Archiv der Kategorie: Früchte

Äpfel

image

Nicht nur das die Apfelbäume in meinem Garten von meinen Großeltern gepflanzt worden sind und dadurch zur Familie gehören, sie haben ausschließlich gute Eigenschaften.
Im Frühjahr strahlen ihre Blütensterne, im Sommer spendet ihr dichtes Blätterdach Schatten, im Herbst beschenken sie mich mit Äpfeln und im Winter sind sie lebendige Statuen, die den Vögeln willkommener Sitzplatz sind, wenn sie von ihrer Einkehr im Futterhäuschen einen Landeplatz zum Verzehr der Körnchen brauchen.
Schon mit den ersten Sonnenstrahlen beginnen die Knospen dicker zu werden und nähren die Hoffnung auf den Frühling.

image

Der Apfel ist eins der ältesten Nahrungsmittel.
Göttinen schlugen sich um einen (goldenen) Apfel, der so am Ende Auslöser des Trojanischen Krieges war, die Bibel kennt das Rosengewächs. Wer wem zuerst den Apfel reichte…wer weiß…
Sicher ist jedoch der hohe Vitamin- und Spurenelementegehalt.

image

Über 30 Vitamine stecken in Äpfeln, darunter Vitamin B1, B2, B6, E, natürlich C und das Provitamin A
Dazu kommen Niacin und Folsäure.
Die Frucht ist reich an Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium und Eisen. Dabei besteht sie zu 85% aus Wasser und hat pro Apfel cirka 60 Kilokalorien.

image

Den gezielten Apfelanbau begannen die Römer. Sie beherrschten mit dem Pfropfen eine Veredlungsmethode und damit begann der Sortenreichtum.
Seit dem 6.Jahrhundert wurden Apfelbäume auch in Mitteleuropa angebaut, deren Ursprung im Kaukasus und Himalaya liegt.
Das im Apfel enthaltene Pektin senkt den Cholesterinspiegel, Flavonoide und Carotinoide haben eine antioxidative Wirkung auf den Organismus.
Äpfel halten uns damit gesund und schön.
Die vielen, verschiedenen Fruchtsäuren im Apfel helfen zur natürlichen Zahnpflege und sind wirksamer als ein Kaugummi. Ideal also zwischendurch in einen Apfel zu beißen, anstatt Kaugummi zu schmatzen.

image

Wichtig ist es, die Schale mit zu verzehren. In und direkt unter ihr stecken die meisten Vitamine. Zudem enthält die Schale die höchste Dosis an Eisen, Magnesium und ungesättigten Fettsäuren.
Alle Gärtner wissen, dass in der Sonne gereifte Früchte mehr wertvolle Inhaltsstoffe enthalten als die im Schatten reifenden. Deshalb für Mus, Kuchen, Kompott…im Schatten reifende Früchte verwenden und die rotbackigen Sonnenfrüchte direkt essen.

image

Äpfel finden in der Volksmedizin breite Anwendung.
Roh und mit Schale geriebener Apfel hilft gegen Durchfall, Apfelessig mit Wasser verdünnt und mit Honig gesüßt lindert Hals- und Rachenentzündungen.
Köstlich und nervöse Unruhe vertreibend ist Apfeltee.
Dazu einen ungeschälten Apfel in Scheiben schneiden und mit einem Liter kochendem Wasser übergießen.
Zwei Stunden ziehen lassen und dann in Ruhe genießen.
Neben den gesunden gibt es noch die vielfältigen kulinarischen Apfelgenüße.
Nicht viel geht über ein Stück noch warmen Apfelkuchens.

image

Meine Apfelleibspeise jedoch ist ein Apfelkompott, das in warmer Vanillesoße schwimmt.
Und das auch nicht als Nachtisch, sondern als Hauptgericht, gerne mit Dampfnudeln.

image

Fast so eine süße Sünde wie die im Paradies.

Weintrauben

image

Nun sind sie reif, die Weintrauben.
Diese oder nächstes Wochenende werden wir sie ernten. Und ausschließlich aufessen. Kein Wein, kein Gelee wird daraus gemacht, sondern wir essen sie schlicht und einfach auf. So groß wie Heidelbeeren sind sie einzelnen Beeren und aromatisch süß. Ein wenig im Geschmack wie schwarze Johannisbeeren, nur milder.

image

Trauben gab es schon im Garten Eden. Sie zählen zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheit. Wein daraus zu machen, das ist ihre Hauptverwendung. Doch stecken die Beeren voller nützlicher Inhaltsstoffe.
Ihre ballastreiche Schale beseitigt Darmträgheit und Verstopfung. Trauben wirken entwässernd und entgiftend. Sie binden Fettstoffe und eignen sich damit hervorragend für eine Herbstdiät.
Der Harnfluß wird durch das Obst beschleunigt, dadurch werden Bakterien ausgeschwemmt. Entzündungen von Nieren und Blase werden somit vorgebeugt.

image

Außer Vitamin B12 sind alle B-Vitamine enthalten.
Vitamin B ist wichtig für den Kohlehydratstoffwechsel sowie für gute Nerven und das Gehirn.
Die in den Beeren enthaltene Fructose hebt den Blutzuckerspiegel leicht an. Die Folgen von zu niedrigem Blutzucker sind Müdigkeit, Nervosität und Konzentrationsmangel. Weintrauben sind damit richtige Fittmacher.
Reich an Folsäure regen sie die  Blutbildung an und das in ihnen enthaltene Vitamin C stabilisiert das Immunsystem.

image

Weintrauben sind basisch. Solche Lebensmittel lindern arthrotische Beschwerden.
Wertvoll sind die in den Früchten enthaltenen Wirkstoffe Quercetin und Reservatrol.
Quercetin wirkt entzündungshemmend,  antisklerotisch,  antithrombotisch und fördert die Entspannung der Blutgefäßmuskulatur,  wodurch der Blutdruck gesenkt wird.
Reservatrol schützt die Leber, verjüngt die Haut, repariert DNA-Schäden und normalisiert den Insulinspiegl.
Weintrauben sind ein wahrer Jungbrunnen und ein natürliches Gichtheilmittel. Selbst leichte Schmerzen bei rheumaähnlichen Beschwerden sollen sie lindern können.

image

Bei gekauften Weintrauben ist darauf zu achten, dass sie Kerne haben, denn diese sind gesund. In ihnen stecken die oben genannten wertvollen Pflanzenstoffe.
Zusätzliche finden sich in den Trauben: Mangan für die Knochen und die Schilddrüse, Magnesium für die Muskel-und Herz Funktion und Kalium, das einen zu hohen Salz-bzw. Natriumgehalt der Kost ausgleicht.
Gesunde Nervennahrung also.
Weintrauben sind sonnenhungrig. Die Vögel nutzen sie als letztes Mahl des Jahres, bevor sie in den Süden ziehen.
Deswegen sind unsere Trauben von einem Netz geschützt. Wir möchten sie allein futtern, den Vögeln habe ich schon meinen wundervollen Hollunder gegönnt.
Eine Traubendiät macht fit für die kommenden Wintermonate.
Dazu verzehrt man 500 g Weintrauben über den Tag verteilt und ergänzt mit 1000 Kilokalorien aus anderer Nahrung.
Darmentschlackt, entgiftet und innerlich gesäubert, braucht niemand die kommende Dunkelheit und Kälte zu fürchten.

image

Brombeeren und Brombeerblättertee

Das Rosengewächs trägt nicht nur Stacheln und Drüsenborsten, sondern auch vitaminreiche Früchte, deren Reife sich durch Schwarzfärbung zeigt. Das wissen auch die Vögel, die sich gern an den schwarzen Früchtchen laben. Die Blätter dagegen knabbern nicht einmal die Schnecken an.
Dabei ist der Tee aus den Brombeerblättern wohlschmeckend, bekömmlich und gesund.
image

Die behaarten Blätter können von April bis September gesammelt werden und ergeben getrocknet einen Tee, der mit seinem Wohlgeschack hervorragende Basis für Teemischungen gibt. Er kann unbedenklich immer getrunken werden.
Brombeerblätter beinhalten u.a. ätherische Öle, Gerbstoffe, Bernsteinsäure, Apfelsäure und Salizylsäure.
Er ist ein gutes Mittel gegen Durchfall und hilft bei verschleimten Atemwegen.
Vor einer Geburt genossen, sorgt er durch auflockern des Gewebes für eine leichtere Niederkunft.
Neben den Brombeerblättern findet auch der Brombeersaft Anwendung. Er hilft bei Heiserkeit. Dazu den frisch gepressten Saft erwärmen und damit gurgeln. Nicht ausspucken, sondern hinterschlucken. Dadurch wird die überanstrengt Stimme gepflegt und der Körper wird zusätzlich mit gesunden Fruchtsäuren versorgt.
Anstatt mit Martini zu gurgeln sollten viele Sänger auf Brombeersaft zurück greifen. Es sei denn, sie brauchen den „Geist“ des Weines…
Das Wort Brombeere stammt vom althochdeutschen Wort “ brãmberi “ für Dorngebüschbeere ab.
Die Beeren reifen ab August und sind manchmal bis in den Oktober hinein zu ernten. Es sind die letzten Beerenfrüchte des sinkenden Sommers, sie kündigen unwiderruflich sein Ende an.
Um meine Brombeersträucher, die uns ein liebes Familienmitglied aus ihrem Überfluss hat zukommen lassen, schleicht erwartungsvoll die Schaukelinhaberin und freut sich riesig, wenn sie schwarze Beeren entdeckt. Husch … hin, pflücken und zur Sicherstellung zur Mama bringen. So schnell sind nicht einmal die Amseln.
image

Sollen die Sträucher viele Früchte tragen, brauchen sie ordentlich Dünger. Als wir die Pflanzen geschenkt bekommen haben, gab es einen Eimer voller Pferdeäpfel dazu. Perfekt. Der Gärtnergatte hat sie mit den Sträuchern eingegraben – im zeitigen Frühjahr, zur besten Pflanzzeit – ich habe sie täglich gegossen und so tragen die gut versorgten Büsche schon im ersten Jahr Früchte. Nicht so viele wie die älteren Pflanzen, aber immerhin…
Die Kletterpflanze rankt auch gern am Waldboden entlang. In meiner Gegend kann das sammeln in der Natur mit gut gefüllten Körben belohnt werden. Es gibt reichlich Beeren in den umliegenden Wäldern. Selbst in den Gärten bewahren sich die Brombeerranken ihre Freiheit und wächst lieber außerhalb als innerhalb eines Zaunes. So finden sich an meinem Zaun wilde Triebe, die auch Früchte tragen. Ein schöner Vorgartenschmuck, mir ist er lieb.
Die Sammelsteinfrüchte sind äußerst reich an Vitamin C.
Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Eisen sowie ein hoher Anteil an Carotiden – die vor freien Radikalen schützen – verstärken die gesunde Wirkung der Beeren.
Die Bioflavonide konzentrieren sich im Fruchtfleisch. Sie sind dort zehnmal höher als im gepressten Saft und schützen Vitamin C sowie das wichtige Streßhormon Adrenalin vor Oxydation durch kupferhaltige Enzyme. Gleichzeitig binden sie Kupfer. Zu hohe Kupferkonzentrationen führen zu nervöser Unruhe und psychischen Beschwerden. Eine frisch gepflückte und verspeiste Brombeere ist damit ein gutes Mittel, Depression – die gern mit der dunklen Jahreszeit kommen – Einhalt zu gebieten.
Die Wirkstoffe der Brombeere kräftigen das Bindegewebe und die Gefäßwände. Damit beugen sie Altersprozessen, Venenleiden und Hämorrhoiden vor.
Der hohe Gehalt an Flavonoiden und anderen heilsamen Pflanzenstoffen macht die Bombeere zu einer der gesündesten Früchte aus unseren heimischen Gärten und Wäldern.
image

Die prallen, glänzenden Früchte in den Händen zu halten, ihren Duft einzuatmen und sie genussvoll auf der Zunge zergehen zu lassen ist ein gesundes Vergnügen.
In den nächsten Tagen lege ich mir noch einen Vorrat an Brombeerblättern an, um eine Basis für meine über den Sommer gesammelten Kräuterteeschätze zu bekommen.

Pfirsich ( im Belini )

image

Prunus persica – persischer Apfel – der lateinische Name täuscht, der Pfirsich stammt aus China und ist dort Symbol der Unsterblichkeit.
Nicht zu Unrecht. Pfirsiche stärken das Immunsystem, das Herz und den Kreislauf sowie die Gefäße.
Sie wirken entwässernd und vertreiben Unruhe und Nervosität.

image

Ein Biß in die saftige Frucht ist ein süßes Sommervergnügen, der hohe Wassergehalt der Frucht – 87g Wasser in 100g Frucht – macht den Pfirsich zu einem saftigen Durstlöscher.
Über die gesamte Sommerzeit, von Mitte Mai bis Anfang September ist die Frucht mit der samtigen Schale im Angebot.

image

Zusätzlich bieten Pfirsiche Kalium, Kalzium und Magnesium, sowie die Vitamine A, B1, B2 und C.
Die ölhaltigen Kerne dienen der Industrie als Mandelersatz.
Pfirsiche schmecken in den verschiedensten Zubereitungen.
Meine liebsten sind Pfirsich Melba – Vanilleeis mit in Läuterzucker gekochten Pfirsichhälften – und der einzige Cocktail, der nur aus zwei Bestandteilen besteht – der Belini.

image

Am besten eignen sich dafür weiße Bergpfirsiche. In Ermangelung dessen, nehme ich einen normalen, herrlich reifen, süß-saftigen Pfirsich und püriere ihn mit dem Mixstab. Die kleinen Schaleteilchen stören mich nicht beim trinken, normalerweise wird aber ein geschälter Pfirsich verwendet.
Das gekühlte Püree kommt in ein Sektglas und wird mit Sekt, Prosecco oder Champagner aufgefüllt.
Normalerweise im Verhältnis 4cl Pfirsichpüree und 10cl Sekt.
Ich mag gerne mehr Frucht und nehme der Farbe wegen auch einen Rosèsekt.

image

Ein köstlicher, leichter Coktail für warme Sommerabende, in den ich mir – wider besseres Wissen –  auch gern noch einen Eiswürfel gebe.

image

Früchtchen aus Nachbars Garten oder Spillinge

image

Spillinge sind eine Pflaumenart, genauer genommen eine Wildpflaume. Selten noch zu finden, jedoch voller Geschmack und sehr gesund, gibt es zu der hier gezeigten gelben Sorte auch Arten mit leuchtend roten Früchten.
Bis 1900 waren die aromatischen Spillinge auf jedem Markt zu finden. Heutzutage gibt es sie nur noch in unserer Gegend – also im Osten Deutschlands – und im Norden. Die kleinen Früchte sind schwer maschinell zu bearbeiten, das brachte sie in’s Aus.
Bedauerlicherweise.
Ihr Geschmack ist einzigartig fruchtig-säuerlich und geht bei sehr reifen Früchten in ein honigsüßes Aroma über. Reife Früchte bringen es auf einen Zuckergehalt von 19%.
Der Baum blüht im Frühjahr als einer der ersten im üppigen weiß, damit sind Spillinge eine wichtige Bienenweide.
Vereinzelt findet man sie in meiner Gegend in Gärten mit altem Baumbestand und auch wild wachsend.
Mein Nachbar besitzt noch aus dem Nachlass des Voreigentümers seines Hauses einen Spillingsbaum, der jedes Jahr über und über blüht und massenhaft Früchte trägt. Schon als ich Kind war, wurde ich von den beiden alten Leutchen mit den Früchten beschenkt. Noch immer trägt der Baum jährlich reiche Frucht und sein neuer Besitzer setzt die alte Tradition des nachbarlichen teilens fort. Seinen Vorgängern würde das sehr gefallen und mir ist es eine immer wiederkehrende Freude.
Nach einem Sturm schmücken die herabgefallenen Früchte den gesamten Fußweg, er kehrt die gelbe Pracht dann einfach zusammen. Es sind zu viele…
Nun hat er am Wochenende die Leiter in den Baum gestellt und pflückt den ganzen Tag die goldgelbe Last.
Spillinge ergeben köstlichstes Kompott und durch ihre hohe Fruchtsäure eine feine – sehr gut gelierende – Marmelade, für alle die es gern leicht säuerlich mögen.
Zudem sind die Früchte sehr gesund.
Die Fruchtschale enthält viele Pflanzenstoffe, die vor Herzinfarkt und Krebs schützen. Spillinge helfen mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen bei Gallen- und Leberproblemen sowie bei Stoffwechselerkrankungen. Zu den Inhaltsstoffen gehören: Carotin, Vitamin B1, B2 und B6. Weiterhin Niacin, Panthenolsäure, Folsäure und selbstverständlich Vitamin C. Auch mit Spurenelementen ist die kleine Frucht großzügig bedacht. Eisen, Zink, Kupfer, Kalzium und Magnesium liefert sie uns.
Die in den Früchten enthaltene Fruchtsäure fördert zudem die Sekretion der Speicheldrüsen, was appetitanregend wirkt. Diese Eigenschaft unterstützt die Genesung bei schweren Erkrankungen.
So klein wie der Spilling ist, genauso wertvoll ist er.

image

Es ist mit etwas Aufwand verbunden, die nur daumenkopfgroßen Spillinge zu entkernen. Für knappe 5 Kg brauche ich eine reichliche Stunde.

image

Magdarbeiten liegen mir aber und ich kann, während die Hände fleißig beschäftigt sind, die Textsicherheit meiner Volkslieder auffrischen, die Schaukelinhaberin singt gerne mit, soll sie den Text lernen, muss er bei mir sicher sitzen.
So vergeht die Zeit schnell und im kühlen Haus lässt es sich aushalten.

image

Einige der leckeren Pfläumchen landen in meinem Mund, der Rest wird püriert.
Mit Schale selbstverständlich. Es ist nicht möglich, die kleinen Früchte zu häuten und die Schale enthält die wertvollsten Inhaltsstoffe. Nur die Farbe der Marmelade wird dadurch ein wenig dunkler.

image

Ein Teil des Fruchtpürees friere ich ein, ich werde ein Eis daraus machen…vielleicht im Winter. ..
3 Liter koche ich zu Marmelade, die sehr gut geliert und mit ihrem säuerlichen Geschmack eine ganz besonders köstliche ist. Ich mische Gelierzucker 3:1 und 2:1 hälftig und gebe die entsprechende Fruchtmenge dazu. Noch ein bisschen Ascorbinsäure hinein, damit die Farbe aufhellt und der säuerliche Geschmack betont wird und dann alles zum kochen bringen und 5 Minuten köcheln lassen.
Kurz vor Ende der Kochzeit gebe ich noch ein paar Fäden Safran dazu.

image

Die Fäden in kleine Stückchen teilen und in wenig Wasser ziehen lassen und dies dann ganz zum Schluss in die Marmelade rühren. Safran verliert bei langem kochen seinen Duft. Und genau den – den herrlichen, unvergleichlichen Safranduft – möchte ich auf meinem Frühstücksbrötchen, zur Verschönerung meines Morgens haben. Und ein wenig soll er meine Spillingsmarmelade farblich verbessern.

image

Es kommt ein kleiner, feiner Wintervorrat zusammen, den ich in der Familie verteilen werde.
Ein Gläschen ist für den freundlichen Nachbarn.

image

Als ich es ihm – noch warm – bringe, pflückt er immer noch die feinen, rarer werdenden Früchtchen.
Es wäre zu schade, wenn der Spilling ganz in Vergessenheit geraten würde.

Herr Ribbeck von Ribbeck oder Birnen

image

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll.
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtrauen gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was er damals tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

(Theodor Fontane)

image

Gesunde Geschenke hat der gute Herr von Ribbeck den Dorfkindern gemacht.
Birnen enthalten reichlich Vitamin B.
B1, B2, B3, B5, B6 und B9.
Zusätzlich natürlich Vitamin C sowie Calcium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalium und Zink.
Das Kernobst kommt ursprünglich aus Vorderasien, in Europa wurde es ab 1750 vermehrt bekannt.
Überflutend blühen die Bäume. Den Bienen nützt das wenig, zu gering ist der Zuckergehalt in den Blüten.
Birnbaumholz dagegen ist wertvolles Tischlerholz und gut geeignet für den Musikinstrumentenbau. Es ist ein ruhiges Holz, das feine Poren und viele Markstrahlen hat. In der Farbe ist es blass grau bis rotbraun. Vor allem Flöten werden daraus gebaut, die sich durch einen besonders weichen Klang auszeichnen.
Momentan beginnt gerade die Birnenzeit, ich halte mich ran beim Verzehr. Die schönen Früchte lassen sich nicht lange lagern und werden schnell sehr weich.
Beim Einkauf habe ich mir einige der süßen und saftigen Früchte geholt. Sorgsam war jede einzelne Birne, wie ein wertvolles Schmuckstück, in Seidenpapier gewickelt. Beim auspacken strömte mir ein fruchtig-süßer Duft entgegen, der zum sofortigen hineinbeißen verlockt. Und die Birne hält, was der Duft verspricht…ist süß, nicht zu weich und dennoch saftig.
Der Saft tropfte mir klebrig über das Kinn, herrlich.
Für die Pause im Büro schneide ich mir lieber Stücke!

image

Himbeeren, die Erinnerung an solche aus Zucker und ein Dankeschön

image

Im Garten meiner Eltern wuchsen sie zu Hauf. Meine Frau Mutter machte die weichen, roten Früchte zu Saft und Gelee.
Eine sonnenwarme, frischgepflückte Himbeere auf der Zunge zergehen zu lassen, diesen Geschmack vergisst man nie. Die Weichheit der Frucht, die dem Gaumen schmeichelt, warm von der Sonne und doch erfrischend, süß ohne zu kleben…und erst diese Farbe. Unnachahmlich himbeerrot!
Zum Glück habe ich im Garten welche, nicht in Massen, zum naschen reichen sie aber. Und ich brauche auch die Blätter des Strauches für Tee, aber dazu komme ich noch.

image

Himbeeren sind gar keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte,  die schon seit der Steinzeit bekannt sind.
Den Schönen ist nicht nur ein einzigartiger süß-sauerer Geschmack zu eigen, sie stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe. Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe in großer Menge sind in ihnen enthalten.
Das lässt sie antibiotisch, appetitanregend, entwässernd und abführend wirken.
Der Genuss – und es ist ein ganz wunderbarer – stimuliert unser Abwehrsystem, unterstützt das Immunsystem und regt den Stoffwechsel an.
Wer von Sodbrennen und Verdauungsstörungen geplagt wird, sollte jetzt zulangen, Himbeeren bringen hier Linderung.
Bemerkenswert viel Eisen ist in den roten Früchtchen enthalten, die rote Farbe ist oft ein Indikator für Eisengehalt.
250 g Himbeeren enthalten 100 mg Kalzium, zusätzlich finden wir Folsäure,  Magnesium, Kalium und Kupfer in ihnen.
1/3 des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Vitamin C sind in 150 g Himbeeren enthalten. Dieser hohe Gehalt des wertvollen Vitamins hilft den großzügigen Eisengehalt im Körper zu verwerten.
Die in den Früchten enthaltene Säure ist zum großen Teil Zitronensäure, sie wirkt sich günstig auf den Harnstoffwechsel aus. Damit ist Hilfe bei Blasen- und Nierenleiden gegeben.
Letztendlich haben Flavoide, die ebenso zu den Inhaltsstoffen zählen, eine blutreinigende, antioxidative Wirkung.
Ein rundum gesundes Naschen, das mit 34 Kilokalorien pro 100 g auch figurbewussten Menschen schmecken sollte.

image

Genauso wertvoll sind Himbeerblätter.
Frauen kann der Tee daraus in jedem Alter Gutes tun.
Er wirkt östrogenähnlich zusammenziehend und hilft dadurch bei schmerzhaften Regelblutungen und PMS.
Der Kalziumreichtum der Blätter wirkt dem in den Wechseljahren auftretenden Knochenschwund entgegen und schmeckt auch noch aromatisch.
Mit den Himbeeren selbst zaubere ich leckerste Sachen. Wunderbar sind sie einfach vom Strauch gepflückt und gegessen.
Der Versuchung daraus Eis zu machen werde ich nicht mehr lange wiederstehen können, wobei noch besser wohl ein Sorbet in diesen Sommer passen würde. Fruchtsäfte wie meine liebe Frau Mutter mache ich ungern. Wer sich jedoch dafür entscheidet, hat ein natürliches, fiebersenkendes Mittel im Haus.
Mein Favorit ist samtweiche Himbeermarmelade 1:3.
Genügend Früchte dafür habe ich nicht mehr im Garten, sie sind aufgenascht.
Nicht schlimm! Für Marmelade eignen sich sehr gut Feinfrosthimbeeren, die im besten Reifegrad geerntet werden.

image

Wenn ich dieses Foto sehe…erinnere ich mich an die Himbeerbonbons aus Kinderzeiten…sie waren eine meine Lieblingsleckerein. Und genauso sahen sie aus. Wie gefrorene Himbeeren. Einen langen Bonbonmoment den Geschmack von gezuckerten Himbeeren auf der Zunge schenkten sie mir unzählige Male.
Für mich ist es eine erfreuliche Tatsache, dass ich sie auch heute noch kaufen kann. Die herstellende Firma, der VEB Bodeta, jetzt Bodeta Süßwaren GmbH Oschersleben, hat es durch die wendigen Zeiten geschafft. Eine Firma, die auf eine lange Familientradition zurückblicken kann, hat überlebt. Ich genieße so etwas. Vor 1933 nannte sich der die Leckereien herstellende Betrieb Fa. Becker und Schmidt, nach 1933 änderte sich der Name in Bodeta. Nachdem die Firma den 2. Weltkrieg überlebte – nicht wenige Schokoladenfabriken wurden in Betriebe für die Herstellung von Kriegszubehör umgerüstet –  wurde sie nach dem am 30.Juni 1946 durchgeführten „Volksentscheid in Sachsen“ über die „Enteignung der Naziaktivisten und Kriegsverbrecher “ enteignet und ging als VEB Bodeta in staatliches Volkseigentum über. Auch diese Jahre hat sie überstanden, genau wie ihre köstlichen Himbeerbonbons.
Zurück zu meinen Himbeeren.
Auftauen und los.
Nachdem ich die Früchte püriert habe, siebe ich die Kernchen heraus und bekomme so eine samtweiche Marmelade, in die ich neben Zitronensäure, die den Geschmack frischer macht und der Farbe Haltbarkeit verleiht, noch einen Spritzer Orangenaroma gebe. Heute sind mir einige der Kernchen durchgerutscht, ein Großteil ist aber entfernt.

image

Himmbeerfarbenes Glück entsteht.
Und ein Gläschen davon bin ich Herrn Tigerfour
https://tigerfour.wordpress.com/2015/07/08/kaffemitte/
schuldig. Er hat mir mit seinem selbst gefertigten Geschenk, eine große Freude gemacht.

image

Dankeschön. Meine fast samtige Marmelade kommt in den nächsten Tagen.
Und falls du irgendwann in meiner Nähe sein solltest. ..ich habe immer einen Espresso für dich.

image

Aprikosen

image

Das Jahr schreitet voran und der Sommer schüttet sein Füllhorn über uns aus. All die darin enthaltenen Farben und Düfte, die Blumen und Früchte sind üppig, lebensfroh und bunt wie er selbst. Und voller wertvoller Inhaltsstoffe.
So komme ich von den exotischen Früchten zu denen, die auch bei uns heimisch sind.
Aprikosen wachsen, bei guter Lage, auch in unseren Landen. Also nicht in meinem kühlen Grunde, hier werden nicht einmal Tomaten rot. An sonnigen, geschützten Plätzen allerdings wachsen Aprikosen auch hier, bringen es aber nicht auf die Süße der im Süden gereiften Früchte.
Kräftig orange-gelb, mit roten Bäckchen muss die Frucht sein, dann ist sie reif und schmeckt am Besten. Süß, saftig und voller Aromen. Wenn ich mit dem Daumen leicht in die Frucht drücke, muss das Fruchtfleisch sanft nachgeben, dann ist sie perfekt zum feinen Genuss bereit. Ich selbst kaufe meine Früchte gern bei den hier in Sachsen den Obst-und Gemüsemarkt beherrschenden Vietnamesen. Also wenn es meine Zeit zulässt und ich es auf den Markt schaffe. Die freundlichen Händler sind auch nicht böse, wenn ich dies an e i n e r Frucht ausprobiere. Überhaupt macht das einkaufen in den liebevoll geführten vietnamesischen Geschäften Freude.
Das junge Päarchen, das in meiner Stadt den winzigen, gut sortierten Laden betreibt, ist um seine Kunden bemüht, ohne zu heucheln, und hat sich so einen festen Kundenstamm aufgebaut. Während der wortgewandte Er den – vorwiegend älteren Kunden – mit flotten Sprüchen die Laune aufbessert und schnell noch einen Salat dazu einredet, packt die flinke Sie die ausgesuchte, duftende und immer frische Ware so liebevoll ein, dass selbst eine ältere Dame ihre druckempfindlichenen Schätzchen sicher heimbringen kann. Der Tante Emma Laden lebt!
Zurück zu meinen Aprikosen. In der letzten Woche ist mir einiges auf den Magen geschlagen. Da kommen die goldenen Früchtchen gerade recht. Die in ihnen enthaltene Salicylsäure wirkt antibakteriell und sorgt damit für einen gesunden Magen-Darm-Trakt.
Überreich an Provitamin A (Carotin) sind Aprikosen und sie verfügen zusätzlich über Vitamine B1 und B2, die in stressigen Situationen besonders hilfreich sind. Natürlich ist auch Vitamin C enthalten.
Kalium, Calcium und Phosphor machen die Aprikose zum Schönheitsmittel, sie sorgen für glänzendes, gesundes Haar und für ebensolche Nägel, zusätzlich verhelfen sie zu einem rosigen Teint. Zur Hautpflege wird auch der gemahlene Aprikosenkern eingesetzt, der Grundstoff für natürliche Peelings ist. Im Aprikosenkern sind Dimethylglycine enthalten, die Kopfschmerzen lindern und selbst bei Migräne helfen. Da der Kern ein Mandelaroma besitzt,  wird er zerstossen auch gern als Aromaträger verwendet. Zu finden z.B. im Amaretto- Likör. Bei zu starken Genuss, verlieren die Aprikosenkerne dann leider ihre Wirkung gegen Kopfschmerzen.
Die Dosis macht’s – wie immer.
Mit 40 Kalorien pro 100 g ist die Frucht perfekt für leichte, sommerliche Mahlzeiten. Getrocknete Früchte bringen es auf 241 Kalorien pro 100 g. Da ihr Nährstoffgehalt 5 x höher liegt, gleicht sich das jedoch wieder aus.
Aprikosen stärken unser Immunsystem und kurbeln den Kreislauf an.
Ohne ihren Geschmack und Duft wäre für mich der Sommer nur halb.

image

Der Mineralstoffgehalt von Aprikosen ist für Obst einzigartig.

Kirschen

image

Einen Großteil meiner Sommerzeit bei den Großeltern verbrachte ich im Kirschbaum.
Die Leiter stand zur Erntezeit immer am Baum und ich saß in ihm. Schattig und mit besten Aussichten. Ich angelte mir Kirschen bis ich Bauchschmerzen bekam. Abends im Bett nahm ich mir vor, am nächsten Tag auf die schwarzglänzenden, prallen Kirschen zu verzichten, doch mit dem neuen Tag war der Vorsatz vergessen und ich im Kirschbaum. Auch damals hingen die süßesten Früchte so weit oben, dass nur die Vögel sie erwischten. Mein Großvater wußte Rat, einen langen Eisenstab bog er an einem Ende zum Haken und nun konnte ich, gemütlich im sicheren Geäst sitzen, mir die Zweige mit den dicken Kirschen herunterbiegen. Hatte ich genug im Bauch und je ein Zwillingspaar als Ohringe zu beiden Kopfseiten hängen, pflückte ich die Taschen meiner Schürze voll und brachte sie meinem Großvater. Nun begann unser liebstes Spiel…Kirschen rösten.
An der Wand der Garage im Schatten stand ein kleiner Tisch, an dem meine Großmutter gern saß und in Heimarbeit Tupfer drehte, damit besserte sie ihre Rente auf. Auf dem Tisch stand immer ein Stövchen, in dem eine Kerze brannte. Nicht das meine Großmutter damit ihren Tee warm gehalten hätte… auf dem Stövchen rösteten mein Großvater und ich uns Kirschen. Auf einen Spieß gesteckt und so lange übers Feuer gehalten, bis sie aufplatzen und der süße Saft aus ihnen tropfte. Dann haben wir sie mit großem Genuss aufgegessen, meine Großmutter konnten wir nie davon überzeugen, dass uns das ganz wunderbar schmeckte.

image

Noch immer habe ich eine große Vorliebe für die schönen Sommerfrüchte.
Und gesund sind sie auch noch.
Kirschen beinhalten außer prallem Sommergeschmack die Vitamine B 1, B 2 und B 6, sowie Vitamin C. Sie sind reich an Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium und der wertvollen Follsäure.  Diese braucht der Körper zur Zellteilung und Blutbildung. Damit wird die Kirsche zur optimalen Nahrungsergänzung für Schwangere. Zusätzlich sind sekundäre Pflanzenstoffe in der Frucht, die das Immunsystems stärken.
Es ist auch eine Legende, dass Kirschen und Wasser Bauchschmerzen erzeugen. Bauchschmerzen bekommt man, so wie ich früher, nur vom übermäßigem Genuss, dann verursachen die Früchte, wie jedes andere Obst auch, Blähungen.
Es ist nicht schlimm, mal einen Kirschkern zu verschlucken, anders als die Gerüchte sagen, führt das nicht zur Blinddarmentzündung und der Blausäuregehalt in den Kernen ist so gering, dass keine Schäden zu befürchten sind. Und auch das Kirschkernspucken ist nur sinnvoll, wenn die Kerne wieder eingesammelt werden und dann in ein kleines Kissen eingenäht. Gekühlt oder erhitzt ist es Hilfe bei vielerlei Wehwechen, die in dem Alter kommen, wenn man nicht mehr selbst in die Kirschbäume klettert, sondern die Enkel schickt. Eine neue, andere, nicht weniger schöne Seite des Lebens. Da mein Kirschbaum aus Altersgründen schon seit Jahren nicht mehr steht, hat der Gärtnergatte einen neuen für unsere Schaukelinhaberin gepflanzt. Beide wachsen momentan um die Wette.
Kirschen haben einen Kaloriengehalt der das Herz jedes figurbewussten Menschen höher schlagen lässt. Süßkirschen bringen es auf 52 kKal pro 100 g, Sauerkirschen haben noch weniger,  22 kKal pro 100 g. Erst seit dem 18.Jahrhundert unterscheidet man in die beiden Sorten.
Zu verdanken haben wir die schöne Süße dem römischen Feldherren Lukullus. 74 vor Chr. brachte er aus dem türkischen Kerasos (heute Giresun) die ersten Kirschbäume mit nach Italien.
Von der Stadt Kerasos leitet sich auch der Name Kirsche ab.
Und. ..eine handvoll Kirschen sind für mich immer noch eine handvoll Glück.

image

Kaki

image

Diospyros kaki – so ihr wissenschaftlicher Name.
Götterspeise ( Diospyros) also.
Ursprünglich in Japan beheimatet, ist die Frucht längst auch in Europa bekannt.
In Japan symbolisiert sie den Herbst und auch bei uns ist sie vor allem in den späten Herbstmonaten und im Winter im Handel.
Ihr hoher Vitamine-A-Gehalt,
270 Mikrogramm/100g enthält die Kaki, macht sie so wertvoll.
Ansonsten besteht die Frucht zu 80 % aus Wasser, 16 g Kohlenhydraten,  2-3 %  Ballaststoffen und hat rund 107 Kalorien pro Frucht.
Ihr Zuckergehalt ist hoch, ideal also für Sportler, die ihren Glykosespeicher auffüllen wollen.

image

Reif sind die orangen Früchte süß und erinnern im Geschmack an Aprikosen mit Vanillearoma.
Unreife Früchte schmecken durch den hohen Tanningehalt eher pelzig. Der Saft unreifer Früchte soll jedoch Blutdruck senkend wirken. Dem Fruchtstiel dagegen wird nachgesagt, Husten lindern zu können.

image

Eine gut schmeckende, reife Frucht darf weder zu hart, noch zu weich sein. Am besten ist sie, wenn sie sich wie eine reife Tomate anfühlt.
Dann ist auch ihre Schale eßbar, allerdings mag ich sie geschält lieber.
Im asiatischen Raum wird die Kaki als Mittel gegen Durchfall genutzt.
Mir ist sie willkommener Nachtisch, ihr hoher Vitamin-A-Gehalt schützt Schleimhautzellen und wirkt sich günstig auf die Sehkraft aus.

image