbrust

1 Ei

Ingwer

Knoblauch

1/2 Zitrone

Salz/ Pfeffer

Mit meinem Pürierstab mache ich aus der klein geschnittenen Putenbrust Hackfleisch. Zitrone, Ingwer und Knoblauch hacke ich mit klein.

Ein Ei gebe ich zur Bindung dazu und schmecke mit Salz und Pfeffer ab.

Mit meiner Burgerpresse forme ich uns zwei Burger daraus.

Uns hat dieses schnell zubereitete, einfache Essen im Garten einen fabelhaften Herbstnachmittag geschenkt.

Kleines – Feines oder Schinkenröllchen 

Dieses Essen ist Erinnerung pur. Sonnabends zum Abendbrot hat meine Mutter es oft serviert. Etwas ganz besonderes war das damals. Der gekochte Schinken auf dem Teller bedeutete, Freitags beim Fleischer angestanden zu haben. Mit den Augen von heute gesehen, schätze ich diese Zeit. Frische Ware, statt eingeschweißt…eingepackt in Papier. ..also gönne ich uns wieder etwas besonderes einfaches.

4 Scheiben gekochten Schinken braucht es für zwei Personen und 4 hart gekochte Eier. Schnittkäse kommt dazu und zwar reichlich –  fast alle DDR-Gerichte leben von mit Käse Überbackenem – 8 Scheiben eines geräucherten, aber mildem Käse nehme ich dafür. Die Eier einfach in allem einwickeln

und für 15 Minuten bei 150 Grad Umluft überbacken. Es gibt nicht vieles, das einfacher und wohlschmeckender ist.