Archiv der Kategorie: Häusliches

Projekt 2018 – zweites Bad

April 2018

Der Waschtisch ist gekauft und zugeschnitten.

Probeliegen für das Waschbecken.

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Projekt 2018 – zweites Bad

11.März – der Kaltwasseranschluss ist gelegt.

Projekt 2018 – zweites Bad

10.März

Die erste Trockenbauschiene liegt.

Projekt 2018 – zweites Bad

3.März 2018

Planung und Einkauf von Profilen, Schrauben, Winkeln, Warm-und Kaltwasserzubehör.

Planungszeit: ca.3 Stunden

Einkaufszeit: ca.2 Stunden

Kosten: ca.100 Euro

Im Baumarkt angesehen, kostengünstiger im Internet bestellt:

Zeit: ca.6 Stunden

Waschbecken: 149 Euro

Traps dazu: 29 Euro

Armatur: 94.80 Euro

WC mit Vorwandinstalation: 184 Euro

Siphon: 20 Euro

Thermostat für Kopfbrause mit Schlauch: Kopf aus altem Bad 0 Euro, Schlauch 6 Euro

Fußbodenheizung: gekauft 2011 im Ausverkauf 1qm: 40 Euro

Projekt 2018 – ein zweites Bad

2011 haben wir unser Haus umgebaut. Wände entfernt, Kamin eingebaut. Entstanden ist unsere gern bewohnte große Wohnküche. Das Obergeschoss ist mit viel Arbeit und Dreck meine heimelige Dachkemenate geworden.

Im Mittelgeschoss sind wir noch lange nicht fertig. Da wir alles in Eigenleistung und mit möglichst wenig Geld bauen, braucht es eben länger.

2008 schon hat mein Mann einen Neuanbau geschaffen, in dem sich unser Bad befindet. Er hat alles selbst entworfen und gebaut.

Uns fehlt ein kleines zweites Bad, schon um Nachts den Weg zur Toilette zu verkürzen.

Im Mittelgeschoss liegt das alte Bad. Wir bauen es uns neu. Momentan sieht es noch schlimm aus.

Ein neues Fenster hat mein Mann schon eingebaut, die alte Wanne, das Wasch- und das Toilettenbecken sind entfernt.

Wir haben schon eine kleine Schatzkammer im Nebenraum, in der die neuen Elemente auf ihren Einbau warten. Bis dahin ist noch viel Arbeit.

Es fühlt sich gut an, meine Vorfreude ist groß.

Das Schöne vom Tag

Advent kommt vom lateinischen adventus und bedeutet Ankunft.
Was die Religionen daraus machten, aus der Neuankunft des Lichtes nach dieser Zeit der Dunkelheit, die Ankunft des Erlösers zu verkünden, sei jedem frei gestellt zu glauben oder nicht.
Advent ist für mich eine Zeit der Besinnlichkeit, des Innehaltens.
Die langen, dunken Abende lassen sich mit lesen und Kaminfeuer erhellen.
Meine Heimat ist das Vorerzgebirge.
Hier wird im Advent drauf los geschmückt was das Zeug hält.
Nur im geringen Umfang nehme ich daran teil, allzuviel ist nicht meins.
Unbedingt und in jedem Haushalt vorhanden ist, bevor am Heilig Abend der Weihnachtsbaum einzieht, ein Adventsstrauß.
Ohne geht auch bei mir nicht.
Allein der Geruch von frischem Nadelgehölz, der ihm entströmt, verbreitet Adventsstimmung.

Duftgeranien oder Frische für den Kleiderschrank

Über den Sommer stand sie auf meiner Veranda – meine Duftgeranie.
Ihre bescheidenen rosa Blüten sind von schlichter Schönheit und reichen an die üppige, farbenfrohe Pracht ihrer Schwester – der Geranie – nicht heran.

Ihr Geheimis ist der Duft, den es in verschiedenen Richtungen gibt.
Meine Duftgeranie hat ein feines, zartes Rosenaroma, das sich in ihren Blättern verborgen hält.
Der Duft entwickelt sich je nach Temperatur und Feuchtigkeit.
Einst den Adligen vorbehalten, findet man Duftgeranien heute noch an und in alten Bauernhäusern. Das hat einen simplen Grund. In den Fenstern stehend, bringen sie guten Schutz vor Fliegen und Mücken.
Am Bekanntesten sind die Rosen- und die Zitronengeranie. Es gibt aber noch viele andere Arten, die u.a. nach Apfel, Minze, Muskat, Ananas, Fichte, Kampfer, Pfirsich, Wermut oder Moschus riechen, manche Geranien wechseln oder mischen ihren Duft auch.
Auf der Unterseite ihrer Blätter und auf den Stielen befindet sich eine drüsenartige Behaarung, die bei der kleinsten Berührung den Duft freisetzen.

Jeder Windstoß bringt einen intensiven Schwall von Rosenblüten mit sich, etwas herber und frischer, jedoch von tiefer Haltbarkeit.
Eigentlich sind es Pelargonien, die nur zur Familie der Geranien- und Storchschnabelgewächse gehören. Die Ähnlichkeit mit den Geranien hat ihr aber im alltäglichen Sprachgebrauch diesen Namen gebracht.
Seit einigen Wochen ist sie nun in ihr Winterquartier umgezogen. Die aus Südafrika stammenden Pelargonien sind nicht winterhart, lassen sich aber leicht an einem hellen Standort über den Winter bringen und treiben auch nach einer Trockenphase gut aus.

Die Blätter trocknen, der mangelnden Sonne wegen ab, ihr Duft verstärkt sich dabei eher noch.
Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um sie zu pflücken.
Meine Hände nehmen dabei ihr intensives Aroma an.
Duftende Streichelhände werden sie dadurch. Mit ihnen über die Haut eines geliebten Menschen zu fahren, läßt auch bei ihm den frisch – würzigen Rosenduft zurück.
Noch sind nicht alle Blätter, die ich in meinen Beutel pflücke trocken.

Das müssen sie aber sein, damit sie in Säckchen verpackt nicht zu schimmeln beginnen.
Also breite ich meinen wohlriechenden Schatz auf einem sonnigen Platz in meiner Dachkammer aus, um sie schonend zu trocknen.
Jeder Gang in mein Zimmer wird dadurch zum Ausflug in den duftenden Sommergarten.
Geranienduft wird als Heilmittel bei körperlichen und seelischen Problemen eingesetzt, er wirkt stimmungsaufhellend und entspannend.

Einige Arten können als Würzkraut verwendet werden und verfeinern den Geschmack von Süßspeisen, Obstsalaten und Likören.
Die edle Rosenkonfitüre wird geschmacklich und im Aroma durch die Zugabe von Duftgeranienblättern noch köstlicher. Zusätzlich fördert die pilzhemmende, antibakterielle und antiseptische Wirkung des Geranienöls die Haltbarkeit der Speisen.
Teemischungen geben die Blätter eine ganz besonders feine, aromatisch duftende Note und sind zudem hilfreich bei der Bekämpfung von Infektionen der Atemwege – besonders der Nasennebenhöhlen – zusätzlich können Verdauungsstörungen behoben werden.
Geranienöl ist als Umschlag förderlich bei der Wundheilung.

Das die Blätter nach dem Trocknen unansehnlich braun werden, macht überhaupt nichts. Wichtig ist der intensive Duft, der erhalten bleibt.
Die trockenen Blätter zerreibe ich zwischen meinen Händen, dabei werden auch die letzten in ihnen enthaltenen ätherischen Öle freigesetzt.
In der Industrie wird Geranienöl zu „Rosenöl“ verarbeitet und dient als Grundstoff für den Rosenduft in Parfums.
Für 1g Rosenöl benötigt man 5 kg Rosenblüten, jedoch nur 1 kg Duftgeranienblätter.
Ich verpacke sie in kleine Leinenbeutel, die ich nicht ganz verschließe, damit der Wohlgeruch frei aus ihnen austreten kann.

Die Beutel lege ich in meine Wäscheschränke, zwischen die Wäschestücke, die so ihren Duft annehmen können.

Zwischen den Pullis verströmen sie ihren Duft und die Betten frisch zu beziehen, wird zu einem Ausflug in den Sommer.
Leichte Träume bringt der Duft, der sanft aus meinem Kopfkissen steigt und von sonnigen Tagen im Garten erzählt.

Viele fleißige Hände…

…schaffen der Arbeit ein schnelles Ende. 

Zuhause hat mein Mann alles zum Lagern des neuen Holzes vorbereitet. Allein hätte er lange gebraucht, um alles in transportgerechte Stücke zu sägen.

Unser Sohn hat seine Freunde dazu geholt, zusammen ist die Arbeit an einem Sonnabend getan.

Während drei Mann sägen, transportieren zwei andere die Holzscheiben nach Hause. Rauf auf den Wagen, runter vom Wagen…viele Male…

…bis der Hänger endlich leer ist…

…und das Holz an seinem Platz.

Einen kleinen Teil habe ich auch beigetragen und das Mittagessen für alle gemacht. Hier ist mein sächsischer Kartoffelsalat für Schwerarbeiter genau richtig.

https://www.google.de/amp/s/arabella50.wordpress.com/2014/08/17/fur-schwerstarbeiter-oder-sachsischer-kartoffelsalat/amp/

Gestärkt lassen sich die letzten Holzscheiben aufschichten.

Jetzt muss das Holz noch gespalten und gehackt werden und dann 2-3 Jahre trocknen. Die nächsten Winter können kommen.

Dankeschön allen meinen eignen und geborgten fleißigen Männern.

Kaiserliches Essen oder Familienkochclub

In der Gegend um Dresden herum gibt es ein mir unerklärliches Phänomen – die „Kaisermania“. Es gibt hier unglaublich viele Fans von Roland Kaiser. Selber gehöre ich nicht ganz dazu, die Supergärtnerin und ihr Mann dagegen sehr. Da die Beiden diesmal Gastgeber sind, steht unser gemeinsamer Abend unter diesem Motto. Zudem haben sie sich einen Traum erfüllt und einen alten Bungalow nach ihren Träumen und in Eigenleistung renoviert. Beide sind begeisterte Bergsteiger. Sie haben sich mit viel Arbeit und noch mehr Geschmack ein kleines Ferienhaus im eigenen Garten geschaffen. Der Garten selbst blüht auf’s Schönste.

Ganz oben steht das im neuen Glanz leuchtende Häuschen.

Es ist fast eine Bergsteigertour dahinauf zu klettern,

zumindest für mich, die Bergsteiger finden leicht hinauf und die Supergärtnerin läuft den Weg nach oben an diesem Abend noch viele Male mit ihrem bestens gefüllten Essenskorb.

Romantisch ist der Weg mit vielerlei Laternen geschmückt, später werden sie warm leuchtend Licht spenden.

Oben angelangt, staunen und freuen wir uns über den erfüllten Traum unserer Gastgeber.

Im üppigen Grün gelegen, ist ein ruhiger, schöner Ort der Entspannung entstanden.

Einladend gastlich ist der Tisch gedeckt,

die Küche fügt sich harmonisch in das Schmuckstück ein.

Wir stoßen an, auf das neu Geschaffene, auf unseren gemeinsamen Abend, auf die schönen Seiten des Lebens.

Unser Essen ist ein kaiserliches Festmahl, die erste Vorspeise zählt zu meinen Lieblingsgerichten. Grüne Klitscher – das sind Kartoffelpuffer – mit Sauercreme, Lachs und Frühlingszwiebelröllchen, garniert und feinstens geschmückt mit einer Kapuzinerkressenblüte. So ein Genuss und was für ein Augenschmaus!

Der Leckerei folgt mit Bruchetta, Tomate-Mozarella und mit Ziegenkäse gefüllter Zuccini der nächste Schmaus.

Wir geniessen das sehr, sind entspannt und fröhlich und tun etwas, was man gar nicht machen soll – beim Essen fernsehen.

Es ist ja nun mal ein Roland Kaiser Abend und dieser gibt just an diesem in Dresden sein jährliches Sommerkonzert. Wir haben alle soviel Spass daran und die Gastgeber erzählen von ihren Besuchen auf seinen Konzerten mit solcher Begeisterung, dass ich mich davon anstecken lasse. Hervorragend schmecken die Speisen, die Stimmung ist prächtig und ich fühle mich pudelwohl.

Nach einer Pause, zu so gutem Essen muss sich Zeit gelassen werden, folgt der Hauptgang – toskanisches Hähnchen mit Butternudeln – einfach himmlich.

Draußen regnet es mal wieder Hunde und Katzen, so gemütlich wie wir zusammen im Trockenem sitzen, stört sich keiner daran.

Wir sind alle annähernd im gleichen Alter, die Männer unserer Runde haben ähnliche Intressen und Hobbys, wir Frauen verstehen uns gut, es gibt also viel zu erzählen. Mein Mann ist unser Chauffeur, die beiden anderen gönnen sich ein Schnäpschen, wir Mädels trinken Hugo mit frischer Pfefferminze, alle singen gelegentlich mit und wir haben einen Heidenspass. Natürlich darf selbst nach solchen Schlemmereien das Dessert nicht fehlen. Es gibt wahlweise Schokoladencreme oder Panna cotta, beides mit Himbeersauce aus Früchten des eigenen Gartens. Mir schmeckt das so gut, dass ich lieber nicht verrate, wie viele davon ich verdrückt habe.

Unser Abend zieht sich in die Länge, wir schnattern und lachen, beschließen auch den Silvesterabend zusammen an diesem gastlichen Ort zu verbringen. Dann werden wir jedoch nicht die gesamte Arbeit der Supergärtnerin überlassen, sondern jeder einen Beitrag leisten. So einen guten Abend habe ich lange nicht erlebt, mein großes Dankeschön an unsere beiden guten Gastgeber.

Aus „enkeltechnischen Gründen“ habe ich ein Lied natürlich besonders beklatscht.:-) 

Ein Sommermärchen oder Kräuterbutter

Um mit den vorgeschriebenen Beiträgen nicht gar zu weit an Zeit zu verlieren, mach ich heute mal was und dann wieder nix.

Mitten im Jahr gibt es einen besonderen Tag – den 24.Juni. Gerechnet zu Weihnachten – dem Winterfest – ist dieser Tag das Gegenstück – das Sommerfest.

In den alten Zeiten war der 24.Juni der Göttin Fortuna geweiht und ein Feiertag. Nach der Zeit des Wachsens folgt die Zeit des Erntens. Damit diese gut ausfällt, wurde die Glücksgöttin Fortuna gefeiert. Auch das bestens Ausgesäte braucht Glück für eine reiche Ernte. Das Christentum hat den Feiertag einer Göttin gestrichen und den 24.Juni zum Tag Johannes des Täufers erklärt. Dennoch blieben Fruchtbarkeitsrituale, wie der Sprung über’s Feuer in der Nacht vor Johanni, erhalten.

Für mich ist dieser Tag nochmals besonders – er ist mein Geburtstag.

Zeit also für ein Sommerfest mit der ganzen Familie im Garten.

Fortuna hilft mir, kaum habe ich je einen verregneten Geburtstag begangen. Dieses Jahr feiert zum ersten Mal die Schaukelerobererin mit meiner Familie und mir mit.

Wir grillen, ich habe ein Brot dazu gebacken

und darauf schmeckt eine Kräuterbutter bestens. Diese ist schnell und einfach selbst gemacht. Was an Gartenkräutern da ist, kommt hinein.

Wenig Thymian und Salbei, etwas Basilikum, viel Petersilie und Schnittlauch. Mit der Kräuterschere sind alle gut geschnitten bald bereit, gemeinsam mit etwas Meersalz mit der weichen Butter vermischt zu werden.

In ein Gläschen gestrichen, sieht alles einladend frisch und lecker aus.

Auf dem Brot ist das ein sommerlicher Genuss.

Eine Thüringer Rostbratwurst mit viel Bautz’ner Senf darf genauso wenig fehlen, wie Kartoffelsalat und ein gut mariniertes Steak.

Ein paar andere Kräuter, wie Fenchelkraut, Oregano, Zitronenmelisse, Pfefferminze und marokkanische Minze geben einen guten Tee dazu.

Nach so viel Schmausigem muss man wahrlich ein wenig ausruhen

und dann weiter feiern bis in die Nacht hinein.

Feine Geschenke habe ich zu meinem Sommerfeiertag auch bekommen.

Bald gibt’s ein neues Fest – mit selbst gemachten Nudeln.