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Duftgeranien oder Frische für den Kleiderschrank

Über den Sommer stand sie auf meiner Veranda – meine Duftgeranie.
Ihre bescheidenen rosa Blüten sind von schlichter Schönheit und reichen an die üppige, farbenfrohe Pracht ihrer Schwester – der Geranie – nicht heran.

Ihr Geheimis ist der Duft, den es in verschiedenen Richtungen gibt.
Meine Duftgeranie hat ein feines, zartes Rosenaroma, das sich in ihren Blättern verborgen hält.
Der Duft entwickelt sich je nach Temperatur und Feuchtigkeit.
Einst den Adligen vorbehalten, findet man Duftgeranien heute noch an und in alten Bauernhäusern. Das hat einen simplen Grund. In den Fenstern stehend, bringen sie guten Schutz vor Fliegen und Mücken.
Am Bekanntesten sind die Rosen- und die Zitronengeranie. Es gibt aber noch viele andere Arten, die u.a. nach Apfel, Minze, Muskat, Ananas, Fichte, Kampfer, Pfirsich, Wermut oder Moschus riechen, manche Geranien wechseln oder mischen ihren Duft auch.
Auf der Unterseite ihrer Blätter und auf den Stielen befindet sich eine drüsenartige Behaarung, die bei der kleinsten Berührung den Duft freisetzen.

Jeder Windstoß bringt einen intensiven Schwall von Rosenblüten mit sich, etwas herber und frischer, jedoch von tiefer Haltbarkeit.
Eigentlich sind es Pelargonien, die nur zur Familie der Geranien- und Storchschnabelgewächse gehören. Die Ähnlichkeit mit den Geranien hat ihr aber im alltäglichen Sprachgebrauch diesen Namen gebracht.
Seit einigen Wochen ist sie nun in ihr Winterquartier umgezogen. Die aus Südafrika stammenden Pelargonien sind nicht winterhart, lassen sich aber leicht an einem hellen Standort über den Winter bringen und treiben auch nach einer Trockenphase gut aus.

Die Blätter trocknen, der mangelnden Sonne wegen ab, ihr Duft verstärkt sich dabei eher noch.
Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um sie zu pflücken.
Meine Hände nehmen dabei ihr intensives Aroma an.
Duftende Streichelhände werden sie dadurch. Mit ihnen über die Haut eines geliebten Menschen zu fahren, läßt auch bei ihm den frisch – würzigen Rosenduft zurück.
Noch sind nicht alle Blätter, die ich in meinen Beutel pflücke trocken.

Das müssen sie aber sein, damit sie in Säckchen verpackt nicht zu schimmeln beginnen.
Also breite ich meinen wohlriechenden Schatz auf einem sonnigen Platz in meiner Dachkammer aus, um sie schonend zu trocknen.
Jeder Gang in mein Zimmer wird dadurch zum Ausflug in den duftenden Sommergarten.
Geranienduft wird als Heilmittel bei körperlichen und seelischen Problemen eingesetzt, er wirkt stimmungsaufhellend und entspannend.

Einige Arten können als Würzkraut verwendet werden und verfeinern den Geschmack von Süßspeisen, Obstsalaten und Likören.
Die edle Rosenkonfitüre wird geschmacklich und im Aroma durch die Zugabe von Duftgeranienblättern noch köstlicher. Zusätzlich fördert die pilzhemmende, antibakterielle und antiseptische Wirkung des Geranienöls die Haltbarkeit der Speisen.
Teemischungen geben die Blätter eine ganz besonders feine, aromatisch duftende Note und sind zudem hilfreich bei der Bekämpfung von Infektionen der Atemwege – besonders der Nasennebenhöhlen – zusätzlich können Verdauungsstörungen behoben werden.
Geranienöl ist als Umschlag förderlich bei der Wundheilung.

Das die Blätter nach dem Trocknen unansehnlich braun werden, macht überhaupt nichts. Wichtig ist der intensive Duft, der erhalten bleibt.
Die trockenen Blätter zerreibe ich zwischen meinen Händen, dabei werden auch die letzten in ihnen enthaltenen ätherischen Öle freigesetzt.
In der Industrie wird Geranienöl zu „Rosenöl“ verarbeitet und dient als Grundstoff für den Rosenduft in Parfums.
Für 1g Rosenöl benötigt man 5 kg Rosenblüten, jedoch nur 1 kg Duftgeranienblätter.
Ich verpacke sie in kleine Leinenbeutel, die ich nicht ganz verschließe, damit der Wohlgeruch frei aus ihnen austreten kann.

Die Beutel lege ich in meine Wäscheschränke, zwischen die Wäschestücke, die so ihren Duft annehmen können.

Zwischen den Pullis verströmen sie ihren Duft und die Betten frisch zu beziehen, wird zu einem Ausflug in den Sommer.
Leichte Träume bringt der Duft, der sanft aus meinem Kopfkissen steigt und von sonnigen Tagen im Garten erzählt.

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Viele fleißige Hände…

…schaffen der Arbeit ein schnelles Ende. 

Zuhause hat mein Mann alles zum Lagern des neuen Holzes vorbereitet. Allein hätte er lange gebraucht, um alles in transportgerechte Stücke zu sägen.

Unser Sohn hat seine Freunde dazu geholt, zusammen ist die Arbeit an einem Sonnabend getan.

Während drei Mann sägen, transportieren zwei andere die Holzscheiben nach Hause. Rauf auf den Wagen, runter vom Wagen…viele Male…

…bis der Hänger endlich leer ist…

…und das Holz an seinem Platz.

Einen kleinen Teil habe ich auch beigetragen und das Mittagessen für alle gemacht. Hier ist mein sächsischer Kartoffelsalat für Schwerarbeiter genau richtig.

https://www.google.de/amp/s/arabella50.wordpress.com/2014/08/17/fur-schwerstarbeiter-oder-sachsischer-kartoffelsalat/amp/

Gestärkt lassen sich die letzten Holzscheiben aufschichten.

Jetzt muss das Holz noch gespalten und gehackt werden und dann 2-3 Jahre trocknen. Die nächsten Winter können kommen.

Dankeschön allen meinen eignen und geborgten fleißigen Männern.

Kaiserliches Essen oder Familienkochclub

In der Gegend um Dresden herum gibt es ein mir unerklärliches Phänomen – die „Kaisermania“. Es gibt hier unglaublich viele Fans von Roland Kaiser. Selber gehöre ich nicht ganz dazu, die Supergärtnerin und ihr Mann dagegen sehr. Da die Beiden diesmal Gastgeber sind, steht unser gemeinsamer Abend unter diesem Motto. Zudem haben sie sich einen Traum erfüllt und einen alten Bungalow nach ihren Träumen und in Eigenleistung renoviert. Beide sind begeisterte Bergsteiger. Sie haben sich mit viel Arbeit und noch mehr Geschmack ein kleines Ferienhaus im eigenen Garten geschaffen. Der Garten selbst blüht auf’s Schönste.

Ganz oben steht das im neuen Glanz leuchtende Häuschen.

Es ist fast eine Bergsteigertour dahinauf zu klettern,

zumindest für mich, die Bergsteiger finden leicht hinauf und die Supergärtnerin läuft den Weg nach oben an diesem Abend noch viele Male mit ihrem bestens gefüllten Essenskorb.

Romantisch ist der Weg mit vielerlei Laternen geschmückt, später werden sie warm leuchtend Licht spenden.

Oben angelangt, staunen und freuen wir uns über den erfüllten Traum unserer Gastgeber.

Im üppigen Grün gelegen, ist ein ruhiger, schöner Ort der Entspannung entstanden.

Einladend gastlich ist der Tisch gedeckt,

die Küche fügt sich harmonisch in das Schmuckstück ein.

Wir stoßen an, auf das neu Geschaffene, auf unseren gemeinsamen Abend, auf die schönen Seiten des Lebens.

Unser Essen ist ein kaiserliches Festmahl, die erste Vorspeise zählt zu meinen Lieblingsgerichten. Grüne Klitscher – das sind Kartoffelpuffer – mit Sauercreme, Lachs und Frühlingszwiebelröllchen, garniert und feinstens geschmückt mit einer Kapuzinerkressenblüte. So ein Genuss und was für ein Augenschmaus!

Der Leckerei folgt mit Bruchetta, Tomate-Mozarella und mit Ziegenkäse gefüllter Zuccini der nächste Schmaus.

Wir geniessen das sehr, sind entspannt und fröhlich und tun etwas, was man gar nicht machen soll – beim Essen fernsehen.

Es ist ja nun mal ein Roland Kaiser Abend und dieser gibt just an diesem in Dresden sein jährliches Sommerkonzert. Wir haben alle soviel Spass daran und die Gastgeber erzählen von ihren Besuchen auf seinen Konzerten mit solcher Begeisterung, dass ich mich davon anstecken lasse. Hervorragend schmecken die Speisen, die Stimmung ist prächtig und ich fühle mich pudelwohl.

Nach einer Pause, zu so gutem Essen muss sich Zeit gelassen werden, folgt der Hauptgang – toskanisches Hähnchen mit Butternudeln – einfach himmlich.

Draußen regnet es mal wieder Hunde und Katzen, so gemütlich wie wir zusammen im Trockenem sitzen, stört sich keiner daran.

Wir sind alle annähernd im gleichen Alter, die Männer unserer Runde haben ähnliche Intressen und Hobbys, wir Frauen verstehen uns gut, es gibt also viel zu erzählen. Mein Mann ist unser Chauffeur, die beiden anderen gönnen sich ein Schnäpschen, wir Mädels trinken Hugo mit frischer Pfefferminze, alle singen gelegentlich mit und wir haben einen Heidenspass. Natürlich darf selbst nach solchen Schlemmereien das Dessert nicht fehlen. Es gibt wahlweise Schokoladencreme oder Panna cotta, beides mit Himbeersauce aus Früchten des eigenen Gartens. Mir schmeckt das so gut, dass ich lieber nicht verrate, wie viele davon ich verdrückt habe.

Unser Abend zieht sich in die Länge, wir schnattern und lachen, beschließen auch den Silvesterabend zusammen an diesem gastlichen Ort zu verbringen. Dann werden wir jedoch nicht die gesamte Arbeit der Supergärtnerin überlassen, sondern jeder einen Beitrag leisten. So einen guten Abend habe ich lange nicht erlebt, mein großes Dankeschön an unsere beiden guten Gastgeber.

Aus „enkeltechnischen Gründen“ habe ich ein Lied natürlich besonders beklatscht.:-) 

Ein Sommermärchen oder Kräuterbutter

Um mit den vorgeschriebenen Beiträgen nicht gar zu weit an Zeit zu verlieren, mach ich heute mal was und dann wieder nix.

Mitten im Jahr gibt es einen besonderen Tag – den 24.Juni. Gerechnet zu Weihnachten – dem Winterfest – ist dieser Tag das Gegenstück – das Sommerfest.

In den alten Zeiten war der 24.Juni der Göttin Fortuna geweiht und ein Feiertag. Nach der Zeit des Wachsens folgt die Zeit des Erntens. Damit diese gut ausfällt, wurde die Glücksgöttin Fortuna gefeiert. Auch das bestens Ausgesäte braucht Glück für eine reiche Ernte. Das Christentum hat den Feiertag einer Göttin gestrichen und den 24.Juni zum Tag Johannes des Täufers erklärt. Dennoch blieben Fruchtbarkeitsrituale, wie der Sprung über’s Feuer in der Nacht vor Johanni, erhalten.

Für mich ist dieser Tag nochmals besonders – er ist mein Geburtstag.

Zeit also für ein Sommerfest mit der ganzen Familie im Garten.

Fortuna hilft mir, kaum habe ich je einen verregneten Geburtstag begangen. Dieses Jahr feiert zum ersten Mal die Schaukelerobererin mit meiner Familie und mir mit.

Wir grillen, ich habe ein Brot dazu gebacken

und darauf schmeckt eine Kräuterbutter bestens. Diese ist schnell und einfach selbst gemacht. Was an Gartenkräutern da ist, kommt hinein.

Wenig Thymian und Salbei, etwas Basilikum, viel Petersilie und Schnittlauch. Mit der Kräuterschere sind alle gut geschnitten bald bereit, gemeinsam mit etwas Meersalz mit der weichen Butter vermischt zu werden.

In ein Gläschen gestrichen, sieht alles einladend frisch und lecker aus.

Auf dem Brot ist das ein sommerlicher Genuss.

Eine Thüringer Rostbratwurst mit viel Bautz’ner Senf darf genauso wenig fehlen, wie Kartoffelsalat und ein gut mariniertes Steak.

Ein paar andere Kräuter, wie Fenchelkraut, Oregano, Zitronenmelisse, Pfefferminze und marokkanische Minze geben einen guten Tee dazu.

Nach so viel Schmausigem muss man wahrlich ein wenig ausruhen

und dann weiter feiern bis in die Nacht hinein.

Feine Geschenke habe ich zu meinem Sommerfeiertag auch bekommen.

Bald gibt’s ein neues Fest – mit selbst gemachten Nudeln.

Mailinge

Der Mai ist ein wundervoller Monat, voller Grün, voller Licht und voller Hoffnung. In ihm feiern gleich drei meiner Lieben Geburtstag, zwei sogar am selben Tag. Und vielleicht schafft es die Schaukelerobererin auch noch, im Mai ganz zu uns zu kommen. Diese Tage auf einen zusammenzulegen und mit der ganzen Familie zu feiern, ist eine feine Idee meiner Schwester. Dass sie auch noch im Paradies wohnt, macht die Familienfeier zu einem Frühlingsfest.

Grün wohin man schaut und stille Ruhe.

Wiesen voller Wiesenschaumkraut, die duften und zum Blumen pflücken einladen.

Von Stille kann zum Glück nicht lange die Rede sein, die Schaukelinhaberin kann es kaum erwarten, ihre Cousinen zu treffen.

Lachen zieht durch’s Haus und die beiden großen Mädels, die zu Hause ein Pferd haben, spielen gern das Pferd für die Kleinste und wiehern fröhlich durch die Geburtstagsrunde.

Draußen essen geht immer noch nicht, Mairegen hält uns aber nicht davon ab zu grillen und in regenfreien Minuten den Garten meiner Schwester zu genießen.

Mein Schwager macht in seinem Grill ein wahres Hexenfeuer,

um zu ihm gelangen, muss man sich durch einen Berg von Schuhen und Handtaschen arbeiten.

Natürlich haben die Schaukelinhaberin und ich die schicksten Schuhe. Wir sind alle zusammen, aus dem ganzen Land angereist und meine Schwester muss für so viele Gäste einen Tisch dazu stellen. 

Für die Kinder ist es eine Freude, einen ganzen Tisch für sich allein zu haben und sie haben sich die Erdbeeren gesichert, von denen wir ihnen viele mopsen. Es gibt ein köstliches Essen aus Gegrilltem und Kartoffelsalat.

Solche Tage, an denen die ganze Familie zusammen feiert sind unendlich wertvoll. Meine Mama ist glücklich, alle um sich zu haben. Ein wenig müde ist sie und so fahren wir mit ihr gemeinsam etwas eher heim, während die Anderen am Feuerkorb noch lange zusammensitzen und erzählen und erzählen…

Frühlingsgeburtstage

Der Frühling bringt in meiner Familie einen wahren Geburtstagsmarathon mit sich. Angeführt vom ältesten Enkelkind meiner Schwester, folgen kurz darauf meine Schaukelinhaberin und meine Mama. Meine Schwiegermutter setzt den Feiermodus eine Woche später fort, den meine Tochter kurz darauf aufrecht erhält. Im Mai jubeliert die Tochter meiner Schwester und kurz darauf sie selbst. Bis zum Juni, in dem ich Geburtstag habe, können wir uns bei „normalen“ Essen erholen. Geburtstagsfeiern im Familienkreis sind für mich etwas großartiges. Ich finde die Tradition seinen Geburtstag mit der Fanilie zu begehen bewahrenswert. Das wir dabei ausgiebig schlemmen ist klar. Ich erinnere mich gern an die fröhlichen Geburtstagsfeiern meiner Großmutter, deren Geburtstag auf Silvester fiel. Wo jetzt mein Küchentresen steht, war früher ihr Wohnzimmer. Heute ist mir schwer vorstellbar, wo all die Gäste untergekommen sind. Familie, Freunde und deren Kinder…alle hatten Platz und gemeinsam einen Riesenspass. Diese heiteren Feste haben den Grundstein für meine Liebe zur Familie und den Feiern mit ihr gelegt.

Meine liebe Mama feierte gestern mit ihrer gesamten Familie ihren 82.Geburtstag nach. Dass alle gekommen sind, war ihre größte Freude dabei. Selten gelingt es ihr, die im ganzen Land verstreut lebenden Mitglieder an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. Ihr eigener ist für ihre gewachsene Familie zu klein geworden, deshalb hat sie uns in eine im herrlichen Flöhatal gelegene Gaststätte eingeladen.

Fast immer feiern wir dort ihren Geburtstag, als mein Stiefvater noch lebte auch den seinen. Der Wirt ist mit meinem Mann in die Schule gegangen…fast gehört dieser Ort also schon zu meiner Familie dazu.

Wenn man sich selten sieht, gibt es jede Menge zu erzählen. Die drei kleinen Mädels unserer Familie können ungestört spielen und durchaus auch rumtoben, auf der großen Terrasse der Gaststätte haben sie genügend Raum dafür. Bald gibt es ein viertes kleines Mädchen, wir alle freuen uns sehr auf sie. Es war ein wichtiger, guter Abend für uns alle und natürlich haben wir das wie immer dort ausgezeichnete Essen und Trinken genossen.

Meiner Mama hat dieser Abend mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln gut getan. Wir alle hoffen, sie wird die folgenden, für sie ihrer Erkrankung wegen, anstrengenden Monate gut überstehen. So wie sie immer für uns da ist sind wir es für sie – eine Familie eben.

Herbstgarten – Brombeeren verschneiden

Die Brombeerernte in diesem Jahr war eine Gute. Damit auch im nächsten Jahr viele Früche an dem Strauch wachsen, muss ich ihn zurück schneiden. Die Zweige tragen nur einmal Früchte.

Also entferne ich sie, damit sich neue Fruchtzweige bilden können und der Strauch genug Kraft dafür hat.

Zweige mit letzten Beeren eignen sich gut für herbstliche Dekorationen.

Über den Sommer haben neue Zweige ausgetrieben, ich führe sie am Gitter entlang, damit sie ranken können. Einen großen Trieb schneide ich ganz ab

und pflanze ihn vorrübergehend in einen Topf.

Meine Schwester hat uns zu einem Herbstessen eingeladen, mit der Brombeerranke habe ich ein Mitbringsel für sie. Sie kann die Ranke später in ihren eigenen Garten einsetzen. Die Supergärtnerin meint, so wird das nichts. Garantiert hat sie Recht, ich werde meine Schwester überreden, dem Topf Obdach in ihrem nun leeren Gewächshaus zu bieten…mal sehen was geschieht…

Die Brombeerbüsche sind verschnitten, die Ranken am Gitter entlanggezogen. Sie haben ihre Winterpause verdient.

Pferdeäppel hat die Supergärtnerin gesammelt, eingeweicht ergeben sie nach 3-4 Wochen besten Dünger.

Sommerküche – Der Abschluss

Der Wein ist reif, ein sicheres Zeichen für den Abschied vom Sommer. Bestimmt gibt es noch viele Tage in diesem Spätsommer, die nach draußen locken. Abschied soll man nehmen, wenn es am Schönsten ist…darum laden wir an diesem Wochenende unsere Kinder in die Sommerküche. Mit Fassbrause für die Schaukelinhaberin und Sekt für die Anderen stossen wir an, auf unsere Familie, das wir weiter so zusammenhalten.

Die Vorfreude auf diesen Abend ist bei allen groß, keiner isst vorher üppig, um dann schlemmen zu können. Für den Appetit habe ich kleine, geröstete Bemmchen und Speckfett.

Für uns alle langt die kleine Induktionsplatte, die uns den ganzen Sommer über Freude gemacht hat, nicht. Zum Abschluss gibt es ein Holzkohlegrillfest,

 mit allem was meine Familie gern mag.

Dabei darf keinesfalls sächsischer Kartoffelsalat fehlen.

https://arabella50.wordpress.com/2014/08/17/fur-schwerstarbeiter-oder-sachsischer-kartoffelsalat/
In meiner Familie sind die Schaukelinhaberin und ich die Einzigen, die ihn nicht unbedingt zu einem Grillfest brauchen, alle anderen lieben die etwas schwere Kost. Für meine sonst Kartoffeln sehr gern essende Kleine habe ich Foliekartoffeln vorbereitet. 
Was darf sonst noch nicht fehlen…selbergemachter Tzaziki und Möhrchen zum Stippen muss es geben, kleine, saure Gürkchen und einen Salat aus den fast letzten Tomaten aus dem Garten meiner Schwester. 

Auf der Induktionsplatte gart mein Gärtnergatte uns Lachs und herrlich zerlaufende, gegrillte Camembertkäse verspeisen wir.

Schon am Vortag habe ich Putenbrust geschnitten und eingelegt.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/05/16/kein-pfingstochse-sondern-eingelegte-putensteaks/
So wie der Sommer begann, hört er auch wieder auf. Meine Schaukelinhaberin und ich essen gern eine gegrillte Bratwurst, auch die gibt es und selbstverständlich Bautz’ner Senf dazu. Gesättigt pflücken sich die Äpfel leichter.

Die Schaukelinhaberin ist stolz, ihren Korb mit Äpfeln für die Kinder im Kindergarten fast selbst gepflückt zu haben.

Das Beste von allem ist jedoch, das wir alle zusammen sind, das unsere kleinen und größeren Sorgen nicht derart sind, das sie gemeinsam nicht zu meistern wären. Keiner von uns ist ernsthaft krank. Wir sind nicht reich, wir sind etwas anderes – zufrieden mit dem was wir haben. Ein Zuhause für jeden von uns, in dem er sich wohl fühlt und sich erholen kann. Eine Arbeit, die – wenn sie auch nicht immer befriedigt – so doch unseren Lebensunterhalt sichert. Mir ist wichtig dankbar dafür zu sein und das nicht als selbstverständlich hinzunehmen.

Zum Nachtisch bietet der Garten vielerlei, direkt zum Selberpflücken

und aus meiner Küche.

Wir alle haben diesen Spätsommertag genossen, die frühe Abenddunkelheit und Frische verscheuchen wir mit einem wärmenden Feuer

und mit sanftem Licht.

Gute Tage wie dieser geben Kraft, darauf stoße ich an.

Zufriedenes

Nein, ich gehöre nicht zu denen die jede Jahreszeit lieben. Zu schätzen weiß ich die Vor- und Nachteile einer jeden. Meine liebste Jahreszeit ist und bleibt der Herbst. Mit seinem Gold und seinem Nebel, mit der Vielfalt der Früchte und Farben. Seine ruhige Stimmung entspricht meiner eigenen Natur. In diesen Tagen nutze ich alle Zeit die mir bleibt, um draußen zu sein. In den Bäumen leuchtet es bereits und raschelt noch oben, bald werde ich durch raschelndes Laub laufen können, kaum ein Duft ist mir lieber, als der dabei aufsteigende. 

Meine Blumenkästen befülle ich herbstlich. Die Duftgeranie ist über den Sommer riesig geworden.

Ein ganzes Stück kürze ich sie und trockne sie. Ein wenig für Tee, das Meiste für Duftsäckchen. Im neuen großen Topf fühlt sie sich wohl, den Winter übersteht sie dann im Keller.

Ihren freien Platz nehmen Herbstpflanzen ein. Bald steht der gefüllte Kasten neben ihr

und kurz darauf an meinem Lieblingsfenster.

Vorm Küchenfenster sieht es auch eher braun als bunt aus. Neue Pflanzen habe ich mir geholt.

Nicht alle Blumen kommen auf den Kompost. Gern habe ich es, wenn die Pflanzen später im Garten weiter wachsen können.

Der Jasmin blüht üppig und der Sauerampfer hat es gut über den Sommer geschafft. Beide bekommen nun ihren eigenen Topf.

Auch sie werde ich überwintern lassen am geschützten Ort. Bis dahin finden sie ein Treppenplätzchen.

Bleibt noch, den Kasten wieder zu befüllen

und zurück zu stellen.

Willkommen liebste Zeit.

Goldenes…

1.September – meine liebste Zeit im Jahr beginnt. Spätsommer und Frühherbst bringen milde Tage voller Licht. Bevor die Abende wieder länger werden, gibt es vieles zu erledigen. Die Früchte des Gartens wollen verarbeitet werden,

mir fallen vielerlei Leckereien dazu ein.

Die marokanische Minze ist kräftig gewachsen und zu groß für den Blumenkasten geworden. Bevor der Frost kommt, setze ich sie in den Garten um, so hat sie genügend Zeit sich einzuleben.

Den nun leeren Blumenkasten fülle ich schon herbstlich.

Den Salbei ernte ich,

wundervoll duftet der Ananassalbei. Die beiden Sorten werde ich mischen. So wird der leicht bittere Tee im Winter besser schmecken.

Die Kräutersammelei geht dem Ende entgegen. Damit die Salbeipflanzen im nächsten Jahr kräftig austreiben, topfe ich sie um.

Direkt im Garten erfriert mir der Salbei in meinem kühlen Grunde. In den Töpfen bringe ich ihn gut über den Winter, bei Bedarf stelle ich sie ins Haus. Noch viele Arbeiten warten, sie bieten Gelegenheit Sonne zu speichern und letzte Zeit im Garten zu verbringen.