Archiv des Autors: Arabella

Das Lied zum Tag

https://youtu.be/9fYvVRLPVcs

Keiner schlafe! Keiner schlafe!
Auch du, Prinzessin schläfst nicht,
in deinen kalten Räumen
blickst auf die Sterne, die flimmern
von Liebe und Hoffnung träumen!
Doch mein Geheimnis wahrt mein Mund,
den Namen tu‘ ich keinem kund!
Nein, nein, auf deinen Lippen sag ich ihn,
sobald die Sonne scheinen wird!
Mein Kuss allein soll dieses Schweigen lösen,
durch das du mein wirst!

Wenn niemand seinen Namen weiß,
dann müssen wir den Tod erleiden!

Die Nacht entweiche, jeder Stern erbleiche!
Jeder Sterne erbleiche, damit der Tag ersteh
und mit ihm mein Sieg!

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Vorderfrauen


Das Lied zum Tag

Always look on the bright Side of Life

Zum Tag

Ein ganz normaler Tag…

5.45 klingelt der erste Wecker. Kurze Stockstarre meinerseits. Es ist noch nicht der dringliche Weckerton, der kein Träumen mehr zulässt. Der ertönt melodisch, aber gnadenlos 6.00 Uhr. Nichts hilft mehr. Licht an, aufstehen. Ins Bad schleppen, duschen. Danach geht ein Tee und Marmeladenbrötchen. Gedeckt habe ich den Tisch gestern abend, mein Mann füllt mir Wasser in meine vorbereitete Teekanne. Ich versuche mich mit ihm zu unterhalten…Morgenmuffel wie ich sind ’ne schlimme Sache. Tee getrunken, an der Marmelade geleckt, husch in’s Bad, Haare föhnen, Gesicht mit Creme wach streicheln. Anziehen, Parfum des Tages aufsprühen, hach, eine Minute innehalten. Schnell mit dem Mob durch die Frühstückskrümmelwohnung, Müll rausbringen. Husch in’s Auto, mein Mann nimmt mich morges mit zur Arbeit, eine halbe Stunde gespart. Im Auto langsame Gespräche, ich werde munter. 8.00 Uhr am Schreibtisch sitzen und bis 13. 30 Uhr lächeln, immer, und reden und reden. 13.50 Uhr zum Bus sausen, umsteigen, im Eiswind warten bis der Anschluss kommt. Zur Mama flitzen, vorher schnell dringend benötigtes, eigenes Rezept beim Arzt abholen. Mama wartet schon. Montags ist oft ihr Chemotag, sie ist erschöpft, froh, dass sie darüber mit jemand sprechen kann. Ihr Bett frisch beziehen, Wäsche in Taschen packen, Küche und Bad wischen. Es klingelt, hurra, meine Schwester. Sie holt ein Rezept meiner Mutter, bringt mir meins mit. Staubsaugen werde ich Mittwoch, so kann meine Schwester mich heim fahren, ohne zu warten, sie muss noch einiges erledigen und ich muss den Kilometer nicht wie sonst mit der Wäschetasche heimlaufen. 16.45 Uhr daheim. Uhhh, 45 Minuten gespart. Wäsche in die Waschmaschine. Draußen hat der Wind die Wäsche von gestern getrocknet, abnehmen, legen. Das Bad sieht aus wie Bombenschlag, Bad putzen, hurra, dazu ein Hörspiel. Wäsche aufhängen, Mann pfeift das kalt! Geschirrspüler ausräumen, Frühstückstisch decken. Den Kamin putzen, neu bestücken, den Fußboden ordentlich säubern, Staub wischen. Ich habe Hunger, ich brauche ein Bad. Ein ganz normaler Montag eben…

Ich denke laut – Jobcenter muss Hartz-IV-Empfängern Schulbücher bezahlen – WELT

https://amp.welt.de/amp/politik/deutschland/article172496017/Jobcenter-muss-Hartz-IV-Empfaengern-Schulbuecher-bezahlen.html

Bildung ist der einzige Weg aus der Armut. Nicht nur für Kinder in Afrika

Goldgarbe,Schafgarbe

Goldgarbe

Scharfgarbe

Zwei Schönheiten, eine Seele, in abgeminderter Form hat die Goldgarbe die heilenden Kräfte der Schafgarbe. Sie sollte minder dosiert eingesetzt werden.
Während die Goldgarbe aus dem Kaukasus und nahem Osten stammt, ist die Schafgarbe auf allen feuchten Wiesen daheim.

Ihre Gattungsnamen – Achillea filipendulina und Achillea millefolium – verdanken sie dem Held Achilles, der auf Anraten Aprodithes selbst,die Pflanze entdeckte und zur Wundheilung verwendete. (siehe Illeas 11.Gesang, Vers 822 ff.)

http://www.zeno.org/Literatur/M/Homer/Epen/Ilias/11.+Gesang

Schafgarbeblätter

Goldgarbeblätter

Die Pflanze wirkt galleflußanregend, antibakteriell und krampflösend.
Seit dem Altertum wird sie zur Stillung von Blutfluß angewendet.
Hildegard von Bingen erwähnt sie als Frauenkraut.
Ein mittelalterlicher Spruch sagt: “Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib“.

Ein Sitzbad soll Kämpfen mildern, ein Tee hilft bei Wechseljahrsbeschwerden.
Eine andere Verwendung des Heilkraut diente zum Gelbfärben von Wolle, die dazu vorher mit Alaun gebeizt wurde,

Mein Rat ist.
Die herrliche Goldgarbe zum Schmücken verwenden und mit der sanft nach Kamille duftenden Schafgarbe den Tee zubereiten.

Das Lied zum Tag

Freudenmädchen

Sonntagsgedicht

Die Regierung

Thomas Gsella


Seit September gibt es keine,

Und die Zeit geht trotzdem um,

Und der Hund besteht auf Leine,

Und wer Steuern zahlt, ist dumm.


Die Profite explodieren,

Nur der Knall kommt unten an.

Wie auch soll der Herr verlieren,

Wenn der Knecht nicht siegen kann.


Und so kümmert’s nicht die Bohne,

Nicht solang die Knechte knien.

Gute Herrschaft läuft auch ohne

Ihre Diener in Berlin.

Blick in den Wandel

…die andere Seite…

Sachsens Bestes oder grüne Klöße

Da dieser Artikel fast täglich aufgerufen wird, wiederhole ich das Rezept nochmal.

Wie, wann und durch wen die Kartoffel nach Sachsen kam, habe ich schon einmal erzählt.

https://arabella50.wordpress.com/2014/10/18/das-marchen-vom-guten-kartoffelkonig-oder-schnelle-kartoffelsuppe/

Eine der daraus bei uns am liebsten zubereiteten Speisen sind die Grünen Klöße.
Grün deshalb, weil sie zum großen Teil aus grünen (rohen) Kartoffeln bereitet sind.

Kartoffeln sind ein wertvolles Nahrungsmittel.
Bis auf Selen sind fast alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente in ihnen enthalten. Besonders wertvoll ist die Schale. Direkt unter ihr finden sich die Meisten davon. Beim Kochen ist darauf zu achten, möglichst wenig Wasser zu verwenden, da sonst Vitamin C und Mineralien verloren gehen.
Magnesium, Kalium, Phosphate, Natrium und Kalzium sind in ihnen enthalten. 20 mg Vitamin C stecken in 100 g Kartoffel. Das ist eine Menge!
Die Schale ist sehr gehaltvoll. In ihr finden sich die wichtigen B – Vitamine, Niazin, Folsäure sowie Zink.
Kartoffeln sind reich an Ballststoffen.
Zusammengefasst: ein gesundes Gemüse, das den Wasserhaushalt reguliert, Knochensubstanz aufbaut, die Verdauung reguliert und die Darmfunktion unterstützt.
Sie kräftigen das Bindegewebe, stärken den gesamten Stoffwechsel und wirken entsäuernd.

Das alles steht fest.
Das Rezept für Grüne Klöße dagegen variiert von Haushalt zu Haushalt und natürlich hat jeder das einzig Richtige.
Manche brühen die rohen Kartoffen mit Grieß andere mit heißer Kartoffelmasse.
Hier kommt nun mein Rezept.

Dafür brauche ich:

Kartoffeln, mehligkochend
Salz
1 altbackenes Brötchen

Mit Mengenangaben tue ich mich schwer. Pro Person sollten reichlich 0,5 kg rohe Kartoffel gerechnet werden.

Die Kartoffeln dünn schälen.
1/3 der Masse wird gekocht. Dazu die Kartoffeln in Stücke schneiden und in salzlosem Wasser garen. Die Kartoffeln vor dem Reiben aufsetzen, dann sind sie genau zur rechten Zeit gar.

Klöße gelingen nur, wenn alle Handlungsabläufe nahtlos ineinander übergehen.

Die anderen 2/3 werden fein gerieben.
Es gibt wirklich Haushalte, in denen das noch mit der Hand erledigt wird. Meist werden hochmoderne Küchengeräte dazu benutzt.
Ich bin nostalgisch und nutze meinen alten RG 28 dazu.

Ein dafür passender Aufsatz erleichtert das Reiben enorm.

Die geriebene Masse kommt nun in einen Leinen- oder Baumwollbeutel

und wird fest ausgedrückt, bis keine Flüssigkeit mehr aus dem Beutel tropft.

Das ist der wichtigste Arbeitsvorgang beim Klöße machen. Die Masse muss trocken sein und auseinanderbröckel, ansonsten zerfallen die Klöße beim Kochen.

Auf diese Masse kommt reichlich Salz. Knappe 2 Teelöffel bei einer Kartoffelmenge für 4 Personen, der Teig kann leicht versalzen schmecken. Die nun dazukommenden gekochten Kartoffeln saugen auf und über den Salzgehalt im Kochwasser lässt sich ein zuviel wieder gut machen.

Die gekochten Kartoffen durch eine Kartoffelpresse geben.

Und nun schnell auf die geriebene, rohe Masse damit. Sie müssen heiß sein, damit der Teig abbindet.

Alles gut mit den Händen durchkneten.
Jetzt handtellergroße Klöße formen.

Bei mir kommen in die Mitte der Klöße in Butter geröstete Brötchenstücke – Semmelbröseln –

aber auch da scheiden sich die Geister.

Die Prachtstücke kommen nun in einen großen Topf mit siedendem Wasser.
Ich verwende das Wasser, indem die geschälten Kartoffeln gelegen haben, um sich nicht zu verfärben. Die in ihm enthaltene Kartoffelstärke bindet die Klöße nochmals und verhindert ein zerkochen der Klöße, das schon manche Hausfrau an den Rand des Wahnsinns getrieben hat.

Es muss ein wirklich großer Topf sein, die Klöße müssen frei schwimmen können. Das Wasser muss gesalzen sein, wieviel Salz hineinkommt, hängt vom Salzgehalt des Teiges ab.
Wenn die Klöße an der Oberfläche schwimmen, sind sie gar.

Das dauert ungefähr 20 Minuten.
Es ist ratsam, alle Gerichte die dazu gereicht werden, fertig zu haben, wenn die Klöße ins Wasser gegeben werden.

Meine Frau Mutter hatte in ihrer alten Küche noch einen zu befeuernden Beistellherd mit einer Eisenplatte.
Vom Kloßteig nahm sie immer ein wenig ab, formte einen Fladen und buk ihn auf der heißen Herdplatte. War er knusprig braun, bestrich sie ihn mit Butter.
Niemals habe ich Besseres gegessen, als diesen einfachen Kartoffelfladen, auf dem die Butter zerfloss.
Bei uns gibt es in Ermanglung eines solchen Herdes heute Rouladen und Rotkraut dazu.
Die Klöße in die Soße getitscht…Herz, was willst du mehr?

Naja, vielleicht in Butter gebratene Scheiben der übrigen Klöße…
Wenn denn welche übrig bleiben.
Früher gab es in den Familien richtige Kloßwettessen.
Mancher Mann brachte es auf zehn Klöße.
Kein Wunder, sie schmecken köstlich.
Sicher gibt es noch Haushalte, in denen sie im Herbst und Winter wöchentlich auf den Tisch kommen.
Der Volksmund sagt:
„Ein Sonntag ohne Klöße verlöre viel von seiner Größe.“