Archiv der Kategorie: Gemüsegerichte

Gefüllte, überbackene Zuccini mit Steinpilz-Tomaten-Sauce

Klingt aufwendig, ist es jedoch nicht. Meine erste Zuccini aus dem Hochbeet ist erntereif, gefüllt mit Hackfleisch und mit Käse überbacken schmeckt sie uns am Besten. Dazu eine aromatische Sauce, mehr braucht es nicht und dafür:

1 mittlere Zuccini

500g Hackfleisch

100g Käse zum Reiben

ein paar kleine, aromatische Tomaten

eine Hand voll getrockneter Steinpilze

Salz/ Pfeffer

In Sachsen heißen Frikadellen Beefsteak, kürzer Beffi’s. Für meine nehme ich Hack halb Rind, halb Schwein und mache einen üblichen Teig.

Die Zuccini schäle und halbiere ich. Sie ist zart, die wenigen Kernchen kratze ich aus.

Einen Teil des Hackfleisches fülle ich in die entstandenen Kuhlen, aus dem Rest forme ich Minibeffi’s, die ich in Semmelbröseln paniere und in Butterschmalz knusprig brate.

In einer anderen Pfanne erhitze ich bestes Olivenöl und brate darin die gefüllte Zuccini mit der Hackfleischseite nach unten an.

Drehen und mit der Pilzbrühe ablöschen. Diese aromatische Brühe ist entstanden, als ich die Steinpilze über Nacht in Wasser eingeweicht habe. Die Tomaten kommen nun hinein und die Steinpilze, etwas lasse ich alles aufkochen, stelle dann geringe Hitze ein, gebe einen Deckel auf die Pfanne und lasse alles ca. 15 Minuten vor sich hin köcheln. 

Die fertig gegarten Zuccinihälften mit geriebenem Käse bestreuen und überbacken.

Während dessen mache ich die Sauce fertig. Dafür lasse ich sie nochmals aufkochen und fülle mit Rinderfond auf. Etwas lasse ich sie einreduzieren,

dann püriere ich sie. In dieser aromatischen, würzig-intensiven Sauce erwärme ich die vorgebratenen Beffi’s und seviere alles mit der überbackenen Zuccini. Ein geröstetes Brötchen dazu…

…hmmm, was für ein schmausiger Genuss.

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Veronika – der Lenz ist da oder Spargelrisotto

Schönster Hochfrühling ist draußen, wohin man schaut blüht, grünt und duftet es. Gelegentlich reichte die Wärme schon für die Sommerküche, mein Mann und ich lieben es im Sommer einfache Gerichte direkt im Garten zu bereiten, oder zumindest einen Teil davon. 

Dazu haben wir uns im vergangenem Jahr eine einzelne Induktionsplatte zugelegt. Ob Topf oder Grillpfanne – im Grünem am Tisch sitzend, können wir uns so leichte Sommergerichte zubereiten. Schon beim Kochen draußen zu sein, gibt demselben eine solche Leichtigkeit, dass es Vergnügen statt Arbeit ist. Mittend in der Spargelzeit gibt es natürlich etwas mit diesem Saisongemüse – ein Risotto. Allerdings noch drinnen zubereitet, schon jedoch mit dem Blick in’s volle Grün des Gartens.

Es braucht dafür für 2 Personen:

1EL Olivenöl

1EL Butter

1Schalotte

1Knoblauchzehe

275g Spargel, weiß

200g Risottoreis

1Glas Weißwein

3/4l Hühnerbrühe

80g Parmesan

20ml Sahne

Salz und Pfeffer

In der zerlassenen Butter und dem Öl schwitze ich die Schalotten und etwas Knoblauch an. Den Spargel schäle ich und schneide die Spitzen ab, die ich bei Seite lege. Die Spargelstangen schneide ich in dünne Scheiben und brate auch sie an.

Alles dünste ich sacht weiter, ist der Spargel leicht gegart, streue ich den Risottoreis ein. Langsam lasse ich alles noch etwas weiterdünsten, bevor ich mit etwas Weißwein ablösche und ihn einkochen lasse.

Nach und nach fülle ich jetzt mit der Hühnerbrühe auf. Das Geheimnis eines guten Risottos liegt in der Qualität der Brühe. Meine ist selbst gemacht, gekauft geht auch, Brühwürfel gehen gar nicht. Den Reis immer wieder mit der Brühe auffüllen und einkochen lassen, solange bis er al dente gegart ist. 

Dabei achte ich darauf, das der Reis immer nur leicht mit der Hühnerbrühe bedeckt ist. Nach ca.30 Minuten ist der Reis gar, aber immer noch bissfest.

Um den Kochvorgang zu stoppen, gebe ich jetzt Sahne dazu und rühre die Hälfe des Parmesans in mein schlotziges Risotto. 

Mit Salz und Pfeffer schmecke ich ab. In Butter schwitze ich die bei Seite gelegten Spargelspitzen an, würze sie mit etwas Zucker und Zitrone. 

Die Spargelschalen habe ich zu Beginn ausgekocht, in ihrem Sud lasse ich die Spitzen gar ziehen. 

Fertig gegart sind sie mit geriebenem Parmesan eine köstliche Dekoration auf meinem Spargelrisotto, ein Löffelchen der eingekochten Zitronenbutter davon auf dem Risotto ist verfeinernder Abschluss. Ein Blättchen frischer Minze gibt es auch im Garten, dieses leichte Essen ist auch ein Augenschmaus.

Die ganze Welt ist wie verhext…Veronika der Spargel wächst…na dann…

Vor dem Gewitter oder Radieschensalat

Vor dem Gewitter brennt die Sonne in den Kirschbaum, dessen im kalten Frühling erforene Blüten spärliche Frucht bringen.

Vor dem Gewitter verwandelt gleißendes Licht japanische Blutpflaume in theaterreife Spielvariationen.

Vor dem Gewitter liegen schon beräumte Ruheplätze in brütender Hitze, träumt das Gras vom Regen.

Vor dem Gewitter schneide ich mit hitzeschweren Füßen knackfrische Radieschen in Scheiben, zerteile schmeichelcremige Avocado im Saft einer halben Zitrone, gebe Zucker dazu und Pesto Verde, träufle Olivenöl darüber und streue Schnittlauch hinein.

Vor dem Gewitter bin ich im Garten, sitze neben dem Liebsten und sauge den Sommer ein.