Archiv der Kategorie: Fleischgerichte

Knuspriger Fasan

Im Herbst und Winter sind Braten ein uns liebes Essen, welche diese kalten Jahreszeiten zu einer Festzeit machen. Wild und Wildgeflügel gehören unbedingt dazu. 

Mein Mann bereitet uns einen knusprigen Fasan zu, der durch eine Marinade wunderbar kross und schmackhaft wird.

Es braucht dafür:

1 Fasan

Salz und Pfeffer

4 Zwiebeln

4 Möhren

für die Marinade:

2 Knoblauchzehen

Wacholderbeeren

Thymian

Salbei

Rosmarin

2 TL Senf

3 EL Honig

1 EL Ahornsirup

2 EL Worcestersauce

2 EL Olivenöl

Den Fasan teilt mein Mann, die Zwiebeln und Möhren schneidet er in grobe Würfel und gibt sie in eine feuerfeste Form.

Mit Salz und Pfeffer werden die Fasanstücke eingerieben und in einer sehr heißen Pfanne in Butterschmalz kurz von allen Seiten angebraten.

Dafür lebt unsere Sommerküche nochmal auf, die Putzarbeit wird dadurch deutlich reduziert.

Angebraten kommt der Fasan nun auf das vorbereitete Gemüsebett.

Es ist Zeit, die Marinade zu bereiten. Die Kräuter werden dafür im Mörser zerstossen, dann kommen sie gemeinsam mit allen anderen Zutaten zum Pürieren in das dafür vorhandene Gefäß des Rührstabes.

Mit der Marinade werden alle Teile des Fasans eingestrichen, dann kommt alles in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen.

Nach 15 Minuten gibt mein Mann etwas Hühnerbrühe dazu und streicht den Fasan nochmals mit der Marinade ein. In weiteren 30 Minuten wird er fertig gebraten. Dabei werden die Teile weiter nachglasiert und gelegentlich umgedreht, damit sie von allen Seiten gleich knusprig sind.

Durch den karamelisierten Honig entsteht eine feine Knusperkruste.

Die Soße wird durch ein Sieb gegeben und durch Einkochen lassen reduziert.

Serviert hat mein Mann den knusprigen Fasan mit Knödeln und Rotkraut. Das Wildgeflügel ist zart und sehr knusprig, die leichte Süße passt gut zu dem Wildgeschmack und dem Apfelrotkraut.

Mir hat alles sehr gut geschmeckt, mein Mann meinte, er bliebe demnächst wieder bei Gans oder Ente.

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Männersache oder Burger

Burger sind Männersache. So viel Fleisch habe ich nicht gern in den Händen. Essen dagegen geht leichter. Vor allem weil die selbstgemachten Burger nicht so fest sind und ich sicher sein kann was darin ist.

Burger zählen zu den Lieblingsspeisen meines Mannes. Er hat beim Fleischer Rinderhüfte gekauft. Die Hälfte davon verwandelt er in Burger, aus der anderen Hälfte mache ich einen Rindfleischsalat. Es geht also diesmal ziemlich fleischig bei uns zu und wie immer ohne viel Schnickschnack.

Für zwei Burger braucht es:

400g Fleisch aus der Rinderhüfte

Salz/Pfeffer

Senf

Das Fleisch schneidet mein Mann in grobe Stücke und hackt es mit dem dafür vorgesehenen Teil unseres neuen Pürierstabs.

In kürzester Zeit ist frischestes Hack bereitet, was bei der vorherrschenden Hitze wichtig ist. Er mischt es mit Salz, Pfeffer und Senf – fertig.

Da es Burger relativ häufig in unserer Sommerküche gibt, hat er sich eine Burgerpresse bestellt. Demnächst werden sie also ordentlicher ausfallen. Bis dahin sticht er die Form einfach mit einer Tasse aus und bearbeitet sie solange mit den Händen weiter, bis er damit zufrieden ist.

Ab in die Grillpfanne damit, für uns zwei allein grillen wir nicht mit Holzkohle, sondern auf Induktion. Der große Vorteil daran ist, schon beim Zubereiten können beide am Tisch sitzen.

Gurken und Tomaten dazu liefert der Garten z.Z.in ausreichender Menge, mein Rindfleischsalat

https://www.google.de/amp/s/teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/01/08/uebriggebliebenes-oder-rindfleischsalat/amp/

 passt und schmeckt gut zu unserem fleischigen Abend.

Saftig und nach gutem Fleisch schmeckend sind unsere Burger, so esse ich sie auch gern. 

Im Garten weht ein Abendlüftchen – schön sind sie – der Sommer und die Sommerküche.

Familienkochclub oder Krustenbraten

Zur Zeit ist es nicht leicht, alle Termine unter einen Hut zu bringen. Leider konnten nicht alle zum Essen kommen, ein gemeinsames Treffen aller Kochclubmitglieder müssen wir auf den Sommer verlegen. Dieses Essen das abwechselnd bei den drei teilnehmenden Paaren statt findet, ist mir sehr wichtig. Es bietet Gelegenheit Familienbande auf leckere Art zu festigen.

Als Vorspeise habe ich mich für meine Zwiebelsuppe mit Käsetoast entschieden.

https://www.google.de/amp/s/teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/01/28/heisses-fuer-kaltes-zwiebelsuppe-mit-kaesetoast/amp/

Sie passt gut zur deftigen Hauptspeise, die ein Schweinekrustenbraten ist.

Dafür notwendig ist ein Stück Schweinefleisch mit Schwarte. Dessen Besorgung übernimmt mein Mann, er geht gern zum Fleischer seines Vertrauens, manchmal ist der Chef selbst im Laden und nimmt sich die Zeit für ein Gespräch mit seinen Kunden. Die Schwarte hat mir der Fleischer auf meinen übermittelten Wunsch hin bereits eingeschnitten. Wichtig dabei ist, das Fleisch darunter nicht zu verletzten, das kann der Fleischer besser als ich. Auf Wunsch bekommt man das Fleisch auch vorgewürzt, lieber mache ich das selbst.

Es braucht nicht viel dafür und für 4-6 Personen:

1,5kg Schweinebraten mit Schwarte

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

3kleine Tomaten

3 Möhren

1 Hand voll Trockenpilze

Meersalz/Pfeffer

wenig Rotwein

1 Liter Gemüsebrühe

Das Fleisch würze ich nur mit Meersalz und Pfeffer und brate es in Butterschmalz an. 

Dann röste ich die Gemüse an und lösche mit etwas Rotwein ab, den ich völlig reduziere. Mit Gemüsebrühe fülle ich auf und schiebe alles bei 180 Grad Umluft in den Backherd. Nach 45 Minuten gebe ich den Deckel auf die Pfanne und lasse es weitere 30 Minuten garen.

Nach dem Abkühlen siebe ich die Soße

und dicke sie mit etwas Kartoffelmehl, das ich in kalte Gemüsebrühe einrühre, an.

Der Braten kommt allein in eine kleinere Pfanne und wird vor dem Servieren nochmal für 30 Minuten bei 120 Grad Umluft erwärmt, 15 Minuten knuspere ich die Kruste bei 200 Grad Oberhitze knackig.

Dazu gibt es Sauerkraut, Senf, Meerettich und frisches Kraftmabrot.

Würzig zart ist das Fleisch. Das Fett der Kruste hat sich ins Fleisch verteilt und es saftig gemacht, die Kruste selber ist ein knuspriger Genuss ( den ich trotzdem nicht esse;-) ).

Bleibt mein Liebstes, das Dessert. Ich habe dafür Earl-Grey-Eis gemacht

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/02/01/teezeit-oder-earl-grey-eis/comment-page-1/

und einen Kuchen im Glas, dessen Rezept ich ein andermal erzähle. Dazu gibt es Earl Grey oder Espresso, wie jeder mag. Das mein Mann seinen Nachtisch restlos aufgegessen hat, spricht für dessen Güte.

Momentan gibt es viele Dinge zu regeln und besprechen, an einem solchen Abend können wir das in Ruhe tun und uns dabei erholen. Eine Schale voller Frühblüher habe ich geschenkt bekommen, sie werden meine Frühlingswiese noch schöner machen. Darüber freue ich mich sehr.

Sonntagsschmaus – Rindergulasch mit Trockenpilzen

Der gelegentliche Genuss von Rindfleisch leistet einen hohen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Ich esse bewusst Fleisch, gern und in Maßen. Tierische Proteine haben eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliche. So können z.B. aus 100g Rindfleischeiweiß 92g Körpereiweiß gebildet werden. Zudem enthält Rindfleisch wichtige Mineralstoffe, so in relativ hohen Mengen das wertvolle Eisen, auch Zink für Stoffwechselreaktionen ist enthalten sowie Selen. Selen ist Bestandteil wichtiger Enzyme und übernimmt eine bedeutende Funktion im Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel. Rindfleisch ist vitaminhaltig, vor allem die für Nerven und Muskeln wichtigen B-Vitamine finden sich in ihm. Zudem unterstützt Vitamin B den Fett-, Kohlehydrat- und Eiweißstoffwechsel und regt dir Bildung roter Blutkörperchen an. Für eine gesunde Ernährung ist eine Mischung pflanzlicher und tierischer Eiweiße und die damit einhergehende Steigerung des biologischen Wertes wichtig. 

Gulasch – dieses Gericht zählt zu unseren Lieblingsspeisen. Zum einem wegen seines Geschmackes, zum anderen wegen seiner Zubereitung, die einfach ist, auch lässt es sich leicht wieder aufzuwärmen. Pilze sammeln ist eine Leidenschaft meines Gärtnergatten. Ab Mai, da gibt es die ersten Steinpilze bei uns, bis Ende Oktober sammelt er was er finden kann, wir trocknen die meisten Pilze, so haben wir immer Vorrat für herbst-und winterliche Gerichte.

Eine große Hand voll Pilze weiche ich über Nacht in Wasser ein. 

Weiter braucht es für mein Gulasch:

Eben diese große Hand voll Trockenpilze und den Absud vom Einweichen

700g Rindergulasch

500g Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

Salz/Pfeffer

1-2 EL Mehl

1 EL Tomatenmark

1/4 – 1/2 l Brühe (je nach Menge des Pilzsuds)

Das Gulaschfleisch habe ich diesmal fertig geschnitten gekauft. Vor dem Anbraten bestäube ich es mit Mehl, später bindet sich so die Soße. Auch die mitgeschmorten Zwiebeln sorgen für eine feine, milde Sämigkeit der Gulaschsoße.

In Butterschmalz brate ich das Fleisch kräftig an, danach gebe ich die geviertelten Zwiebeln dazu und röste alles weiter, auch etwas Tomatenmark röstet mit. Zum Schluss kommt der klein geschnittene Knoblauch dazu, dann die eingeweichten Pilze. Den Sud in dem die Pilze eingeweicht waren nehme ich zum Ablöschen. Das gibt dem Gericht ein herzhaftes Pilzaroma und eine wunderbar dunkle Farbe. Mit der Brühe fülle ich auf. Kalbsfond wäre am Besten, ich habe noch Hühnerbrühe da und nehme diese.

Seit einigen Jahren bereite ich Gulasch im Schnellkochtopf zu, diese energiesparende Art zu kochen schadet dem Geschmack dieses Gerichts kein bisschen. Bis sich der Bodensatz vom Anbraten mit Mehl gelöst hat, lasse ich alles vor sich hinköcheln, dann erst kommt der Deckel auf den Topf. Nach 45 Minuten im Topf ist das Fleisch zart und durchgezogen. Sollte die Soße noch zu flüssig sein, dicke ich mit etwas Speisestärke, aufgelöst in etwas Wasser und ein paar Spritzern Worcestersauce, an. 

Das Gericht bereite ich meist am Vortag zu, so bleibt am Sonntagmorgen Zeit nichts zu tun, außer sich auf’s Mittagessen zu freuen.

In die Pfanne gehauen – Rinderhüftsteak

Die richtige Pfanne ist, neben gutem Fleisch, das Wichtigste bei der Zubereitung eines Steaks. Eine schwere Grillpfanne eignet sich am Besten. In Edelstahlpfanne hängt das Fleisch leicht an, reißt beim Wenden, beschichtete Pfannen werden nicht heiß genug. Nehme ich also unsere Sommerküchenpfanne und mache in ihr Butterschmalz sehr heiß.
Vorher habe ich die Pfanne mit Knoblauch eingerieben. In das heiße Fett gebe ich das Fleisch und ein paar Zweige Rosmarin. Das Fleisch habe ich vorher eine Stunde bei Zimmertemperatur liegen lassen.

Von beiden Seiten brate ich das Fleisch kräftig an, lasse es dann für ein paar Minuten ziehen 

und wickle die Fleischstücke in Alufolie.

Im Backofen gare ich das Fleisch fertig. Wir sind sträfliche „Durchgebratenesser“, dazu stehe ich. Steaks zählen nicht zu meinen Lieblingsgerichten, mein Gärtnergatte liebt sie, ihm will ich eine Freude machen. Nach ca. 15 Minuten bei 160 Grad ist das Fleisch in dem von mir gewünschten Zustand. Rosagebratenesser verkürzen diese Zeit einfach. Nach dem Rausnehmen lasse ich das Fleisch eingewickelt ruhen.

In der Zwischenzeit bereite ich die Soße. Dazu lösche ich einfach den Bratensatz mit Kalbsfond ab, gebe Sahne dazu und reduziere die Soße durch Einkochen. Zum Ende hin, binde ich die Soße mit kalten Butterstückchen und gebe den ausgetretenen Fleischsaft der nun ausgewickelten Steaks dazu.

Das ist ein Gärtnergattenessen und darum gibt es das dazu, was mein Mann liebt…Pommes. Diese hat er in unserer Sommerküche knusprig fritiert. 

Ein paar Buttererbsen dazu – das Essen schmeckt meinem Gärtnergatten garantiert. Es sind die ersten Steaks die ich brate, bisher hat das immer mein Gärtnergatte gemacht. 

Vor Aufregung habe ich die Erbsen vergessen, den Deckel auf dem Topf gelassen, so sind sie leider nicht grün geblieben. Dafür sind die Steaks gut. Gesalzen und gepfeffert habe ich sie erst auf dem Teller. Sie sind zart und trotzdem durchgebraten, wie wir es wollten. Die Soße ist auch sehr gelungen, intensiv und würzig. Drinnen ist es warm, draußen eisige Minusgrade im zweistelligem Bereich.

Solche Abende schenken innere Wärme. Durchaus ein Grund anzustoßen. Auf das Leben, auf den einfachen Genuss.