Archiv der Kategorie: Gebackenes

Ich hab dich zum Fressen gern oder kleiner Apfelkuchen

Was ist besser an einem der ersten, kühleren Abende als ein Stück warmer Apfelkuchen? Zwei Stück Apfelkuchen. Viel mehr gibt dieser kleine Kuchen auch nicht her und damit ist er genau das Richtige für uns beide. Einfach gemacht braucht es dafür:

100g Butter

1 EL Vanillezucker

110g Mehl

2 Ä0fel

85g Zucker

2 Eier, getrennt

1 TL Backpulver

1 EL gehackte Mandeln

Puderzucker

Das Eiweiß schlage ich mit der Hälfte des Zuckers zu Eischnee. Die Eigelbe rühre ich mit dem Zucker und der Butter schaumig und siebe dann Mehl und Backpulver dazu. Alles zu einem glatten Teig verrührt, kann ich nun den Eischnee unterheben und den Teig in die gebutterte 18er Form geben. Die zwei Äpfel sind fix geschält und die Apfelstückchen auf dem Teig verteilt. Gehackte Mandeln streue ich darüber und gebe den kleinen Kerl für 50 Minuten bei 160 Grad Umluft in den vorgeheizten Backofen.

Nachdem mein Küchelchen etwas abgekühlt ist, siebe ich Puderzucker obendrauf und verspeise ihn, noch warm, mit meinem Mann.
Was für ein Vergnügen!

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Alle lieben Apfel-Brombeer-Streusel oder fast bekommt Oma Grauhaar einen neuen Namen

Also wirklich. In Zeiten, in denen Kinder Großmütter und Urgroßmütter erleben dürfen, ist es schwierig sich einen eigenen Omanamen zu erkämpfen.

Arabella ist mein Blogname, ich heiße Ute. Oma Ute finde ich absolutunbedingtunerlaubt. Oma Grauhaar ist fein, alle Kinder im Kindergarten lachen über diesen Namen (die Erzieherinnen auch). Nach meinem letzten Kuchen wollte mich meine eigene Mutter!!! in Oma Wutz umbenennen!!! Es ist unglaublich, was das Fernsehen mit den Menschen macht!!!:-) 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 

Geboren bin ich in einem Land das viele Fehler hatte. Es hatte auch Vorteile, ich konnte jung Kinder bekommen. Meine Ausbildung war mir trotz Schwangerschaft möglich, mein Berufsweg gesichert.  In dem Land in dem ich jetzt lebe, werden Frauen, Karriere bedingt, ab +30 Jahren schwanger. Urenkel werde ich also kaum erleben dürfen. Aber wer weiss…

Nun aber zurück zum Thema. Wie ich früher Herrn Fuchs und Frau Elster liebte, liebt meine Schaukelinhaberin Peppa Wutz. Heimlich guggen mein Mann und ich die Videos der Schweinchenfamilie auch, sie sind uns nämlich sehr ähnlich.

Wir sind Großeltern, wir haben Äpfel und Brombeeren in unserem Garten und Oma Wutz kann Apfel-Brombeer-Streusel backen. Ach ja. Ich soll das nun auch können, was schwierig ist, die beiden Fruchtsorten sind in ihrer Konsistenz schwer zu vereinbaren. Hmmm. Ich bin Oma Grauhaar, ich kann das (glaubt die Schaukelinhaberin). Tja…also bitte…Oma Arabella-Grauhaar-Wutz präsentiert hier:

Apfel-Brombeer-Streusel mit Schokolade!!!

Brombeeren haben wir zu Hauf. In der vergangenen Woche habe ich die große Wohl(Un)tat begangen, sämtliche Haustüren sicherst zu verschließen, während mein Mann und ich sich außerhalb ebendieser aufhielten. Bis mein Mann dann eines unserer Kinder aufgetrieben hatte, welches mit seinem Zweitschlüssel uns Einlass verschaffen konnte, hatte ich ausreichend Zeit zum Beeren pflücken. Brombeeren hatte ich also genug, mehr als zwei Äpfel braucht der Kuchen nicht und dazu:

Für den Teig:

3 Eier

125g Butter

125g Zucker

125g Mehl

1 1/2 TL Weinsteinbackpulver

Für den Belag:

2 große Äpfel

400g Brombeeren

1/2 Zitrone

1 Pkg. Vanillepudding

Für die Streuseln:

Mehl, Zucker und Butter im Verhältnis 1:1

Wieder in’s Innere des Hauses gelangt (hurra!!!!!!!!!!), schmelze ich die Butter, gebe den Zucker dazu und ein Ei nach dem anderen.

Das Mehl und das Backpulver siebe ich hinein und gebe alles in die gebutterte Form. 

Ich schäle zwei Äpfel, schneide Ringe und lege sie in Zitronensaft.

Die dünnen Ringe sind genau richtig, um ähnliche Konsistenz zu den Beeren zu haben.

Die Apfelringe und die Beeren wende ich in Puddingpulver, 

 so nässen sie beim Backen nicht aus.

Apfelringe und Beeren verteile ich auf dem Teig

in dichter Reihe

und gebe Butterstreusel darüber.

Der weiche Teig steigt beim Backen hoch und bedeckt die knusprigen Streusel. Damit meine Tochter das nicht bemängelt, junge Mütter sind – dem Himmel sei Lob – sehr bedacht in der Wahl ihrer Lebensmittel, gebe ich flüssige Schokolade auf den Kuchen.

Abgekühlt ist die knackige Zartbitterheit der Schokolade genau das Richtige auf dem süß- fruchtigem Kuchen, den ich vorher bei 190 Grad Umluft für 40 Minuten gebacken habe.

Serviert wird er zur Geburtstagsfeier meines Sohnes, der einen Junggesellenhaushalt führt und keine ökologisch korrekten Teller in Vielzahl hat.

Der Kuchen war trotzdem toll. Allerdings rate ich davon ab, Trickfilmkuchen nachbacken zu wollen, die Autoren haben meistens wenig Ahnung davon, wie fest Kinder glauben…alles ist möglich.

Wobei…Oma’s haben Kinderglauben..;-) stimmt’s?!

Die Äpfel reifen oder Tarte tatin


Besser – das was der Maifrost von den Äpfeln übrig gelassen hat reift. In diesem Jahr hat der Garten 7 Kirschen gebracht, Äpfel sind es ein paar mehr, für meine Apfelkuchen reichen diese, mit dem Verschenken wird’s leider dieses Jahr nichts. Mein erster Apfelkuchen der Saison ist eine Tarte tatin. Gartenäpfel sind mit ihrer feinen Säure dafür besonders geeignet. Wer keine hat, nimmt am Besten einen Boskoop. Sonst braucht es für die Tarte Zucker, Butter und Mehl und das war’s auch schon. Dennoch zählt diese süß-saure Verlockung zu den Lieblingskuchen meines Mannes, auch des knusprigen Bodens wegen, der die weiche Apfelschicht damit noch verführerischer schmecken lässt. Es braucht dafür:

Für den Teig:

100g kalte  Butter

200g Mehl

  50g Zucker

1 Prise Salz

3-4 EL eiskaltes Wasser

Ich habe besonderes Mehl, extra für die Feinbäckerei, der Kuchenteig gelingt damit deutlich besser als mit normalen 405er Mehl. Das gesiebte Mehl vermische ich mit dem Zucker und der in Stückchen geschnittenen kalten Butter zu Streuseln.
In die Streuselmasse gebe ich 3-4 El eisiges Wasser und verknete alles zu einem glatten Teig.

Den Teig wickele ich in Folie und lege ihn ca. eine halbe Stunde kühl. Nach dem Kühlen lässt er sich auf der bemehlten Arbeitsfläche gut ausrollen. Mit der Tartform steche ich einen Kreis aus, den ich wieder kühle.

Währenddessen bereite ich den Belag. Dafür braucht es:

1,25 kg Äpfel

1/2 Zitrone

150g Zucker

75g kalte Butter

Den Saft einer halben Zitrone gebe ich in eine Schüssel in welche auch die geschälten und geviertelten Äpfel kommen, damit sie nicht anlaufen. Nicht die Apfelstücke in Wasser legen, die Tarte tatin verträgt kein zu feuchtes Obst. Meine Tarteform hat einen herausnehmbaren Boden, so lässt sie sich leichter stürzen. Damit später das flüssige Karamell nicht ausläuft, umhülle ich die Form mit Alufolie.

Den Zucker karamellisiere ich, ein wenig Geduld ist dabei von Nöten, irgendwann ist es aber so weit und aus dem Zucker 

wird feinstes, flüssiges Karamell, das ich in die Tarteform giesse.

Nun habe ich vergessen, die Tarteform anzuwärmen und mein Karamell härtet sofort und viel zu früh aus. Der Ofen muss sowieso vorgeheizt werden, dabei schiebe ich die Form hinein und das Karamell wird wieder fein flüssig

​Darauf lege ich kreisförmig und aufrecht stehend die Apfelviertel

​bis das Karamell vollständig bedeckt ist. Auf die Apfelstücke kommen jetzt die kalten Butterflöckchen.

​Der Teig ist ja schon fertig und wartet gekühlt nur darauf, die Apfelstücke zu bedecken.

​Für 40 Minuten kommt die Tarte tatin bei 180 Grad Umluft in den vorgeheizten Backofen.

​Wichtig ist, die Tarte nach dem Backen noch heiß zu stürzen, damit sie nicht kaputt geht. Vorsicht, das Karamell ist wirklich sehr heiß. Das Ergebnis duftet nicht nur wunderbar, es sieht auch zum Reinbeißen aus.

Butterblumengelb und im Geschmack unübertroffen ist eine Tarte tatin ein Wohlgenuss. Der Herbst grüßt mit seiner schönsten Seite.

 


Erdbeerkuchen

Meinen Kolleginnen bin ich noch die Urlaubs- und Geburtstagsrunde schuldig. Lege ich beides zusammen und mache einen Erdbeerkuchen, keine Torte, ein einfacher Kuchen, die Früchte schmecken in diesem Jahr so gut und süß, dass ich auch den Zucker weglasse.

Als Boden bereite ich einen kalten Hefeteig aus 250g Mehl. Das Rezept habe ich von meiner Schwiegermutter und die möchte das als Familienrezept gewahrt wissen. Daran halte ich mich.

Bleibt der Belag, ich möchte nur eine dünne Sahneschicht, es braucht also nicht viel außer

200ml Schlagsahne

200ml griechischer Sahnejoghurt

6 Blatt Gelatine

Der eingweichten,ausgedrückten, aufgelösten und erwärmten Gelatine gebe ich vorsichtig den Joghurt dazu, dann die geschlagene Sahne und verteile alles auf dem gebackenen Hefeteig. Ich habe ihn in einer 28er Form gemacht, jetzt kommt mein Tortenring darum.

Auf die Sahne lege ich die gewaschenen und getrockneten Früchte. Fehlt nur noch der klare Tortenguss. Beim Belegen zeigt sich wieder, meine Hände machen nicht was mein Kopf will, der Belag ist also unregelmäßig:-) 🙂 🙂 .

Nun kann ich nur hoffen, dass der Geschmack die Optik aufwertet.

Tut er. 

Immer dieses Aufstehen oder Mohnzöpfe

Wenn ich kann, schlafe ich zu gern aus. Ein Mohnzopf ist gut vorzubereiten und das Aufstehen fällt deutlich leichter. Ich mache ihn aus kalt angesetztem Hefeteig. Es braucht dafür:

250g Mehl Typ 550

100ml Wasser

5g Salz

1 TL Honig

25g Hefe

1/2 Ei

Der Rest ist einfach. Ich siebe das Mehl und gebe alle anderen Zutaten hinein.

Die Hefe löse ich in lauwarmen Wasser auf

und knete alles mit dem Handrühgerät durch.

Der Teig kommt abgededeckt für mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank.

Erstaunlich wie gut der Teig auf diese Art geht. Ich teile ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche

und forme Zöpfe daraus.

Nun kommt der Mohn darauf, vorher pinsele ich sie mit Eiermilch ein, so haftet der Mohn besser. Noch mal gehen lassen und dann in den auf 120 Grad vorgeheizten Backofen geben. Nach 10 Minuten die Temperatur für weitere 15 Minuten auf 200 Grad hoch drehen.

Das duftet wie beim Bäcker und schmeckt sehr gut, auch am Nachmittag.

Mein erstes Sauerteigbrot

Seitdem ich meine Wochendbrötchen selbst mache, träume ich davon, das Brot für das Frühstück an den Wochentagen selbst zu backen. Bei meinem Freund Arno habe ich ein Rezept dafür entdeckt.

https://rosenkocht.wordpress.com/2016/02/25/sauerteigbrot/

Lieber Arno, deine Rezepte sind einfach großartig! Die Mengenangaben sind absolut zuverlässig, der Hergang selbst best nachvollziehbar geschildert und Zusatzstoffe – die keiner braucht – gibt es selbstverständlich nicht. An dieser Stelle danke ich dir für all deine Mühe dabei. Ich habe die Mehlarten abgeändert, weil ich ein helleres Brot möchte, dass trotzdem gesünder als Weißbrot ist und dafür nehme ich:

700g Weizenvollkornmehl

300g Weizenmehl

700ml lauwarmes Wasser

3 TL Salz

150g Sauerteigstarter

40g Hefe

20g Butter/2 EL Semmelbrösel für die Form

Es ist das erste Mal, dass ich Sauerteigstarter verwende, ob dieser die beste Sorte ist, weiß ich nicht, seine Arbeit hat er hervorragend getan.

Die Mehlsorten siebe ich und vermische sie mit allen anderen Zutaten, 

dann löse ich die Hefe im lauwarmen Wasser auf und gebe die Flüssigkeit nach und nach dazu. Zum Kneten muss mein treuer RG 38 herhalten.

Wie seit 30 Jahren knetet er, dass es eine Lust ist. Es entsteht ein wunderbarer Teig, dem schon anzusehen ist, dass aus ihm etwas wird.

Mein Backofen ist noch vom Backen der Frühstücksbrötchen warm, jedoch unter 50 Grad, ich decke die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch ab und stelle sie für 20 Minuten hinein.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, der Teig ist gut aufgegangen. Nun knete ich ihn für 10 Minuten auf der bemehlten Arbeitsfläche und habe einen Heidenspass dabei. Eine bessere Arbeit gibt es wohl kaum…

An der richtigen Backform happert es mir, ich werde mir demnächst eine geeignete zulegen, bis dahin tut es meine Jenaglasform, die ich ausgebuttert und -gebröselt habe.

Dahinein gebe ich meinen geschmeidigen Brotteig und weil mir das Ganze soviel Freude macht, forme ich aus den Teigresten – die an meinen Fingern klebten – eine Blume als Dekoration.

Dann bemehle ich den Teig, decke ihn ab und stelle ihn für weitere 30 Minuten zum Gehen wieder in den Backofen. Was ich danach heraushole ist einfach eine Freude.

Wunderbar gegangener Brotteig… Den Backofen heize ich jetzt auf 250 Grad vor, dann kommt mein Brot bei Ober- und Unterhitze für 15 Minuten hinein. Die Temperatur drehe ich nach dieser Zeit auf 200 Grad zurück und backe mein erstes Sauerteigbrot in 45 Minuten fertig.

Arno rät, das Brot zum Abkühlen auf ein Gitter zu legen. Hier habe ich Schwierigkeiten durch meine Behelfsform. Heiß bekomme ich das Brot nicht heraus, ich muss es erst etwas abkühlen lassen, bevor es sich dann leicht löst. Also kann ich es doch noch auf einem Gitter ganz abkühlen lassen.

Auf mein Backwerk bin ich richtig stolz. Danke lieber Arno. Ich halbiere mein Brot, eine Hälfte friere ich ein,

die andere probiere ich sofort.

Knusprig außen, innen weich und durchgebacken, mehr als Butter braucht’s dazu nicht. So einfach ist so Gutes.

Guten Morgen oder selbstgebackene Frühstücksbrötchen

Nein, ich bin kein Frühaufsteher. Wenn ich es schaffen kann länger zu schlafen, tue ich das. In der Woche gibt es bei uns Toast zum Frühstück, das am Samstag beim Bäcker geholte Weißbrot reicht in unserem Zweipersonenhaushalt die ganze Woche. Am Samstag selber gab es frische Bäckerbrötchen – bisher. Seit meiner Entdeckung des kalten Hefeteigs, der in aller Ruhe nachts im Kühlschrank geht, freue ich mich auf’s frühere Aufstehen am Wochenende. Unglaublich. Frische, ofenwarme und selbstgemachte Hefezöpfe oder Brötchen sind einfach ein famoses Wochenendfrühstück, das sich gern ausdehnen darf. Wann kommt man sonst dazu langsam und genüsslich den Tag zu beginnen.

Diese Woche versuche ich mich an Brötchen. Es braucht für 4 Brötchen:

1 TL Honig

150ml lauwarmes Wasser (besser nur 125ml)

25g Hefe

3g Salz

250g Mehl ( diesmal Weizenmehl)

1 kleines Ei

Alles ist ganz einfach. Das Mehl sieben und alle Zutaten sofort und kalt miteinander vermischen. Einzig das Wasser muss lauwarm sein. Ein wenig klebt der Teig. Ich vermute, im Rezept ist zuviel Wasser angegeben, das wird sich später bestätigen.

In einer abgedeckten Schüssel kommt der Teig nun über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen ist meine Freude groß, er ist wunderbar aufgegangen.

Normalerweise sollte jetzt eine Rolle geformt und die Teiglinge abgestochen werden. Dafür klebt der Teig jedoch zu sehr. Ich werde beim nächsten Mal nur 125ml Wasser nehmen. So muss ich den Teig abziehen und kann nur Häufchen auf’s Blech geben. Geht zur Not auch.

Ein Ei verquirle ich mit Wasser und pinsele meine Häufchen damit ein. Mein Mann schaut skeptisch… Den Ofen habe ich auf 120 Grad Umluft vorgeheizt, für 10 Minuten kommen die Brötchen hinein. Dann schneide ich sie sacht ein und backe sie für weitere 10 Minuten bei 200 Grad Umluft weiter. 5 weitere Minuten gebe ich bei Oberhitze zu. Es duftet verführerisch, mein Mann schaut neugierig.

Die Brötchen haben keine perfekte Form, sind aber brav aufgegangen und knusprig braun. Mein Mann schaut hungrig. 

Außen knusprig braun, innen weich, durchgebacken und sehr gut schmeckend sind meine ersten Brötchen geworden. Ein Frühstücksgenuss frei von Zusatzstoffen.

Mein Mann schaut begeistert. Ich träume von selbst gebackenem Weißbrot.

Freiberger Eierschecke die Zweite oder ich kann Hefeteig! oder Zum Tag

Meine erste Freiberger Eierschecke war nicht gelungen. 

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/04/24/kuchenkuechenschlacht-oder-freiberger-eierschecke/

Bei meiner Schwiegermutter habe ich mir Hilfe geholt und hurra, hurra, hurra…ich kann Hefeteig! Wie immer ist alles ganz einfach, ich mache einen „kalten“ Hefeteig. Dafür werden am Abend vor dem Backen alle Zutaten für einen Hefeteig sofort und alle direkt verknetet und der Teig über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank gestellt. Am nächsten Morgen kann er sofort verarbeitet werden. Funktioniert ausgezeichnet.

Für die Schecke habe ich diesmal nur 8 Eier genommen, aber dafür 4 Eiweiß zu Eischnee geschlagen und untergehoben. Auch die Sahne hebe ich geschlagen unter.

Jubel, Trubel, Heiterkeit…alles klappt wunderbar. Aus den abgeschnittenen Rändern mache ich noch zwei kleine Brezelbrötchen, die ich mit Meersalz bestreue und die uns gut schmecken. Brezeln formen kann ich natürlich nicht.

Die Freiberger Eierschecke selber ist grandios und lecker.
Hefeteig! Ich kann’s. Übung macht den Meister!!!

Kuchen(küchen)schlacht oder Freiberger Eierschecke

Eierschecke gehört zu Sachsen wie der Dialekt. Die Freiberger sprechen anders als die Dresdner, dies ist jedoch nicht der Grund für die beiden verschiedenen Eierscheckensorten der benannten Städte. Eine Dresdner Eierschecke besteht aus drei Schichten. Boden, Quark und Eierschecke. Wobei ich diese wiederum ohne Boden und manchmal mit Apfel backe, damit ist sie keine Dresdner Eierschecke, aber dafür sehr lecker.

https://www.google.de/amp/s/teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/10/27/apfelkuchen-variante-6-saechsische-eierschecke-mit-geriebenem-apfel/amp/

Diesmal will ich mich aber brav an’s Rezept halten und eine original Freiberger Eierschecke backen. Diese hat nur zwei Schichten, Boden und Eierschecke und die Schecke ist hier ohne geschlagenes Eiweiß (wobei ich das beim nächsten Mal ändere). Nicht weil die Freiberger geiziger als die Dresdner sind, Sachsen sind generell nicht geizig, sondern weil die Freiberger ihren Quark verbauten und zum Essen keiner übrig war. So geht zumindest die Sage davon. Noch einen großen Unterschied zwischen den beiden Schecken gibt es. Während die Dresdner Eierschecke fast eine Torte ist, begnügt sich die Freiberger Schecke damit ein flacher Kuchen zu sein, allerdings mit Hefeteigboden. Mit dem Boden fängt meine Küchenschlacht an, er ist eben aus Hefeteig und ebendieser ist mein persönlicher Schrecken. Auch diesmal habe ich zwei Anläufe gebraucht. Lieber Hefeteig, zicke wie du willst, ich geb‘ nicht auf. Nachdem mir der erste Teig mit Vorteig misslungen ist, suche ich mir ein Rezept mit einem relativ einfachen Teig raus…was ist schon einfach? Nun also, für meine Freiberger Eierschecke braucht es.

Für den Teig:

250g Mehl

100g Zucker

2EL Öl

1/8l Milch

21g Hefe

Salz

Brav siebe ich das Mehl, damit Luft in den Teig kommt

und gebe Zucker, Salz und Öl dazu. In der sehr lauen Milch löse ich die Hefe.

Alles verknete ich dann rasch und lasse den Teig gehen. Dazu stelle ich in in den lauwarmen Backofen, so kann er keine Zugluft abbekommen. Nach einer reichlichen halben Stunde tut er so, als wölle er vielleicht, eventuell aufgehen. Ich gebe auf, noch einen Teig mache ich nicht. Dieser kommt jetzt in die Form, gehe oder gehe nicht…was immer.

Die Form habe ich gebuttert und ziehe einen kleinen Teigrand hoch, damit die Schecke nicht zu sehr runter läuft. Während der Teig nochmal ruht, heize ich den Backofen auf 175 Grad Umluft vor und mache den Guss.

Es braucht für den Eierscheckenguss:

125g Butter

25ml Sahne

50g Zucker

10 Eigelb

Rosinen

Mandelstifte

Die Rosinen habe ich über Nacht eingeweicht und lasse sie gut abtropfen.

Der Guss ist einfacher (wird aber auch nicht perfekt). Die Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen, die Sahne dazu geben und die geschmolzene! Butter dazu geben. Alles nochmals schaumig rühren. Dann kommt der Boden zuerst ohne Schecke für 10 Minuten bei 150 Grad Umluft in den Backofen zum Vorbacken. Dannach gebe ich den Eierguss darauf und streue Rosinen und Mandelstifte darüber.

Nun kommt die Schecke wieder in den Ofen und wird für weitere 10 Minuten bei 175 Grad Umluft gebacken. Nach dieser Zeit reisst meist die Kruste, Abhilfe schafft den Kuchen mit Wasser zu gesprühen.

Nocheinmal für reichlich 10 Minuten weiterbacken und…hurra…die Freiberger Eierschecke ist da.

Mein Werk ist noch deutlich verbesserungsfähig, irgendwann krieg ich dich du Hefeteig, jawoll, ich habe mir jetzt professionelle Hilfe von meiner Schwiegermutter geholt. Ha!

Sahnige Versuchung oder Brombeer-Joghurt-Sahne-Kuchen im Glas

Mein kleines Joghurt-Sahne-Törtchen mit Brombeerspiegel

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/03/08/kleines-joghurt-sahne-toertchen-mit-brombeerspiegel/

war so gut, dass ich es in einer Abwandlung zu unserem Abend im Familienkochclub serviere. Kuchen im Glas ist eine optisch besonders appetitliche Abwandlung meines Törtchens. So lässt sich mein Nachtisch wunderbar portionieren und mit einem Earl-Grey-Eis dazu servieren.

Mein Rezept ist für 4-6 Personen gerechnet, je nach verwendeter Glasgröße. Ich benutze dafür Weck-Gläser. Es braucht dafür:

Für den Teig, gebacken in einer 18er Form:

2 Eier, getrennt

50g Zucker

1TL Vanillezucker

50g Mehl

Zitronenabrieb

1/2TL Natron

Die Eier schlage ich mit dem Zucker schaumig, siebe das Mehl hinein und gebe Zitronenabrieb und Natron dazu. Zum Schluß hebe ich das steif geschlagene Eiweiß unter. In der gebutterten Form backe ich diesen luftigen Teig 20 Minuten bei 170 Grad Umluft.

Den abgekühlten Boden teile ich und steche Kreise aus. Die Ränder nicht aufessen, sie werden zum Füllen gebraucht.

Für die Joghurt-Sahne braucht es:

250ml Sahne

300ml griechischen Joghurt

1 Pkg sofort lösliche Gelatine (entspricht 6 Blatt Gelatine)

Den Joghurt in einer Schüssel aufschlagen, dahinein gebe ich die Gelatine, rühre sie mit dem Schneebesen unter und gebe unmittelbar die geschlagene Sahne dazu. Diese Schicht kommt zuerst in die Gläschen, darauf setze ich einen der ausgestochenen Böden und fülle eventuelle Ränder mit den Resten des ausgestochenen Bodens auf, so kann etwas des später folgenden Brombeergusses durchlaufen und Farbakzente setzen.

Darauf kommt nun der Bombeerguss. 

Es braucht dafür:

500g Brombeeren (ergeben ca.350g Püree)

2TL Puderzucker

wenig Zitronensaft

3 Blatt Gelatine

Die aufgetauten Bombeeren habe ich püriert und gesiebt

und mit Puderzucker und Zitronensaft abgeschmeckt. Die Gelatine habe ich kurz eingeweicht und dann erwärmt. In die nun flüssige Gelatine kommt zuerst ein Löffel Beerenpüree (nicht umgekehrt!) und dann nach und nach der Rest. Diese leuchtende Masse gebe ich unmittelbar auf den Kuchenboden in den Gläschen.

Einen kleiner Bodenkreis gebe ich dann wieder darauf, diesmal fülle ich die Ränder nicht aus, ich mag mehr Frucht als Teig im Dessert.

(Sollte etwas Beerenpüree übrig bleiben…es schmeckt wunderbar auf dem Frühstücksbrötchen.) Zum Abschluss kommt die restliche Joghurt-Sahne obenauf.

Die befüllten Gläschen stelle ich für mindestens 6 Stunden kühl. Mir gefällt ihr Aussehen ausgesprochen gut.

Es war ein sahniges, fruchtiges Kuchenerlebnis, ohne dessen Süße und gerade darum unheimlich gut. Mein Mann fand es als das beste Dessert aller Zeiten, meiner Mama, der ich ein Glas mitgemacht habe, hat sich über die Säure beschwert…tja, was dem Einen sin Uhl…