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Safran oder Sonntagsschmaus

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Seines hohen Preises wegen ist der Safran in unseren Küchen selten geworden.
Nur die roten Narben in der Mitte der Blüte können verwendet werden.

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Eine aufwendige, jedoch lohnende Pflückerei.
Safran zählt zu den ältesten Gewürzen der Menschheit. Seine Heilkraft ist fast in Vergessenheit geraten.
Schon vor 50.000 Jahren nutze man die Farbe des Safrans in Höhlenmalerein im Irak. Die Bilder enthalten Safranpigmente.
In der griechischen Mythologie sind die Musen und Nymphen safrangewandet.
Fürstinnen übernahmen das und ließen ihre Kleider mit Safran einfärben.
Ursprünglich stammt die zarte Blüte aus Persien. Mongolen brachten sie später nach China.
Hippokrates erwähnt im 4.Jahrhundert vor Christus die Heilkraft des Safrans und Diskurides, der bekannte Arzt der Antike, verwendet ihn als Mittel gegen Rheuma und Trunksucht.
Einig sind sich die Gelehrten aller Zeiten über die aphrodisierende Wirkung der Heilpflanzen.
Im Mittelalter gilt sie als sicheres Mittel gegen die Pest.

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Safran kann vieles.
Er verbessert nachgewiesen die männliche Fruchtbarkeit.
Seine Inhaltsstoffe fördern die Durchblutung der Netzhaut des Auges.
Den gesamten Körper schützt er vor oxidativen Schäden durch freie Radikale, damit wirkt er entzündungshemmend.
Leichte depressive Beschwerden kann Safran mildern. Dazu kocht man einige Fäden in Milch. Dieser Trank hilft auch gegen Schlafstörungen.
Verräuchert man die kostbaren Fäden, wirken sie stimmungsaufhellend. Eine feine Hilfe in der dunklen Jahreszeit für alle die darunter leiden und ein gutes Mittel gegen Melancholie.
Weiterhin wird die Durchblutung des Körpers gefördert und damit Arteriosklerose vorgebeugt.
Safran fördert die Schönheit und Gesundheit von Haut und Haaren.
Das Öl davon lindert vielfältige Hauterkrankungen.
Gegen Pickel mischt man 10 Safranfäden mit 7 Blättern Basilikum und trägt es auf die betroffenen Stellen auf.
Eine Mischung aus Milch, Safran und Süßholzwurzel ergibt nach dem Aufkochen auf die Kopfhaut aufgetragen, eine wohltuende Haarmaske.
Als Tee zubreitet hilft er gegen Koliken, Verdauungsbeschwerden und Husten.
Safran ist voller wertvoller Inhaltsstoffe, wie z.B.:
Kupfer, Kalium, Calcium, Mangan, Eisen, Zink, Selen, Terpene, Vitamin B12, Carotonoide und ätherische Öle.
Auch er hat eine dunkle Seite und kann als Rauschmittel mißbraucht werden.
Ab einer Dosis von 10 g wirkt Safran tödlich.
Die Vergiftungserscheinungen beginnen mit Lachreiz, dem Herzklopfen folgt. Schwindel und Sinnestäuschungen treten auf, bis durch die Lähmung des zentralen Nervensystems der Tod eintritt.
Schon immer wurde die wertvolle Pflanze gefälscht angeboten.
Kurkuma wird zerstoßen gern als Safran verkauft. Das edle Gewürz sollte deshalb immer in ganzen Fäden gekauft werden.
Ähneln die Fäden gerollten Blättern, wurde man wiederrum getäuscht, dann handelt es sich um die Blätter der Färberdistel.
Ein einfacher Test bringt einen klaren Beweis.
Legt man Safranfäden in eine Lösung aus Wasser und Natron, färbt sich dieses tief gelb. Alle Fälschungen hinterlassen eine trübe, rote Farbe.

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Bei mir gibt es den Safran heute im Risotto.
Dazu verwende ich ein Risotto, das eine leichte Zubereitung ermöglicht. Etwas Safran ist schon beigefügt und der milde, safrantypische Geruch verbreitet sich beim Öffnen der Packung.
Pur gegessen ist Safran scharf, annähernd ingwerähnlich.
Dem Risotto verleiht er einen milden, unnachamlichen Geschmack.
Um Duft und Geschmack zu erhalten, darf der Safran nicht lange gekocht werden. Erst als mein Risotto schon fast fertig und fein schlozig ist, gebe ich meine Safranfäden dazu. 

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Die Zubereitung des Risottos habe ich bereits beschrieben.
https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2015/07/28/steinpilzrisotto/
Dazu gibt es gebratene Hühnerbrüstchen.
Ein feiner Schmaus in herrlichem safrangelb und ein leichtes Mittagessen vor der beginnenden Weihnachtsschlemmerei.

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