Archiv der Kategorie: Eis

Babyrosababyrundenkollegeneis

Nimm eine Melone, eine süße, eine reife, eine kernlose. Püriere ihr rotes Fruchtfleisch, nehme 250g davon weg und gieße den Rest in ein Glas Sekt, stoss an damit auf das Leben.

Schlage drei Eigelb mit 80 ml gezuckerter Kondensmilch schaumig, gib das Melonenpüree dazu und 200 ml angeschagene Sahne.

Gib die babyrosa Schlemmerei für 40 Minuten in deine Eismaschine.

Sammle in der Zwischenzeit im Garten würzige marokkanische Minze, schneide sie mit der Kräuterschere klein.

Gib das erfrischende Grün fünf Minuten vor Ende der Kühlzeit dazu.

Verpacke das frische, leicht süsse, fruchtig- minzige Vergnügen und feiere damit mit deinen Kollegen das Leben.

Frisch-kühl, melonig-minzig lässt sich vom Rosarausch die Lavendelheide anstecken, blüht mit vor lauter Freude in dieser Farbe.

Was mache ich mit einem Gas Waldheidelbeerkompott oder Heidelbeermarmelade und – Eis

Marmelade mache ich nur in kleinen Mengen. Ich mag nicht immer die gleiche, später abgestandene Marmelade essen. Irgendwie ist mir ein Glas eingekochter Waldheidelbeeren in den Einkaufskorb gerutscht. Ohne Saft sind das 225g Früchte. Gemischt mit 75g Gelierzucker 3:1 und 1/2 Päckchen Ascorbinsäure ergibt das ein Glas feiner Heidelbeermarmelade. Durch das Verwenden von 3:1 Zucker ist dieses Frühstücksvergnügen trotz der ebenfalls gezuckerten Früchte nicht zu süß.

Was nun mit dem übrigen Saft machen…na klar…Heidelbeereis.

Es braucht dafür:

3 Eigelb

250ml Heidelbeersaft

200ml Sahne

80ml gezuckerte Kondensmilch

Die Eigelb mit der gezuckerten Kondensmilch schaumig schlagen. Ich verwende für alle Vanilleeisvarianten, wie dies eine ist, diese Art zu süßen. Mein Eis ist frei von Zusatzstoffen und gefriert dadurch härter als es gekauftes Eis tut. Mit gezuckerter Kondensmilch wird das Eis cremig und lässt sich nach dem Antauen leicht entnehmen. Da der Saft gesüsst ist, reduziere ich die verwendete Menge auf 80ml. In die schaumig geschlagene Masse kommt der Fruchtsaft und wird untergerührt. Die Sahne nur leicht anschlagen, es soll lediglich Luft untergehoben werden für ein schmelzendes Eis.

Auch die angeschlagene Sahne vorsichtig unterheben und alles in den mindestens 12 Stunden vorgekühlten Eiseimer geben. Die Eismaschine lasse ich ca.40 Minuten laufen.

Ich kann Fruchteis machen so viel ich will, wenn kein Schokolädchen dabei ist, isst das hier niemand außer mir. Darum gebe ich 5 Minuten vor Ende der Frierzeit kleine Schokostückchen in’s Eis. Später knacken sie beim schleckern im Mund…köstlich.

Was ein Glas Heidelbeerkompott doch alles hergibt! Fliederfarbenes, cremig-schmelzendes, sahniges Fruchteis mit Schokoladenglücksmomenten zum Beispiel…

Teezeit oder Earl Grey Eis

Earl Grey ist mein Lieblingstee. Ich mag diese trotz des Teearomas unverkennbare Bergamottenote. Ob man ihn mit Sahne oder Zitrone trinkt, hängt vom eigenen Geschmack ab. Beides geht nur im Eis und das mache ich.

Für mein Earl Grey Eis braucht es:

250ml Milch

200 ml Sahne

110ml gezuckerte Kondensmilch

3 Eier, getrennt

3 gehäufte Teelöffel Earl Grey

1/2 Zitrone

1 Prise Salz

Am Besten geht dieses Eis auf Basis eines Vanilleeis. Rezepte mit Wasser und Zucker gehen für den Hausgebrauch schlecht. Da mein Eis keine Zusatzstoffe enthält, würde es sehr hart gefrieren beim Wiedereinfrosten. Also simmere ich eine ordentliche englische Creme und tausche den Zucker gegen gezuckerte Kondensmilch aus, damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. In die kalte Milch gebe ich den Earl Grey, koche alles auf und lasse es gründlich ziehen und abkühlen.

Dufte ungemein verlockend. Den Saft einer halben Zitrone gebe ich hinein.

Eier und Zucker schaumig schlagen, 

die lauwarme Teemilch langsam dazu geben, dann kommt alles zurück in den Simmertopf und simmert so lange unter ständigem Rühren weiter, bis ich die Masse zur Rose abziehen kann. Wie das genau geht, habe ich hier erklärt.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2015/08/03/eisiges/

Danach kühl stellen,

was bei dem herrschenden Wetter überhaupt kein Problem ist. In der Zwischenzeit schlage ich das Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Eischnee und hebe es unter die gesimmerte Creme. Die Schlagsahne bitte wirklich nur leicht anschlagen und ebenfalls unterheben.

Diese lockere, fluffige, duftende Creme ist allein schon wunderbar…ach…hätte ich nur ein paar Scones, um sie damit zu bestreichen. Hab ich nicht, bleibt lediglich den Löffel abzuschlecken. Alles kommt nun für 40 Minuten in die Eismaschine.

Entstanden ist ein cremiges, lockeres und so wunderbar mild nach Earl Grey schmeckendes Eis, dass ich es sofort aufessen könnte. Geht leider nicht. Im Februar sind wir Gastgeber unseres Familienkochclubs und das Eis ist ein Bestandteil meines Nachtisches. Welches Getränk es dazu geben wird steht ja wohl außer Frage. Bleibt also wieder nur den Löffel abzuschleckern…