Zum Tag

Wie war das als ich Oma Kind war?

Täglich lief ich in den Konsum, um einen Liter frische Milch zu kaufen, in einer Glasflasche.

Das Brot kaufte meine Mutter frisch beim Bäcker, der dieses Brot in eigener Backstube hergestellt hatte. Die Verkäuferin steckte das Brot nicht in eine Papiertüte und dann in einen Plastebeutel, sondern in den Brotbeutel, den meine Mutter dafür immer mitbrachte, wusch und wiederverwendete.

Zum Einkaufen fuhr niemand mit dem Auto, sondern meine Mutter lief 2x den langen Berg von unserer Wohnung in die Stadt, um die Einkäufe in wiederverwendbaren Beuteln heim zu schleppen.

Den 4 km langen Schulweg legte ich täglich, wie jedes andere Kind, zu Fuß zurück. Nie im Leben wäre es meinen Eltern eingefallen, mich mit dem Auto in die Schule zu fahren.

Nach der Schule schrieben wir uns keine Nachrichten über mobile Telefone, sondern wir trafen uns draußen. Auch nicht im Freizeitpark, sondern im Wald, um dort Räuber und Prinzessin zu spielen.

Mit meinen Freundinnen sammelten wir mit einem Handwagen alte Zeitungen und leere Flaschen in den umliegenden Hauhalten und brachten sie zur Altstoffverwertung, um so unser Taschengeld aufzubessern.

Im Herbst sammelten wir im Wald Kastanien und Eicheln, um sie dem Förster für die Wildfütterung im Winter bereit zu stellen.

Ich flog nicht mit meinen Eltern in Pauschalurlaube in ein möglichst billiges Sonnenland, wir verbrachten unsere Urlaube in der Heimat, um diese kennen zu lernen.

Es ist bedauerlich, dass in den Schulen kein Fach :“Leben lernen“ gelehrt wird, Geschichte wohl auch nur noch schlecht, sonst wüssten manche Kinder aus Chören mehr und ihre Lehrer ebenso.

10 Antworten zu “Zum Tag

  1. Guten Morgen liebe Freundin! Wir haben natürlich keine Kastanien für den Förster gesammelt, aber Leergut fürs Taschengeld 😉 Außerdem haben wir den Wald ordentlich sauber gehalten 😀 Ne, Auto fahren war nicht drin für die Schule, denn meine Eltern haben noch geschlafen, wenn wir morgens um kurz nach 6 Uhr das Haus verlassen haben. Der Schulweg war dann etwa 12 km hin und zurück, aber keiner bei uns hat Rückenprobleme oder schlappe Beine 😉 Allerdings wäre es nicht möglich gewesen für 5 Kinder zu Fuß einkaufen zu gehen 😀 Die Milch haben wir als kleine Kinder bei Tobelanders in der Milchkanne geholt. In mancher Hinsicht war unser Leben sehr viel ökologischer als heute …

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  2. Guten Morgen Arabella.
    Dinge die auch mir bekannt vorkommen und die man sehr leicht mit ins Erwachenenleben retten kann.

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  3. Ganz ähnlich war es bei uns auch, liebe Arabellla. Autos gab es kaum. Wir sammelten Eicheln, Kastanien, Hagebutten, Brombeeren …. auch Pferdeäpfel – die gab es nämlich, sie wurden von den Hausfrauen für die Gartendüngung gebraucht, für uns war es ein Taschengeld. … Reisen? Als ich 11 war, nahm mich unsere Mutter mit auf eine Fahrt des Sportvereins, wo sie als Aufpasserin fungierte, daher war es umsonst. Es ging an den Rhein, wir wohnten in Jugendherbergen. Als Studentin in Berlin sammelte ich Flaschen ein, für die es Pfand gab, denn das Geld reichte nicht bis zum Monatsende. Mit 57 kaufte ich erstmals ein Auto, mein Mann hat keinen Führerschein, meine Geschwister auch nicht.. Mein Sohn fährt sehr gut, will aber kein Auto, sondern ist seit vielen Jahren bei Car-sharing, gut für kleine Ausflüge mit seiner Frau, die selbst nicht fährt. Zur Arbeit geht er zu Fuß, erledigt unterwegs die Einkäufe – kleine Mengen jedesmal, um nicht zuviel zu tragen. Es gefällt ihm so, es tut seiner Gesundheit gut, drum tut er es. Er ist Informatiker, und natürlich benutzen wir alle das internet, den großen Stromfresser
    Liebe Grüße! Gerda

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    • Finde ich großartig liebe Gerda,

      ich habe auch keinen Führerschein und vermisse ihn nicht, ich nutze Bus und Bahn.
      Ein Auto haben wir natürlich und mein Mann fährt auch damit einkaufen.

      Ich gehe aber auch immer noch gern auf den Markt.

      Beste Grüße aus Sachsen

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  4. kommt mir sehr bekannt vor 😉 ja wir hatten doch eine so schöne Kindheit, die kann uns keiner nehmen!
    lg tb

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  5. manchmal war sie auch nicht so toll, aber aus der Erinnerung heraus überwiegt das positive bei mir 😉

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