Archiv der Kategorie: Gebackenes

Mandeliger Schokoladenkuchen

Bevor die Stollen und Plätzchenzeit beginnt, mache ich einen Kuchen der mit seiner Schokolade und den in ihm enthaltenen Mandelmehl gut in diese Jahreszeit passt.

Es braucht dafür:

150g Butter

150g Zucker

4 Eier, getrennt

3 EL Kakao

60g Mehl

60g geriebene Mandeln

1/2 TL Backpulver

eine Prise Salz

Während die Butter langsam und auf kleiner Hitze schmilzt, schlage ich die Eigelbe mit dem Zucker schaumig. Dann gebe ich die Butter dazu und schlage alles weiter kräftig zu einem lockeren Teig.

Das Mehl siebe ich hinein und gebe die geriebenen Mandeln dazu, dann kommt der Kakao in den Teig. Die Masse wird jetzt recht fest.

Die Eiweiß schlage ich mit einer Prise Salz zu steifem Eischnee und gebe es in den Teig, der dadurch wunderbar fluffig und leicht wird.

Für diesen Kuchen eignet sich am Besten eine Kastenform. Meine ist aus Silikon und muss deshalb nicht ausgebuttert werden.

Den Backofen habe ich auf 180 Grad Umluft vorgeheizt und gebe meinen schokoladigen Kuchen für 50 Minuten hinein.

Er ist gut aufgegangen und ich streiche ihn mit geschmolzener Kuvertüre dick ein.

Auf die noch warme Kuvertüre streue ich Mandelblättchen. Wenn der Kuchen fast abgekühlt ist gebe ich zur Dekoration und damit es beim Reinbeißen schön knackt Schokoladenherzen darauf. Dafür muss der Kuchen wirklich fast kalt sein, sonst zerlaufen die Herzchen.

Schokoladig, luftig und weich, mit knackigem Biss und leichtem Mandelgeschmack ist das ein fast schon winterlicher Genuss.

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Voradventliches oder Stollen backen

Wie in jedem Jahr backen wir unseren Weihnachtsstollen selber.

Ohne die Hilfe meiner Schwiegermutter wäre das ein anstrengendes Vergnügen. Sie hat die ganze Vorbereitung erledigt, alle Zutaten eingekauft und hergerichtet, so dass am Backtag wirklich nur noch der Teig geknetet und gebacken werden muss.

Früher wurde der Stollen nicht vor dem 24.Dezember angeschnitten, heute essen wir ihn auch schon im Advent, dafür dann nach Weihnachten kaum noch, während er in vergangen Zeiten oft bis Ostern auf den Tisch kam.

Die vielen gehaltvollen und leckeren Zutaten machen den Stollen zu einem kleinen Weihnachtswunder. Vor dem Verzehr muss er unbedingt ruhen, deswegen ist es höchste Zeit ihn zu machen.

Wichtig ist ein ordentlicher Hefeteig, meiner Schwiegermutter gelingt dieser immer und so kann das Kneten mit großen und mit kleinen Händen beginnen.

In Rum eingelegte Rosinen dürfen auf keinen Fall fehlen, sie sind auch wunderbar zum Naschen geeignet, natürlich nur für die Großen.

Zusätzlich zum Stollen backen wir immer Stollenkuchen, dafür wird der Stollenteig mit gekochter und und durch die Presse gedrückter Kartoffel vermengt. Der Stollenkuchen ist eine Besonderheit, ihn gibt es nur einmal im Jahr. Am Besten schmeckt er noch warm am Backtag selber, so lässt sich auch der wunderbare Stollenduft besser aushalten, vom Stollen selber kann ja nicht genascht werden.

Mit dem Kuchen backen ist auch gleich der Herd vorgeheizt und nun kann der Stollen hinein.

In Sachsen hat das Stollen backen eine lange Tradition. Früher backte fast jede Familie selbst und fuhr dann mit dem Handwagen zum Bäcker, der das Teig kneten und backen übernahm. Mit den modernen Backöfen der heutigen Zeit, lässt der Stollen sich auch gut zu Hause backen. Die Rezepte dafür sind verschieden, das Rezept meiner Schwiegermutter ist für uns das Beste und natürlich ist und bleibt es ein geheimes Familienrezept.

Gebuttert und mit Puderzucker bestäubt ist auch in diesem Jahr unser gut gelungener Stollen Vorfreude auf die Weihnachtszeit.

Ich hab dich zum Fressen gern oder kleiner Apfelkuchen

Was ist besser an einem der ersten, kühleren Abende als ein Stück warmer Apfelkuchen? Zwei Stück Apfelkuchen. Viel mehr gibt dieser kleine Kuchen auch nicht her und damit ist er genau das Richtige für uns beide. Einfach gemacht braucht es dafür:

100g Butter

1 EL Vanillezucker

110g Mehl

2 Ä0fel

85g Zucker

2 Eier, getrennt

1 TL Backpulver

1 EL gehackte Mandeln

Puderzucker

Das Eiweiß schlage ich mit der Hälfte des Zuckers zu Eischnee. Die Eigelbe rühre ich mit dem Zucker und der Butter schaumig und siebe dann Mehl und Backpulver dazu. Alles zu einem glatten Teig verrührt, kann ich nun den Eischnee unterheben und den Teig in die gebutterte 18er Form geben. Die zwei Äpfel sind fix geschält und die Apfelstückchen auf dem Teig verteilt. Gehackte Mandeln streue ich darüber und gebe den kleinen Kerl für 50 Minuten bei 160 Grad Umluft in den vorgeheizten Backofen.

Nachdem mein Küchelchen etwas abgekühlt ist, siebe ich Puderzucker obendrauf und verspeise ihn, noch warm, mit meinem Mann.
Was für ein Vergnügen!

Alle lieben Apfel-Brombeer-Streusel oder fast bekommt Oma Grauhaar einen neuen Namen

Also wirklich. In Zeiten, in denen Kinder Großmütter und Urgroßmütter erleben dürfen, ist es schwierig sich einen eigenen Omanamen zu erkämpfen.

Arabella ist mein Blogname, ich heiße Ute. Oma Ute finde ich absolutunbedingtunerlaubt. Oma Grauhaar ist fein, alle Kinder im Kindergarten lachen über diesen Namen (die Erzieherinnen auch). Nach meinem letzten Kuchen wollte mich meine eigene Mutter!!! in Oma Wutz umbenennen!!! Es ist unglaublich, was das Fernsehen mit den Menschen macht!!!:-) 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 

Geboren bin ich in einem Land das viele Fehler hatte. Es hatte auch Vorteile, ich konnte jung Kinder bekommen. Meine Ausbildung war mir trotz Schwangerschaft möglich, mein Berufsweg gesichert.  In dem Land in dem ich jetzt lebe, werden Frauen, Karriere bedingt, ab +30 Jahren schwanger. Urenkel werde ich also kaum erleben dürfen. Aber wer weiss…

Nun aber zurück zum Thema. Wie ich früher Herrn Fuchs und Frau Elster liebte, liebt meine Schaukelinhaberin Peppa Wutz. Heimlich guggen mein Mann und ich die Videos der Schweinchenfamilie auch, sie sind uns nämlich sehr ähnlich.

Wir sind Großeltern, wir haben Äpfel und Brombeeren in unserem Garten und Oma Wutz kann Apfel-Brombeer-Streusel backen. Ach ja. Ich soll das nun auch können, was schwierig ist, die beiden Fruchtsorten sind in ihrer Konsistenz schwer zu vereinbaren. Hmmm. Ich bin Oma Grauhaar, ich kann das (glaubt die Schaukelinhaberin). Tja…also bitte…Oma Arabella-Grauhaar-Wutz präsentiert hier:

Apfel-Brombeer-Streusel mit Schokolade!!!

Brombeeren haben wir zu Hauf. In der vergangenen Woche habe ich die große Wohl(Un)tat begangen, sämtliche Haustüren sicherst zu verschließen, während mein Mann und ich sich außerhalb ebendieser aufhielten. Bis mein Mann dann eines unserer Kinder aufgetrieben hatte, welches mit seinem Zweitschlüssel uns Einlass verschaffen konnte, hatte ich ausreichend Zeit zum Beeren pflücken. Brombeeren hatte ich also genug, mehr als zwei Äpfel braucht der Kuchen nicht und dazu:

Für den Teig:

3 Eier

125g Butter

125g Zucker

125g Mehl

1 1/2 TL Weinsteinbackpulver

Für den Belag:

2 große Äpfel

400g Brombeeren

1/2 Zitrone

1 Pkg. Vanillepudding

Für die Streuseln:

Mehl, Zucker und Butter im Verhältnis 1:1

Wieder in’s Innere des Hauses gelangt (hurra!!!!!!!!!!), schmelze ich die Butter, gebe den Zucker dazu und ein Ei nach dem anderen.

Das Mehl und das Backpulver siebe ich hinein und gebe alles in die gebutterte Form. 

Ich schäle zwei Äpfel, schneide Ringe und lege sie in Zitronensaft.

Die dünnen Ringe sind genau richtig, um ähnliche Konsistenz zu den Beeren zu haben.

Die Apfelringe und die Beeren wende ich in Puddingpulver, 

 so nässen sie beim Backen nicht aus.

Apfelringe und Beeren verteile ich auf dem Teig

in dichter Reihe

und gebe Butterstreusel darüber.

Der weiche Teig steigt beim Backen hoch und bedeckt die knusprigen Streusel. Damit meine Tochter das nicht bemängelt, junge Mütter sind – dem Himmel sei Lob – sehr bedacht in der Wahl ihrer Lebensmittel, gebe ich flüssige Schokolade auf den Kuchen.

Abgekühlt ist die knackige Zartbitterheit der Schokolade genau das Richtige auf dem süß- fruchtigem Kuchen, den ich vorher bei 190 Grad Umluft für 40 Minuten gebacken habe.

Serviert wird er zur Geburtstagsfeier meines Sohnes, der einen Junggesellenhaushalt führt und keine ökologisch korrekten Teller in Vielzahl hat.

Der Kuchen war trotzdem toll. Allerdings rate ich davon ab, Trickfilmkuchen nachbacken zu wollen, die Autoren haben meistens wenig Ahnung davon, wie fest Kinder glauben…alles ist möglich.

Wobei…Oma’s haben Kinderglauben..;-) stimmt’s?!

Die Äpfel reifen oder Tarte tatin


Besser – das was der Maifrost von den Äpfeln übrig gelassen hat reift. In diesem Jahr hat der Garten 7 Kirschen gebracht, Äpfel sind es ein paar mehr, für meine Apfelkuchen reichen diese, mit dem Verschenken wird’s leider dieses Jahr nichts. Mein erster Apfelkuchen der Saison ist eine Tarte tatin. Gartenäpfel sind mit ihrer feinen Säure dafür besonders geeignet. Wer keine hat, nimmt am Besten einen Boskoop. Sonst braucht es für die Tarte Zucker, Butter und Mehl und das war’s auch schon. Dennoch zählt diese süß-saure Verlockung zu den Lieblingskuchen meines Mannes, auch des knusprigen Bodens wegen, der die weiche Apfelschicht damit noch verführerischer schmecken lässt. Es braucht dafür:

Für den Teig:

100g kalte  Butter

200g Mehl

  50g Zucker

1 Prise Salz

3-4 EL eiskaltes Wasser

Ich habe besonderes Mehl, extra für die Feinbäckerei, der Kuchenteig gelingt damit deutlich besser als mit normalen 405er Mehl. Das gesiebte Mehl vermische ich mit dem Zucker und der in Stückchen geschnittenen kalten Butter zu Streuseln.
In die Streuselmasse gebe ich 3-4 El eisiges Wasser und verknete alles zu einem glatten Teig.

Den Teig wickele ich in Folie und lege ihn ca. eine halbe Stunde kühl. Nach dem Kühlen lässt er sich auf der bemehlten Arbeitsfläche gut ausrollen. Mit der Tartform steche ich einen Kreis aus, den ich wieder kühle.

Währenddessen bereite ich den Belag. Dafür braucht es:

1,25 kg Äpfel

1/2 Zitrone

150g Zucker

75g kalte Butter

Den Saft einer halben Zitrone gebe ich in eine Schüssel in welche auch die geschälten und geviertelten Äpfel kommen, damit sie nicht anlaufen. Nicht die Apfelstücke in Wasser legen, die Tarte tatin verträgt kein zu feuchtes Obst. Meine Tarteform hat einen herausnehmbaren Boden, so lässt sie sich leichter stürzen. Damit später das flüssige Karamell nicht ausläuft, umhülle ich die Form mit Alufolie.

Den Zucker karamellisiere ich, ein wenig Geduld ist dabei von Nöten, irgendwann ist es aber so weit und aus dem Zucker 

wird feinstes, flüssiges Karamell, das ich in die Tarteform giesse.

Nun habe ich vergessen, die Tarteform anzuwärmen und mein Karamell härtet sofort und viel zu früh aus. Der Ofen muss sowieso vorgeheizt werden, dabei schiebe ich die Form hinein und das Karamell wird wieder fein flüssig

​Darauf lege ich kreisförmig und aufrecht stehend die Apfelviertel

​bis das Karamell vollständig bedeckt ist. Auf die Apfelstücke kommen jetzt die kalten Butterflöckchen.

​Der Teig ist ja schon fertig und wartet gekühlt nur darauf, die Apfelstücke zu bedecken.

​Für 40 Minuten kommt die Tarte tatin bei 180 Grad Umluft in den vorgeheizten Backofen.

​Wichtig ist, die Tarte nach dem Backen noch heiß zu stürzen, damit sie nicht kaputt geht. Vorsicht, das Karamell ist wirklich sehr heiß. Das Ergebnis duftet nicht nur wunderbar, es sieht auch zum Reinbeißen aus.

Butterblumengelb und im Geschmack unübertroffen ist eine Tarte tatin ein Wohlgenuss. Der Herbst grüßt mit seiner schönsten Seite.

 


Erdbeerkuchen

Meinen Kolleginnen bin ich noch die Urlaubs- und Geburtstagsrunde schuldig. Lege ich beides zusammen und mache einen Erdbeerkuchen, keine Torte, ein einfacher Kuchen, die Früchte schmecken in diesem Jahr so gut und süß, dass ich auch den Zucker weglasse.

Als Boden bereite ich einen kalten Hefeteig aus 250g Mehl. Das Rezept habe ich von meiner Schwiegermutter und die möchte das als Familienrezept gewahrt wissen. Daran halte ich mich.

Bleibt der Belag, ich möchte nur eine dünne Sahneschicht, es braucht also nicht viel außer

200ml Schlagsahne

200ml griechischer Sahnejoghurt

6 Blatt Gelatine

Der eingweichten,ausgedrückten, aufgelösten und erwärmten Gelatine gebe ich vorsichtig den Joghurt dazu, dann die geschlagene Sahne und verteile alles auf dem gebackenen Hefeteig. Ich habe ihn in einer 28er Form gemacht, jetzt kommt mein Tortenring darum.

Auf die Sahne lege ich die gewaschenen und getrockneten Früchte. Fehlt nur noch der klare Tortenguss. Beim Belegen zeigt sich wieder, meine Hände machen nicht was mein Kopf will, der Belag ist also unregelmäßig:-) 🙂 🙂 .

Nun kann ich nur hoffen, dass der Geschmack die Optik aufwertet.

Tut er. 

Immer dieses Aufstehen oder Mohnzöpfe

Wenn ich kann, schlafe ich zu gern aus. Ein Mohnzopf ist gut vorzubereiten und das Aufstehen fällt deutlich leichter. Ich mache ihn aus kalt angesetztem Hefeteig. Es braucht dafür:

250g Mehl Typ 550

100ml Wasser

5g Salz

1 TL Honig

25g Hefe

1/2 Ei

Der Rest ist einfach. Ich siebe das Mehl und gebe alle anderen Zutaten hinein.

Die Hefe löse ich in lauwarmen Wasser auf

und knete alles mit dem Handrühgerät durch.

Der Teig kommt abgededeckt für mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank.

Erstaunlich wie gut der Teig auf diese Art geht. Ich teile ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche

und forme Zöpfe daraus.

Nun kommt der Mohn darauf, vorher pinsele ich sie mit Eiermilch ein, so haftet der Mohn besser. Noch mal gehen lassen und dann in den auf 120 Grad vorgeheizten Backofen geben. Nach 10 Minuten die Temperatur für weitere 15 Minuten auf 200 Grad hoch drehen.

Das duftet wie beim Bäcker und schmeckt sehr gut, auch am Nachmittag.

Mein erstes Sauerteigbrot

Seitdem ich meine Wochendbrötchen selbst mache, träume ich davon, das Brot für das Frühstück an den Wochentagen selbst zu backen. Bei meinem Freund Arno habe ich ein Rezept dafür entdeckt.

https://rosenkocht.wordpress.com/2016/02/25/sauerteigbrot/

Lieber Arno, deine Rezepte sind einfach großartig! Die Mengenangaben sind absolut zuverlässig, der Hergang selbst best nachvollziehbar geschildert und Zusatzstoffe – die keiner braucht – gibt es selbstverständlich nicht. An dieser Stelle danke ich dir für all deine Mühe dabei. Ich habe die Mehlarten abgeändert, weil ich ein helleres Brot möchte, dass trotzdem gesünder als Weißbrot ist und dafür nehme ich:

700g Weizenvollkornmehl

300g Weizenmehl

700ml lauwarmes Wasser

3 TL Salz

150g Sauerteigstarter

40g Hefe

20g Butter/2 EL Semmelbrösel für die Form

Es ist das erste Mal, dass ich Sauerteigstarter verwende, ob dieser die beste Sorte ist, weiß ich nicht, seine Arbeit hat er hervorragend getan.

Die Mehlsorten siebe ich und vermische sie mit allen anderen Zutaten, 

dann löse ich die Hefe im lauwarmen Wasser auf und gebe die Flüssigkeit nach und nach dazu. Zum Kneten muss mein treuer RG 38 herhalten.

Wie seit 30 Jahren knetet er, dass es eine Lust ist. Es entsteht ein wunderbarer Teig, dem schon anzusehen ist, dass aus ihm etwas wird.

Mein Backofen ist noch vom Backen der Frühstücksbrötchen warm, jedoch unter 50 Grad, ich decke die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch ab und stelle sie für 20 Minuten hinein.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, der Teig ist gut aufgegangen. Nun knete ich ihn für 10 Minuten auf der bemehlten Arbeitsfläche und habe einen Heidenspass dabei. Eine bessere Arbeit gibt es wohl kaum…

An der richtigen Backform happert es mir, ich werde mir demnächst eine geeignete zulegen, bis dahin tut es meine Jenaglasform, die ich ausgebuttert und -gebröselt habe.

Dahinein gebe ich meinen geschmeidigen Brotteig und weil mir das Ganze soviel Freude macht, forme ich aus den Teigresten – die an meinen Fingern klebten – eine Blume als Dekoration.

Dann bemehle ich den Teig, decke ihn ab und stelle ihn für weitere 30 Minuten zum Gehen wieder in den Backofen. Was ich danach heraushole ist einfach eine Freude.

Wunderbar gegangener Brotteig… Den Backofen heize ich jetzt auf 250 Grad vor, dann kommt mein Brot bei Ober- und Unterhitze für 15 Minuten hinein. Die Temperatur drehe ich nach dieser Zeit auf 200 Grad zurück und backe mein erstes Sauerteigbrot in 45 Minuten fertig.

Arno rät, das Brot zum Abkühlen auf ein Gitter zu legen. Hier habe ich Schwierigkeiten durch meine Behelfsform. Heiß bekomme ich das Brot nicht heraus, ich muss es erst etwas abkühlen lassen, bevor es sich dann leicht löst. Also kann ich es doch noch auf einem Gitter ganz abkühlen lassen.

Auf mein Backwerk bin ich richtig stolz. Danke lieber Arno. Ich halbiere mein Brot, eine Hälfte friere ich ein,

die andere probiere ich sofort.

Knusprig außen, innen weich und durchgebacken, mehr als Butter braucht’s dazu nicht. So einfach ist so Gutes.

Guten Morgen oder selbstgebackene Frühstücksbrötchen

Nein, ich bin kein Frühaufsteher. Wenn ich es schaffen kann länger zu schlafen, tue ich das. In der Woche gibt es bei uns Toast zum Frühstück, das am Samstag beim Bäcker geholte Weißbrot reicht in unserem Zweipersonenhaushalt die ganze Woche. Am Samstag selber gab es frische Bäckerbrötchen – bisher. Seit meiner Entdeckung des kalten Hefeteigs, der in aller Ruhe nachts im Kühlschrank geht, freue ich mich auf’s frühere Aufstehen am Wochenende. Unglaublich. Frische, ofenwarme und selbstgemachte Hefezöpfe oder Brötchen sind einfach ein famoses Wochenendfrühstück, das sich gern ausdehnen darf. Wann kommt man sonst dazu langsam und genüsslich den Tag zu beginnen.

Diese Woche versuche ich mich an Brötchen. Es braucht für 4 Brötchen:

1 TL Honig

150ml lauwarmes Wasser (besser nur 125ml)

25g Hefe

3g Salz

250g Mehl ( diesmal Weizenmehl)

1 kleines Ei

Alles ist ganz einfach. Das Mehl sieben und alle Zutaten sofort und kalt miteinander vermischen. Einzig das Wasser muss lauwarm sein. Ein wenig klebt der Teig. Ich vermute, im Rezept ist zuviel Wasser angegeben, das wird sich später bestätigen.

In einer abgedeckten Schüssel kommt der Teig nun über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen ist meine Freude groß, er ist wunderbar aufgegangen.

Normalerweise sollte jetzt eine Rolle geformt und die Teiglinge abgestochen werden. Dafür klebt der Teig jedoch zu sehr. Ich werde beim nächsten Mal nur 125ml Wasser nehmen. So muss ich den Teig abziehen und kann nur Häufchen auf’s Blech geben. Geht zur Not auch.

Ein Ei verquirle ich mit Wasser und pinsele meine Häufchen damit ein. Mein Mann schaut skeptisch… Den Ofen habe ich auf 120 Grad Umluft vorgeheizt, für 10 Minuten kommen die Brötchen hinein. Dann schneide ich sie sacht ein und backe sie für weitere 10 Minuten bei 200 Grad Umluft weiter. 5 weitere Minuten gebe ich bei Oberhitze zu. Es duftet verführerisch, mein Mann schaut neugierig.

Die Brötchen haben keine perfekte Form, sind aber brav aufgegangen und knusprig braun. Mein Mann schaut hungrig. 

Außen knusprig braun, innen weich, durchgebacken und sehr gut schmeckend sind meine ersten Brötchen geworden. Ein Frühstücksgenuss frei von Zusatzstoffen.

Mein Mann schaut begeistert. Ich träume von selbst gebackenem Weißbrot.

Freiberger Eierschecke die Zweite oder ich kann Hefeteig! oder Zum Tag

Meine erste Freiberger Eierschecke war nicht gelungen. 

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/04/24/kuchenkuechenschlacht-oder-freiberger-eierschecke/

Bei meiner Schwiegermutter habe ich mir Hilfe geholt und hurra, hurra, hurra…ich kann Hefeteig! Wie immer ist alles ganz einfach, ich mache einen „kalten“ Hefeteig. Dafür werden am Abend vor dem Backen alle Zutaten für einen Hefeteig sofort und alle direkt verknetet und der Teig über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank gestellt. Am nächsten Morgen kann er sofort verarbeitet werden. Funktioniert ausgezeichnet.

Für die Schecke habe ich diesmal nur 8 Eier genommen, aber dafür 4 Eiweiß zu Eischnee geschlagen und untergehoben. Auch die Sahne hebe ich geschlagen unter.

Jubel, Trubel, Heiterkeit…alles klappt wunderbar. Aus den abgeschnittenen Rändern mache ich noch zwei kleine Brezelbrötchen, die ich mit Meersalz bestreue und die uns gut schmecken. Brezeln formen kann ich natürlich nicht.

Die Freiberger Eierschecke selber ist grandios und lecker.
Hefeteig! Ich kann’s. Übung macht den Meister!!!