Monatsarchiv: August 2019

Streng geheim

Wie aus dem Himmel bist du gefallen

Gelandet in meinem Schoß

Sag mir noch einer (B)Engel hätten kein Geschlecht.

Meins kenne ich, unglaublich weiblich.

Aprikosenmarmelade

Die Aprikose schmeckt nicht nur sündhaft süß, sondern ist auch ein Allroundtalent für die Gesundheit. Sie enthält außerordentlich viel Provitamin A (Carotin), außerdem die Vitamine B1, B2 und C sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calciumund Phosphor.

Dadurch bietet die Aprikose einige Vorteile für die Gesundheit:

  • Die Aprikose hat einen positiven Einfluss auf Haare und Nägel und sorgt für einen rosigen Teint.
  • Aprikosen stärken das Immunsystem und kurbeln den Kreislauf an.
  • Die enthaltene Salicylsäure hat eine antibakterielle Wirkung und tötet so Keime im Magen-Darm-Trakt ab.
  • Der Wirkstoff Dimethylglycine, der im Kern der Aprikose steckt, soll bei Migräne und Kopfschmerzen helfen.

Wie viele Kalorien stecken in Aprikosen?

In 100 Gramm frischer Aprikose stecken etwa 40 Kilokalorien, die gleiche Menge getrocknete Aprikose schlägt mit 241 kcal zu Buche. Allerdings ist bei der getrockneten Variante der Nährstoffgehalt fast fünfmal so hoch wie bei einer frischen Aprikose, was beide Formen zu gesunden, leckeren Snacks macht.

Reife Aprikosen erkennen

Beim Kauf einer Aprikose sollte man darauf achten, nur reife Früchte auszuwählen, denn unreife Exemplare schmecken sauer, sehr mehlig und trocken. Bei einer reifen Aprikose ist die Haut kräftig orange-gelb gefärbt und der Stein lässt sich leicht von der Frucht lösen.

Aufschluss über die Reife der Frucht gibt auch ein sanfter Druck mit dem Daumen: Gibt das Fruchtfleisch leicht nach, ist die Aprikose perfekt.

Mir sind die feinen Früchchen am Liebsten als Marmelade. Ja,ja…eigentlich muss es Konfitüre heißen, als Marmelade darf sich nur bezeichnen, was aus Zitrusfrüchten hergestellt wurde. Irgendwie mag ich das Wort Marmelade aber lieber…

Es braucht dafür:

1kg Aprikosen

500g Gelierzucker 2:1

1 Zitrone

1 Pk. Zitronensäure

Beim „Vietschi“ wie hier bei mir, und das keinesfalls abwertend, der vietnamesische Gemüsehändler meines Vertrauens genannt wird, habe ich mir wundervoll große, herrlich reife Aprikosen gekauft. Die vietnamesischen Gastarbeiter der DDR haben diesen Handelszweig fast komplett für sich übernommen. Es ist ein fleißiges, freundliches Völkchen von Menschen, die aber ihr eigenständiges Leben innerhalb der Gesellschaft führen.

Die Früchte übergieße ich mit sprudelnd kochendem Wasser, lasse sie 2 Minuten darin liegen und schrecke sie dann im kalten Wasserbad ab. Wer mag, kann die Haut vorher kreuzförmig einritzen, notwendig finde ich das nicht.

Leicht und einfach kann ich so die Haut der Früchte abziehen.

Die Kerne stecke ich in einen Teebeutel. Warum schreibe ich gleich noch.

In Stückchen geschnitten vermenge ich meine Aprikosen mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft,mittendrin hinein kommt das Säckchen mit den Aprikosenkernen. Alles lasse ich ca. 30 Minuten ziehen, die Kerne intensivieren den Aprikosengeschmack meiner zukünftigen Marmelade.

Nach dieser Zeit entferne das ich das Säckchen und püriere meine Aprikosen grob, ein paar Stückchen dürfen ruhig in der Marmelade sein. Jetzt gebe ich Zitronensäure dazu. So wird die Marmelade frisch im Geschmack und behält lange ihre wunderbar goldene Farbe.

Angegeben wird ich das oft, die Marmelade 3 Minuten kochen zu lassen und vorhandenen Schaum abzuschöpfen.

Das mache ich anders. Ich koche die Marmelade länger, mindestens 10 Minuten, der Schaum verschwindet von ganz allein. Für mich ist dies das Zeichen, dass die Marmelade fertig ist. Eine Gelierprobe brauche ich so nicht.

Schwups, schon ist ein kleiner Vorrat für ein köstliches Frühstück fertig. Ungern lagere ich unzählige Mengen ein, die dann vor sich hinstauben…

Ein Brötchen, ein Toast mit dieser aromatischen Marmelade ist für mich ein leckerer Start in den Tag. Zudem ist Aprikosenmarmelade in vielen Torten eine wichtige Zutat.

Blick in den Wandel

Vierter August 2018

Sonntagsmärchen

 
Ein Mann und eine Frau hatten ein großes Kürbisfeld. Eines Tages holte sich die Frau einen besonders schönen Kürbis, um ihn zu kochen. Als sie ihn in ihre Hütte getragen hatte, wollte sie ihn gleich zurechtmachen. Da hörte sie plötzlich eine Stimme, die aus dem Kürbis herauskam und sprach: »Laß mich leben! Kochst du mich, so koche ich dich! Laß mich leben! Kochst du mich, so koche ich dich!«
Diese Worte wiederholte er fortwährend. Am liebsten hätte die erschrockene Frau ihn wieder auf das Feld gebracht, von dem sie ihn geholt hatte; aber ihr Mann arbeitete dort, und sie wußte recht gut, daß der sie nur auslachen würde, wenn sie ihm die sonderbare Geschichte von dem sprechenden Kürbis erzählte. Deshalb dachte sie, es wäre am klügsten, recht hurtig bei ihrer Arbeit zu sein, und lief hinaus zur nahen Quelle, um Wasser zum Kochen zu holen. Kaum aber hatte sie ihre Hütte verlassen, als der Kürbis sich in das Kind der Frau verwandelte, welches am Boden lag und schlief. Aus dem Kinde indessen wurde ein Kürbis, genau so schön und groß und schwer, wie der, welchen die Frau vom Felde geholt hatte. Als sie nach wenigen Minuten wieder in die Hütte trat, setzte sie schnell das Wasser auf das Feuer, schärfte sich ihr Messer und ging eiligst daran, den Kürbis zu zerschneiden. Der fing sofort wieder an zu sprechen und rief:
»Laß mich leben! Schneidest du mich, so schneide ich dich! Laß mich leben! Schneidest du mich, so schneide ich dich!«
Dieselben Worte wiederholte er die ganze Zeit, bis er in lauter kleine Stücke zerteilt war; dann warf ihn die Frau in das kochende Wasser und lief schnell hinaus zu ihrem Manne, um ihm alles zu erzählen.
Er wollte ihren Worten zwar nicht glauben, kam aber doch mit zurück zur Hütte, um den sonderbaren Kürbis zu sehen.
»Was ist das?« rief die Frau, sobald sie wieder in der Hütte war; denn auf der Erde, an der Stelle, wo ihr Kind gelegen hatte, lag ein Kürbis, und das Kind war nirgends zu finden.
Der Mann hob inzwischen den Deckel des Kochtopfes hoch, und siehe da, aus dem kochenden Wasser hüpfte frisch und munter ihm sein Kind entgegen!
»Ich bin am Leben!« sprach es. »Ein andermal aber darf meine Mutter nicht die Worte verachten, die zu ihr gesprochen sind, selbst wenn es nur ein Kürbis ist, der sie sagt.«
Der Mann und die Frau waren von Herzen froh, daß sie ihr Kind wieder hatten, und alle drei gingen zusammen auf das Kürbisfeld und trugen den großen Kürbis wieder an den Ort, auf dem er gewachsen war.[Afrika: Märchen und Sagen, der afrikanischen Neger, Zulumärchen]