Archiv der Kategorie: Das ist nicht mein Land

Zum Tag oder Chemnitz

Im vergangenen Jahr verlor ein Mensch auf dem Chemnitzer Stadtfest sein Leben.

Er ist nicht durch einen Unfall umgekommen, sondern er wurde getötet.

Wer, wie, was – der, die, das.

Dieses Geschehen dürfte, dank der Presse, selbst jedem…ich sag das jetzt einfach mal so… Hamburger bewusst gemacht haben… Chemnitz gibt es.

Spontan trafen sich Bürger aller Schichten zu einer Demonstration, deren wahren Hintergrund wahrscheinlich nur in der DDR geborene, jetzige Bundesbürger oder wie Frau Merkel (habt ihr die überhaupt in den letzten Wochen mal wahrgenommen?) sagt: “ die schon länger hier sind “ verstehen können.

Hintergründe dazu kann und will ich hier und jetzt nicht wiederholend darstellen.

Der vermutliche „Haupttäter“ ist auf der Flucht, ironisch könnte ich nun sagen endlich ist er wahrhaft ein Flüchtling. Nun geht es mir jedoch nicht darum.

Sondern darum.

Die Stadt Chemnitz zahlte den Betreibern des Stadtfestes eine Aufwandtsentschädigung für den Verlust des wegen Tötung eines Menschens abgebrochenen Festes für die Bürger der Stadt Chemnitz.

Für mich ein Fehler, denn Geld fehlt der Stadt Chemnitz an vielen Stellen. Wer meinen Blog aufmerksam liest, findet einiges zum Thema Obdachlosigkeit darin.

Dem nicht genug. Das Chemnitzer Stadtfest war ein großes, buntes Straßenfest.

Heute wurde bekannt gegeben, das es in diesem Jahr nicht statt finden wird.

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Zum Tag

Heute lass ich bei einer von mir sehr geschätzten Bloggerin. Dabei fiel mir ein Post von mir vom Februar 2016 wieder ein. Er ist aktueller als zu dieser Zeit.

Weltengleicher Unterschied

Geboren wurde ich in einem kleinen Ort.
Noch keine Stadt, kein Dorf mehr.
Eine schmale Straße führt wenige Autofahrer an weit hinten in Wiesen geborgenen Häusern vorbei.
Zäune dienen dazu, Ziegen und Hühner nicht auf die Straße laufen zu lassen.
Das sieht nach Unschuld aus, nach Einvernehmen.
Jeder grüßt jeden, weil er ihn kennt.
Und schaut.
Nach allem und jedem Detail.
Weihnachtsfunkelnde Beleuchtung, das Auto steht in der Garage…
Die Kinder dieser Generation gehen entweder in die Städte oder werden eigenbrödlerischer als ihre Eltern je waren.
Und dennoch ist da Einklang.
Nachrichten werden gesehen, sie bedrängen nicht den persönlichen Alltag.
Schlimm ist, was in der Welt geschieht, gern hilft man dem SOS Kinderdorf.
Der eigene Alltag ist voll täglicher Last.
Waren es früher Kinder, Küche, Kirche ist zumindest das letzte K weggebrochen, wird ersetzt durch Berufstätigkeit.
Mein Gott…in der Kirche konnte man wenigstens noch gemeinsam mit anderen singen.
Die Arbeit frisst auf, für Frauen nach wie vor mit anderem Lohn.
Dafür braucht weniger gekocht zu werden, ganze Industriezweige bieten Nahrung aus der Dose, mit fertigen Zutaten und alles ganz fix.
Wertigkeit? Keine Zeit!
Und doch geht es mir als Frau gut in dieser Art der Gesellschaftsform. Immerhin darf ich seit einigen Jahrzehnten frei wählen.
Ich trage, was ich will. Dass die Nachbarn tuscheln, stört nur bedingt.
Oder ich bin die in die Stadt Gezogene.
Treibe täglich Sport, ernähre mich biologisch-ökologisch. Fit im Körper und im Hirn.
Mir gehört die Welt.
Kinder? Um Himmels Willen…in dieser Zeit…auf dieser Welt?
Außerdem habe ich gerade eine Stunde bei meinem Psychoanalytiker…“Warum wollten meine Eltern Kinder ?“ versucht er mir in der 60. Stunde zu erklären.
Und dann kommst du – Schwester – mir auf der Straße entgegen.
Genau wie ich kommst du aus einem Ort, der nicht Stadt und auch nicht Dorf ist.
Du hast Mut. Du hast Kraft. Du hast ein Ziel.
Dir selbst eine bessere Zukunft zu schaffen.
Gib mir deine Hand.
Ich nehme meine Mütze ab und du dein Kopftuch.
Unsere Haare wehen im Wind.
Das fühlt sich an…wie…Freiheit.

Zum Tag

Ein ganz normaler Tag. Gestern wie heute.

Obwohl das Wetter stimmt, fährt gestern, wie so oft, mein Stadtlinienbus nicht. An der Anzeigetafel steht…betriebsbedingt… Die Wahrheit ist, die Stadt Chemnitz findet keine Busfahrer mehr, weil diese absolut unterbezahlt werden. Also wird täglich eine sich wechselnde Linie nicht bedient. Für mich als zahlender Fahrgast bedeutet das, ich zahle 98 Euro im Monat für meine Abokarte, stehe aber des öfteren für bis zu 30 Minuten und warte…in der Kälte…

Heute fuhr mein Zug, mit dem ich von meinem Dorf in die Stadt pendle, nicht. Keiner wusste warum, aber mit Hilfe der anderen Pendler hab‘ ich es geschafft, einen Regionalverkehrsbus zu stoppen der uns auch brav in die Stadt brachte. Dort wiederum fuhr überhaupt kein Bus mehr und nun erfahren wir endlich auch den Grund des Zugausfalls. Zwei Straßenbahnen sind ineinander gefahren und haben den gesamten Verkehr lahm gelegt. Da mein Zug direkt in die Innenstadt fährt, gab es auch hier Ausfall. Wozu gibt es eigentlich die Leuchttafeln an Bahnhöfen?

Das alles ist Alltag. Es ist kalt, man kommt aber irgendwie an.

Hunger hatte ich heute Morgen nach dem Durcheinander, aber kein Geld mehr einstecken. Geh‘ ich halt in die Filiale einer Bank und zieh‘ mir welches.

Es riecht eigenartig in dem warmen Raum. Das kommt daher, dort liegt einer der vielen Chemnitzer Obdachlosen und sucht Schutz vor der Kälte.

Ich ziehe mein Geld und gebe ihm 10% davon in seine schmutzige Hand, die sich sofort fest um das Geld legt.

Ich schäme mich.

Ich schäme mich für mich, ich schäme mich für meine Stadt, ich schäme mich für die Regierung meines Landes, ich schäme mich für mein Land.

https://www.tag24.de/nachrichten/chemnitz-zwickau-obdachlosenheim-regenbogenhaus-poelbitz-wohnungslose-954058

Dies ist nicht mein Land

Nachdem ich heute den Post eines Bloggers las

https://wp.me/p36Hld-1rn

möchte ich diesen Ausschnitt aus einer vogtländischen Tageszeitung vom 4.1. beifügen.

Zum Tag

Auf dem Boden liegt ein Mann.

Neben ihm liegt ein Beutel mit gestohlenen Waren. Eine Flasche Rotwein fällt heraus, rollt ohne zu zerbrechen auf die Straße.

Auf dem Mann liegen zwei Securitymänner, drücken seinen Kopf hart auf das Pflaster, liegen auf dem sich heftig Wehrenden. Er beschimpft sie grob in gebrochenem Deutsch. Tritt genauso brutal um sich, so er noch kann.

Straßenbilder aus dem Nachmittagsalltag.

Zum Tag

Die kleine Firma, für die ich seit 14 Jahren arbeite, besteht seit 20 Jahren. In Deutschland hat sie acht Filialen. Ich arbeite in der einzigen davon, die es im „Osten“ gibt.

Vor fünf Jahren wurden wir von einem größeren Unternehmen aufgekauft.

Bis zur Einführung des Mindestlohnes arbeiteten wir unter diesem plus zusätzliche Provision. In diesem Unternehmen arbeiten fast auschließlich Frauen. Urlaubs – und Weihnachtsgeld gibt es bei uns nicht.

Es gibt die Möglichkeit, je nach Provisionshöhe pro Monat im November eine Zusatzprovision bezogen auf die Jahresleistung zu erhalten.

60% dieser erhaltenen Zusatzprovision musste ich im vergangenen Monat, bei Steuerklasse V, an den Staat zahlen.

Bei Krankheit oder Urlaub lief die Umsatzanforderung an mich bis jetzt zu 100% weiter. Ab dem neuen Jahr bekomme ich wenigstens den Umsatzdurchschnitt der letzten drei Monate in Urlaubs- oder Krankheitszeiten angerechnet.

Für meine Leistung erhielt ich zusätzlich zu der Prämie heute einen Blumenstrauß.

Beim Einsteigen in den Bus wurde er mir durch einen Migranten fast zerdrückt. Er versuchte, mich zur Seite drängend, seine Fahrkarte der Busfahrerin kaum zeigend, schnell in den Bus zu gelangen. Inzwischen kennen FahrerInnen und MitfaherInnen solches Verhalten und reagieren.

Ich lasse mich nicht mehr weg drängen und die FahrerInnen bestehen auf ordnungsgemäßes Vorzeigen der Fahrkarte. Auch heute war der Fahrschein des Migranten wieder ungültig. Wenn ich bedenke, dass ich 10% meines Nettoeinkommens dafür ausgeben muss, habe ich Wut.

Chemnitz

Ein Unbekannter hat am Samstagnachmittag gegen 17.10 Uhr zwei Mädchen (zehn und elf Jahre) auf dem Spielplatz an der Martinstraße angesprochen und die ältere geküsst und unsittlich berührt. Wie die Polizei mitteilte, fragte der Mann zunächst nach der Uhrzeit und küsste und berührte die Elfjährige daraufhin. Als die Mädchen drohten die Polizei zu rufen verschwand der Mann. Er soll zwischen 40 und 50 Jahren alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Außerdem trägt er eine Glatze, hat braune Augen und spricht nach Aussagen der Mädchen gebrochenes Deutsch. Er trug eine blaue Jeans, eine braune Jacke und schwarze Schuhe. Hinweise von Zeugen nimmt die Polizei unter der 0371 387-3448 entgegen.

Chemnitz

Der mehrfach geschichtsträchtige 9.November naht. Jedem der sich für Geschichte interessiert, sind die Daten bekannt. Geschichtsuninteressierten sind sie egal, darum erspare ich mir Erläuterungen.

Chemnitz, von Schlagzeilen gejagt, „bereitet“ sich darauf auf besondere Art vor.

Natürlich sind für den 9.November Demonstrationen angemeldet. Sie starten wie immer am „Nischel“, dem Karl Marx Monument.

Seit vorgestern ist der Bereich großflächig abgesperrt. Es werden die umliegenden Bodenplatten erneuert, so die Begründung.

Frage ich mich, woher das Geld dafür kommt…

Der sonstige, gesamte Innenstadtbereich besteht aus Kopfsteinplaster. Da die Stadt das günstigste Angebot zur Sanierung angenommen hat, fehlt seit 10 Jahren der Kies dazwischen. Laufen mit Absatzschuhen…unmöglich. Wird auch nicht ausgebessert…kein Geld.

Am 14.November besucht die Bundeskanzlerin Frau Dr.Angela Merkel die Stadt Chemnitz. Der Bereich um den Nischel bleibt mindestens bis dahin wegen Bauarbeiten geschlossen.

Frau Dr.Angela Merkel folgt mit ihrem Besuch nicht der Einladung der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, SPD, sondern der Lokalzeitung „Freie Presse“. Die regionale Tageszeitung hat einen stolzen Tagespreis, demzufolge wenige, besser verdienende Leser, 120 davon sind zum „offenen Gespräch“ mit der Frau Bundeskanzlerin geladen.

Aha.

Zum Tag

Wieder also Chemnitz in den Nachrichten…

Ein türkisches Restaurant brannte, nach der Zerstörung eines jüdischen Lokals durch „schwarz gekleidete Personen“.

In der Innenstadt haben seit letzter Woche drei Lokale mit deutschen Inhabern dicht machen müssen. Grund: mangelnde Gäste.

Kein „Normalbürger“ mehr traut sich nämlich abends in die Innenstadt. Grund: gewaltbereite „Flüchtlinge“.

Auf den Straßen der Innenstadt ist nachts kein „normaler Bürger“ mehr sicher. Drogenhandel, Kriminalität, sexuelle Übergriffe, ausgehend von „Flüchtlingen“.

Für 850.000 Euro wurden im Bereich der Innenstadt Überwachungskameras installiert. Nur schlimm, dass nach Meldung einer Blutlache der direkte Zugriff auf die Daten der Polizei nicht ermöglicht wurde…Datenschutz.

Der Grund dieses Artikels von mir: immer noch wird Chemnitz und das auch noch vermehrt als rechtsradikal in den Medien dargestellt.

Nun, Frau Merkel antwortete nicht auf die Einladung der Oberbürgermeisterin zu einem offenen Gespräch. Dafür wird diese Person die Stadt Chemnitz auf Einladung der Regionalzeitung „Freie Presse“ im November besuchen. Ganze 120 Menschen „dürfen“ dann Fragen stellen. Aha.

Anfügen möchte ich noch, ein asiatisches Restaurant wurde geschlossen wegen Geldwäsche, illegalen Drogenhandels und Förderung von Prostitution. In keiner Zeitung war davon zu lesen. In der ehemaligen Schokoladenbar, die ebenfalls wegen Besuchermangel schließen musste, befindet sich jetzt ein syrisches Restaurant, ebenfalls ohne Kundschaft…woher wohl das Geld zum Betreiben kommen mag…

Lesenswertes von Vera Lengsfeld

https://vera-lengsfeld.de/2018/10/06/der-global-compact-for-migration-und-die-demografische-dividende/