Archiv der Kategorie: Gemüsegerichte

Kaltes für Heißes oder Spargelsalat

Essen muss der Mensch, auch wenn bei diesem Wetter fast nichts rein geht.

Wir schwitzen auf Arbeit, dabei geht es uns noch gut…was machen all die Straßenbauarbeiter, Dachdecker…

Die letzte Zeit des Spargels bricht an und die erste Zeit der Erdbeeren. Für meine Mädels auf Arbeit und für mich mache ich einen erfrischenden Salat.

Es braucht dafür:

500g Spargel

2 Bergpfirsiche

1/2 feste Birne

150g Erdbeeren

10 grüne Pfefferkörner

Olivenöl

Saft einer halben Zitrone

5 Blatt Basilikum

3 Scheiben gepfefferten Ziegenkäse

etwas Puderzucker

wenig Meersalz

Im Dampfgarer bereite ich den Spargel so zu, dass er knackig bleibt.

Der Rest ist noch leichter. Berpfirsiche und Birne schälen und genau wie den Spargel in Stücke schneiden.

Das Basilikum mörsere ich mit dem grünen Pfeffer und gebe es mit allen anderen Zutaten dazu.

Über Nacht durchziehen lassen und kalt stellen.

Mehr braucht es nicht.

Am Morgen schneide ich die frischen Erdbeeren hinein…duftende Frische belohnt mich.

Der Salat ist fruchtig, herzhaft und erfrischt uns alle.

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Kräutriger Bohnensalat

Es gibt sie schon…die ersten, so zarten Böhnchen.

Kurz blanchieren, mehr brauchen die frischen Stänglein nicht.

Dazu eine große Hand voll Schnittlauch und noch mal eine Hand voller Petersilie, hmmm, wie das duftet.

Eine rote Zwiebel klein hineinschneiden, salzen und pfeffern und mit einem Hauch Puderzucker abrunden.

Fehlt nur noch Olivenöl und Weißweinessig – fertig.

Durchgezogen braucht es zu diesem leckerem Salat nicht mehr als marinierte Lammlachse.

Ein Sommertraum.

Stangenweise Genuss oder gebratene Schwarzwurzel

Lange Zeit war die wildwachsende, ursprünglich aus Spanien stammende, Schwarzwurzel nur als Heilpflanze bekannt.
Ihre heilenden Kräfte sollten gegen die Pest und gegen Schlangenbisse helfen.
Seit 1700 wird die Schwarzwurzel, die auch Winterspargel genannt wird, als Gemüse angebaut.
Sie ist winterhart und lässt sich gut lagern. Sollte sie den Winter überstehen, ohne aufgegessen zu werden, blüht sie im 2. Jahr.
Zu 78% besteht das Wintergemüse aus Wasser.
Einer ihrer wertvollsten Inhaltsstoffe ist das Glykosid Inulin ( nicht zu verwechseln mit Insulin ).
Inulin wird im Magen von Enzymen und Säuren in Einfachzucker ( Fructose ) aufgespalten.
Das macht die Schwarzwurzel zur Schonkost, die besonders für Diabetiker geeignet ist.
Zusätzlich ist Inulin gesund für den Fettstoffwechsel und die Darmflora, auch wirkt es entwässernd.
Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen und Natrium sowie die in der Schwarzwurzel enthaltenen Vitamine B1, E und C und das Provitamin A sind wichtige Ergänzungen in der winterlichen Ernährung.

Viele kennen dieses köstliche Gemüse kaum oder in dicke weiße Soße geschnitten und weich und totgekocht. Auf ander Art bereitet, schmeckt die Schwarzwurzel mit ihrem nussigen Aroma uns besser als Spargel.

Für 2 Personen braucht es:

2 Bund Schwarzwurzel

1 Zitrone

75g Butter

Salz/Pfeffer

Puderzucker

Semmelbrösel

Wichtig ist es, die Schwarzwurzel mit Handschuhen zu schälen, die Finger sind sonst schwer wieder sauber zu bekommen.

Die geschälten Stangen lege ich in Wasser, um letzte Erdreste abzuspülen.

In einem großen Tiegel schmelze ich Butter und karamelisiere darin einen Hauch Puderzucker.

Dahinein kommen nun die abgetrockneten Schwarzwurzelstangen. Ich träufle den Saft einer Zitrone darüber. Der aufsteigende Duft macht Lust auf das Gericht.

Statt Salz und Pfeffer benutze ich ein Meersalz, das mit Zitronengrass versetzt ist und zusätzlich gepfeffert ist.

Es harmoniert fein mit diesem Gericht. Für ca. 15 Minuten brate ich die Schwarzwurzel, bis sie leicht angeröstet ist.

Damit sie gut durchzieht, lasse ich sie zugedeckt auf kleinster Hitze weitere 15 – 20 Minuten ziehen.

Zum Schluss gebe ich nochmal einen Stich Butter dazu und bestreue alles mit Semmelbröseln, die das Aroma der Zitronenbutter wunderbar binden.

Knackig ist mein Gemüse geblieben, nussig schmeckt es, nach Röstaromen und leicht süß-säuerlich. Eigentlich braucht es nicht mehr als ein paar Petersilienkartoffeln dazu…

Bei uns gibt es sie diesmal mit Schnitzel und Pommes.

Einfach gut.

Ich esse keine Paprika oder Paprikasalat

…nicht weil die Paprika nicht gesund wäre. Im Gegenteil. Heißblütig und leidenschaftlich ist sie und kurbelt einen eingeschlafenen Stoffwechsel an. Der wichtigste Wirkstoff in der auch als spanischer Pfeffer bezeichneten Hohlfrucht ist Capsaicin – schon immer ein Heilmittel bei Durchblutungsstörungen. Die Substanz verhindert Blutgerinnung, macht das Blut dünnfüssiger, befreit somit von Symphtomen wie kalten Händen und Füßen, Schwindelanfällen, Kreislaufschwäche… Capsaicin wirkt ebenso vorbeugend gegen Migräneanfälle. Darüberhinaus enthalten Paprika als Pflanzenfarbstoffe reichlich Karotine (Provitamin A für Schleimhautschutz, gesunde Augen und Zellvitalität), Vitamin B6 (für Eiweißstoffwechsel) und vor allem sind sie eine der Vitamin-C reichsten Gemüsesorten. Nicht zuletzt ist Paprika reich an dem Spurenelement Zink (wichtig für Bindegewebe, Sexualität, Hormonproduktion und Gehirn).

Um das Betakarotin aufzunehmen, braucht der Körper Öl. Also mache ich einen Salat mit Öl.

Paprikawirkstoffe können bei vorhandenen Magenschleimhautreizungen die Sympthome verstärken. Wer einen nervösen Magen hat wie ich, spürt nach dem Verzehr oft Sodbrennen. Nicht bei diesem Rezept. Das Geheimnis Paprika ohne Reue zu verzehren liegt darin, die Haut zu entfernen, so wird er viel leichter verdaulich. Dieses Tipp verdanke ich meiner Schwiegermama, von der auch das Rezept stammt. So essen auch mein Mann und ich Paprika.

Es braucht dafür:

6 rote Paprika

bestes Olivenöl

weißen Balsamico

einen Spitzer milden Weißweinessig

sehr wenig Puderzucker

sehr wenig Salz

1/2 TL rosa Pfeffer

schwarzen Pfeffer nach Geschmack

6-8 kleine Knoblauchzehen

15-20 kleine Blättchen Basilikum

Die Paprika habe ich gewaschen und halbiere sie. Die Kernchen entferne ich.

Die Hälften lege ich auf ein Backblech, decke sie mit einem feuchten Geschirrtuch ab und schiebe das Blech für ca.30 Minuten bei 160 Grad Umluft in den Backofen.

In der Zwischzeit mörsere ich den rosa Pfeffer.

Über den feinscharfen Geschmack dieses Gewürzes habe ich hier schon erzählt.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/category/lieblingsgerichte/page/10/

Die Parika im Backofen ist dann bereit zum Weiterverarbeiten, wenn sich auf der Haut Blasen bilden. Dann herausnehmen, die Schale lässt sich jetzt leicht mit dem Messer abziehen.

Die gehäuteten Stücke schneide ich in feine Streifen,

gebe sie in eine Schüssel und vermenge sie mit allen anderen Zutaten.

Gern nehme ich auch mehr Knoblauch als angegeben, mein Mann und ich essen die eingelegten Zehchen zu gern mit.

Der Salat muss mindestens 12 Stunden ziehen und ist dann im Kühlschrank gelagert, lange haltbar.

Also, nicht bei uns…so frisch – scharfe, leicht süß – sauere, würzige Paprika muss man einfach vernaschen.

In mein Rezept hat sich ein Fehler eingeschlichen, das feuchte Tuch kommt erst nach dem Backen der Paprika darüber, so lassen sie sich besser schälen.

Mein Freund Arno hat in seinem Rezept alles richtig gemacht.

https://wp.me/p7eN4Z-1rS

Saure Bohn

Isch wees schon, ’s kee Sommer. Eichentlich wollt’sch Marmelade mochen, uff emal wollt‘ sch lieber Saures. Nu, was nu? 

E baar Bohn hab‘ sch wohrhaftich in der Kofhaale, bestimmt eigeflochn, gefundn un im Vorfrüling schwelchend, fand’sch Schnidlauchblieden, zu hunerd Prodzend chemisch vergiffded, nu ja.

Also, sprach Zaradrusda zu Arabelle, nu ober!

Bohnen sind reich an Eisen, Kalzium, Kalium sowie an Vitamin C und verschiedenen B Vitaminen.
Ihr Gehalt an Ballaststoffen machen sie zum Heilmittel für den Darm, da Ballaststoffe die Verdauung regulieren und Gift- und Fettstoffe binden.
Der Reichtum an Nukleinsäuren macht Bohnen zu einem wirksamen Verjüngungsmittel für unsere Körperzellen.
Reich sind sie auch an Eiweiß, das wichtiger Rohstoff für unseren gesamten Zellstoffwechsel ist.

Bei mir gibt es sie heute in einem sächsischen Salat.

Dafor brauch’sch:

e Pfund Bohn
eene grosse Gemisezwiebl
zwee kleene, schorfe Zwiebln
Schniddlauch mid Blide, gib’s och im Winder, manchmol wenischsdens.
Dille
Pfeffor un Salds
Olivnöl un Esssch

De Bohn pudz’sch un zieh dobei evenduell vorhandne Fädn ab. Sin ober gaum welsche dran, weil’s noch jungsche Bohn sin.
De Schnibbelei dauerd och ne lange, gud rieschen dud’s, wenn’sch se brechn du, fasd wie frisches Groass.

Danne gomm’se in sprudlndes Wosser, storg gesaldzn hab’schs.
Zwanzsch Minuden gochen lossn, dann de Bohn abgiiessn un gud abdroppn lossn.
In dor Zwischnzeed schneid’sch de Zwiebln un dn Schniddloch och.
De scheen Bliden zupp’sch nei, ’s Oche issd och mid, nor.

Pfeffor un Dille gommd nei, Olivnöl un Esssch noch Gschmag.
Wischdsch is es, dass de Bohn noch worm sin, wenn se in de Mengenke gomm, nur so ziiehn‘ se rischdsch gud.

Jedes Böhnschn gibd e Dönschn.:-)

Rosenkohl…mal anders


Rosenkohl ist eine Kohlart mit hohem Stamm an dem sich in den Blattwinkeln die kleinen rosenartigen Köpfchen befinden.
So sagt es 1911 Das Brockhaus Konversationslexikon.
Vorher war die Kohlsorte unter dem Namen Brüsseler Kohl bekannt.
Erste Belege über den Anbau des Wintergemüses existieren seit 1587 in den spanischen Niederlanden, dem heutigen Belgien.
Seit ca. 1785 ziehen die Belgier den Kohl aus einer Wildsorte, die römische Legionäre über die Alpen brachten.
1821 wird der Brüssler Kohl das erste Mal botanisch erwähnt und beginnt seinen Siegeszug.
Das Gemüse erfreut sich großer Beliebtheit und sein Geschmack wird durch Fröste bis unter minus zehn Grad nur besser.
Die kleinen Weißköhlchen,  so sagte meine Tochter immer als sie noch klein war, sind reich an Mineral- und Ballaststoffen.
Rosenkohl hat die Vitamine A, B2 und C in sich und ist eine gesunde Ergänzung des winterlichen Speiseplans.

Sauer eingelegt ist er besonders köstlich.

Es braucht dafür:
Rosenkohl,
Zucker,
Salz,
Pfefferkörner,
Wachholderbeeren,
Lorbeerblätter,
Zwiebeln und
Essigessenz,

Der Rosenkohl wird geputzt

und in einen großen Topf gegeben. Die Zwieben in Ringe schneiden,

die ruhig etwas gröber sein können.
Die sauren Zwiebelringe schmecken auch sehr gut.
Zu dem Rosenkohl kommen nun die o.g. Gewürze. Eine Mengenangabe ist hier schwierig.

Wenn das Wasser dazu gegeben ist, muss die Lauge leicht überwürzt schmecken, der Kohl „schluckt“ dann einiges.
Genau so verfahre ich auch mit der Zugabe der Essigessenz.

Meine Frau Schwiegermutter sagt so:“der Sud muss nach Essig riechen“.
Das Ganze wird nun schnell zum Aufkochen gebracht, dann lasse ich es für drei Minuten auf kleiner Flamme ziehen.
Fertig.
Noch heiß in die vorbereiteten sauberen Gläser füllen, Deckel drauf, Glück auf.
So ist die winterliche, saure Beigabe zum Abendbrot gleichzeitig haltbar gemacht.
Der Genuss der saueren Delikatesse ist so köstlich, wie es die Rose schön ist.

Voilà, saurer Rosenkohl.

Fast hätte ich sie vergessen oder Rote Beete Salat

Im neu angelegten Hochbeet hatte ich im Frühjahr auch zwei Rote Beete gepflanzt, zum Probieren. Fast hatte ich sie vergessen, nun aber noch vor dem ersten Frost geerntet.

Rote Beete sind auch im Handel ein sehr preiswertes, heimisches Gemüse. Reich an Folsäure, besitzen sie auch das wichtige B-Vitamin. Ansonst sind sie bissel eigenwillig, wenn es beim Reifen darum geht, dem Boden Nährstoffe zu entziehen. Silizium jedoch speichern sie gut. Unser Körper kann Silizium nur in bestimmter Form nutzen. Rote Beete bieten es in einer einzigartigen Kombination an. Silizium aus Fleisch verwertet unser Körper kaum, das aus der Roten Beete jedoch kräftigt das Bindegewebe und die Haut, sowie Gefäßwände und Knochen. Ebenso entgiftet es das Gehirn von Metallen.

Zudem fördern Rote Beete das Zellwachstum und reparieren den Zellkern. Sie sorgt für mehr Magensäure und verbessert damit die Eiweißverwertung. Die Produktion roter Blutkörperchen wird angeregt und damit die Zellversorgung mit Sauerstoff. Haut, Haare und Nägel werden durch sie geschmeidig, zudem wirkt sie entwässernd und entsäuert unseren Körper. Die Stimmungslage wird optimistischer durch dieses vielseitige Gemüse und der Darm entgiftet.

Am Besten verwertet wird sie als Rohkost.

Aus meinen zwei Rübchen mache ich einen kleinen Salat für meine Mutter.

Dafür entferne ich die Blätter und wasche die zwei kleinen Dinger.

In kaltem Wasser setze ich sie auf, gebe etwas Backpulver (damit sie schön dunkel bleiben) dazu und koche sie für 20 Minuten.

Nachdem sie etwas abgekühlt sind, reibe ich mit einem Küchentuch die Schale ab

und gebe den Saft einer viertelsten Zitrone dazu.

Der Zitronensaft reinigt gleichzeitig meine vom Schneiden rot gefärbten Finger.

Die in Streifen geschnittenen, noch lauwarmen Roten Beete würze ich mit milden Weißweinessig, gebe etwas Olivenöl dazu, salze kräftig und pfeffere ein wenig. Ein viertel einer sehr fein geschnittenen roten Zwiebel und etwas Puderzucker runden den Salat ab.

Über Nacht durchgezogen schmeckt mein Rote Beete Salat sehr gut, frisch und kein bissel erdig.

Im nächsten Jahr pflanze ich mehr Rote Beete an.

Gefüllte, überbackene Zuccini mit Steinpilz-Tomaten-Sauce

Klingt aufwendig, ist es jedoch nicht. Meine erste Zuccini aus dem Hochbeet ist erntereif, gefüllt mit Hackfleisch und mit Käse überbacken schmeckt sie uns am Besten. Dazu eine aromatische Sauce, mehr braucht es nicht und dafür:

1 mittlere Zuccini

500g Hackfleisch

100g Käse zum Reiben

ein paar kleine, aromatische Tomaten

eine Hand voll getrockneter Steinpilze

Salz/ Pfeffer

In Sachsen heißen Frikadellen Beefsteak, kürzer Beffi’s. Für meine nehme ich Hack halb Rind, halb Schwein und mache einen üblichen Teig.

Die Zuccini schäle und halbiere ich. Sie ist zart, die wenigen Kernchen kratze ich aus.

Einen Teil des Hackfleisches fülle ich in die entstandenen Kuhlen, aus dem Rest forme ich Minibeffi’s, die ich in Semmelbröseln paniere und in Butterschmalz knusprig brate.

In einer anderen Pfanne erhitze ich bestes Olivenöl und brate darin die gefüllte Zuccini mit der Hackfleischseite nach unten an.

Drehen und mit der Pilzbrühe ablöschen. Diese aromatische Brühe ist entstanden, als ich die Steinpilze über Nacht in Wasser eingeweicht habe. Die Tomaten kommen nun hinein und die Steinpilze, etwas lasse ich alles aufkochen, stelle dann geringe Hitze ein, gebe einen Deckel auf die Pfanne und lasse alles ca. 15 Minuten vor sich hin köcheln. 

Die fertig gegarten Zuccinihälften mit geriebenem Käse bestreuen und überbacken.

Während dessen mache ich die Sauce fertig. Dafür lasse ich sie nochmals aufkochen und fülle mit Rinderfond auf. Etwas lasse ich sie einreduzieren,

dann püriere ich sie. In dieser aromatischen, würzig-intensiven Sauce erwärme ich die vorgebratenen Beffi’s und seviere alles mit der überbackenen Zuccini. Ein geröstetes Brötchen dazu…

…hmmm, was für ein schmausiger Genuss.

Veronika – der Lenz ist da oder Spargelrisotto

Schönster Hochfrühling ist draußen, wohin man schaut blüht, grünt und duftet es. Gelegentlich reichte die Wärme schon für die Sommerküche, mein Mann und ich lieben es im Sommer einfache Gerichte direkt im Garten zu bereiten, oder zumindest einen Teil davon. 

Dazu haben wir uns im vergangenem Jahr eine einzelne Induktionsplatte zugelegt. Ob Topf oder Grillpfanne – im Grünem am Tisch sitzend, können wir uns so leichte Sommergerichte zubereiten. Schon beim Kochen draußen zu sein, gibt demselben eine solche Leichtigkeit, dass es Vergnügen statt Arbeit ist. Mittend in der Spargelzeit gibt es natürlich etwas mit diesem Saisongemüse – ein Risotto. Allerdings noch drinnen zubereitet, schon jedoch mit dem Blick in’s volle Grün des Gartens.

Es braucht dafür für 2 Personen:

1EL Olivenöl

1EL Butter

1Schalotte

1Knoblauchzehe

275g Spargel, weiß

200g Risottoreis

1Glas Weißwein

3/4l Hühnerbrühe

80g Parmesan

20ml Sahne

Salz und Pfeffer

In der zerlassenen Butter und dem Öl schwitze ich die Schalotten und etwas Knoblauch an. Den Spargel schäle ich und schneide die Spitzen ab, die ich bei Seite lege. Die Spargelstangen schneide ich in dünne Scheiben und brate auch sie an.

Alles dünste ich sacht weiter, ist der Spargel leicht gegart, streue ich den Risottoreis ein. Langsam lasse ich alles noch etwas weiterdünsten, bevor ich mit etwas Weißwein ablösche und ihn einkochen lasse.

Nach und nach fülle ich jetzt mit der Hühnerbrühe auf. Das Geheimnis eines guten Risottos liegt in der Qualität der Brühe. Meine ist selbst gemacht, gekauft geht auch, Brühwürfel gehen gar nicht. Den Reis immer wieder mit der Brühe auffüllen und einkochen lassen, solange bis er al dente gegart ist. 

Dabei achte ich darauf, das der Reis immer nur leicht mit der Hühnerbrühe bedeckt ist. Nach ca.30 Minuten ist der Reis gar, aber immer noch bissfest.

Um den Kochvorgang zu stoppen, gebe ich jetzt Sahne dazu und rühre die Hälfe des Parmesans in mein schlotziges Risotto. 

Mit Salz und Pfeffer schmecke ich ab. In Butter schwitze ich die bei Seite gelegten Spargelspitzen an, würze sie mit etwas Zucker und Zitrone. 

Die Spargelschalen habe ich zu Beginn ausgekocht, in ihrem Sud lasse ich die Spitzen gar ziehen. 

Fertig gegart sind sie mit geriebenem Parmesan eine köstliche Dekoration auf meinem Spargelrisotto, ein Löffelchen der eingekochten Zitronenbutter davon auf dem Risotto ist verfeinernder Abschluss. Ein Blättchen frischer Minze gibt es auch im Garten, dieses leichte Essen ist auch ein Augenschmaus.

Die ganze Welt ist wie verhext…Veronika der Spargel wächst…na dann…

Vor dem Gewitter oder Radieschensalat

Vor dem Gewitter brennt die Sonne in den Kirschbaum, dessen im kalten Frühling erforene Blüten spärliche Frucht bringen.

Vor dem Gewitter verwandelt gleißendes Licht japanische Blutpflaume in theaterreife Spielvariationen.

Vor dem Gewitter liegen schon beräumte Ruheplätze in brütender Hitze, träumt das Gras vom Regen.

Vor dem Gewitter schneide ich mit hitzeschweren Füßen knackfrische Radieschen in Scheiben, zerteile schmeichelcremige Avocado im Saft einer halben Zitrone, gebe Zucker dazu und Pesto Verde, träufle Olivenöl darüber und streue Schnittlauch hinein.

Vor dem Gewitter bin ich im Garten, sitze neben dem Liebsten und sauge den Sommer ein.