Monatsarchiv: November 2018

Zum Tag

Zingst im November ist still. Kaum Menschen in dem kleinen Dörfchen direkt an der Ostseeküste.

Auf dem Darß gibt es keine Promenaden wie auf Rügen oder Usedom. Nur Stille. Selbst die Ostsee verbirgt sich, greifbar nah, hinter Dünen, bleibt verborgen.

Schlummernd einladend erzählt der Ort von vergangenen, ruhigen Zeiten.

Mondän ist hier nichts, beruhigend einiges.

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Novemberstilles Zingst

Das Lied zum Tag

https://youtu.be/bpA_5a0miWk

Das Schöne vom Tag

Aufgefülltes…

Blick in den Wandel – November 2018

Fünfter November

Neunter November

Siebzehnter November

Sechsundzwanzigster November

November 2018

Das Lied zum Tag

https://youtu.be/8ZBnDr7UwRk

Zum Tag

Gestern fiel der erste Schnee. Er blieb nicht, schenkte mir dennoch Entspannung.

Immer noch bin ich sehr emotional, angespannt, reagiere über. Sehe oft Angriff, wo keiner ist.

Mir fehlen die Gespräche und Telefonate mit meiner Mutter. Rief ich sie an, dauerte es manchmal bis sie an’s Telefon ging. Mich wartend wissend sagte sie immer:“bin schon da“. Zur Zeit sitze ich oft auf meiner Lieblingsbank im kühlen Garten und hole mir die Erinnerung an ihre Stimme zurück, sehe ihr verschmitztes Lächeln dabei.

Streng geheim

Dem Geräusch des Abfallens der Blätter gleicht in seiner Stille nur der Fall des Schnees.

Sonntagsmärchen

Wilhelm Busch

Das Hemd des Zufriedenen

Es war einmal ein reicher König, dem machte das Regieren so viele Sorgen, daß er darum nicht schlafen konnte die ganze Nacht. Das ward ihm zuletzt so unerträglich, daß er seine Räthe zusammen berief und ihnen sein Leid klagte. Es war aber darunter ein alter erfahrener Mann, der erhob sich, da er vernommen, wie es um den König stand, von seinem Stuhle und sprach: »Es giebt nur ein Mittel, daß wieder Schlaf in des Königs Augen kommt, aber es wird schwer zu erlangen sein; so nämlich dem Könige das Hemd eines zufriedenen Menschen geschafft werden könnte und er das beständig auf seinem Leibe trüge, so halte ich dafür, daß ihm sicherlich geholfen wäre.« Da das der König vernahm, beschloß er, dem Rathe des klugen Mannes zu folgen und wählte eine Anzahl verständiger Männer, die sollten das Reich durchwandern und schauen, ob sie nicht ein Hemd finden könnten, wie es dem Könige Noth that. Die Männer zogen aus und gingen zuerst in die schönen volkreichen Städte, weil sie gedachten, daß sie da wohl am ehesten zu ihrem Zwecke kämen; aber vergebens war ihr Fragen von Haus zu Haus nach einem zufriedenen Menschen; dem Einen gebrach dies, dem Andern das; so mochte sich keiner zufrieden nennen. Da sprachen die Männer untereinander: »Hier in der Stadt finden wir doch nimmer, wonach wir suchen; darum so wollen wir jetzunder auf das Land hinausgehen, da wird die Zufriedenheit wohl noch zu Hause sein,« sprachen’s, ließen die Stadt mit ihrem Gewühle hinter sich und gingen den Weg durch das wallende Korn dem Dorfe zu. Sie fragten von Haus zu Haus, von Hütte zu Hütte, sie gingen in das nächste Dorf und weiter von da, sie kehrten bei Armen und bei Reichen ein, aber keinen fanden sie, der ganz zufrieden war. Da kehrten die Männer traurig wieder um und begaben sich auf den Heimweg. Wie sie nun so in sorgende Gedanken vertieft über eine Flur dahinwandelten, trafen sie auf einen Schweinhirten, der da gemächlich bei seiner Heerde lag; indem so kam auch des Hirten Frau, trug auf ihren Armen ein Kind, und brachte ihrem Manne das Morgenbrod. Der Hirt setzte sich vergnüglich zum Essen, verzehrte was ihm gebracht war, und nachdem so spielte er mit seinem Kinde. Das sahen die Männer des Königs mit Erstaunen, traten herzu und fragten den Mann: wie es käme, daß er so vergnügt wäre und hätte doch nur ein so geringes Auskommen? »Meine lieben Herren«, sprach der Sauhirt, »das kommt daher, weil ich mit dem, was ich habe, zufrieden bin.« Da freuten sich die Männer höchlich, daß sie endlich einen zufriedenen Menschen gefunden hatten, und erzählten ihm, in welcher Sache sie von dem Könige wären ausgesandt worden, und baten ihn, daß er ihnen möchte für Geld und gute Worte ein Hemd von seinem Leibe geben. Der Sauhirt lächelte und sprach: »So gern ich Euch, meine lieben Herren, in Eurem Anliegen möchte zu Willen sein, so ist es mir doch nicht möglich; denn Zufriedenheit habe ich wohl, aber kein Hemd am Leibe.« Als das die Männer vernahmen, erschracken sie und gaben nun ganz die Hoffnung auf, ein Hemd zu finden, wie es dem Könige Noth that. Betrübt und mit gesenkten Blicken traten sie wieder vor ihren Herrn und berichteten ihm, wie all ihr Suchen und Fragen sei vergeblich gewesen; sie hätten manchen gefunden, der wohl ein Hemd gehabt hätte, aber keine Zufriedenheit, und endlich hätten sie Einen angetroffen, der wäre freilich zufrieden gewesen, aber leider hätte er kein Hemd gehabt.

Fragen an Gott

Warum, durfte meine Schwester in der DDR 1958 getauft werden?

Warum, durfte ich 1964 geboren nicht mehr getauft werden, um den Werdegang meines Vater’s nicht zu gefährden?

Warum findet sich das Taufkleid für meine ältere Schwester und eben nichts für mich…