Monatsarchiv: Januar 2019

Das Schöne vom Tag

Ganz normal erlebtes der Schaukelinhaberin..

Mutter, Vater und zwei Kinder…

Bodenlose Leichtigkeit oder Quarktorte ohne Boden

Im vergangen Jahr war wenig Zeit zum Backen. Auch nicht um die Weihnachtszeit. Meine Mama war wichtiger, dann gab es nach ihrem Tod vieles zu tun. Ich bin dabei nicht allein gewesen, sondern meine Schwester und ich konnten uns hinein teilen.

Nun wird es langsam wieder ruhiger, ich selber auch.

Bei fast jedem Fest im Hause meiner Schwester gibt es ihre wunderbare Quarktorte ohne Boden. Für unseren Mädelsnachmittag mit meiner Tochter, der Schaukelinhaberin und der Schaukelerobererin backe ich sie nach. So ein süßer Genuß.

Es braucht dafür:

125g Butter

6 Eier, getrennt

350g Zucker

50g Vanillezucker (selbst gemacht)

100g Griess

1kg trockenen Magerquark

1 Pk.Weinsteinbackpulver

1 EL Mehl

1 Prise Salz

Saft einer 1/4 Zitrone und deren Abrieb

Die Quarktorte ist köstlich in ihrer Fluffigkeit, zudem fast ohne Mehl zubereitet. Wie immer ist alles ganz einfach, wenn man weiß wie es geht.

Der Quark muss gut abgetropft sein, darum gebe ich ihn in ein Sieb.

Die Eigelbe schlage ich mit dem Schneebesen schaumig und gebe nach und nach den Zucker dazu. Wie oben angegeben ist in ihm ein Teil selbst gemachen Vanillezuckers, daher kommen auch die schwarzen Pünktchen im Zucker. Weiter schaumig schlagen und nach und nach alle anderen Zutaten dazu geben.

Ganz leicht zitronig soll meine Quarktorte schmecken, am Besten gelingt das, wenn zum Saft der Zitrone auch der Abrieb ihrer Schale dazu gegeben wird.

Butter lasse ich zerlaufen und wieder abkühlen bevor ich sie dazu gebe.

Mit einem Teil davon pinsele ich meine Backform aus.

Das Eiweiß schlage ich mit einer Prise Salz zu steifem Eischnee, den ich vorsichtig unter die ohnehin schon lockere Masse gebe.

All diese lockere Duftigkeit gebe ich nun in die Kuchenform.

Das ist so locker, so verlockend, immer lohnt es sich die Schüssel auszuschleckern!

Bei 170 Grad Umluft backe ich meine Quarktorte für eine knappe Stunde. Ich lasse sie bei geöffneter Herdtür etwas abkühlen.

Dann bestreiche ich sie mit geschmolzener Butter und gebe etwas Puderzucker darauf.

Es fällt mir schon etwas schwer, bei all diesem Duft im Haus, die Quarktorte nicht sofort und noch warm anzuschneiden und zu probieren. Meine Schaukelinhaberin wäre jedoch zu enttäuscht, einen angeschnittenen Kuchen vorgesetzt zu bekommen. Zudem hat sie ganz eigene Wünsche ihren Teil der Torte zu dekorieren. Bunt, mit Figürchen, bunten Streuseln oder Schokolade…

Zauberhaftes oder Rosmarintee

Voller Freude bin ich über meinen Rosmarintopf, der mir auch in diesem Jahr das Hin – und Herschleppen im Winter mit Blüten dankt.
Im Januar.
Ich strahle vor Glück.

Zwar steht er nicht an seinem angestammten Sommerplatz vor meinem Lieblingsfenster, sondern geschützt, durch die Wände der Kellertreppe, aber das tut ihm gut.
Mir auch, so brauche ich ihn bei drohendem Frost nur 4 Stufen tiefer in’s geschützte Waschhaus tragen.
Hingerissen bin ich von der zarten Schönheit seiner lilafarbenen Blüten.

Über und über ist er damit besät. Vor Freude könnte ich jubeln.
Von diesem, meinem Freund, schneide ich nicht ein Ästchen ab, um mir meinen geschätzten Rosmarintee daraus zu bereiten. Dieser schmeckt nicht nur vorzüglich, sondern wirkt gleich mehrfach.
Rosmarintee hilft jungen und alten Menschen, die unter Schwächezuständen leiden und verbessert niedrigen Blutdruck. Menschen mit Bluthochdruck können ihn unbesorgt geniessen, er steigert vorhanden Bluthochdruck nicht.
Enthalten sind Antioxidantien, ätherische Öle, Rosmarinsäure, Glycolsäure, Saponine, Flavoide, Bitterstoffe, Harz und Vitamin C.

Der Tee wirkt harntreibend und reinigt dadurch von schädlichen Giftstoffen.
Er wirkt äußerlich und innerlich angewendet gegen Rheuma und Gicht.
Obwohl Rosmarintee kein Koffein enthält, hat er eine stimulierende Wirkung, verbessert den Blutfluss im Gehirn und erhöht damit die geistige Leistungsfähigkeit.
Trotzdem ist er beruhigend, lindert Streß- und Angstgefühle, löst Muskelverspannungen und hilft bei Verdaungsstörungen.
Rosmarintee verhindert Übergewicht, mich wundert, das er es damit noch nicht zum Verkaufsschlager gebracht hat.
Lebererkrankungen, Asthma, Gastritis, leichte Erkältungserscheinungen und Kopfschmerzen kann der Tee der schönen Pflanze aus der Gattung der Minzegewächse lindern.
Rosmarintee sollte nicht kurz vor dem Schlafengehen getrunken werden und hat eine Ziehzeit von 10 Minuten.
Mir ist eine Mischung im Verhältnis 2 Teile Rosmarintee, 1 Teil Earl Grey ein köstlicher, anregender, gesunder Start in den Tag.
Natürlich kann man auch reinen Rosmarintee zubereiten.

Und weil man zum Tee auch Wasser braucht, fällt mir im Zusammenhang mit Rosmarin noch ein ganz besonderes Wässerchen ein.
Die ätherischen Öle des Rosmarin waren Grundlage für das erste, namentlich bekannte Parfum – das Ungarische Wasser der Isabella von Ungarn, einer gebürtigen Polin – die es mit 72 Jahren von einem Mönch als Geschenk bekam und nach dessen Gebrauch noch viele Männerherzen entflammt haben soll.
Dazu fällt mir ein Duft ein.
Doch das ist eine neue Geschichte.

Zum Tag

Nachdem es gestern und heute Nacht bei starken Sturm regnete, war der Schnee fast gänzlich weggetaut.

Seit einer Stunde schneit es, dass die Hand vor Augen nicht zu sehen ist.

Warten wir die Nacht ab. Mal sehen, ob ich uns morgen früh frei schaufeln muss…

Mitten im Winter am Nil oder Un Jardins sur le Nil von Hermès

Jahreszeiten sind etwas ganz Wunderbares. Wechsel im Spiel der Natur. Warum sollte ein Sommerparfum nicht im Winter Freude bringen können? Leichtigkeit braucht jede Jahreszeit. Und so grün dieser Duft auch ist, er ist ganz besonders anders darin.

2005 schuf Jean-Claude Ellena seinen ganz eigenen Garten am Nil.

Fruchtbarkeit und Erneuerung bringt der Nil. Heiß ist es dort. Entspannung bringen Gärten. Ich gehe hinein.

Ein Hauch des Parfums auf die Haut gesprüht..ah…Grapefruit. Frisch ist sie, hell und herb. Ihre Intensität hilft loszulassen. Psychische Wärme bringt sie die vor jeder Hitze (und Kälte) bewahrt. Kühlend und reinigend löst sie Kummer, zieht Gifte aus dem Körper und fördert die Leichtigkeit des Seins. Sie befindet sich in der Kopfnote des Duftes und ist von Anfang an da, mischt sich mit Karotte, deren ätherisches Öl aus den Samen gewonnen wird. Würzig, erdig und krautartig umspielt es Tomatenranken, rundet ihre grasig-grüne, sauere Fruchtigkeit ab. Ein tiefes Luftholen bleibt zurück und ein Erwachen. Grüne Mango verlockt exotisch, bleibt unaufdringlich in ihrer aromatischen Süße, weckt weitere Lebensfreude.

Mitten in’s Herz trifft Kalmus. Aus seinem knolligen Wurzelstock wird sein ätherisches Öl gewonnen. Und wieder fühle ich Stärke, bin weniger erschöpft und versinke in dieser linden, leicht süßen Modrigkeit, die kein Vergehen sondern ein Erwachen ist. Lotus hilft dabei. Der reinste und sinnlichste aller Düfte klärt mit seiner makellosen Schönheit. Alles leuchtet rein und klar. Mit seiner besonderen Exotik würzt er den Duft auf seine ganz eigene warme Weise. Weiblich, sinnlich und berauschend lässt sein Geruch Streß vergessen und schenkt Geborgenheit und innere Harmonie. Was für ein Luxus! Dazu gesellt sich die „Blume des Regens“ – die Hyazinthe. Wie keine andere Blume symbolisiert sie das Sterben und Wiedererstehens der Natur. Tiefgründig wie sie wird das Parfum in seinem Herz, intensiv wird das Blumige jetzt dunkel. Herb, würzig kommt die Pfingsrose zu Hilfe. Aus den kaiserlichen Gärten Chinas kommend, unterstützt sie das Gefühl von Wohlstand und Wohlbeagen, bleibt Rose ohne Dorn und macht die Mitte des Duftes zu einem Ort des Stillstehens im Wohlwollen.

Auch danach bleibt alles stärkend und haftet an meiner Haut. Das dem nicht zuviel wird, schafft Bergahorn holzige, milde Süße. Weihrauch, das Geschenk des Abendlandes an das Morgenland ohnehin, schwert balsamisch die grüne Frische. Sein sehr alter Duft, schwächt die vorherigen jungen Ausflüge des Parfums, ist Gegensatz von Verführung und Heiligkeit in einem. Zeitlos in seiner Opulenz verbringe ich, selbst entspannt, vertraute Zeit im Garten am Nil.

Dieses Parfum ist, meiner Meinung nach, für reife Frauen gemacht. Die um den Wert von Entspannung wissen und den Preis dafür kennen gelernt haben. Nichts für verspiele Naturen und auch nicht auf jeder Haut, die man zu Markte trägt, willkommen.

Märchenstunde

Der verbrannte Schnee

Dort, wo die Berge am höchsten sind, und die Täler am grünsten, lebte einmal ein armer Bursche in einer verfallenen Hütte am Waldesrand.
Sein sehnlichster Wunsch war es, eines Tages soviel Geld zu haben, dass er sich ein ordentliches Haus bauen und Grete heiraten konnte. Grete war das hübscheste und warmherzigste Mädchen weit und breit. Sie war ihm aus tiefstem Herzen zugetan, aber Gretes Mutter, eine herbe und strenge Frau, hatte Grete jeden Kontakt zu Hans verboten. Solange er einer Frau nicht mehr bieten könne, als eine verfallene Hütte, brauche er gar nicht um Gretes Hand anzuhalten, hatte sie unmissverständlich klar gemacht.
So hatte Hans tagelang überlegt, wie er es denn nun anstellen sollte, zu Geld zu kommen, aber er hatte keinen Ausweg gefunden.
Heute würde er sich ein letztes mal mit Grete an ihrem geheimen Ort im Wald treffen, um mit ihr über dieses schier unüberwindbare Problem zu reden.
Als Hans bei der großen Eiche ankam, wartete Grete schon auf ihn.
„Ich kann nicht lange bleiben!“, sagte sie atemlos. „Meine Mutter bewacht mich mit Argusaugen und ich habe zu ihr gesagt, ich gehe Brennholz sammeln.“
Hans schloss sein Liebchen in die Arme. „Ich sehe keinen anderen Ausweg, als fortzugehen. Ich werde erst zurück kehren, wenn ich genug Geld verdient habe, um dir ein anständiges Leben bieten zu können! Wirst du auf mich warten?“
Grete gab ihm einen Kuss. „Ich möchte keinen Tag ohne dich sein! Ich gehe mit dir. Ja, wir laufen zusammen fort!“
Doch Hans schüttelte den Kopf. „Das geht nicht, und das weißt du. Alleine finde ich leichter Arbeit und ich muss mir keine Gedanken darum machen, ob du Hunger leidest, oder nicht. Zuhause bist du einfach am besten aufgehoben.“
Grete versprach mit Tränen in den Augen, ihren Liebsten nicht zu vergessen. Sie deutete auf einen der höchsten Berggipfel, den man auch aus großer Entfernung erkennen konnte und auf dem noch im Sommer Schnee lag und sagte: „Sieh hin! Erst wenn der Schnee auf diesem Berg geschmolzen ist, werde ich aufhören, auf dich zu warten. Ich werde dein sein, bis in alle Ewigkeit.“
Ein letztes mal küssten sie sich und dann ging Hans seines Weges.
Es vergingen viele Tage und Wochen. Grete hielt ihr Versprechen und Hans, der schwere Arbeit leisten musste, blickte jeden Tag auf den Berg, um nach dem Schnee zu sehen.
Bald war Hans bereits zwei Jahre fort und er hatte viel Geld gespart. Ein paar Wochen nur noch, dann würde er heimkehren können. Ein Haus bauen, seine Grete heiraten, sogar für die Einrichtung würde etwas übrig bleiben. Gretes Mutter würde ihnen ihren Segen geben müssen.
Da schweifte sein Blick in die Ferne, ganz von selbst wanderten seine Augen prüfend zum Schnee, so wie immer, wenn er an Grete dachte.
Nur heute schien der Berg zu brennen. Nein, nein, das durfte es nicht geben! Der Schnee, er verbrannte! Grete!
Hans packte so schnell er konnte seine Sachen zusammen, es war wenig genug, was er besaß, und machte sich auf den Heimweg.
Die Reise nahm Tage in Anspruch und krank vor Sorge trieb er sich an, blickte immer wieder auf den Berggipfel und hoffte, es wäre alles nur ein Irrtum, ein schlimmer Traum. Aber je näher er seinem Ziel kam, desto mehr erkannte er das Ausmaß der Katastrophe. Der Vulkan war ausgebrochen! Niemand hatte damit gerechnet, denn er galt als erloschen. Viele hundert Jahre war es her, als er das letzte Mal gespuckt hatte.
Er hatte den Schnee geschmolzen, ihn verbrannt, und mit dem Schnee alle Hoffnungen und Träume.
Hans´ Hütte am Waldrand stand noch, wie durch ein Wunder, unversehrt. Die Lava hatte sich einen anderen Weg gesucht. Als Hans nun voller Zorn zum Berggipfel blickte, sah er ein winziges Fleckchen weiß. Kaum zu sehen, aber zweifelsfrei hatte der Vulkan seine Zerstörung nicht vollkommen betrieben. Ein kleines bisschen Schnee war übrig geblieben, aus einer Laune der Natur heraus. Aber es reichte, um Hans erneut Hoffnung zu geben. Er würde Grete finden, egal, wie lange es dauern mochte, egal wohin ihn seine Suche führen mochte. Er wusste, so lange der Schnee noch nicht ganz geschmolzen war, würde Grete ihn erwarten, und wenn es Ewigkeiten dauern würde.

Quelle: Berta Berger

Schau dir „Nick Cave & The Bad Seeds – Henry Lee“ auf YouTube an

Heißes für Kaltes oder Champignonsuppe mit Hackfleischbällchen

https://youtu.be/6ZKAfj8arXo

(Musik: Schneeflöckchen,Weißröckchen)

Heute habe ich mir ja Schneeurlaub gegönnt. Ich darf also daheim sein, mich am Schnee erfreuen und meinem Hobby nachgehen – kochen.

Im Winter liebe ich Suppen. Sie wärmen tief von innen und es gibt unzählige Varianten davon. Gern denke ich mir neue dazu aus. Immer habe ich um diese Jahreszeit eine gute Hühnerbrühe dafür im Haus.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2017/01/25/rumgeschnupfe-oder-huehnerbruehe/

Für meine Champignonsuppe mit Hackfleischbällchen braucht es:

Für die Hackfleischbällchen:

250g Hackfleisch (halb Schwein, halb Rind)

1 trockenes Brötchen

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Ei

1 TL Senf

Salz/Pfeffer

Die Zwiebeln röste ich kleingeschnitten in einer Pfanne an. Den Knoblauch habe ich grob gehackt, gebe etwas Meersalz dazu und drücke alles mit dem Messerrücken breit, dann röste ich auch ihn leicht an. Diese Mischung gebe ich dann zu allen anderen o.g.Zutaten und knete ordentlich durch. Kleine Kügelchen forme ich aus dem Teig und brate sie knusprig in Butterschmalz aus.

Damit nicht zu viel Fett in die Suppe kommt, lasse ich die Bällchen auf Küchentuch abkühlen.

Nun kann ich die Suppe bereiten. Es braucht dafür:

2 Dosen Champignons mit dem Sud

500 ml Hühnerbrühe

2EL Mehl

25g Butter

frischen Thymian

In die Pfanne, in der ich die Hackfleischbällchen gebraten habe, gebe ich den Sud der Champignons aus der Dose und koche kurz auf.

Butter zerlasse ich in einem Topf und bereite mit Mehl darin eine Mehlschwitze.

Diese lösche ich mit dem Bratansatz der Pfanne ab.

Dazu gebe ich soviel Hühnerbrühe, bis die Suppe die von mir gewünschte Konsistenz hat.

Die Champignons selbst schneide ich in Stücke von denen ich ein Viertel aufhebe.

Das andere Dreiviertel gebe ich in die Suppe und püriere alles. Mein Süppchen wird so cremig und bleibt weich. Zudem verstärkt das den Champignongeschmack in der Suppe.

In diese leicht angedickte Suppe gebe ich jetzt das Viertel der geschnittenen Champignonköpfe und die Hackfleischbällchen.

Ebenso gut wie ein Beefsteak (wie Frikadellen oder Buletten in Sachsen heißen) mit Champignons schmeckt, ist auch diese Suppe. Herzhaft und deftig.

Etwas Frisches brauche ich noch dazu. Ich liebe Kräuter. Thymian rundet hier den Geschmack perfekt ab und ist zudem gesund.

https://teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/07/11/thymian-als-heilkraut-und-in-der-frischen-tomatensuppe/

Im eingeschneiten Kräuterbeet habe ich welchen. Tief verborgen unter Schnee grünt er, durch ihn geschützt.

Zwei Zweiglein hole ich mir davon und gebe sie zu meiner Wintersuppe.

Im Haus verbreitet sich ein aromatischer Duft aller Zutaten meiner Suppe. Einen Teller davon gönne ich mir gleich.

So gestärkt kann ich warmen Herzens und Bauches den Schnee, der immer weiter fällt, vom Fußweg schippen.

Den Rest verspeisen wir heute Abend gemeinsam. Aufgewärmt schmeckt fast jede Suppe nochmal so gut. Aber bitte daran denken…aufwärmen heißt warm machen, nicht aufkochen.

P.S.

Auch am Schnee schippen sollte man nicht die Last sehen. Lieber die Freude an den Bildern die er schenkt. Gehe ich in’s Haus zurück, steht unter dem Vordach geschützt meine Ketterrose und hat noch immer grüne Blätter. An ihren zu Hagebutten gewordenen Blüten sammeln sich Schneeflocken und gerinnen zu Eiszapfen.

Wunder über Wunder…

Zum Tag

Nass ist der Schnee, der seit einigen Tagen bei uns liegt und die Kinder zum Jubeln bringt. Mich auch.

Durch die Schwere der Last brechen zur Zeit viele Bäume. Bahnstrecken, Straßen sind dadurch gesperrt.

Gestern fuhr kein Zug, mit dem Bus ist es langwierig an’s Ziel zu kommen. Mein Mann hat mich mit dem Auto auf Arbeit gebracht. Das ist dann doch zu aufwendig, darum habe ich heute einen Tag Urlaub genommen, Schneefreudenurlaub sozusagen.

Und leise wie Schnee ist werde ich ihn verbringen.

Am Fenster sitzen und die Vögel beobachten, lesen, uns etwas Schönes kochen.

Danke Schnee

Zum Tag

Was für ein Schneegestöber!

Es schneit und schneit. Die ganze Nacht. Am Morgen liegen 30cm Schnee, keine Straße ist geräumt…wer mit dem Auto fährt, steht stundenlang im Stau.

Ich fahre mit dem Zug und bin pünktlich auf Arbeit.

Am Nachmittag schaufle ich die weiße Pracht vom Fußweg. Alle anderen Nachbarn auch, ein fröhlicher Plausch inbegriffen. Im Erzgebirge bringt Schnee gute Laune mit sich.

Meine Mädels kommen zum Mittwochskuchenessen mit dem Schlitten.

Wer Schnee nicht liebt, hat vergessen Kind zu bleiben.