Archiv der Kategorie: Ich

Wege

Wie komme ich auf Arbeit?

Ich fahre kein Auto und nutze die öffentlichen Verkehrsmittel.

In der DDR geboren, habe ich dieses, dort übliche Verhalten, beibehalten.

Täten dies mehr Menschen, wäre der Straßenverkehr entspannter…aber: Zeit ist Geld.

Zu DDR-Zeiten wohnten wir in der Nähe des Bahnhofes. Menschenschlangen liefen zu den Zügen und zurück. Arbeiter, Schüler…alles reihte sich ein und fuhr mit der Bahn zum gewünschten Zielort.

Auch innerstädtisch wurde gelaufen, statt Auto zu fahren. Mit meiner Mutter bin ich die 3km zu meinem Kindergarten gelaufen, mein Mann fuhr mit seiner Mutter auf dem Roller die täglichen 5km zum Kindergarten.

Meine Kinder habe ich mit meinem Klappfahrrad in den Kindergarten und die -krippe gebracht. Eins vorn, eins hinten, ich darauf, gelegentlich am Lenkrad einen Beutel mit der täglich frisch gekauften Glasflasche Milch darin. Den Körbchenkindersitz dazu hatte mein Mann in Berlin, wo er studierte, erbeutet, so etwas war Mangelware und nur durch Beziehung oder in der besser versorgten Hauptstadt zu bekommen.

Lange her alles.

Nun fahre ich, wie gesagt, immer noch mit den Öffentlichen und habe mehrere Möglichkeiten.

6.50 Uhr fährt der Zug. Fahre ich mit ihm, sitze ich im grellen Neonlicht, umgeben von überlaut schnatternden Schülerinnen, am Handy spielenden Schülern. Es fahren schlafende Arbeiterinen damit, ihre Unterlagen per Laptop sichtende Angestellte, laut arabische Musik hörende Ausländer, Fahrrad schiebende Kinder…ein buntes Sammelsurium, das mir zu laut ist am frühen Morgen.

Deshalb bin ich auf den Bus umgestiegen. Eigenartiger Weise verhalten sich Menschen, zumindestens im Überlandbus, ruhiger. Alles sitzt still und träumt leise vor sich hin. Auch hier habe ich verschiedene Möglichkeiten. Ich kann 6.40 Uhr fahren und fahre auf schnellstem Weg direkt in die Stadt. Oder ich fahre 6.30 Uhr und bummle über die Dörfer. Beide Busse kommen zur gleichen Zeit an.

Seit einiger Zeit fahre ich morgens mit dem Dorfbus zur Arbeit. Ich genieße das langsame Zuckeln über die Dörfer. Aufblühende Blumengärten kann ich beschauen, den Sonnenaufgang über den grünenden Feldern bestaunen, eine Zeit lang mich sammeln, bevor Streß und Hektik auf mich eindringt. Mit ebendiesen gehe ich viel entspannter um.

Eigentlich ist alles ganz einfach.

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Zum Tag

Es ist dein erster Geburtstag an dem ich deine warme Nähe nicht erleben kann, obwohl es dein 84. Geburtstag wäre.

Kein Geburtstagslied heute für dich, dafür eins deiner Lieblingslieder. Oft hast du es gesungen. Für mich, für andere, für dich allein.

Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dich denke.

Heute Nachmittag besuchen die Mädels und ich den stillen Ort, der Platz für Andacht bietet. Wir bringen dir Blumen mit und unsere dankbare Liebe.

Du bist bei uns meine liebe Mama.

Immer

Zum Tag

https://youtu.be/vCeEqVqeSaE

(Musik: Holger Biege, Wenn der Abend kommt)

Haufenweise Zweige abgerissen hat der Sturm, so wie es unwissende Menschen tun.

Aufgesammelt habe ich einige davon und eine Schale für die Mama daraus gemacht.

Auf dem Gehweg liegen Kiefernzweige und deren Zapfen. Birkenästchen überall verstreut im Garten. Die Weide hat einen großen Ast verloren.

Nie würde ich ihre Zweige schneiden, erstes Bienenfutter sind deren Kätzchen. Nun liegen sie da…

Eingesteckt finden sie neuen Sinn, zusammen mit Haselnussblüten, Efeu und violetten Stiefmütterchen, die bald schon aus all dem Grün leuchten werden.

Sacht schmiegt sich die schönen Kiefer um alles.

Jedes Ende ist ein neuer Anfang.

Die Welt ist voller seltsamer Dinge…

https://youtu.be/Mqr0ns_9bOI

(Musik: Kinderlied, Ei, ei , ei ihr Hühnerchen)

Nachdem ich eine Grippe verschleppt habe, hat mich ein dazukommender Magen-Darm-Virus umgehaun.

Ich liege wirklich ( fast ) einen ganzen Tag flach.

Eigentlich wollte ich drei Tage nichts machen…

Aber es passiert immer etwas…seien es Blog’s die ich wirklich nicht übergehen kann…( alle eure Beiträge lesen schaffe ich z.Z. nicht, ich liege ja rum und schlafe dauernd ein ) …oder ich habe seltenen Besuch.

Gugg ich so mit einem Auge vom Sofa aus in den Garten, mal sehen ob die hübschen Vögelchen von gestern wieder kommen…

Machen sie nicht, aber dafür kommen andere…

Leider hat der Besitzer sie nach einem Weilchen wieder eingefangen. Weg sind’se…ohne ein Ei dagelassen zu haben…

Die Welt ist voll seltsamer Dinge.

Pause

Ich habe Frauen-Schnupfen und gehe ins Bett.

Zum Tag

Hatte ich vergessen…

WP meint, heute habe ich 5jährigen Bloggeburtstag.

Mir ist der Blog Erinnerungsheftchen…

Neujahrswünsche

Lust wieder zu schreiben und zu bebildern wünsche ich mir.

Frauen, die sich ihrer Gleichheit bewusst sind, ohne dies unbedingt in Rechtschreibung und Grammatik darstellen zu müssen ebenso.

Männer wünsche ich mir, die jede Frau als ihnen gleich gestellt ansehen, nicht nur ihre eigene Mutter.

Genaues hinsehen, -hören und -lesen wünsche ich mir von jedem Einzelnen, also auch von mir selbst.

Zwischen den Jahren

Mein Rückblick auf das Jahr 2018 fällt kurz aus.

Was für ein Sommer. Selbst mir Schneeliebhaberin hat, zurück geschaut, diese Wärme Freude gemacht. Wäre da nicht die Trockenheit bei gewesen, aber irgendwas ist ja immer…

Im eigenen Garten konnte ich Vorsorge treffen, Die Zisterne hat genug Vorrat gehabt. Warum im Großen nicht wie im Kleinen?

Meine Mutter ist gestorben. Es war mir bewusst, dass dies bald geschehen würde. Für ihren schnellen, leichten Tod nach nur einem Tag im Krankenhaus bin ich dankbar. Wenn mich diese plötzliche Trennung auch kurz aus der Bahn brachte.

Was ist mein Bild dieses Jahres?

Am Tag der Beerdigung meiner Mutter war die ganze Familie noch einmal in der Wohnung der Mama. Unsere Mädels sind in ihrem Bett gehüpft, so wie sie es geliebt hat.

Zum Tag

Alles wie immer…alles anders…

So ein anderer Mittwoch, so ein gleicher Mittwoch. Mittwoch ist Mädelstag. Mit meiner Tochter und deren Töchtern waren wir Mittwochs bei meiner Frau Mutter zum Kaffee.

Was bleibt ist viel. Unsere Kaffeetassen (jede von uns hat eine eigene bei der Mama gehabt) habe ich mitgenommen. Sie passen kein bissel in meine Wohnung, aber es fühlt sich vertraut an aus ihnen zu trinken.

Alles so anders in diesem Advent. Was ist schwerer…die Wohnung meiner Mutter leer zu räumen bis Ende des Monats oder sie dannach nie mehr zu betreten?

Meine Mama war bis zuletzt zu Hause, einen Tag hat sie im Krankenhaus verbracht.

Freitags an ihrem letzten Abend rief ich sie an“…es geht mir nicht gut…“ „Morgen wird es besser sein“, sagte ich darauf. „Hoffentlich“ sagte meine Mutter. „So hoffen wir beide.“ war mein letzer Satz an sie.

Die Mädels haben heute rumgehopst und geschmaust.

Was für eine Hoffnung!

Altes…

https://youtu.be/09DnxdK9-NQ

Lieblingsbücher eben…

Das sind wohl solche, die lange her gelesen immer noch im Kopf sind…in jedem Wort…

Eines davon fand ich heute in Mama’s Wohnung.

Für einen Moment war ich wieder 17 Jahre alt und lese dieses Buch.

Mein jetziger Mann musste damals zur Armee…legte mir einen Zettel in mein Lieblingsbuch…

Bücher sind ganz wunderbare Dinge…